Dienstag, 14. Februar 2017

Warum wir eigentlich einfach den Moment leben sollten

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Leben weniger auf das eigentliche Leben, als vielmehr auf das Erreichen irgendwelcher Ziele ausgerichtet ist. Das Überstehen der Klausurenphase, das Bewältigen der Abiturprüfungen, ... und dann, dann vielleicht wieder Zeit haben, richtig zu leben.
Aber was ist mit der Zeit bis dahin? Ist das nicht doch ganz schön weit weg?

Was, wenn es kein Dann mehr gibt? Ich könnte in zwei Wochen von einem Bus erfasst werden. Einen Autounfall haben. Sehr unglücklich stürzen. Die meisten Unfälle passieren eh im Haushalt.
Was würde dann aus meinen Plänen? Was hätten mir die Klausuren gebracht?

Klar, kurzsichtig denken ist im Endeffekt nicht sonderlich günstig. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich dazu kommen, danach zu LEBEN, aber wie lange?
Wenn ich anfange zu studieren oder eine Ausbildung zu machen, hat mich das Feld abgesteckter Ziele, die meine Existenz erfüllen, nicht dann schon wieder? Ist es nicht Teil unser leidgetragenen Existenz, dass wir uns immer nur auf das Erreichen irgendwelcher Ziele fokussieren, sei es die Klausurenphase, der Arbeitsalltag, die alltäglichen Aufgaben?
Und wo bleibt da das Leben? Einfach mal den Moment zu genießen? Den süßen Geschmack von Schokolade, die warmen Strahlen der Sonne, die Klänge der Musik, die Seiten zwischen den Fingern?

Und vielleicht, vielleicht sollten wir all diese mühseligen Pflichten nicht mehr nur als Ziele sehen, die erledigt werden müssen, sondern als Teil des Lebens, mit all den Erfahrungen. Als eine Kette von Momenten, in denen wir atmen und reden und lächeln, mit Menschen in Kontakt kommen, Wissen vertiefen, Erfahrungen sammeln. Als Teil unseres Lebens.
Denn wo kommen wir an, wenn wir uns immer nur nach dem sehnen, was nach den Pflichten kommt, statt einfach auch mal den bloßen Moment zu genießen, egal, wie nervig die Aufgabe ist? Zu genießen, einfach nur am Leben zu sein?

Denn Leben bedeutet nicht zwangsläufig wilde Freiheit oder tosende Glücksgefühle. Um zu leben muss man nicht zwingend Fallschirmspringen, sich von Klippen stürzen oder über die Autobahn rasen. Denn wir leben. Jetzt gerade. In jedem Moment. Wir müssen uns das nur vor Augen führen.

Sonntag, 12. Februar 2017

Bookish Sunday #13 - Ein Buchcharakter, mit dem ich tauschen würde und eine außergewöhnliche Fähigkeit, die ich gerne hätte



Hallo ihr Lieben,

heute bin ich wieder bei Ines' Aktion dabei, und wie bei jedem fünften Sonntag gibt es heute zwei buchige Fragen:

Mit welchem Buchcharakter würdest du gerne tauschen?

Wenn mir mein Leben lieb ist, mit gar keinem. Zumindest nicht aus der Fantasy-Sparte.
Anscheinend ist mir mein Leben aber nicht so lieb, denn ich fände es schon unheimlich cool, außergewöhnliche Kräfte zu haben und "für das Gute kämpfen" zu dürfen, auch wenn das heißt, regelmäßig um sein Leben zu rennen ... aber ich hätte dann ja auch die Fähigkeiten dazu. xD
Aber da jetzt explizit einen Charakter zu nennen, ist schwierig. Celaenas Fähigkeiten aus "Throne of Glass" (Sarah J. Maas) wären schon ganz cool, aber ihre Situation ist natürlich ein wenig ... nennen wir es stressig. xD Soneas Fähigkeiten ("Die Gilde der schwarzen Magier", Trudi Canavan) wären auch cool. Selbiges gilt für Violet Eden ("Erwacht" ff., Jessica Shirvington). Ich fürchte, das könnte man noch ein Weilchen so weiterführen, ich kann mich da nicht so ganz entscheiden. :D

Welche außergewöhnliche Fähigkeit eines Charakters würdest du gerne selbst haben?

Oha. Kniffelige Fragen heute. xD
Ähm. Also mein Lieblingsmagieverständnis ist im Prinzip das aus "Die Gilde der schwarzen Magier" (Trudi Canavan), diese Fähigkeit, z.B. von Sonea, wäre also schon cool.  ^^ 


Ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag! ♥
Eure Dana

Freitag, 10. Februar 2017

[Rezension] Der letzte Stern

Die einzige Gewissheit ist Ungewissheit, bis auf deinen eigenen Tod, denn der ist verdammt gewiss. (Seite 280)
Man kann keinen Krieg führen, vor allem keinen von der endlosen Sorte, wenn alle auf derselben Seite stehen. (Seite 67) 




Autor: Rick Yancey
Übersetzer: Thomas Bauer
amerik. Originaltitel: The Last Star (2016)
Verlag: Goldmann
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 03.10.2016
ISBN: 978-3-442-31336-5
Gebunden mit Schutzumschlag; 16,99€






Trilogie:

! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !


Mittwoch, 8. Februar 2017

[Rezension] Marmorkuss

Es gab für alles auf der Welt einen Preis, wusste Klara. Und jeder Preis der Welt hatte eine Grenze, die zu zahlen nicht mehr richtig war. (Seite 390)





Autor: Jennifer Benkau
Verlag: script5
Seiten: 432
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
ISBN: 978-3-8390-0166-0
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,95€







Klappentext:

Jarno, ein rastloser Underdog, küsst ein Dornröschen aus dem letzten Jahrhundert wach – und wird mit ihr in einen Strudel aus Liebe und Gefahr gezogen. Ein berührender Roman mit zwei Liebenden aus verschiedenen Zeiten, meisterhaft erzählt.

Er war ihr in einer alten, mit Rosen überwucherten Villa begegnet – der geheimnisvollen Figur aus weißem Marmor. Und Jarno hatte sich tatsächlich beim Fotografieren der steinernen Schönheit ein bisschen in sie verliebt. Wie verwirrt ist er nun, als nach seinem schüchternen Kuss eine lebendige junge Frau vor ihm steht, die weder elektrisches Licht noch zerrissene Jeans kennt und offenbar hundert Jahre geschlafen hat.
Es beginnt eine märchenhafte Liebesgeschichte und gleichzeitig ein Spiel auf Leben und Tod. Denn Jarno ist kein Prinz – im wirklichen Leben steckt er tief in einem Sumpf aus Verbrechen ...


Montag, 6. Februar 2017

[Rezension] Empire of Storms

“The world [...] will be saved and remade by the dreamers [...].” (Seite 248)
“The fear of loss ... it can destroy you as much as the loss itself.” (Seite 562) 





Autor: Sarah J. Maas
Verlag: Bloomsbury
Seiten: ~690
Erscheinungsdatum: September 2016
ISBN: 978-1-61963-607-1
Gebunden mit Schutzumschlag
(Taschenbuch)






Hexalogie:
  • The Assassin's Blade  (Vorgeschichte)  Rezi: *klick*
  • Throne of Glass  Rezi: *klick*
  • Crown of Midnight  Rezi: *klick*
  • Heir of Fire  Rezi: *klick*
  • Queen of Shadows  Rezi: *klick*
  • Empire of Storms
  • erscheint voraussichtlich am 05.09.2017
  • Extrageschichte um Chaol, erscheint voraussichtlich am 27.06.2017
  • Extraband zu der Welt, erscheint voraussichtlich am 31.10.2017


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !


Samstag, 4. Februar 2017

Fantasy-Lesenacht - Lesen bis das Biest vom Fluch befreit wird


ES IST ENDLICH ENDLICH ENDLICH WIEDER SO WEIT!

Die aufopferungsvolle, tolle, einmalige Ines veranstaltet ENDLICH wieder eine ihrer legendären Lesenächte und natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, dabei zu sein. Und ganz viel zu lesen. Wie immer. *HUST*

Man beachte bitte ihren wunderschönen Banner und wer sonst noch so, auch später noch, einsteigen will, hier findet ihr Ines' Updatepost.
Ich freue mich schon auf einen tollen Abend mit euch allen - LET IT BURN!!!!


Updates:

18.00 Uhr

Noch drei Stunden und ich hab mich immer noch nicht für ein Buch entschieden. :D Da ich momentan eh nicht so viel Zeit habe, dank Klausurenphase, les ich leider auch kaum, von daher müsste ich ein neues anfangen, dass ich dann irgendwann mal beenden werde. Ich habe erst den dritten Partials-Teil von Dan Wells in Erwägung gezogen, aber Fortsetzungen sind immer doof, weil man mit Spoilern aufpassen muss. Daher hatte ich mich eigentlich schon auf "Ein Käfig aus Rache und Blut" von Laura Labas festgelegt, aber dann kam heute "Herz aus Nacht und Scherben" von Gesa Schwartz an, das meine Mutter mir lieberweise geschenkt hat .... und jetzt kommt mir auch noch die Idee, einfach Percy Jackson zu re-readen, weil "The Heroes of Olympus" von Rick Riordan noch auf meinem SuB rumdümpelt und ich dazu ersteres eben gerne nochmal lesen würde ... allerdings schaffe ich es wahrscheinlich vor Ostern eh nicht, die zehn Bücher zu lesen, da wähl ich lieber eins der beiden Einzelbände. :D

21.10 Uhr

Welches Buch liest du heute, und wieso hast du dich dafür entschieden? Kennst du andere Bücher des Autors?

Jetzt wünschte ich mir, dass ich mich doch für "Herz aus Nacht und Scherben" entschieden hätte, dann hätte ich euch jetzt was von "Nacht ohne Sterne" von der Autorin vorgeschwärmt (aber ich kann euch ja meine Rezi empfehlen, hehe :P).
Allerdings hatte ich aber mehr Lust auf "Ein Käfig aus Rache und Blut", weil ... äh, keine Ahnung. Blutiger oder so. Und "Herz aus Nacht und Scherben" les ich glaube ich lieber in abgeschiedener Einsamkeit, um den atmosphärischen Schreibstil auszukosten.
Un nö, von Laura Labas kenne ich keine anderen Bücher, obwohl es laut Danksagung ihr sechstes Buch ist. :x

21.50 Uhr

Wenn du könntest, in welches Buch würdest du dann am liebsten als eigenständiger Protagonist abtauchen?

Klassikerantwort ist jetzt Harry Potter, wobei das gar nicht mal so eine Verlegenheitsantwort ist, weil ich mich als Kind wirklich als eigenständige Protagonistin darein gedacht habe. :D
Es gibt natürlich noch andere tolle Möglichkeiten, aber das trifft tatsächlich am meisten zu. Ansonsten ... High Fantasy wär sowieso meistens cool. ;)

22.40 Uhr

Für Statistikfreaks: In den nächsten 50 Minuten habt ihr nun Zeit mit einer Stoppuhr am Handy o.ä. 30 Minuten zu lesen und eure gelesenen Seiten zu zählen! (Damit jeder genug Zeit hat sich vorzubereiten oder die Stopuhr auch kurz mal zu pausieren weil man aufs Klo muss habt ihr in 50 Minuten 30 Minuten Lesezeit!) Bitte Stoppuhr benutzen, nur die Zeit rechnen die ihr auch wirklich lest, Seiten zählen und dann ausrechnen wie viele Sekunden ihr pro Seite braucht! (60x60 ausrechnen, dann geteilt durch die Seitenzahl und dann habt ihr ausgerechnet wie viele Sekunden ihr pro Seite braucht) 

Herzlichen Glückwunsch, jetzt bin ich verwirrt. Das ist eindeutig zu viel Mathe für diese Uhrzeit! :D Und wie kommst du auf die Idee, wir würden lesen, Ines? 

22.50 Uhr

Ach, ich schließ mich einfach aus. Ich würde mich eh nicht als Statistikfreak bezeichnen. :D

22.55 Uhr

Ines informiert: 30x60 natürlich. Ich war schon irritiert über die fehlende Logik. ^^

23.00 Uhr

Ihr lest doch nicht etwa, oder? :O

23.30 Uhr

5 mal 60 durch 10 macht 30 Sekunden pro Seite. Heißt, nicht ganz eine Sekunde pro Zeile. Irgendwie unheimlich. :x

23.40 Uhr

Schließe die Augen und schließe das Buch. Öffne es ca. ab der Mitte wieder und lies nun den ersten Absatz. Was erschließt du dir daraus? Bist du nun gespannter? Wurdest du stark gespoilert?

Ines, du weißt, wie sehr ich diese Art von Aufgaben hasse. Ich hasse es, gespoilert zu werden.
Und wie soll ich das Buch schließen, wenn es geschlossen ist??

Okay, okay. Aber nur, weil du es bist.

Urgh, irgendwas mit Tentakeln. :x Keine Ahnung, was mir das sagen soll, aber es passt auf jeden Fall zu der düsteren Atmosphäre, die das Buch von der ersten Seite an innehat.

0.20 Uhr

POESIE-TIME! Schreibe ein Gedicht über das letzte, vollständig gelesene Kapitel (sechs Zeilen mindestens und reimend).

Was wären die Lesenächte ohne die verhassten Gedichte? *schwermütiges Seufzen*

Na schön, also über den Prolog:

Alison ist jung und korpulent
doch hastig sie nach Hause rennt
das Buch war ach so spannend noch
und ihre Eltern warten doch

Aber das Haus, in dem sie wohnen
das fanden leider die Dämonen
die Familie ist nun tot
und Alison, die sieht rot

1.20 Uhr

Wenn euer Buch das einzige ist, das ihr drei Jahre lang lesen dürftet ... wie würde es euch damit ergehen?

Oh, vielleicht würde ich endlich mal herausfinden, worum es geht. Also abgesehen davon, dass Alison Dämonen jagt. Ich bekäme es wahrscheinlich sogar durch. :D Ansonsten ist es ein wenig düster, schätze ich, und vielleicht würde ich irgendwann glauben, diese alternative, von Dämonen besetze Welt wäre Realität, und mit Sicherheit könnte ich das Buch irgendwann auswendig ... aber schwer zu sagen, so auf Seite 14 ...  :D

1.40 Uhr

Ja, jetzt habt ihr mich so weit, jetzt habe ich tatsächlich das zweite Kapitel zu Ende gelesen. Also der Prolog war das erste. Dementsprechend habe ich jetzt etwa 22 Seiten gelesen. xD

2.00 Uhr

Wenn das Buch jetzt zuende wäre mit einem Cliffhanger, wie würdest du das finden? 

Äh ... viel ist noch nicht passiert. Außer dass sie gerade eben ein Dämonenmassaker veranstaltet hat, aber es gibt keine Konflikte oder so. :D Und von daher auch nichts, was mich über einer Klippe hängen lassen würde. xD

Wie viel hast du diese Lesenacht gelesen?

*pfeif* 22 Seiten. Zwei Kapitel. *unschuldiger Blick*


Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, besonders der Austausch mit euch! Vielen Dank an Ines, dafür, dass du dir wieder die Mühe gemacht hast, und an die anderen, für die Kommentare und Diskussionen! 

Ich freue mich schon auf die nächste Lesenacht! ;)

Donnerstag, 2. Februar 2017

Romeo & Juliet - die unterhaltsamste Tragödie aller Zeiten

Für uns aufstrebende Englisch-Leistungskurs-Schüler stand in diesem Schuljahr Shakespeare auf dem Lehrplan und meine Lehrerin entschied sich kurzerhand für "Romeo & Juliet". Von daher dachte ich mir, ich könnte mal meine Gedanken zu der tragischsten Liebesgeschichte überhaupt loswerden. Ich nehme dabei keinerlei Rücksicht auf die Kulturbanausen, die die grobe Story noch nicht kennen, und sich daher gespoilert fühlen, wenn ich ihnen erzähle, dass die beiden am Ende sterben (was im Übrigen schon im Prolog geklärt wird ^^).

Ich muss zugeben, ich hab mich auf diese Lektüre gefreut, auf die Geschichte, die bis heute so viele andere Geschichten inspiriert, vielleicht besonders im Jugendbuchbereich.
Die größte Schwierigkeit mag in der Sprache liegen - überpoetische Satzverrenkungen mit Metaphern und Wortspielen bis zum Abwinken, blumigen Umschreibungen und ständigem "thou" statt "you" sowie Verbkonjugationen, die die Verwandschaft zum Deutschen verdeutlichen -, aber ich mochte das irgendwie. Ich meine, es war ziemlich anstrengend, es zu lesen, aber es hat was.

Was allerdings den Inhalt betrifft, so fiel es mir teilweise ein wenig schwer, dieses Meisterwerk der Literaturgeschichte ernst zu nehmen. (Ihr könnt mich gerne dafür steinigen.) Somit saß ich schlussendlich in meiner Vorabi-Klausur und hatte einen unterdrückten Lachflash, weil in der ausgewählten Szene nach einem Duell ungefähr folgender Wortwechsel stattfand:
"Ich bin getroffen worden!"
"Bist du getroffen?"
Ähm, hörst du ihm eigentlich zu?
Sehr hilfreich war auch Romeos Kommentar (ich hatte zwischendurch echt das Gefühl, dass er nicht so ganz der Hellste ist), etwa: "Ach, wird schon nicht so schlimm sein."
Na ja. Fünf Minuten später war der andere tot. (Akt 3, Szene 1)

Aus heutiger Sicht fällt das Ernstnehmen schon deshalb schwer, weil Juliet erst dreizehn ist, die beiden schon am Abend, nachdem sie sich kennengelernt haben, beschließen, zu heiraten, das gleich am nächsten Morgen erledigen und nochmal zwei Tage später tot sind. Klassisches Liebe auf den ersten Blick - als ich aus Neugier zu der Szene des Kennenlernens blätterte, fiel mir nur ein "They kiss" ins Auge. ^^ (Akt 1, Szene 5)
Allerdings - wenn man das literaturgeschichtlich betrachtet, umfassten die meisten Dramen zu der Zeit maximal einen Tag. Und da die Mädchen jung verheiratet wurden, musste Juliet jung sein - wobei ihr Vater eigentlich auch erst noch zwei Jahre warten will. (Akt 1, Szene 2)

Das Prinzip der verbotenen Liebe bzw. der zwischen zwei eigentlichen Feinden findet sich bis heute noch in Büchern wieder - ich hätte da spontan als Beispiel "Plötzlich Fee" (Julie Kagawa), "Arkadien" (Kai Meyer), "Daughter of Smoke and Bone" (Laini Taylor) und und und. 
Vielleicht ist es diese Gefahr, der Reiz des Verbotenen, was uns fasziniert. Vielleicht die Art, wie sich die Verliebten über diese Grenzen hinwegsetzen und für ihre Liebe kämpfen, wie sie auf einmal zwischen zwei Fronten stehen und die Grenzen zwischen Feind und Familie verschwimmen, wenn in all dem Hass auf einmal klar wird, dass die auf der anderen Seite auch Menschen sind.

Was denkt ihr? Und habt ihr das Drama schon gelesen?

Ich verabschiede mich dann mal mit meinem persönlichen Lieblingszitat (Akt 2, Szene 5, Zeile 31 f.):

How art thou out of breath, when thou hast breath
To say to me that thou art out of breath? 

Dienstag, 31. Januar 2017

[Rezension] Die Traumknüpfer




Autor: Carolin Wahl
Verlag: Heyne
Seiten: 720
Erscheinungsdatum: 08.02.2016
ISBN: 978-3-453-31647-8
Taschenbuch mit Klappenbroschur; 13,99€








Inhalt:

Kanaael De’Ar ist der Thronfolger des Herrschers der Sommerlande, doch er versteckt eine Gabe, die sein ganzes Volk gegen ihn aufbringen könnte.
Naviia O’Bhai, ein Mädchen in den Winterlanden, hat ein Geheimnis, das sie von den anderen Menschen abgrenzt. Dann werden Dörfer überfallen - darunter auch ihres. Dabei wird ihr Vater ermordet und Naviia schwört Rache.
Doch dann wird das Schicksal der beiden verwoben, als ihnen die Frühlingsgöttin Kev im Traum erscheint. Denn die Traumknüpferin Udinaa, die seit Jahrhunderten schläft und damit die göttliche Macht bewahrt, droht geweckt zu werden - etwas, das die Welt der vier Jahreszeiten in Gefahr bringt ...

Sonntag, 22. Januar 2017

Bookish Suday #12 - Wie ich meine erste Rezension heute sehe


Hallo ihr Lieben,

momentan habe ich ziemlich viel um die Ohren, aber da es heute ausnahmsweise etwas ruhiger ist, bin ich bei Ines' Aktion dabei, deren heutige Aufgabe lautet:

Lies dir nochmal deine allererste Rezension von deinem Blog durch, und sag uns, ob sich deine Meinung über das Buch in der ganzen Zeit geändert hat oder immer noch gleich ist.

Ach du liebe Güte. xD 
Also gut, meine erste (sehr, äh, niedliche) Rezension war zu "Amy on the Summer Road" von Morgan Matson, und, na ja, ich habe das Buch seitdem nicht nochmal gelesen, ergo ist das schon drei Jahre her. (Für alle, die sich heute amüsieren wollen, ihr findet sie hier.) 
Ich habe dem Buch damals sechs Büchlein gegeben, heute würde ich ihm wohl eher fünf geben, da es mich jetzt nicht so beeindruckt hat, dass es direkt den Lieblingsbuchstatus wert wäre. Allerdings bleibe ich dabei, dass es ein sehr gutes Buch war, dessen Inhalt auf tolle Weise durch die Gestaltung mit den Kassenzetteln, Playlists und Karten unterstrichen wurde. Auch die Liebesgeschichte hat sich, soweit ich mich erinnere, tatsächlich eher langsam und nachvollziehbar entwickelt, und war ganz süß. Im Großen und Ganzen bleibe ich von daher bei meiner Meinung von damals. Auch wenn die Rezension heute wohl ein wenig anders aussähe. :D

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag! ♥
Eure Dana

Donnerstag, 19. Januar 2017

Lips Touch - Three Times

... enthält:
  • Goblin fruit (dt.: Koboldsfrüchte)
  • Spicy little curses such as these (dt.: Die Würze bezaubernder kleiner Flüche)
  • Hatchling (dt.: Dämonenbrut)




Autor: Laini Taylor
dt. Der verbotene Kuss
Illustrationen: Jim Di Bartolo
Verlag: Scholastic
Seiten: ~ 270
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
ISBN: 978-0-545-05585-7
Gebunden mit Schutzumschlag
(Taschenbuch)






Das Buch enthält drei Kurzgeschichten mit unabhängigem Inhalt. Und doch spielt in allen ein Kuss eine Rolle.
Die erste handelt von Kizzy, einem amerikanischen Mädchen mit einer höchst ungewöhnlichen Familie, das von seiner Großmutter immer vor den Kobolden gewarnt wurden, deren liebste Opfer die Mädchen sind, die sich heimlich nach Liebe sehen - Mädchen wie Kizzy. Doch Kizzy glaubt den Warnungen ihrer Großmutter nicht ...
Die zweite Geschichte spielt im kolonialen Indien. Die ältere Engländerin Estella handelt regelmäßig mit einem Dämon um Seelen. Doch um das Leben mehrerer Kinder zu retten, die eigentlich bei einem Erdbeben hätte umkommen können, muss ein unschuldiges Mädchen einen hohen Preis zahlen: Es muss für immer still bleiben ...
Die letzte Geschichte dreht sich um Esmé, die in London mit ihrer Mutter lebt und sich schon immer bewusst war, dass sie anders ist. Abgeschlossen von der Welt leben die beiden allein und haben nur sich. Über die Vergangenheit ihrer Mutter weiß Esmé nichts, aber sie bemerkt ihre Albträume. Doch die Jäger, bei denen ihre Mutter aufgewachsen sind, sind ihnen auf der Spur ...

Drei Kurzgeschichten also, die an unterschiedlichen Plätzen mit vollkommen unterschiedlichen Protagonistinnen spielen. Mit unterschiedlichen Mythen, die die Autorin geschickt einwebt, und die mich unheimlich fasziniert haben.
Die Geschichten erinnern an kurze Märchen, jedoch mit einer düsteren Atmosphäre, die das Versprechen eines Happy Ends fern erscheinen lässt. Jenseits von typischen Young Adult-Geschichten und Klischees erschafft die Autorin außergewöhnliche Geschichten mit ungewöhnlichen, einzigartigen Charakteren, die tiefgründig sind, meist durch eine Vergangenheit, die sie geprägt. Charaktere, die so lebensecht werden.
Der Schreibstil der Autorin ist bildgewaltig und entführte mich in diese Welten, in diese fremden Geschichten, fesselte mich und erzählte diese düsteren Märchen auf eine Weise, die mich in ihren Bann zog.

Aber auch die Gestaltung dieses Buches erinnert an ein Märchenbuch. Vor jeder Geschichte finden sich Illustrationen von Jim Di Bartolo (hier eine Kostprobe seiner Werke), die die düstere Atmosphäre einfangen und überaus gelungen sind. Generell ist die Gestaltung einfach toll, allein dafür lohnt es sich, das Buch im Regal stehen zu haben.