Samstag, 18. Januar 2014

[Rezension] Seelenkuss



Autor: Lynn Raven

Verlag: cbt

Seiten: 576

Erscheinungsdatum: 09.12.2013

ISBN: 978-3-570-16295-8

Klappenbroschur: 14,99€



 Klapptext:

Prinzessin Darejan erkennt ihre Schwester nicht wieder. Die mitfühlende Königin Seloran scheint plötzlich eiskalt geworden zu sein, und den rätselhaften Gefangenen, den sie in ihrem tiefsten Kerker versteckt, behandelt sie ungewöhnlich grausam. Angeblich sei er ein Spion der Nordreiche. Doch dann entdeckt Darejan eine schreckliche Wahrheit: Der finstere Magier Ahoren hat Besitz von Königin Selorans Körper ergriffen und baut eine Armee von Schattenkriegern auf, um das Königreich zu unterwerfen. Und plötzlich ist Darejan selbst auf der Flucht, zusammen mit dem angeblichen Spion. Er gehört dem Geheimorden der DúnAnór an, die als Einzige in der Lage sind, Ahoren zu bannen. Doch der Gefangene hat sein Gedächtnis verloren. Und zudem scheint er Darejan zu hassen. Das ungleiche Paar begibt sich auf eine Suche voller tödlicher Gefahren ...

Äußere Erscheinung:


Oh, ein Mädchen! Könnte Schneewittchen sein. Allerdings kommt die in der Geschichte ja gar nicht drin vor ...

Meine Erwartung:

Ich muss gestehen, dass ich vorher noch nie etwas von Lynn Raven gelesen habe (shame on me). Die Erwartungen an dieses Buch waren ja ziemlich hoch, als das Buch dann allerdings raus kamen, las ich ziemlich viele enttäuschte Rezensionen, daher war meine Erwartung letztendlich nicht besonders hoch.

Meine Meinung:


Réfen, Ziehbruder von Prinzessin Darejan und Königin Seloran, wird misstrauisch, als er erfährt, dass aus dem Kerker des Gefangenen von Königin Seloran, einem angeblichen Spion der Nordreiche, nachts Schreie ertönen. Er beginnt nachzuforschen und kommt dabei einem dunklen Geheimnis auf die Spur ...
Kurze Zeit später befindet sich Prinzessin Darejan mit ebendiesem, offensichtlich wahnsinnigem Gefangenem auf der Flucht ...

Der Einstieg in das Buch fiel mir schwer. Zum einem lag das daran, dass gleich am Anfang öfters die Sicht gewechselt wurde (auch wenn die Sicht später zum Großteil bei Darejan lag), zum anderen daran, dass der Leser von fremden Begriffen überwältig wird, während sich die Ereignisse gleichzeitig überschlagen.
Auch später sorgten diese vielen Begriffe oft für Verwirrung.

Lynn Raven hat eine faszinierende Welt erschaffen, zur besseren Vorstellung wäre allerdings eine Karte wünschenswert gewesen.
Gleich am Anfang werden die Korun (das Volk, dem Darejan, Seloran und Réfen angehören) als Nachfahren des Meeres dargestellt, die u.a. noch Kiemennarben besitzen. Bei diesem interessanten Aspekt fehlten mir nähere Erläuterungen und ein Bezug zu der Geschichte. Nähere Erläuterungen fehlten grundsätzlich oft bei Begriffen.
So konnte ich auch keinen Unterschied zwischen den „Ragon" und Pferden ausmachen, vielleicht wäre es verständlicher gewesen, hier gleich von Pferden zu sprechen.

Darejan spricht die meiste Zeit von dem Gefangenem als dem Verrücktem, irgendwann entscheidet sie sich, ihm bei einem selbst gewählten Namen zu nennen, den sie dann jedoch nie benutzt.
Im Mittelteil ist die Handlung oft langatmig, hier hätte man die fast 600 Seiten auch kürzen können. Ich wartete lange darauf, dass endlich mal etwas Konstruktives passiert, aber das zog sich hin. Auch die Liebesgeschichte entwickelt sich erst auf den letzten Seiten.

Die Charaktere blieben meiner Meinung nach eher blass. Darejan handelt zwar oft eigenständig, zwischendurch hat sie aber auch ihre naiven Phasen.
Die Idee war allerdings gut und hatte Potenzial, Nekromantie ist noch kein besonders ausgetretenes Thema. Abseits der Längen war die Handlung auch durchaus spannend.

Fazit: Eine potenzielle Idee, die unter zu vielen Begriffen und vielen Längen zu leiden hatte.



Quelle Cover und Klapptext: cbt
Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Nachrichten zaubern ein Lächeln ins Gesicht! ♥
Ich freue mich über jeden Kommentar, gebt einfach eure Meinung/ Kritik/ etc. zu dem Post ab. Ich antworte in der Regel auch. :)