Freitag, 4. April 2014

[Rezension] Hibiskussommer [oder] Der beste Sommer überhaupt


Autor: Alyson Noël

Übersetzer: Tanja Ohlsen

amerik. Originaltitel: Cruel Summer (2008)

Verlag: cbj                                    

Seiten: 256

Erscheinungsdatum: 2011

ISBN: 978-3-570-40188-0 (früher: 978-3-570-15289-8)

Taschenbuch mit Klappbroschur: 7,99€ (früher: 12,99€)
E-Book: 6,99€





Das Buch ist als Taschenbuch nur noch als eine andere Ausgabe erhältlich, die ein anderes Cover hat und den Titel Der beste Sommer überhaupt (hier geht's zur Verlagsseite) trägt. Daher beziehen sich die in den Klammern stehenden Angaben bei der ISBN und dem Preis auf die ältere Ausgabe.
Ich besitze die ältere Ausgabe - Hibiskussommer -, da es sich bei meinem Buch um ein Mängelexemplar handelt.






Klapptext:

Colby hat es gerade geschafft, in Amandas angesagte Clique aufgenommen zu werden. Eigentlich sollte das der beste Sommer überhaupt werden, sogar der supercoole Levi beachtet sie auf einmal. Da schicken sie ihre Eltern zu ihrer verrückten Tante auf eine griechische Insel am Ende der Welt … ohne Internetanschluss! Verzweifelt versucht Colby, Kontakt mit Amanda und Levi zu halten. Alles auf dieser griechischen Insel ist total nervig. Wirklich alles? Auf einer Party lernt sie Yannis kennen, einen gut aussehenden Jungen, der ihr schon auf der Fähre aufgefallen ist. Und auf einmal beginnt dieser schreckliche Sommer doch ganz nett zu werden …

Äußere Erscheinung:
 
--In Bezug auf die ältere Ausgabe-- Ich liebe dieses Cover! *-* Diese Hibiskus-Blume, die sowohl zum Inhalt als auch zum Titel sehr gut passt, und die Schmetterlinge ...  Der Titel passt übrigens auch gut zum Inhalt, von daher kann ich nur sagen: Äußere Gestaltung - top!
 
Das neue Cover gefällt mir lange nicht so gut, es ist ein bisschen 0815 und der Titel würde auch meine Aufmerksamkeit nicht so erregen wie der alte. Allerdings passen sowohl das neue Cover als auch der neue Titel besser zu der lockeren Atmosphäre des Buches.
 
Meine Erwartung:
 
Nehmen wir die Faktoren Langeweile + zu viel Zeit + zurzeit nichts zu lesen + nur 5€ dabei + billige Mängelexemplare und jeder halbwegs abhängige Bücherjunkie weiß, was dabei herauskommt.
Es handelte sich also um einen absoluten Spontaneinkauf, ich kannte das Buch vorher nicht und hatte auch noch nichts von der Autorin gelesen.
 
Meine Meinung:
 
Ich fand es schade, dass der Inhalt nicht mit der äußeren Gestaltung (meiner Ausgabe) mithalten konnte.
 
Die Autorin benutzt einen interessanten Stil, die Geschichte wird nur durch Tagebucheinträge, Blogeinträge, Briefe und E-Mails erzählt, alle verfasst von der Protagonistin Colby. Und auch nur von ihr. Die Antworten auf ihre Briefe und E-Mails muss man sich dann selbst zusammen reimen, wobei hier in Colbys Antwortbriefen und Tagebucheinträgen oft genug Andeutungen oder Zusammenfassungen vorhanden sind. Dieser Stil lässt sich flüssig lesen und ist sehr unterhaltsam.
Leider entstand auch eine gewisse Distanz zu den Charakteren und zum Geschehen. Dabei ist es durchaus möglich, selbst mit dem Tagebuch-Stil nah an das Geschehen zu kommen und den Charakteren ein wenig Tiefe zu verleihen. Diese blieben aber während der gesamten Handlung ziemlich oberflächlich, zum Beispiel weiß ich so gut wie nichts über Yannis, außer dass er nett ist.
 
Jeder, der auch nur ein Buch in diese Themenrichtung gelesen hat, weiß mit ziemlicher Sicherheit schon den groben Handlungsverlauf. Und leider gibt es auch keine besonderen Überraschungen, das Buch ist schlicht und einfach vorhersehbar und voller Klischees.
 
Allerdings war die Protagonistin ein bisschen weniger zum Buch-an-die-Wand-hauen-wegen-Fremdschämen als ihre Themenschwestern, jedenfalls kam es mir nicht so vor, als würde sie vor jedem Fettnäpfchen noch einmal Anlauf nehmen. Sie leidet ziemlich unter der gerade ablaufenden Scheidung ihrer Eltern. Auf der einen Seite ist es vermutlich durchaus authentisch, dass sie sich vernachlässigt fühlt, auf der anderen Seite nervt es aber auch irgendwann, dass sie ihre Eltern zu manipulieren, einen schlechtes Gewissen einzureden und sie umzustimmen versucht. Kapier´s endlich, Mädel.
 
Die Wahl des Handlungsortes war dagegen interessant. Es gibt eher wenig Bücher, die in Griechenland spielen, und ich fand es schön, dass der Leser einen kleinen Einblick auf die griechische Insel Tinos bekommt.
 
Fazit: Vorhersehbar und oberflächlich, aber als leichte Lektüre für anspruchslose Stunden zwischendurch durchaus geeignet.

 


Quelle Cover und Klapptext: cbj

2 Kommentare

  1. Also das neue Cover ist einfach viel langweiliger als das Alte und der Titel erst Recht, die erste Ausgabe hätte ich vielleicht mit dem Klappentext nocht gekauft, aber die zweite auf keinen Fall :D
    Schon der Klappentext hört sich irgendwie langweilig an, aber ich kenn solche Spontaneinkäufe und bei mir sind da auch schon manchmal eher mittelmäßigere Bücher rausgekommen.
    Liebe Grüße,
    Jana

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    1. Wirklich schade, dass sie die alte Ausgabe vom Markt genommen haben. -,-
      Wäre es nicht so billig gewesen, hätte ich es mir vermutlich auch nicht gekauft, weil mich so was normalerweise auch nicht anspricht. Aber als ein bisschen Unterhaltung zwischendurch hat es ausgereicht. ;)

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