Donnerstag, 24. April 2014

[Rezension] Nele oder Das zweite Gesicht


Autor: Monika Feth

Verlag: cbt

Seiten: 192

Erscheinungsdatum: 01.08.2004 (erstmals  erschienen 1992 beim Sauerländer Verlag unter dem Titel „Der Weg durch die Bilder"; die neuere Ausgabe wurde von der Autorin überarbeitet)

ISBN: 978-3-570-30045-5

Taschenbuch: 5,90€




Klapptext:

Nele hat das zweite Gesicht. Sie sieht Dinge, die in der Zukunft liegen. Die Bilder ängstigen Nele, sie kann mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten nicht umgehen. Ein Spezialist für Parapsychologie ist ihre letzte Hoffnung, doch dem Wissenschaftler geht es keineswegs um Neles Wohl ...

Äußere Erscheinung:
 
Ich mag die äußere Gestaltung. Das Cover zeigt das Spiegelbild eines Mädchens in einem Zugfenster. Es hat Bezug zum Inhalt. Außerdem finde ich es interessant, dass auf der Rückseite des Buches das Mädchen selbst nochmal direkt abgebildet wurde.
 
Meine Erwartung:
 
Nach den Jette-Thrillern und Fee von der Autorin, die mir alle sehr gefallen haben, wollte ich dann auch Nele lesen.
 
Meine Meinung:
 
Nele ist die Tochter einfacher Bauern. Einfach beschreibt auch den Lebensstil ihrer Familie - die Arbeit auf dem Hof steht im Vordergrund und auch sonst sind die Ansichten schlicht und bescheiden, extravagante Lebensformen werden abgelehnt.  Doch Nele hat besondere Fähigkeiten. Sie kann andere heilen und manchmal sieht sie Bilder aus der Zukunft, aber sie hat Angst vor diesen Bildern.
 
In meinen Augen überdramatisiert der Klapptext die ganze Geschichte ein wenig. Und so bin ich wohl auch mit ein wenig falschen Erwartungen an das Buch heran gegangen.
Wer eine durchgängig spannende, absolut fesselnde Geschichte erwartet, ist hier leider falsch. Das Buch führt eher in Neles Leben mit ihren Fähigkeiten und den damit verbundenen Schwierigkeiten ein und hat damit in erster Linie Unterhaltungswert.
 
Prinzipiell bietet das Buch eine nette Abwechslung zu der üblichen Fantasy. Die Protagonistin ist abgesehen von ihren Fähigkeiten ein ganz normales Mädchen in einem ganz normalen Leben und muss nicht die Welt retten. Auch eine Liebesgeschichte ist nicht vorhanden.
Im Vordergrund steht stattdessen die Familie und hier vor allem Neles Großeltern, zu denen Nele eine besondere Beziehung pflegt.
 
Der Schreibstil ist gewohnt bildhaft, allerdings merkt man schon, dass er noch nicht so entwickelt ist wie in den jüngeren Büchern der Autorin. 
Die Charaktere sind durchaus vielschichtig und Nele und ihre Familie sehr liebenswerte Personen, die man ins Herz schließen kann. Sie sind normal und haben gleichzeitig ihre eigenen Eigenschaften und Besonderheiten, die sie zu individuellen Persönlichkeiten machen.
Das Ende kam für mich irgendwie abrupt und es ließ viele Fragen offen. Dadurch war es für mich ein wenig unbefriedigend.
 
Fazit: Eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch, an die man aber keine zu hohen Ansprüche setzen sollte.
 

 
Quelle Cover und Klapptext: cbt

2 Kommentare

  1. Schade das dieses Buch dich nicht überzeugen konnte. Aber du hast in deiner Rezension die einzelnen Kritikpunkte sehr gut wiedergegeben. Nach deiner tollen Zusammenfassung, kann ich nun sagen, dass ich dieses Buch erst mal nicht unbedingt lesen muss :) Sehr schöne Rezi :)
    <3 Nadine

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    1. Dankeschön! <33
      Na ja, sagen wir mal so: Als schlecht würde ich es nicht bezeichnen, aber eben auch nicht als super gut. Eben ein unterhaltsames Lesevergnügen zwischendurch, wofür der Preis ja auch durchaus akzeptabel ist. ;)

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