Montag, 21. Juli 2014

[Re-Read-Rezension] Gebannt - Unter fremdem Himmel

Autor: Veronica Rossi

Übersetzer: Franca Fritz & Heinrich Koop

Originaltitel: Under the Never Sky (2012)

Verlag: Oetinger

Seiten: 432

Erscheinungsdatum: März 2012

ISBN: 978-3-7891-4620-6

Gebunden; 17,95€




Trilogie:
  • Gebannt - Unter fremdem Himmel
  • Getrieben - Durch ewige Nacht
  • Geborgen - In unendlicher Weite


Klapptext:

Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe.

Die siebzehnjährige Aria lebt in einer Welt, die perfekter ist als die Realität. Perry kommt aus einer Wildnis, die realer ist als jede Perfektion und in der wilde Stürme das Leben bedrohen. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr das Leben. Trotz ihrer Fremdheit verbindet die beiden die Verzweiflung und Sorge um die, die sie lieben. Aria will ihre verschollene Mutter wiederfinden, Perry ist auf der Suche nach seinem Neffen, an dessen Entführung er sich die Schuld gibt. Aria versucht, vor Perry zu verbergen, dass ihre Gefühle ihm gegenüber sich wandeln. Doch Perry hat dies längst schon entdeckt, aber nicht nur bei Aria, auch bei sich selbst.




Äußere Erscheinung:
 
Das Cover finde ich jetzt nicht so toll. Es zeigt - mal wieder - ein Mädchengesicht und passt einfach nicht - Aria ist im Übrigen nicht blond, sondern dunkelhaarig. Die Gestaltung des A´s sieht ja ganz hübsch aus, trotzdem find ich das Cover jetzt nicht so herausragend. Unter dem Klapptext kommt noch mal das Cover zum Vorschein, nur ohne die besondere Gestaltung des A´s.
Der Titel, speziell der Untertitel, passt dagegen gut - schließlich wird Aria unter einen fremden Himmel gebannt.
 
Meine Meinung:
 
Die Idee ist nicht neu. Eine abgeschottete Stadt, eine gefährliche Außenwelt und zwei Menschen aus beiden Welten, die aufeinander treffen. Das dürfte den meisten bekannt sein. Wie bei so vielen Dystopien steht dabei eine der wichtigsten Fragen der Ethik im Raum: Sicherheit oder Freiheit? Zwei Werte, die sich gegenseitig ausschließen.
Arias Welt ist sicher - es gibt keinen Schmerz, kein Leid, keine Krankheiten, keine Sorgen, kein Hunger, keine Realität. Das Leben ist ein Computerspiel, das sich in multidimensionalen Welten abspielt. Das ist gar nicht mal so weit hergeholt, in Anbetracht der Tatsache, dass das Internet in unserer Zeit immer wichtiger wird, unser Leben online immer mehr an Bedeutung gewinnt und dass daran gearbeitet wird, dass Computerspiele immer realer wirken.
Perry lebt in der Außenwelt, er ist frei, muss aber jeden Tag um sein Leben kämpfen. Doch dafür ist seine Welt real. Doch Stürme, die immer stärker werden, bedrohen das Leben aller.
 
Die Geschichte wird abwechseln aus Arias und Perrys Sicht erzählt, sodass der Leser sich in beide hineinversetzen und ihre Sichtweise und Handlungen verstehen kann.
Als die beiden aufeinander treffen, hegen beide große Vorurteile gegenüber dem anderen und so können sie sich erst nicht ausstehen.
Aria ist am Anfang ziemlich naiv, doch dadurch kommt sie nur umso authentischer rüber. Sie verhält sich genauso, wie man es von einer Person in ihrer Situation erwarten würde. In der Außenwelt ist sie total überfordert. Dennoch ist sie eher stur und auch nicht schüchtern.
Perry (irgendwie irritiert mich dieser Name ...) ist eher der schweigsame Jäger, der aber durchaus liebeswert ist. Er sorgt sich sehr um seinen Neffen Talon. Als Aria ihn das erste Mal trifft, wird gleich klar gestellt, dass er nicht schön ist - in YA-Romanen bekanntlich eine Ausnahme.
 
Bei dieser Dystopie gibt es keine Rebellion. Stattdessen steht die Suche nach den nahestehenden Personen von Aria und Perry im Vordergrund. Sie retten nicht die Welt, sondern haben mit ihren eigenen persönlichen Sorgen zu kämpfen. Das ist realistischer als in den meisten Büchern dieses Genres und die Figuren stehen stärker im Mittelpunkt der Geschichte.
 
Es gibt auch fantastische Aspekte, die im Buch auf Mutationen zurückgeführt werden. Bei diesen handelt es sich um eine starke Ausprägung eines Sinnes, die bei einigen Außenweltlern vorkommt. Diese Idee fand ich interessant.
Das Buch ist spannend und sehr fesselnd. Als ich das Buch das erste Mal gelesen habe, konnte ich es nicht zur Seite legen und habe die halbe Nacht durchgelesen.
 
Fazit: Keine neue Idee, die aber fesselnd umgesetzt wurde und bei der die individuellen Sorgen der Protagonisten im Vordergrund stehen.



 

Quelle Cover & Klapptext: Oetinger


 

6 Kommentare

  1. *hach* Ich habe dieses Buch nun schon sooo lange auf meinem SuB liegen :) Und nach deiner tollen Rezension ist mir auch wieder eingefallen, warum ich es damals gekauft habe :D ... (ich werde die Rezi von zweiten Teil nun nicht lesen, da ich mich nicht spoilern möchte ;) )

    <3 Nadine

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    1. Danke, das freut mich. ;) Dann hoffe ich mal, dass es bald von deinem SuB verschwindet und du dir eine eigene Meinung bilden kannst.^^

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  2. Huhu Dana,
    ja die Trilogie fand ich auch toll! Sollte mal ne Rezi dazu schreiben.
    VLG Cornelia
    http://garfieldsbuecherecke.blogspot.co.at/

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    1. Hallo Cornelia,

      ich fand sie jetzt nicht unbedingt umwerfend, aber eben nicht schlecht. ;)

      Liebe Grüße

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  3. Hallo Liebes :)
    Wunderbare Rezension, der mir Lust auf den zweiten Band macht! Gut dass ich ihn hier habe, da ausgeliehen.
    Wie du recht hast, dass es eine Ausnahme ist, dass die Prota den Love Interesst nicht gleich super-heiß findet. Das gibt es echt in so gut wie jedem YA-Buch!
    (Hast du Plötzlich Fee gelesen? Da ist es auch so -.-*)

    Ganz liebe Grüße ♥♥

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    1. Hallo Carly! :)
      Das freut mich. ^^
      Ja, ich hab´s gelesen ...
      Ich meine, klar, Liebe auf den ersten Blick ist ja ganz romantisch, aber mittlerweile ist es einfach zu viel des Guten und ich freue mich über jedes Buch, in dem das nicht der Fall ist. Denn in der Realität ist Liebe auf den ersten Blick ja auch nicht unbedingt die Regel. Was ich bei "Gebannt" außerdem noch gut fand, dass die beiden vorher erst ihre Vorurteile überwinden mussten. ;)

      Ich wünsche dir noch einen möglichst unmontaglichen Montag!! ♥♥

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