Donnerstag, 31. Juli 2014

[Rezension] Days of Blood and Starlight - Zwischen den Welten

Autor: Laini Taylor

Übersetzer: Anna Julia & Christine Strüh   
                                              
amerik. Originaltitel: Days of Blood and Starlight (2012)

Verlag: FJB

Seiten: 624

Erscheinungsdatum: 26.09.2013

ISBN: 978-3-8414-2137-1

Gebunden; 16,99€



Trilogie "Zwischen den Welten":
  • Daughter of Smoke and Bone
  • Days of Blood and Starlight
  • amerik. Dreams of Gods and Monsters

Achtung - Spoiler zum Vorgänger enthalten

Klapptext:
Wo würdest du dich verstecken, wenn die ganze Welt nach dir sucht?
Was würdest Du tun, wenn deine große Liebe plötzlich deine Familie auf dem Gewissen hat?
Wie würdest du entscheiden, wem du trauen kannst, und wem nicht?
Der Traum vom Frieden, den Karou und Akiva einst teilten, ist vorbei. Wenn aus Liebe Hass wird, kann uns nur noch die Hoffnung retten…

Karous Welt ist zusammengebrochen: Ihre große Liebe, der Seraph Akiva, ist für den Tod ihrer Familie verantwortlich. Jetzt hat sie nur noch ein Ziel: den jahrtausendealten Krieg zwischen den Chimären, zu denen sie selbst gehört, und den Seraphim zu beenden. Gemeinsam mit ihrem einstigen Feind Thiago -dem Weißen Wolf- zieht Karou sich in die Wüste Marokkos zurück, um dort eine neue Armee zu bilden. Eine Armee aus Monstern. Und wenn es nach Karou geht, wird zumindest die letzte Vertraute, die ihr geblieben ist, ihre beste Freundin Zuzana, aus alledem herausgehalten werden. Wer Zuzana kennt weiß allerdings, dass sie sich nicht gerne bremsen lässt…

Akiva dagegen will sich unbedingt von seiner Schuld befreien. Er hatte nur im Irrtum gehandelt, dachte Karou wäre tot, und wollte sie rächen. Um seine Tat zu sühnen, plant er deshalb einen gefährlichen Verrat an seinen eigenen Leuten.

Aber wird Akivas Plan aufgehen? Und kann Karou ihre Trauer überwinden, und Akiva jemals verzeihen?


 

Äußere Erscheinung:

Die Gestaltung ist immer noch toll, allerdings finde ich die Gestaltung des ersten Bandes ein wenig besser und schöner. ^^

Meine Erwartung:

Nach diesem miesen Cliffhanger konnte ich es kaum erwarten zu wissen, wie es weitergeht. ^^
 
 
Meine Meinung:

Die Idee ist so neu und originell, dass man sich darauf einlassen muss, da sie sonst schnell absonderlich wirkt.
Die Idee mit der Erstellung neuer Körper wirkt auf den ersten Blick fast grotesk, ist aber eigentlich ziemlich interessant. Eins muss man der Autorin auf jeden Fall lassen: Fantasie hat sie. Und wenn man sich auf diese Fantasie einlässt, kann man sich in eine epische Welt entführen lassen.
Laini Taylors Schreibstil ließ Bilder in meinem Kopf entstehen, von einer von Krieg geprägten Welt, von grausamen Engeln und von Chimären, fantastischen Wesen zwischen Mensch und Tier.

Der Krieg wird grausam und realistisch (wenn man mal von den beteiligten Wesen absieht) dargestellt. Nach Jahrhunderten des Krieges weiß niemand mehr so genau, wer die Bösen waren und eigentlich braucht es die auch gar nicht, denn es kämpfen zwei Seiten gegeneinander und auf beiden Seiten gibt es Beteiligte, die den Krieg gar nicht wollen und die ich als Gute betrachte.
Damit hat Laini Taylor in gewisser Weise die Realität des Krieges erfasst und schockierend übertragen. Auf beiden Seiten gibt es die gewaltsamen Anführer, die Rache und Macht über die andere Rasse wollen. Auch Rassismus spielt eine Rolle - ebenfalls ein Aspekt realer Kriege - denn viele Soldaten hassen aus Prinzip Wesen der anderen Art.
Dabei verschwimmen oft die Grenzen zwischen Gut und Böse.

Und in diesem Krieg stecken Akiva und Karou. Das Buch wird hauptsächlich aus diesen beiden Sichten, aber manchmal auch aus Zuzanas Sicht und hin und wieder kurz aus der Sicht anderer Nebenfiguren erzählt.
Akivas innerer Konflikt zwischen seiner Liebe zu Karou und seiner Verpflichtung als Soldat wurde meiner Meinung nach überzeugend dargestellt, auch wenn ich ihn nicht mehr ganz so umwerfend fand, war er doch ein toller Charakter.
Karou ist zwar auf der einen Seite Madrigal, auf der anderen Seite aber auch Karou und kämpft mit diesem paradoxen Zweispalt in sich selbst. Sie hat sich verändert und trotzdem irgendwie dieselbe. Diesen schwierigen Konflikt fand ich ebenfalls sehr gut dargestellt.
Und Zuzana ... ist einfach toll. Ihre lockere Art sorgt für eine Prise Humor und bereichert das Buch.

Zwar wird der Leser von der fremden Welt gefesselt, trotzdem kam mir der Mittelteil zwischenzeitlich ein wenig langatmig vor. Auf der einen Seite steht hier Karous Entwicklung im Vordergrund, auf der anderen Seite passierte nicht soo viel.
Das Ende ist wieder ein Cliffhanger und ich hoffe, der dritte Teil erscheint möglichst bald. ^^

Fazit: Eine fantastische, neue Welt mit einem realistischen Krieg und Charakteren, die nachvollziehbar mit inneren Konflikten kämpfen.




Quelle Cover & Klapptext: Fischer Verlage

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