Freitag, 24. Oktober 2014

Fangirl

What´s the point of having a twin sister if you won´t let her look out for you? If you won´t let her fight at your back? (Seite 117)


Bitte entschuldigt die miserable Bildqualität. :x

Fangirl
 Autor: Rainbow Rowell
Verlag: Macmillan Children's Books
Seiten: ~ 450
erstmals erschienen: 2013
ISBN: 978-1-4472-6322-7
- es gibt mehrere Ausgaben, die Angaben beziehen sich auf meine Ausgabe -

Inhalt:

Die eineiigen Zwillinge Cath und Wren haben immer alles zusammen gemacht, doch plötzlich, auf dem College, will Wren ein eigenes Leben führen, ohne die Hälfte von einem Paar zu sein. Und während Wren auf Partys geht und neue Leute kennen lernt, schreibt Cath weiter an ihrer Fanfiction und versucht, alleine klar zu kommen. Doch das bedeutet auch, dass sie ihren eigenen Weg finden muss ...

"Words are very powerful” (Seite 73)




Meine Meinung:

Fangirl gehört vermutlich zu den Top Ten der Bücher, die empfohlen werden, wenn man nach englischen Büchern fragt. Bei vielen Bloggern gehört es zu den ersten englischen Büchern und so landet das Buch von der Autorin mit dem faszinierenden Namen Rainbow (!) Rowell auch bei mir.
Dieses Buch war das erste englische Buch, das ich gelesen habe, ohne vorher die deutsche Übersetzung zu kennen. Was das Lesen natürlich nicht unbedingt einfach macht, wenn man sich viel mehr auf die Story konzentrieren muss.
Dennoch hatte ich kein großes Problem mit der Sprache, da diese relativ einfach zu verstehen ist, und so schlug ich (vermutlich auch aus Faulheit ^^) nur wenige Worte nach. Klar, ich verstand nicht jedes Wort, aber dafür den Sinn, und das reicht mir vollkommen. Trotzdem entschuldige ich mich im Voraus, falls mir irgendwelche Dinge durch die Fremdsprache entgangen sein sollten oder ich sie falsch aufgefasst habe. Und - wie immer - es ist eben meine Meinung. ^^

Es lässt sich also flüssig lesen, dabei wird auch (teils jugendliche) Umgangssprache verwendet - by the way, ich wäre gespannt, wie das erstaunlich oft vorkommende F-Wort übersetzt werden würde. xD
Um das mal von Anfang an klarzustellen: Ich mochte das Buch. Es ist das perfekte Buch für ein paar entspannte Lesestunden (bei denen man nebenbei noch sein Englisch verbessert) im kuscheligen Bett oder ähnlichem. Es ist manchmal gefühlvoll, öfter witzig aufgrund Caths Ironie, aber in erster Linie einfach unterhaltsam. Ihr solltet keine spannungsgeladene Actionstory erwarten, sondern eben eine süße kleine Liebes- und Selbstfindungsgeschichte, die euch ein paar vergnügliche Lesestunden beschert.
Dabei kann man dann auch über die Schwächen des Buches hinwegsehen. Diese äußern sich vor allem durch die Vorhersehbarkeit - vielen Lesern wird der grundlegende Handlungsaufbau (Höhepunkte u.ä.) bekannt vorkommen, die Handlung ist auch relativ vorhersehbar, auch wenn die Idee an sich noch nicht so mainstream ist. Die Umsetzung ist nicht schlecht, aber es ist eben nicht voller Überraschungen. Mich hat das allerdings nicht gestört, da es trotzdem eine schöne Geschichte war.

Unsere Protagonistin Cath stellt das Klischee eines Büchernerds dar. Sie arbeitet lieber an ihrer Fanfiction-Geschichte und geht dabei anderen Menschen aus dem Weg. Sie ist schüchtern, dabei aber trotzdem sarkastisch, was für einige amüsante Momente sorgt. Schreiben geht bei ihr über alles. Jeder, der selbst schreibt, kann sich vermutlich wenigstens ein bisschen mit ihr identifizieren.

Auch die anderen Charaktere sind liebenswürdig mit individuellen Merkmalen, auch wenn ich mir zu einigen ein wenig mehr Informationen gewünscht hätte - aber vielleicht liegt das auch nur an der Fremdsprache. Reagan mit ihrer ruppigen Art, Levi mit seinem ewigen Lächeln ... Eins sind die Charaktere aber auf jeden Fall: Mehrdimensional. Jeder hat Ecken und Kanten, niemand ist perfekt. Alle wirken wie aus dem Leben, mit Stärken und Schwächen.
Mir fiel es schwer, Wren zu mögen, was ich schade fand. Cath stellt ihre Beziehung zu Wren immer so tief und innig und alles überwindend dar, aber leider konnte ich das nicht so ganz nachvollziehen, hier wären vielleicht ein paar Einsichten in das Leben vor der „Trennung“ ganz interessant zu werden - das Buch startet direkt auf dem College. So bekam ich leider keine richtige Vorstellung von ihrer Beziehungen. Dann erschien mir Wren einfach nur unsympathisch, was vermutlich auch in gewisser Hinsicht gewollt war. Aber ihre abweisende Art Cath gegenüber, die fast schon abwertend ist, und auch ihr sonstiges Verhalten ...

Fazit: Eine unterhaltsame, süße Geschichte über Selbstfindung und Liebe, deren Charaktere Stärken und Schwächen haben.

“Do you ever feel”, she asked Nick Tuesday night, “like you´re a black hole - a reverse black hole. . . .” “Something that blows instead of sucks?“ “Something that sucks out“, she tried to explain. She was sitting at their table in the stacks with her head resting on her backpack. She could feel the indoor wind on her neck. “A reverse black hole of words.” (Seite 102)


2 Kommentare

  1. Am Ende muss man ja nicht jedes einzelne Wort verstehen, es reicht ja, wenn man den Inhalt kennt :D
    Auf jeden Fall klingt das Buch voll nach einem, mit dem man Englisch lernen kann xD
    Worüber schreibt Cath denn ihre Fanfiktion? :D

    Liebe Grüße ♥

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    1. Seh ich auch so. ^^
      Das stimmt. ;)
      Über so eine erfundene Buchserie - Simon Snow -, die mich im ersten Moment ein wenig an Harry Potter erinnert hat, auch wenn es ein paar Unterschiede gibt. Aber auch Ähnlichkeiten. Na ja. In diese Geschichte wird der Leser auch freundlicherweise immer wieder eingeführt, sodass man am Ende den groben Inhalt davon kennt. Dieser Serie ist also angeblich total gehypt - wie Harry Potter halt. ^^

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende! ♥

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