Samstag, 4. Oktober 2014

[Rezension] Vergiss mein nicht!

Autor: Kasie West

Übersetzer: Anne Markus

amerik. Originaltitel: Pivot Point (2013)

Verlag: Arena

Seiten: 344

Erscheinungsdatum: Juli 2013

ISBN: 978-3-401-06920-3

Taschenbuch mit Klappenbroschur; 12,99€





Reihe:
  • Vergiss mein nicht!
  • Bleib mir treu!


Inhalt:

Stell dir vor, du könntest sehen, was die Zukunft bringt. Stell dir vor, du könntest die Konsequenzen deiner Entscheidungen im Voraus sehen. Stell dir vor, du könntest Teile deines Lebens schon vorher leben.
Was durchaus verlockend klingen mag, ist für Addie grausame Realität. Sie hat das Talent, die Folgen ihrer Entscheidungen zu durchleben. Doch das bedeutet auch, dass sie Erinnerungen nie gelebter Leben behält. Dass sie Albträume durchleben muss, ehe sie wirklich passieren. Und dass sie die Wahl hat - doch die ist nicht immer auch so einfach zu treffen ...


Äußere Erscheinung:
 
Erst mal ein Hurra - kein Mädchengesicht. Und die Vergissmeinicht auf dem Cover sind ja wohl das passendste Motiv, das man wählen kann bei dem Titel. Dazu der zerknitterte Zettel mit dem Titel - ich finde das Cover schön gewählt. Sowohl der Titel aus auch das Cover mit dem Zettel wie eine Notiz zum Erinnern ergeben erst im Nachhinein Sinn und ich will hier auch gar nicht spoilern.
 
Meine Erwartung:
 
Der Klapptext klang ganz interessant und so landet das Buch auf meiner Wunschliste, bevor ich es vor kurzem als Mängelexemplar entdeckte - wobei ich sagen muss, dass der größte Makel der Stempel mit der Mängelexemplar-Aufschrift ist. ^^
 
Meine Meinung:
 
Der Klapptext mag ja sehr hübsch dramatisch klingen, aber diese Dramatik spoilert leider ein wenig.
Addie lebt in einer Stadt, abgeschottet von der normalen Welt, in der besonders talentierte Menschen leben. Addies Talent besteht darin, dass sie zwei Alternativen einer Entscheidung vorhersehen kann. Doch dann überraschen ihre Eltern sie mit einer Scheidung und sie muss sich entschieden - soll sie bei ihrer Mutter bleiben oder mit ihrem Vater in die Außenwelt ziehen? Doch diesmal fällt ihr die Entscheidung so gar nicht leicht ...
 
Das ganze Buch besteht abgesehen von dem Anfang und dem Schluss aus den beiden Alternativen. Abwechselnd wird jeweils ein Kapitel ihr Leben bei ihrer Mutter oder bei ihrem Vater geschildert. Dabei sind die Kapitel unterschiedlich lang und verlaufen zeitlich betrachtet parallel, sodass man immer erfährt, was Addie in einer Woche in jeder Welt macht.
Es gibt ein paar tiefsinnigere Ansätze zum Thema Schicksal, da es durchaus Ereignisse gibt, die sich in beiden Alternativen überschneiden. Hellsehen klingt immer ein wenig suspekt, da es so wirkt, als hätte man keinen freien Willen. Das wird hier einerseits außer Kraft gesetzt, indem es gerade um die Entscheidungen geht, andererseits passieren Dinge auch so oder so, es ist nur unterschiedlich, wie sie geschehen. Diesen Aspekt fand ich sehr interessant dargestellt.
Dabei wird einem richtig klar, wie viel von unseren Entscheidungen abhängt. Wie unsere Entscheidungen unser ganzes weiteres Leben bestimmen. Und wie sehr Entscheidungen auch das Leben unserer Mitmenschen verändern.
 
Die Idee ist wirklich sehr gut und originell. Ein Buch, das sich hauptsächlich um zwei Zukunftsmöglichkeiten dreht, ein Mädchen, das die Wahl zwischen diesen hat ...
Der Nachteil daran ist, dass man sich beim Lesen auch immer wieder ins Gedächtnis rufen kann, dass das nur eine mögliche Realität ist. Außerdem kam die Spannung für mich erst richtig gegen Schluss auf. Auch wenn es vorher schon einige spannungsfördernde Ansätze gibt, ist es lange eher unterhaltsam als spannend. Dennoch wurde die Idee gut umgesetzt.
Ebenfalls interessant fand ich die Idee mit der abgeschotteten Stadt voller Talente. Diese ist unserer Welt technisch überlegen, sodass einige Elemente manchmal fast dystopisch wirkten. Dabei wird dies nachvollziehbar dargestellt.
 
Die Charaktere wurden gut aufgebaut, auch wenn einige trotz offensichtlichem Potenzial ein wenig blass bleiben. Andere zeigen dagegen eine nicht immer auch erwartete Tiefe. Addie selbst mochte ich, sie ist nicht unbedingt die Draufgängerin, aber durchaus selbstbewusst und eigenständig, dabei verhält sie sich gleichzeitig auch authentisch und ist nicht jeder Situation unbedingt gewachsen.
 
Das Buch ist manchmal ein wenig vorhersehbar, allerdings gibt es ein paar überraschende Wendungen.
Es lässt sich dank des fesselnden, humorvollen Schreibstils flüssig lesen. Die Handlung ist einigermaßen abgeschlossen, trotzdem bin ich gespannt auf die Fortsetzung.
 
Fazit: Tolle Idee, mit kleinen, kaum störenden Schwächen, unterhaltsam.

 


Quelle Cover: Arena
 

4 Kommentare

  1. HuHu liebe Dana :)

    Wie immer ein sehr schöne Rezi von dir *-* Das Buch hat mir auch super gut gefallen und generell kann ich dir, die Autorin nur empfehlen :)

    Alles Liebe,
    Leslie <3

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    1. Hallo liebe Leslie! :)

      Dankeschön! *-* Das trifft sich gut, ich wollte nämlich "The distance between us" (aka "Blaubeertage") noch von ihr lesen - und natürlich den zweiten Band "Bleib mir treu!". ^^

      Alles Liebe ♥

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  2. Ich wusste gar nicht, dass das die Übersetzung zu Pivot Point ist :D Weil die englische Ausgabe klang immer so genial und als ich dann das Buch hier gesehen habe, fand ich das nicht mehr und erst jetzt, wo ich weiß, dass das die Übersetzung ist, ergibt alles wieder einen Sinn :D oder so..

    Auf jeden Fall sollte ich das Buch mal im Auge behalten, weil das echt nicht schlecht klingt :D

    Ganz liebe Grüße! <3

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    1. Ich hab gerade das amerikanische Cover gegoogelt und festgestellt, dass mir das auch schon mal auf Blogs begegnet ist. ^^ Aber freut mich, dass ich dir eine Erleuchtung bereitet habe. xD

      Die Idee ist wirklich gut. ^^

      Alles Liebe! ♥

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