Mittwoch, 14. Januar 2015

[Rezension] Die Messertänzerin

„Lerne! Und kämpfe! Ohne zu lernen, kannst du deinen Weg nicht sehen. Und ohne zu kämpfen, wirst du ihn verlieren.“ (Seite 17)


 

Autor: Susanne Rauchhaus

Verlag: Ueberreuter

Seiten: 367

Erscheinungsdatum: Januar 2011

ISBN: 978-3-8000-5603-3

Gebunden; 14,95€








Klapptext:

Divya wird als Kind verkauft und wächst als Dienerin an einer Mädchenschule in der Stadt Pandrea, mitten im Wilden Land auf. Eine rätselhafte Prophezeiung lässt sie aber daran glauben, dass sie nicht immer zur untersten Kaste gehören wird - wenn sie bereit ist zu lernen und zu kämpfen. Eines Tages tritt der düstere Wächter Tajan in ihr Leben, und sie ergreift ihre Chance. Heimlich lernt sie zu kämpfen wie ein Mann - und zu tanzen wie eine Frau. Als sie einen Mordauftrag bekommt, muss sie eine Entscheidung treffen. Und damit macht sie sich den Mann, den sie liebt, zu ihrem erbittertsten Feind.


Äußere Erscheinung:
 
Der Titel ist sehr treffend, während ich das Cover weniger mag. Lediglich die Messerklinge im Vordergrund stellt ein sehr gelungenes Motiv dar, welches von dem Mädchengesicht (das immerhin auf Divyas Beschreibung zutrifft) herabgestuft wird.
 
Meine Erwartung:
 
Das Buch war eine Wunschlistenleiche und ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich das Buch entdeckt hat. Aber sowohl Tanz als auch kämpfende Frauen sprechen mich an, daher wollte ich dieses Buch lesen. ^^
 
Meine Meinung:
 
Wie die meisten von euch vermutlich wissen mag ich starke Frauen und Divya ist mit Sicherheit eine starke Persönlichkeit. Schon als kleines Kind strebt sie danach, ihre untere Kaste zu verlassen. Nach einem Tiefschlag bringen rätselhafte Worte, die sie in einem ohnmachtsähnlichem Schlaf gehört hat, sie dazu, daran zu glauben, ihre Situation durch Lernen zu verbessern. Also lernt sie heimlich tanzen - und als sie eines Tages dem Wächter Tajan begegnet, auch kämpfen. Doch dann kommt sie hinter ein Geheimnis und alles verändert sich ...
 
Ich mochte die Art, wie Divya ihren Willen durchsetzt, wie sie selbstbewusst handelt und wie sie für ihre Träume kämpft. Und ich mochte die Tatsache, dass sie nicht sabbernd an ihrem Love Interest hängt, sondern auch unabhängig handelt und ihn in Frage stellt. Sie macht nicht einfach, was er will, sondern lässt sich nicht beirren. Im Verlauf des Buches macht sie eine Entwicklung durch, von dem träumenden Mädchen zur selbstsicheren Kämpferin, dennoch weist sie auch kleine Schwächen auf und wirkt so menschlich.
Auch die anderen Charaktere zeigen eine gewisse Tiefe, ausgenommen allerdings das Böse, hinter dessen Gestalt der Leser relativ schnell kommt. Dennoch bleibt die Handlung spannend.
 
Am Anfang wird die Ausbildung von Divya relativ kurz gehalten. Dies hat zwar zum Nachteil, dass ihre Entwicklung für den Leser ziemlich schnell abläuft und auch zum Beispiel die Entstehung der tiefen Freundschaft zwischen Divya und Jolissa nicht ganz nachvollziehbar ist, allerdings wird damit auch die oft mit dem routinierten Ablauf einer Ausbildung eingehende Langatmigkeit verhindert und der Leser gelangt schneller zum actionreicheren Teil mit einer eigenständigeren Protagonistin.
Die Idee an sich und auch die eines Kastensystems im Speziellen sind nicht besonders neu, der Aspekt mit den Lichtern als Magie ist mir dagegen in dieser Weise noch nicht begegnet. Das Buch entführte mich für einige unterhaltsame Stunden in eine fremde Welt zu einem starken Mädchen, das auch durchaus alleine für seinen Willen kämpft.
 
Fazit: Starke, unabhängige Protagonistin

 


Quelle Cover & Klapptext: Ueberreuter
 
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