Sonntag, 1. Februar 2015

The Kane Chronicles

- Selbstverständlich ohne Spoiler. -
 



“Fairness does not mean everyone gets the same”, Dad said. “Fairness means everyone gets what they need. And the only way to get what you need is to make it happen yourself. [...]“ (The Red Pyramid, Seite 67)
 
 
 



The Kane Chronicles
 
Autor: Rick Riordan
 
Verlag: Disney Hyperion
 
1.) The Red Pyramid  (dt. Die rote Pyramide)
 
2.) The Throne of Fire  (dt. Der Feuerthron)
 
3.) The Serpent´s Shadow  (dt. Der Schatten der Schlange)
 
 
 
 
 
 
 
Inhalt:

Carter und Sadie sind Geschwister, aber eigentlich sehen sie sich nur zweimal im Jahr. Carter reist mit seinem Vater in der (ägyptischen) Weltgeschichte herum, Sadie lebt bei ihren Großeltern in London. Doch mit dem diesjährigen Weihnachtsbesuch ändert sich alles. Erst die unnormale Nervosität ihres Vaters, dann der merkwürdige Fremde, mit dem er heimlich redet und das merkwürdige Ansprechen auf den ungeklärten Tod ihrer Mutter. Schließlich geht bei ihrem Besuch im hiesigen Museum alles schief und die beiden Geschwister stehen vor einigen Probleme, die a) dazu führen, dass sie sich zusammen raufen müssen und b) die beiden in eine magische Welt voll antiker, ägyptischer Mythen befördern - inklusive größter Gefahren ...
 


 
Erstmal: Die Gestaltung ist der Traum. John Rocco ist ein Genie auf dem Gebiet der Covergestaltung und ich strich immer wieder über die tollen Cover. *-*
 


 
 
Die Trilogie ist von Rick Riordan. Rick Riordan -> Percy Jackson -> ♥♥♥
Im Ernst, der Mann ist bekanntlich eine Meister darin, tolle Charaktere, Action, Spannung, Love Story, Fantasy, Mythologie und Humor zu einer tollen Geschichte zu vereinen, was sollte also schief gehen?
Zugegeben, ich war skeptisch. Wieder Mythologie? Ich hatte Angst, das Ganze würde ein Abklatsch von Percy Jackson werden, denn es konnte unmöglich daran heran kommen. Konnte es auch nicht. Percy Jackson bleibt einfach ewige Liebe - *Fangirlmode wieder ausstellen und sich auf die Rezension konzentrieren* -, aber die Trilogie überraschte mich und bestätigte mich wieder darin, dass Rick Riordan auf jeden Fall einer meiner Lieblingsautoren ist - die Kane Chronicles konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. *o*
 
Zuerst mal: Nein, es ist kein Abklatsch. Ja, es ist wieder Mythologie, und zwar diesmal die ägyptische. Aber Rick Riordan schafft es meisterhaft, ein ganz anderes Prinzip zu erschaffen. Alles läuft anders ab - ägyptisch eben. Eine Mythologie, die mir bis dato höchstens im Geschichtsunterricht begegnet ist und die bisher noch keinen besonders hohen Reiz auf mich ausgeübt hat. Bis zu dieser Trilogie. Denn hier wird - ähnlich wie bei Percy Jackson - ganz nebenbei ein Überblick über die wichtigsten Legenden und Mythen gegeben, ohne dass es langweilig wird, im Gegenteil. So kommt es, dass ich nach dem Lesen um Einiges mehr über die ägyptische Mythologie weiß.
Ansonsten unterscheidet sich das Setting, die Magie, die Struktur, die Götter, ihre Macht und ihr Verhalten usw. von Percy Jackson, dennoch spielt es im selben „Universum“ - es gibt sogar kleine Andeutungen. Zwischenzeitlich werden Lösungsansätze für das Problem, die verschiedenen Mythologien zu vereinen, gegeben - so wirkt alles ziemlich durchdacht.
Die Story ist eigentlich eine Audioaufnahme, auf der die Geschwister Sadie und Carter Kane abwechselnd je zwei Kapitel lang ihre Geschichte erzählen - eine tolle Idee, die immer wieder genutzt wird, wenn es zwischenzeitlich so wirkt, als würde der Nicht-Erzählende Kommentare abgeben. ^^
 
Sadie und Carter führen eine sinnbildliche Geschwisterliebe. Seit ihrer frühen Kindheit leben sie getrennt und werden plötzlich mit der Situation konfrontiert, wieder mit dem jeweils anderen sich arrangieren zu müssen. Das führt zu kleinen Streitigkeiten, Neckereien, aber letztendlich merkt man doch, dass sie einander lieb haben. Wie aus dem Leben halt. ^^
Dabei sind sie eigentlich ziemlich unterschiedlich. Carter, der den Großteil seines Lebens mit seinem Vater auf Reisen war und von ihm auch unterrichtet wurde, entspricht nicht so ganz den Teenager-Normen, kennt sich bestens in der ägyptischen Mythologie aus, ist eher ruhig und verantwortungsbewusst, aber auch oft unsicher. Sadie verhält sich schon eher teenager-like (sofern ihr jetzt versteht, was ich meine ^^), ist sehr impulsiv, schnippisch, vorlaut und nicht sonderlich respektvoll. Typisch Rick Riordan haben die beiden Ecken und Kanten, sie machen Fehler, haben ihre schwachen Momente und sind einfach unglaublich liebenswürdig - ja, auch Sadie, die auf den ersten Moment vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig wirkt. Aber gleichzeitig ist sie auch mutig und allein ihre ironische Art ... dazu später nochmal.
 
Generell sind die Charaktere, wie von Rick Riordan (wenn ich so weiter mache, endet das in einem Heiratsantrag - tut mir leid, es nur alles ein wenig typisch für ihn und er ist ein toller Autor, okay? xD ) nicht anders gewohnt, sehr vielschichtig und auch individuell.
Es gibt Gut und Böse und eine riesige Grauzone dazwischen.
Gelesen habe ich die Trilogie übrigens auf Englisch, was ich nur empfehlen kann, da es relativ einfach zu verstehen ist. Der Schreibstil ist absolut fesselnd, was durch die grundsätzlich konstant hohe Spannung und den vielen actionreichen Szenen nur unterstrichen wird. Außerdem entstand eine passende Atmosphäre bei mir. Und die kleinen Liebesgeschichten sind auch immer süß. *-*
 
Aber allein wegen dem Humor lohnt es sich schon, die Bücher zu lesen. Während des Lesens musste ich immer wieder kichern. :‘D Viele Dinge ergeben sich aus dem Zusammenhang und ich will hier auch gar nicht spoilern, aber ihr könnt euch das doch nicht entgehen lassen. xD
Das geht schon mit Sadies Sarksamus los, da sie eigentlich vorher nicht viel mit dem alten Ägypten am Hut hatte und vor dessen Vertretern auch nicht sonderlich viel Ehrfurcht. Ich meine, auch Carters Ironie ist toll. Und die Momente, wenn ihre moderne Denkweise auf die antike trifft - wenn ihr wissen wollt, was Snobismus mit unerlösten Seelen zu tun hat, werdet ihr wohl die Bücher lesen müssen. xD
Kurz gesagt: Ich liebe diesen Humor. *-*
 
Fazit: Eine tolle Mischung aus vielschichtigen, liebenswürdigen Charakteren mit Ecken und Kanten, Action, Spannung, Love Story, Mythen, einem wundervollen Schreibstil und tollem Humor!!
 
 
 
 

 


4 Kommentare

  1. Ich hab grad sehr viel Respekt davor, dass du die ganze Trilogie auf Englisch gelesen hast :x Und ich gestehe, dass mir immer noch der letzte Teil fehlt *seufz*

    ♥♥♥

    PS: Wenn ich jetzt nichts zu Rick Riordan sage, ist das okay, oder? xD
    *fangirlmoduson*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe auch nur einen ganzen Monat dafür gebraucht. xD Aber aus irgendwelchen Gründen habe ich den festen Vorsatz, sämtliche Rick-Riordan-Bücher auf Englisch zu lesen - einerseits, um diesem einen gewissen Aufschwung zu verleihen, andererseits um das Original zu lesen. ^^
      Tss ... Dann solltest du möglichst schnell zusehen, dass sich das ändert. ;P

      ♥♥♥

      PS: Ist okay, ich weiß, was du meinst. ^^

      Löschen
    2. Deine Motivation möchte ich mal haben :D
      Sag mal, ob für Carter und Zia ein Happy End rauskommt :x

      Löschen
    3. Sie ist leider sehr wechselhaft. :x
      Ach, jetzt soll ich dich auch noch spoilern, ja? :P Mag ich nicht gerne. Lies selbst. xD (Wobei den Liebesgeschichten definitiv noch eine gewisse Aufmerksamkeit geschenkt wird - mehr verrat ich nicht. *teuflisches Lachen*)

      Löschen

Nachrichten zaubern ein Lächeln ins Gesicht! ♥
Ich freue mich über jeden Kommentar, gebt einfach eure Meinung/ Kritik/ etc. zu dem Post ab. Ich antworte in der Regel auch. :)