Mittwoch, 1. April 2015

[Rezension] Die Stadt der besonderen Kinder

„Wenn es um die wichtigsten Dinge im Leben geht, gibt es meiner Meinung nach keine Zufälle. Alles passiert aus einem bestimmten Grund. [...]" (Seite 53)

Autor:
Ransom Riggs
Übersetzer: Silvia Kinkel
amerik. Originaltitel: Hollow City (2014)
Verlag: Knaur
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 02.02.2015
ISBN: 978-3-426-65358-6
Gebunden mit Schutzumschlag; 16,99€


Reihe:
  • Die Insel der besonderen Kinder  Rezi *klick*
  • Die Stadt der besonderen Kinder
  • erscheint voraussichtlich Ende 2015 auf Englisch



ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !!!



Inhalt:

In letzter Minute sind Jacob und seine Freunde vor ihren Verfolgern aus der Zeitschleife geflohen. Allein und schutzlos versuchen sie ans Festland zu gelangen, nun vollkommen auf sich gestellt, da Miss Peregrine in ihrer Vogelgestalt feststeckt. Nur eine andere Ymbryne könnte ihnen helfen - doch angeblich sind alle Zeitschleifen überfallen und alle Ymbrynes festgenommen worden. Dennoch machen sie sich auf die Suche nach einer noch freien Ymbryne - die Verfolger und die Zeit im Nacken ...

Äußere Erscheinung:

Auch diesmal sind immer wieder die erwähnten Fotos an den passenden Stellen im Buch abgedruckt - toll!

Meine Erwartung:

Nach dem offenen Ende des ersten Teils wollte ich wissen, wie es weitergeht.

Meine Meinung:

Der Leser ist von Anfang wieder drin in der Geschichte, dennoch gibt es aber einen knappen Rückblick, sodass man auch wieder weiß, was nochmal los war.
Mein kleines Problem aus dem Vorband, sprich die vielen Namen, begegnete mir auch jetzt am Anfang wieder, aber als hätte man mich erhört, befindet sich vorne im Buch ein kleines Glossar, sodass die Namen kein Problem mehr darstellten.
Wie im ersten Band ist die Einbindung der Fotos absolut gelungen - entweder schafft es der Autor, zu den Fotos eine tolle Geschichte zu spinnen oder zu der Geschichte die passenden Fotos auszuwählen. Auf jeden Fall geben sie auch dieses Mal der Story einen unheimlichen realistischen Touch und die Vorstellung, dass der Autor wirklich solche Fotos gefunden hat ...

Der Schreibstil ist ebenfalls wie im Vorgänger sehr fesselnd und unterstreicht die konstante Spannung. Diese entsteht dadurch, dass die „Kinder“ sich in einer hoffnungslosen Situation befinden, immer auf der Flucht vor ihren Feinden. Dazu kommen einige spannungstechnischen Highlights - oder anders ausgedrückt: Es wird nie langweilig. Mir fiel es schwer, das Buch wegzulegen, weil ich nach einem Geschafft-Moment immer dachte „nur noch ein paar Seiten“ und dann war der Frieden auf einmal schon wieder vorbei und ich musste wissen, wie es weitergeht. Dabei gibt es auch immer mal wieder unvorhergesehene Wendungen (noch mehr übrigens, wenn man den Klapptext nicht liest ...).

Die Idee an sich erscheint ein wenig abstrus und wie ein Märchen. Kinder mit besonderen Fähigkeiten, Monster ... Könnte ein Märchen für kleine Kinder sein, wäre es nicht so beschrieben, dass es für Kinder zu unheimlich wäre. Tatsächlich entsteht auch dadurch, dass die Geschichten seines Großvaters für Jacob wie Märchen wirkten, das Gefühl, es handle sich um ein wahrgewordenes Märchen - mit der schrecklichen Realität. So hat das Ganze immer ein bisschen Albtraumcharakter mit der Mischung aus wahrgewordenem, grausamen Märchen, der Ungewissheit von Gefahr, der Hoffnungslosigkeit und der Ausweglosigkeit.
Jacob befindet sich in einem Konflikt zwischen seinen entstehenden Fähigkeiten, der Verpflichtung, die er verspürt und der Tatsache, dass er eigentlich bis vor kurzem noch ein ganz normaler Junge war. Er handelt in meinen Augen nachvollziehbar, entwickelt sich weiter und hat doch auch Ängste und mutiert nicht zum Superhelden.
Auch auf die anderen Charaktere wird diesmal näher eingegangen, auch wenn immer noch Steigerungspotenzial da ist, so erfährt man diesmal doch einiges über sie und ihre Vergangenheit und auch über spezifische Charaktereigenschaften.

Fazit: Gelungene, spannende Fortsetzung, bei der mehr auf die Charaktere eingegangen wird




6 Kommentare

  1. Ich fand den ersten teil mittelmäßig gut und hapere noch ob ich weiterlesen soll. o.o
    Deine Rezi macht das alles noch komplizierter :D

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    1. Ich würde sagen, der Stil ist derselbe, aber der Autor geht diesmal mehr in die Tiefe. ^^ Falls dir das irgendwie weiterhilft. ;) Und ansonsten probiers doch einfach. ^^ (Ich selbst habe die verdrehte Logik, dass ich Reihen nur ungern abbreche und daher auch mittelmäßigen Anfängen noch eine Chance gebe. xD)
      Tut mir leid. :D

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  2. Ich fand den ersten Band sogar sehr gut und ich habe schon lange auf die Fortsetzung gewartet und es irgendwie nich mal mitbekommen, dass er schon da ist :D Jetzt weiß ich ja Bescheid ^^ Schön, dass dich auch der zweite Band überzeugen konnte!
    Liebst, Emme ♥

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    1. Ja, irgendwie ging die Erscheinung auch ziemlich unter und hätte ich mir den Termin nicht in einem Anflug von Ordentlichkeit (also würde ich sowas durchhalten ^^) aufgeschrieben, wär es mir vermutlich auch entgangen. ;)
      Wenn du den ersten Teil schon super fandst, denke ich mal, dass es bei diesem nicht anders sein wird. :)

      Liebst ♥

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  3. Dieses Buch muss ich auch noch lesen, Band eins hat mir nämlich total gut gefallen!
    Allerdings denke ich, dass ich so aus der Welt des Buches raus bin, dass ich zuerst Band eins überfliegen oder nochmal re-readen muss ...
    Aber ich bin froh, dass dir das Buch so gut gefallen hat :D
    Tolle Rezension!

    Alles Liebe ♥♥♥

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    1. Dann solltest du das nachholen. ;D
      Zumindest Überfliegen würde ich dir empfehlen, der Autor schmeißt den Leser nämlich ziemlich direkt wieder in die Story, ohne sich groß mit Rückblicken aufzuhalten, auch wenn es kleine Andeutungen gibt. Sonst fehlen einfach die Hintergrundinfos. ^^
      Danke, Liebes! :)

      Dir auch alles Liebe! ♥♥♥

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