Montag, 11. Mai 2015

[Rezension] Slide - Durch die Augen eines Mörders



Autor: Jill Hathaway
Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg
amerik. Originaltitel: Slide (2012)
Verlag: FJB
Seiten: 320
Erscheinungsdatum: 26.09.2012
ISBN: 978-3-8414-2149-4
Gebunden mit Schutzumschlag; 16,99€


Reihe: (meiner Meinung nach auch als Einzelband lesbar)
  • Slide - Durch die Augen eines Mörders
  • amerik. Impostor


Klappentext:

Sie hat die schreckliche Wahrheit gesehen – durch die Augen eines Mörders.

Die sechzehnjährige Vee hat Narkolepsie. Und wenn es nicht schon genug wäre, plötzlich in der Schule, im Kino oder bei Freunden einfach einzuschlafen, wandert Vees wache Seele während des Schlafens in den Körper eines anderen. Vee sieht, was diese Person gerade sieht – ohne deren Taten beeinflussen zu können. Doch noch nie war es so grausam wie in dieser Nacht: Sie sieht durch die Augen eines Mörders. Und sie kennt das Opfer: Es ist Sophie, die beste Freundin ihrer Schwester Mattie. Für die Polizei sieht es aus wie Selbstmord, nur Vee kennt die schreckliche Wahrheit, und sie begreift schnell, dass auch Mattie in Gefahr schwebt. Nur – wie soll sie herausfinden, in wessen Körper sie war?


Äußere Erscheinung:

Das Cover übt zwar durch das Splittern des Mädchengesichts eine gewisse Faszination auf mich aus und kann mit Sicherheit auch metaphorisch auf Vees Verlassen des Körpers übertragen werden, aber besonders umwerfend ist es letztendlich nicht, da es eben nur ein weiteres Mädchengesicht ist.

Meine Erwartung:

Dieses Buch geht voll und ganz auf Miss Duncelbunts Konto. Zuerst mal kenne ich das Buch überhaupt nur durch ihre Rezension, die mich auch dazu bewegt hat, das Buch auf meiner Merken-Liste zu setzen. Dann hat sie das Buch bei einem Unhaul angeboten und ... na ja ... Jetzt steht es in meinem Regal. xD

Meine Meinung:

Die Idee hinter der Geschichte finde ich ziemlich innovativ, da sie mir eigentlich so noch nicht untergekommen ist. Hier werden bekannte fantastische Elemente - zum Beispiel der emotionale Abdruck auf Gegenständen - mit einer relativ unbekannten Krankheit (jedenfalls für mich) zu etwas Neuem verwoben: Wenn Vee einen Gegenstand mit einem emotionalen Abdruck einer anderen Person berührt und dann einschläft, findet sie sich in dessen Körper als Beobachter wieder. Dabei kommt diese übernatürliche Fähigkeit gar nicht wirklich wie Fantasy rüber, der Fokus geht allgemein eher Richtung Thriller.
Die Krankheit wird dabei authentisch dargestellt, nicht auf Mitleid heischend, sondern so, dass es für Vee ganz normal ist. Mehr oder weniger, wegen des Nebeneffektes des Wanderns. Dabei nimmt sie auch keine große Rolle ein, es ist einfach eine Eigenschaft Vees und nichts Herausragendes.

Die Protagonistin Sylvia, kurz Vee, erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive, sodass dem Leser ihre Gedanken und Gefühle direkt übermittelt werden. Sie war mir absolut sympathisch. Bodenständig, klar denkend, keine Komplexe, relativ reif, selbstbewusst und doch mit Ecken und Kanten. Zwar gehört sie eher zu den Außenseitern, aber sie ist nicht das hässliche Entlein, sie hat kein Problem damit, aufzufallen (immerhin hat sie sich die Haare pink gefärbt! - was ich im Übrigen echt cool finde^^) und sie gehörte früher mal zu den Beliebten. Außerdem handelt sie nachvollziehbar.
Auch die anderen Charaktere sind vielschichtig und vor allem mit Ecken und Kanten aufgebaut, viele von ihnen sind nicht unbedingt durchschaubar, die Meisten haben auch irgendwelche Fehler.  Ein Beispiel wäre Vees Schwester Mattie, einen Cheerleaderin, die sich manchmal ein bisschen gemein verhält, die man letztendlich aber auch irgendwie lieb haben muss. So wirken die Charaktere alle authentisch und wie aus dem echten Leben, was mir ebenfalls sehr gefallen hat.
Lediglich die Liebesgeschichte ging mir ein bisschen zu schnell.

Wie gesagt liegt der Fokus in erster Linie auf den Thriller-Elementen und dieses Buch ist auch ein richtiger Thriller. Es besitzt diese typische fesselnde Intensität und eine sehr hohe Spannung, die es schwer machen, das Buch wieder beiseite zu legen und die mich absolut fesselten. Die Seiten flogen nur so dahin.
Teilweise wirken Bereiche der Handlung wie leichte Klischees (beispielsweise der Neue an der Schule), diese werden aber neu umgesetzt und das Buch folgt keinem üblichen Ablauf. Generell war es ziemlich unvorhersehbar, sodass ich bis zum Ende mitfieberte. Dieses ist im Übrigen relativ abgeschlossen, sodass sich das Buch auch problemlos als Einzelband lesen lässt. Dennoch finde ich es schade, dass der zweite Teil anscheinend nicht übersetzt wurde.

Fazit: Innovative Idee, die in einem fesselnden, unvorhersehbaren Thriller mit einer sympathischen, selbstbewussten Protagonistin und authentischen Charakteren wie aus dem echten Leben umgesetzt wurde


Quelle Cover & Klappentext: Fischer Verlage

4 Kommentare

  1. Ich habe von dem Buch noch nichts gehört, aber es hört sich definitiv sehr interessant an und ich finde es immer richtig spannend, wenn reale Krankheiten einen Teil spielen (Gott, das hört sich voll doof an >.<), aber ich finde es interessant auch mehr darüber zu erfahren :D
    Liebst, Emme ♥

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    1. Ich glaube, ich weiß, was du meinst. Einerseits ist es faszinierend, wie die Krankheit mit den paranormalen Begebenheiten verwoben wird, andererseits kann man eben wie du sagst ganz nebenbei mehr über sie erfahren. ^^ Ich kann dir dieses Buch wirklich empfehlen. :)

      Liebst ♥

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  2. Schön, dass dir das Buch gefallen hat!

    Ich stimme euch übrigens zu, wenn man beim Lesen "unbewusst" etwas lernt, finde ich das richtig cool :) Viel besser als stupides Auswendiglernen.

    Liebe Grüße ♥

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    1. Danke übrigens nochmal! ;D

      Auswendiglernen ist blöd. *schmoll* Und langweilig. ^^ Da ist dieser Nebenbei-Lerneffekt doch um einiges vorzuziehen. ^^

      Liebe Grüße zurück ♥

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