Freitag, 19. Juni 2015

[Meinung] Die Jäger der Nacht

 
Andrew Fukuda

übersetzt von Kristian Lutze

amerik. "The Hunt"

Ravensburger

ca. 400 Seiten

978-3-473-40089-8





Heute mal wieder keine richtige Rezension.
Dieses schöne Schätzchen hier hat mich zu diesem Post veranlasst und das aus dem einfachen Grund, das ich diese jahrelange Wunschlisten-Leiche als günstiges Mängelexemplar erstanden habe. Ich hatte mir auch schon einen Keks gefreut (leider nur im übertragenen Sinne), bis sich mir dann auch offenbarte, warum ich es so günstig bekommen habe: Nachdem der zweite Teil "Die Jäger des Lichts" erst im letzten Jahr erschienen ist, wird der Verlag den dritten Teil nicht mehr rausbringen.
Punkt. Aus. Ende. Für mich gestorben.
Damit stand von Anfang an fest, dass ich diese Reihe auch nicht weiter verfolgen werde, weil ich keine Lust habe, sie mir auf Englisch zu holen und ... na ja.

Meine Erwartungshaltung war also alles andere als gut für das Buch, ehrlich gesagt habe ich mir fast gewünscht, es könnte schlecht sein, damit ich die Reihe ohne schlechtes Gewissen abbrechen kann. Dieses Gefallen tat mir das Buch allerdings nicht.
Es offenbarte sich als fesselnder Pageturner, den ich trotz akuten Schlafbedarfs erst beiseite legen konnte, als ich die 400 Seiten durch hatte. Das lag unter anderem daran, dass dem Leser keine Sekunde Zeit gelassen wird, Atem zu holen. Es passiert wirklich immer was, immer ist Action, immer ist hohe Spannung da.

In dem Buch besteht eine Gesellschaft nur aus Vampiren (bzw. sowas in der Art), die Menschen sind nahezu ausgerottet. Bis auf Gene. Gene ist ein Mensch, der in ihrer Mitte lebt, in der ewigen Angst, entdeckt zu werden. Er muss seinen Körpergeruch überdecken, jedes Haar rasieren und sich perfekt ihren Verhaltensweisen anpassen sonst ist er verloren. Ein Tropfen Blut, ein Zittern, ein Lächeln, ein Niesen, ein Zucken und er wird zerfleischt.

Diese Idee fand ich zudem ziemlich gut entwickelt, diese ständige, paranoide Angst vor dem Entdecktwerden kam sehr gut rüber, man spürt sie durch die Seiten, sodass ein dunkles, unheimliches, vielleicht auch leicht horrorähnliches Feeling entsteht.
Auch war es faszinierend, wie normale und gleichzeitig wie monsterhaft diese Vampir-Wesen wirken. Im Übrigen rasten diese bei dem kleinsten Geruch von Menschen sofort absolut aus, gieren nach dem Fleisch von diesem und sind kalt und skrupellos. Wie Bestien, eben. Auf der anderen Seite haben die dann aber auch ganz normalen Schulunterricht.

Ich kam allerdings nicht immer so ganz mit Genes Handlungen klar, manchmal war es dann doch ein bisschen zu viel des Guten und immerhin kann ich sagen, dass ich nicht unbedingt wissen muss, wie es weitergeht, auch wenn durchaus ausreichend Potenzial vorhanden ist.

2 Kommentare

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