Montag, 1. Juni 2015

[Rezension] Der Geschmack von Sommerregen

«Ein einsamer Wolf zu sein, warum auch immer, ist zweifellos sexy.
Eine einsame Halluzinierende zu sein zweifellos nicht.» (Seite 61)


Autor: Julie Leuze

Verlag: Egmont INK

Seiten: 320

Erscheinungsdatum: 11.07.2013

ISBN: 978-3-86396-062-9

Gebunden; 14,99€




Klapptext:

Sophie ahnt nicht, dass ein halbes Lächeln alles auf den Kopf stellen wird. Dass ein einziger Blick aus schokoladenbraunen Augen ausreichen wird, um ihre Welt in Funken sprühendes Himmelblau zu tauchen. Dass ein einziger Kuss ihr den Mut verleihen wird, dem Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen, das ihr Leben bis jetzt bestimmt hat. Mattis ahnt nicht, dass Sophie ihm entlocken wird, was er vor allen anderen verbirgt. Dass er sich mit ihr so sicher fühlen wird wie noch mit niemandem zuvor. Beide ahnen nicht, dass ihre Liebe sie über sich selbst hinauswachsen lassen wird. Sophie und Mattis. Mattis und Sophie.


Äußere Erscheinung:
 
Den Titel finde ich prinzipiell gar nicht so schlecht, nicht übertrieben kitschig und von dem Wort Geschmack kommt man auch schnell zum Küssen. Dazu passt dann auch perfekt das Cover, welches einen Kuss im (Sommer-)Regen zeigt. Die Gestaltung finde ich also eigentlich ganz hübsch - allerdings gibt es, wenn ich das richtig mitbekommen habe, genau eine Szene, in der Sommerregen eine Rolle spielt, und da nicht mal eine überragende ...
 
Meine Erwartung:
 
Das Buch gehört zu den Büchern, von denen man irgendwie echt nur begeisterte Rezensionen liest und landete so auch auf meiner Wunschliste. Davon erlöst wurde es dann dank Miss Duncelbunt. ;)
 
Meine Meinung:
 
Sophie verbindet mit jeder Emotion eine Farbe auf ihrem „inneren Monitor“. Doch ihre konservative Familie sieht das als erste Zeichen von Verrücktheit an, so wie bei Sophies Oma Anne, von der grundsätzlich nicht geredet wird. Also schweigt Sophie, auch wenn sie die Farben nicht ausblenden kann - schließlich will sie nicht als verrückt gelten. Auch nicht bei dem Neuen, Mattis, der ihren Monitor in Himmelblau taucht und von dem sie augenblicklich hin und weg ist. Mattis, der für sie unerreichbare Einzelgänger - oder? Doch damit das, was sich zwischen ihnen möglicherweise anbahnt, eine Chance hat, müsste sie endlich zu ihren Farben stehen ...
 
Die Liebesgeschichte entwickelt sich relativ schnell und es gibt hier keine wirkliche Entwicklung. Auch an Romantik mangelt es nicht - Stichwort Liebe auf den ersten Blick. Dabei sind Sophies Gedanken besonders am Anfang ziemlich an der Grenze zu kitschig, sie reißt sich aber zusammen und sein wir mal ehrlich, im Stadium des ersten Verliebtseins hapert es mit den klaren Gedanken. Richtig kitschig wird es glücklicherweise nicht, dennoch wäre ein gewisser Sinn für Romantik beim Lesen vielleicht ganz angebracht. Weggeblendet wird übrigens auch nicht, wenn es mal übers Küssen hinausgeht. Ich fand die Liebesgeschichte ziemlich süß beschrieben.
Der Schreibstil ist leicht fesselnd, amüsant und flüssig zu lesen, sodass der Leser schnell durchs Buch kommt, dabei ist die Geschichte sowohl unterhaltsam als auch gefühlvoll.
 
Sophies ständige Unterdrückung ihres Geheimnisses mit den Farben kann auf den ersten Blick zwar ein wenig nervig wirken, stellt sich aber als verständlich heraus, bedingt durch das Verhalten ihrer Eltern, die die Farben als kranke Halluzination abtun. Dahinter verbirgt sich mehr - und die Auflösung war zu meiner Freude auch nichts Lapidares und damit mehr als nur ein schlichter Spannungsaufbau.
Generell konnte ich Sophies Gedankengänge und Handlungen nachvollziehen, sie ist abgesehen von den Farben ein relativ normales Mädchen und war mir sympathisch. Ihr innerer Monitor war ein faszinierender Aspekt - der später mit der Auflösung nochmal hervorgehoben wird.
 
Das Leben der Jugendlichen auf dem bayrischen Land wird authentisch dargestellt - inklusive der schlechten Seiten wie beispielsweise Mobbing.
Der Grundaufbau - Mauerblümchen verliebt sich in den coolen, von allen Mädchen umschwärmten und von allen Jungen bewunderten Neuen - ist definitiv nicht neu, wird aber ohne unnötige Dramatik und eher bodenständig umgesetzt. Dabei ist Mattis wirklich süß. ^^ Ich will mich hier gar nicht erst an Beschreibungen versuchen - süß triffts, denke ich. Falls Sophie genug von ihm hat, kann sie ihn gerne bei mir abliefern. ^^
 
Fazit: Romantische, unterhaltsame und süße Liebesgeschichte mit einem faszinierenden Persönlichkeitsmerkmal der Protagonistin

 


Quelle Klapptext: Egmont INK

2 Kommentare

  1. Ich fand die Sache mit den Farben ziemlich cool und kann deiner Einschätzung nur zustimmen - süß und ein bisschen individuell :)

    Liebe Grüße ♥♥♥

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    1. Fand ich auch, war mal was anderes und ein Thema, das ich so auch noch nicht kannte. ^^

      Liebe Grüße zurück ♥♥♥

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