Dienstag, 7. Juli 2015

[Gequatsche] Wo ist die Zeit, die mir noch bleibt?

Hallöchen,

ich entschuldige mich mal im Voraus für den überdramatisierten Titel, der leicht depressiv wirkt, denn das ist eigentlich nicht das Thema meines heutigen Laber-Posts, sondern ... Freizeit.

Als kleines Kind hatte ich die naive, gedankliche Frage, die man als Kind noch hat, was denn die "Großen", sprich Jugendliche und so, mit ihrer freien Zeit anfangen wollen, wenn sie denn nicht mehr spielen. Ich war schon soweit, dass mir klar war, dass man da irgendwann keine Lust mehr zu hat, dennoch stellte sich mir die Frage, warum man dann nicht an Langeweile stirbt, aufgrund der Tatsache, dass mir nicht klar war, wie man sich denn dann bitte noch beschäftigen sollte.
Im Übrigen habe ich auch damals schon viel gelesen.

Und heute? Heute ist man mit Schule so ausgelastet, dass man sich Zeit wünscht. Klar, in der Grundschule gabs eben noch keinen Nachmittagsunterricht und keine Berge von Hausaufgaben und Klausuren.
Heute wünsche ich mir mehr Zeit, zum Lesen, zum Bloggen, zum Schreiben. Oder zum Schlafen, aber das wird ja sowieso überbewertet.
Dementsprechend schaue ich mit einem nachsichtigen Lächeln auf die Gedanken meines jungen Ichs zurück, das über zu viel Zeit und zu wenig Verpflichtungen verfügte. Vielleicht wehmütig, weil diese Zeit vermutlich nicht wiederkehren wird, jedenfalls nicht, solange ich nicht arbeitslos bin oder in Rente gehe.

Zeit ist eines der beiden Hauptprobleme, die das Lesen betreffen (das andere ist bekanntermaßen das Geld). Wer wünscht sich keine Zeit, um den manchmal meterhohen SuB abzuarbeiten, mehr Bücher zu lesen?
Auch das findet sich bei mir als Unterschied zu früher wieder. Früher hatte ich nie genug Bücher, aus Mangel an Büchern habe ich diese sehr oft re-readet. Es gab quasi kaum ein Buch in meinem Regal, dass ich nicht re-readet hatte. Natürlich sind Kinderbücher dünner und ich habe schon damals relativ schnell gelesen, aber es ist ja nicht so, als würde ich heute langsamer lesen. Re-Readen wird jedoch heute immer seltener, stattdessen sammelt sich auch bei allmählich ein SuB an.

Natürlich kann ich jetzt wehmütig der "guten, alten Zeit" nachtrauern, aber natürlich wachsen schulische und außerschulische Verpflichtungen mit dem Älterwerden und so manch einen Zeitkiller will man auch nicht missen (Bloggen, zum Beispiel - bei der Schule wär ich mir da nicht so sicher xD). Und somit ist es nur selbstverständlich, dass man weniger Zeit hat, weniger Bücher liest, weniger in anderen Welten sondern auch in der Realität lebt.
Aber ob das auch unbedingt schlecht ist, ist wohl Ansichtssache. Natürlich gibt es nichts Schöneres als fremde Welten zu erkunden, aber auch hier wartet noch eine Welt auf uns, die erkundet werden will.

Soweit meine Gedanken zum Sonntag Dienstag.
Eure Dana

6 Kommentare

  1. Oh mein Gott. Ich war erstmal total am lachen, als du meintest das Schlaf überbewertet wird. Das sage ich nämlich IMMER! :D (Außer es ist morgens um 6...)
    Ich kenne das total. Zur Zeit ersticke ich gerade an Schulkram und Schulproblemen und an Aggressionen was die Lehrer betrifft. xD :D
    Aber zum Glück sind bald Ferien. *-*
    Ich hatte als Kind immer die gleichen Gedanken, aber für mich waren die "Großen" trotz ihrer "Hobbylosigkeit" immer total cool. Und außerdem hat man mittlerweile zwar weniger Zeit, aber mehr Freiheiten. :P
    Der Titel wirkt total gruselig. Klingt als müsstest du sterben oder so. Aber ich habe mir schon etwa gedacht worauf das hinaus läuft. :D

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    1. Du auch? :D Das ist so eins meiner Lebensmottos ;) ... außer morgens um 6 xD
      Ferien! *-*
      Stimmt, vielleicht gerade wegen ihrer Hobbylosigkeit. ^^ - und mehr Pflichten. :x
      Wie gesagt, dezent überdramatisiert. xD Aber mir ist spontan nichts besseres eingefallen. ;)

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  2. Ich verstehe dich total ... Ich bin froh, dass ich die Schule jetzt endlich hinter mir und meinen Abschluss bestanden habe ... Jetzt habe ich wieder ein wenig Zeit. Jedenfalls, bis das Arbeiten irgendwann mal los geht. :(
    Übrigens habe ich gerade deinen Blog entdeckt und er gefällt mir wirklich sehr gut! Da bin ich gleich mal neue Leserin geworden! :)

    Liebste Grüße!
    potpourrioftulips.blogspot.de ♥

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    1. Gibt es je im Leben eine längere Episode, in der man wirklich Zeit hat? ^^
      Danke, das freut mich. :)

      Liebste Grüße & herzlich Willkommen! ♥

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  3. Ich kann mich nur anschließen :D
    Die einzige "längere" Pause kommt dann zwischen Schulabschluss und Studien/Ausbildungsbeginn, was bestenfalls 4 Monate sind. Das Überraschende für mich ist ja, das mir trotz der Tatsache, dass ich seit April nicht mehr in die Schule gehe, niemals langweilig war. Anscheinend war so ne lange Pause echt mal nötig! Und je bewusster mir wird, dass ich ab August so etwas nie wieder haben werde, desto wehmütiger denke ich an Grundschule und Ferien *seufz*

    Liebe Grüße :)

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    1. Das ist auch die einzige Pause, die mir so eingefallen ist. :D
      Man sollte nie unterschätzen, wie viel es doch neben der Schule gibt. xD
      Jaa, Ferien sind schon eine tolle Erfindung. *-* ;P

      Liebe Grüße zurück :)

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