Mittwoch, 1. Juli 2015

[Rezension] Asche zu Asche

Autoren: Jenny Han & Siobhan Vivian

Übersetzer: Anja Hansen-Schmidt

amerik. Originaltitel: Ashes to Ashes (2014)

Verlag: Carl Hanser Verlag

Seiten: 336

Erscheinungsdatum: 16.03.2015

ISBN: 978-3-446-24742-0

Taschenbuch mit Klappenbroschur; 15,90€




Trilogie:


ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN!!!
 





Klapptext:

Eine für alle, alle für eine. Das war das Versprechen, das sich Mary, Kat und Lillia gegeben hatten. Gemeinsam wollten die drei Mädchen vergangenes Unrecht rächen. Doch nach Rennies Tod geben sich Kat und Lillia beide selbst die Schuld. Wenn Lillia nicht mit Reeve weggefahren wäre … Und wenn Kat bei Rennie geblieben wäre … Nur Mary weiß, was in der Nacht wirklich geschehen ist. Und sie weiß auch, dass Reeve glücklich ist, obwohl er es doch verdient hat, zu leiden. Ab jetzt ist Schluss mit den halbherzigen Spielchen, beschließt sie. Was sie jetzt will, ist richtige, blutige Rache.

 
Äußere Erscheinung:

Die Cover waren ja prinzipiell nie sehr überragend, besonders beim ersten Teil von dem passenden Aussehen der Mädchen und der ansprechenden Farbgestaltung aber noch in Ordnung. Letztere fehlt mir so ein bisschen bei diesem Band, aber das ist vermutlich ziemlich subjektiv. ^^

Übrigens finde ich es interessant, dass der dritte Teil wieder günstiger ist als der zweite - was ich natürlich alles andere als schlecht finde. ;)

Meine Erwartung:

Nach der Enthüllung und den unerwarteten Wendungen bezüglich der wahren Identität Marys im letzten Teil wollte ich wissen, wie es endet.

Meine Meinung:

Das Buch ist vom Grundaufbau her wie die Vorgänger, dennoch entwickelt sich alles in eine andere Richtung als beim ersten Teil. Während dort noch nur wenige kleine Szenen paranormale Elemente beinhalteten, ist der Mystery-Teil jetzt ein wesentlicher Bestandteil des Buches.
Die Idee dahinter finde ich eigentlich richtig gut. Die Grundidee, aber auch, wie der allgemeine Aberglaube (der sich nicht auf kleine, nette Gespenster bezieht) damit verknüpft wird, dass der Leser Teile der Geschichte aus der Sicht des Geistes erfährt und so die Gelegenheit hat, auch dessen Gedankengängen zu folgen. Das verleiht dem Ganzen eine gewisse Tiefe.

Das Problem war nur, dass ich persönlich das Gefühl hatte, Marys Wandlung vom verletzten, schüchternen Mädchen zum Psycho verpasst zu haben. Nachdem sich vorher alles langsam aufgebaut hat, geht es auf einmal viel zu schnell, sodass das Potenzial der Idee nicht ausgeschöpft werden kann.
Sowieso mochte ich diesmal die meiste Zeit nur Kat wirklich. Ihr Verhalten ist zwar nicht immer gutzuheißen, dennoch handelt sie am vernünftigsten und für den Leser auch am nachvollziehbarsten. Das hat mir bei Lillia so ein bisschen gefehlt, gerade am Anfang mochte ich sie am wenigsten, weil ich ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte.

Natürlich bleibt das Buch wie die ersten beiden Teile eine High School - Story mit all den Intrigen und Co., zwischendurch ging mir dieses ganze, manchmal in meinen Augen ein wenig überflüssige Drama auch ein wenig auf den Keks. Nicht, dass ich prinzipiell kein Drama mag, aber ich habe so meine Differenzen mit High School - Dramen. Allein die Konstellation Rennie-Reeve-Lillia schreit ja förmlich nach Drama und kam mir zwischendurch ein wenig aus der Luft gegriffen und überdramatisch vor.
Gleich zu Beginn hat sich übrigens ein kleiner Logikfehler eingeschlichen, als Lillia ihren Bademantel einfach mal zweimal auszieht - och, na ja, warum denn auch nicht? ^^

Der Schreibstil war gewohnt flüssig zu lesen und ich möchte hier trotz all der Kritik nochmal betonen, dass ich mich nicht durch das Buch gequält habe. Es war durchaus unterhaltsam. Wie auch die Vorgänger konnte es mich allerdings erst am Ende wieder richtig fesseln, auch wenn in diesem Teil zumindest schon das ganze Buch durch ein bisschen mehr Handlung als nur die High School- Intrigen vorhanden ist - die Spannung ergibt sich daraus, dass der Leser durch die Sichtwechsel immer mehr weiß als das gerade erzählende Mädchen.

Fazit: Mehr Mystery, viel Drama, teilweise allerdings nicht ganz nachvollziehbar
 
 

 


Quelle Cover & Klapptext: Carl Hanser Verlag
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