Dienstag, 25. August 2015

Eleanor & Park



Vor kurzem unter dem gleichen Titel auf Deutsch erschienen gehört dieses Buch zu den Hypes des Jahres. Ich hatte es schon vorher ins Auge gefasst, nachdem ich im letzten Herbst Fangirl von Rainbow Rowell auf Englisch gelesen hatte und von ihrem Schreibstil recht angetan war.
Fun Fact am Rande: Die Eltern hatten anscheinend ein Faible für außergewöhnliche Namen, nachdem die Autorin schon Rainbow heißt, geht aus der Danksagung hervor, dass ihr Bruder anscheinend Forest heißt. :D

Die Geschichte handelt also von Eleanor und Park, zwei Außenseitern. Erstere ist neu in der Stadt und wird von letzterem gnädigerweise im Bus neben sich sitzen gelassen. Nach dem anfänglichen Schweigen bemerkt Park irgendwann, dass sie seine Comics mitliest und stellt sich darauf ein und daraus entwickelt sich dann langsam mehr ...
Das Ganze spielt 1983, was mittlerweile ja schon eine kleine Zeitreise ist. Und so reiste ich über 30 Jahre zurück und tauchte in die 80er ein.

Eleanor und Park sind beide zwei vielschichtige Charaktere mit Ecken und Kanten. Und nicht perfekt. Nachdem uns normalerweise strahlend schöne, darüber leider nicht aufgeklärte Protagonistinnen vor die Nase gesetzt werden, ist Eleanor zur Abwechslung mal ein bisschen übergewichtig. Was irgendwie auch mal ganz schön war, weil es so normal war. In der Realität haben eben nicht alle Größe 32.
Ihr Hintergrund ist schockierend und sorgt so auch dafür, dass dieses Buch mehr als nur eine Liebesgeschichte ist. (Ich hasse ihren Stiefvater!) Eleanor kommt aus der Unterschicht und trifft dann auf Park, der eher aus der Mittelschicht kommt ... und ziemlich süß ist. Manchmal vielleicht nicht die richtigen Worte wählt, was ihn aber nur menschlicher macht, da die Charaktere eben alle Stärken und Schwächen haben.

Der Schreibstil ist flüssig, das Englisch nicht allzu schwer und die Kapitel meist relativ kurz, sodass ich recht flott durchkam. Natürlich stand der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund und die Liebesgeschichte war wirklich süß. Und authentisch. Nicht übertrieben romantisch und erst recht nicht klischeehaft.
Positiv aufgefallen ist mir außerdem, dass auf unnötige Dramen verzichtet wurde. Es gibt einige Konflikte, die aber nicht überspitzt werden. An manchen Stellen hielt ich innerlich den Atem an, weil ich fast schon erwartete, dass sich daraus ein klischeehaftes Drama entwickeln würde, und wurde dann eines Besseren belehrt, worüber ich sehr erleichtert war.
Das Buch wirkte oft wie aus dem Leben ... auch das Ende.





2 Kommentare

  1. Das Buch hat mich damals sehr berührt und ich habe es wirklich sehr gerne gelesen. Den Hass auf den Stiefvater hatte ich auch undzwar sehr ausgeprägt :D
    Liebst, Emme ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Allein die Vorstellung, dass es solche Menschen wirklich gibt ... Urgh. Fürchterlich. :x

      Liebst ♥

      Löschen

Nachrichten zaubern ein Lächeln ins Gesicht! ♥
Ich freue mich über jeden Kommentar, gebt einfach eure Meinung/ Kritik/ etc. zu dem Post ab. Ich antworte in der Regel auch. :)