Samstag, 26. September 2015

[Rezension] Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher

„Die Vergangenheit kommt nicht zurück. Sie ist vorbei. Keine zweiten Versuche. Man hat, was man hat.“ (Seite 344)

Autor: Sarah Ockler

Übersetzer: Katrin Weingran

amerik. Originaltitel: The Book of Broken Hearts (2013)

Verlag: cbt

Seiten: 416

Erscheinungsdatum: 26.08.2013

ISBN: 978-3-570-30970-4

Taschenbuch; 9,99€
auch erschienen unter dem Titel „Verlieb dich nie in einen Vargas“, gebunden mit Schutzumschlag; 16,99€


Klapptext:

Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?



Äußere Erscheinung:

Der Titel ist zwar passend, aber irgendwie auch kitschig (da finde ich den Originaltitel besser) und das Cover ist ein typisches cbt-Contemporary-Cover - zwar ist das Motorrad passend, Jude hat aber dunkle Locken. *hust*

Meine Erwartung:

Ich hab die gebundene Ausgabe vor einem halben Jahr entdeckte und als ich es in der Taschenbuchausgabe in der Buchhandlung sah, habe ich es spontan gekauft. Rezensionen dazu klangen ziemlich positiv und es klang ganz interessant.

Meine Meinung:

Das Buch hielt, was ich mir davon erhofft hatte: Es bot eine sehr gute Unterhaltung sowie eine süße Liebesgeschichte, war flüssig und fesselnd zu lesen.
Die eingeschobenen Sätze auf Spanisch (da sowohl Jude als auch Emilio einen lateinamerikanischen Hintergrund haben) erinnern leicht an „Du oder das ganze Leben“. Für alle, die Spanisch lernen, ist das vermutlich ein nettes Extra, ansonsten geht die Bedeutung aber meist hervor und es macht das Ganze authentisch.
Tatsächlich bot das Buch aber noch mehr als erwartet.

Denn die Handlung dreht sich nicht nur um die Liebesgeschichte, auch Alzheimer ist ein zentraler Punkt. An genau dieser Krankheit ist nämlich Judes Vater - wenn auch erst 52-jährig - erkrankt, was für die ganze Familie eine Herausforderung bedeutet. Für ihn opfert Jude ihre letzten Ferien, in der Hoffnung, die Reparatur des Motorrads ihres Vaters könnte die schleichende Krankheit aufhalten.
Dieser Konflikt in ihrem Leben, die Krankheit und der Umgang damit werden authentisch, emotionell und berührend dargestellt - dabei werden auch mit der Krankheit einhergehende innere Konflikte betrachtet.

Unweigerlich sind Motorräder ein weiterer Teil des Buches, das wird jedoch nicht übertrieben, sodass auch nicht ganz so an der Thematik interessierte Menschen wie ich nicht gelangweilt werden. Dies ist in meinen Augen ein interessanter, ungewöhnlicher Hintergrund einer Liebesgeschichte.
Da die Handlung während Judes Ferien spielt, wird das High School - Leben zur Abwechslung nur am Rande erwähnt. Dennoch spielt auch Selbstfindung eine Rolle.

Jude war eine sympathische Protagonistin. Sie ist keins dieser schwärmenden, bei dem Anblick eines männlichen Wesen sabbernden Mädchen, sondern eigenständig und selbstbewusst, dazu wundervoll sarkastisch.
Sie leidet ein wenig darunter, die Jüngste von vier Mädchen zu sein, kümmert sich aber aufopferungsvoll um ihren Vater, auch wenn sie gleichzeitig auch bedauert, was sie alles verpasst - was absolut authentisch ist.

Emilio ist durchaus attraktiv. Er ist absolut selbstbewusst, von sich überzeugt (an der Grenze zu überheblich), charmant und flirtet quasi die ganze Zeit - der typische gutaussehende Draufgänger.
Was die Familie angeht, so erfährt der Leser leider nicht viel über die Mutter und die Schwestern Lourdes und Celi. Die dritte Schwester, Mari, ist dagegen vielschichtig - einige ihrer Eigenheiten mochte ich nicht, doch insgesamt ist sie durchaus sympathisch.

Fazit: Fesselnde Liebesgeschichte, die auch Alzheimer berührend und authentisch thematisiert




Quelle Cover & Klapptext: cbt

7 Kommentare

  1. Ich glaube, das Buch habe ich auch auf meinem SuB, obwohl ich das gerade irgendwie nicht finde :D Ich habe das auch schon angefangen, aber wieder abgebrochen, vielleicht sollte ich mir das noch mal angucken :D
    Liebst, Lara.

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    1. Es hat bestimmt was, Bücher wiederzufinden, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. :'D
      Hm, ich kann mir vorstellen, dass der Anfang nicht unbedingt überragend wirkt, aber meiner Meinung nach entwickelt die Geschichte erstaunlich viel Tiefe für eine Love Story und ich schätze, sie ist es wert, dass du ihr noch eine Chance gibst. ;)

      Liebst :)

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  2. Ich habe das in den Sommerferien irgendwann angefangen gehabt... Wie es scheint, sollte ich mal weiter lesen.... :D
    Liebe Grüße,
    Marianne

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    1. Stimmt, hattest du erwähnt. :D Solltest du vielleicht, ich fands gut. ^^

      Liebe Grüße ♥

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    2. Ich habe es erst einmal abgebrochen... Ich war so wie so nicht sehr weit. Ich warte bis ich wirklich Zeit dazu habe, da ich nicht möchte, dass ich das Buch am Ende nicht mag, nur weil ich mich gestresst habe. ;D
      Liebe Grüße,
      Marianne

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    3. Kenn ich, ich nehme mir auch lieber Zeit für Bücher. ^^

      Dann schonmal hoffentlich viel Spaß beim Lesen! ;)

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