Montag, 2. November 2015

[Rezension] Blutwald

«Wollte, dass mir Flügel wachsen. Aber es sind mir keine gewachsen.» (Seite 329)


Autor: Julie Heiland

Verlag: FJB

Seiten: 432

Erscheinungsdatum: 24.09.2015

ISBN: 978-3-8414-2109-8

Gebunden mit Schutzumschlag; 16,99€



Trilogie:
  • Bannwald  Rezi *klick*
  • Blutwald
  • Sternenwald  (erscheint voraussichtlich im Mai 2016)


ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEM VORGÄNGER!!!


Klappentext:

Du wirst eine von ihnen werden. Du wirst mit ihnen an einem Tisch sitzen. Du wirst ihr Essen essen. Du wirst in ihrem Bett schlafen. Du wirst töten.


„Wir dürfen uns nicht mehr sehen“, waren seine letzten Worte. Und auch wenn Robin weiß, dass sie nur so ihrer beider Leben schützen können, scheint mit jedem Tag ihre Sehnsucht nach Emilian zu wachsen. Doch als Birkaras, der Anführer der Taurer, sie zwingt ihren Stamm zu verlassen und einen unschuldigen Menschen zu töten, muss Robin eine Entscheidung treffen – eine Entscheidung auf Leben und Tod. Wird Emilian an ihrer Seite sein?

Äußere Erscheinung:

Auch das Cover des zweiten Teils, bei dem der Stil des ersten Teils übernommen wurde, gefällt mir.

Meine Erwartung:

Nachdem mich der erste Teil überzeugen konnte, wollte ich natürlich wissen, wie es weitergeht.

Meine Meinung:

Es dauerte ein, zwei Seiten, bis ich wieder mit dem Schreibstil klarkam. Von da an störte er allerdings nicht weiter, abgesehen davon, dass mir etwas anderes in dem Zusammenhang auffiel: Während ebendieser abgehackte Schreibstil bei anderen Autoren als Stilmittel für diese Schlag-auf-Schlag Situationen, in denen die/ der Protagonist(in) selbst etwas durcheinander ist, genutzt wird, fällt hier somit die Differenzierung nicht mehr so leicht. Allerdings ist das auch Meckern auf höchstem Niveau, ansonsten konnte zumindest ich mich mit diesem doch eher speziellen Schreibstil arrangieren.

Der Klapptext ist natürlich mal wieder ein bisschen dramatisch, dennoch spielt in diesem Band ein Großteil der Handlung bei den Taurer, was dafür sorgt, dass man als Leser einen Einblick in dieses Leben bekommt. Außerdem löst sich so auch die strikte Gut-Böse-Trennung noch ein wenig mehr auf.
Daran hat auch Melvin seinen Anteil, ein Charakter, der auf der einen Seite interessant ist, auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob diese ganze Konstellation nicht irgendwann too much wird. Abwarten, wie sich das entwickelt.
Und dann wäre da natürlich noch Birkaras, ein sehr faszinierender Charakter aufgrund dieses Zwiespalts zwischen seiner bösen Natur und den letzten Resten seiner Liebe zu Robins Mutter - ich mag Antagonisten mit Tiefgründigkeit. ^^

Robin dagegen hat es mir diesmal nicht ganz leicht gemacht.
Erstmal: Ich hab ein Faible für diesen halb-böse-Aspekt, weshalb ich ihre Person an sich schon mal mag. Das Problem war eher, dass sie besonders anfangs sehr in Selbstmitleid zerfließt und es ein bisschen dauert, bis sie den Hintern hochkriegt - was glücklicherweise auch gewisse andere Personen bemerken. Zugegeben, angesichts der Umstände ist das durchaus authentisch, nur bevorzuge ich halt Stärke.
Später war es dann ein Auf-Ab. Mal liebte ich sie dafür, wie sie sich Birkaras widersetzt und sehr viel Stärke zeigt, dann wieder hatte sie ihre schwachen Momente. Auch das ist irgendwie authentisch, allerdings störte mich so ein bisschen, dass diese schwachen Momente oft in Bezug auf Emilian auftraten. Im ersten Teil hatte ich mich noch gefreut, dass sie diejenige war, die stärker war und ihn vor den Kopf stieß, hier allerdings blieb dieses Merkmal von ihr ein wenig auf der Strecke. Wobei man da auch wieder anmerken sollte, dass es hier ziemlich auf die Vorlieben bezüglich der Vormachtstellung der persönlichen oder der gemeinsamen Stärke ankommt.
Umgekehrt kann man das natürlich auch als einen inneren Konflikt betrachten und auf jeden Fall entwickelt Robin sich weiter. Nichtsdestotrotz ist sie aber ein starker Charakter, der sich nicht unterkriegen lässt und sich durchsetzt und mir daher sympathisch.

Auch Emilian ist ein toller Love Interest, jedenfalls wenn man wie ich auf Bad Boys steht.  *hust* Auch wenn er zwischendurch ein wenig unter Meinungsänderungen litt.
Zu meiner Freude verliefen auch hier alle Voraussetzungen für ein Liebesdreieck im Sand - danke, Robin. Es gibt doch nichts über entscheidungsfreudige Protagonistinnen. ;)

Ansonsten war das Buch aber spannend und fesselnd und die Schwächen schiebe ich mal wohlwollend auf typisch zweiter Band. Dank des offenen Endes fiebere ich daher schon mal dem dritten Teil entgegen, der in einem halben Jahr erscheinen soll.

Fazit: Ein bisschen schwächer als der Vorgänger aufgrund leichter Persönlichkeitsschwankungen bei der sonst starken Protagonistin, dennoch konnte mich die Idee fesseln!




Quelle Cover & Klapptext: Fischer Verlage

2 Kommentare

  1. Ich habe die Rezi jetzt mal nicht gelesen, da ich morgen mit dem ersten Band anfangen möchte. Aber dein Fazit hat mich interessiert und es lässt doch auf etwas gutes hoffen. :)

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    1. Dann wünsch ich dir ganz viel Spaß beim Lesen des ersten Teils! :)
      Der zweite ist in meinen Augen zwar schwächer (ich hab auch schon Gegenteiliges gelesen), aber das stört nicht wirklich, von daher ist es (bisher) eine tolle Trilogie. ^^

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