Sonntag, 6. Dezember 2015

[Rezension] Firelight - Brennender Kuss


Autor: Sophie Jordan
Übersetzer: Julia Sroka
amerik. Originaltitel: Firelight (2010)
Verlag: Loewe
Seiten: 376
Erscheinungsdatum: 01.08.2011
ISBN: 978-3-7855-7923-7
Taschenbuch; 9,95€
(Gebunden mit Schutzumschlag; 17,95€)





Firelight-Trilogie:
  • Brennender Kuss
  • Flammende Träne
  • Leuchtendes Herz

Klappentext:

Wenn deine große Liebe dein größter Feind ist ...

Als Jacinda dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen zum ersten Mal gegenübersteht, bedeutet das fast ihren Tod. Denn Will ist ein Drachenjäger – und Jacinda ist eine Draki, ein Mädchen, dass sich in einen Feuer speienden Drachen verwandeln kann.
In ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher, doch dann muss sie in eine andere Stadt ziehen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder …




Äußere Erscheinung:

0815-Mädchengesicht, auch wenn es immerhin ganz nett ist, dass einige Drachenakzente gesetzt wurden.
Besonders der Untertitel ist leider mal wieder sehr kitschig.

Meine Erwartung:

Das Buch war ein reiner Spontankauf und ich habe auch nicht mit etwas Besonderem gerechnet.

Meine Meinung:

Ich schätze, man sollte von vorneherein keine großen Ansprüche an das Buch stellen.
Es handelt sich um ein typisches Jugendbuch, dessen Handlung wiederholt dem 0815-YA-Schema ähnelt. Große Liebe auf den ersten Blick, potenzielle Dreieckkonstellation ... Einen gewissen Sinn für Romantik sollte man, gerade was den ersten Punkt betrifft, schon einbringen können.
Dazu kam, dass einige Wendungen vorhersehbar waren, gerade bei diesen Unglückssituationen, in denen die Prota in eine prekäre Lage gerät, dachte ich wiederholt „das musste ja so kommen“.
Dennoch konnte mich das Buch abseits dieser Stellen durchaus unterhalten, zudem ließ es sich flüssig lesen.

Die Idee an sich ist dabei gar nicht mal so 0815, stattdessen ist sie sogar ziemlich interessant und vermutlich auch nicht ganz unbeteiligt daran, dass ich das Buch ganz in Ordnung fand.
Menschen, die sich in drachenähnliche Wesen (soweit ich das verstanden habe, wird die grundlegende aufrechte Körperhaltung beibehalten) verwandeln, den Draki. Diese wiederum leben abseits in Rudeln, um sich vor den Jägern zu schützen. Einerseits wirkt allein die Sprache eher drachentierähnlich, andererseits sind es aber auch irgendwie Menschen. Dieses Konzept hat mich durchaus fasziniert, genauso wie die Verwandlung, die durch starke Emotionen hervorgerufen wird.
Draki sind dabei sehr naturverbunden und dieser innere Teil stirbt in furchtlosen Gebieten an - genau das wollen Jacindas Mutter und ihre Schwester aber erreichen, als sie nach einem Zwischenfall in die Wüste ziehen ...

Jacinda ist auch eine Protagonistin, mit der man sich arrangieren kann. Sie schwankt zwischen der Loyalität zu ihrer Familie und dem Drang, ihren inneren Draki, den für sie so wesentlichen Teil von ihr, wachzuhalten, doch das funktioniert leider besonders gut in Wills Nähe.
Auf Dauer kann es ein bisschen auf die Nerven gehen, dass sie immer zwischen „Ich muss in Wills Nähe sein, weil ich ihn mag und er meinen Draki-Teil am Leben hält“ und „Er ist mein Feind, ich muss mich von ihm fernhalten“ schwankt, da das leider ein wenig zu oft passiert.
Ansonsten ist sie aber eigenständig, mutig und loyal. Zwar ist sie die typische Besondere - der erste Feuerdraki seit Generationen-, allerdings lässt sie sich auch nicht leicht unterkriegen und besitzt - oh, Wunder - keine Minderwertigkeitskomplexe.

Will ist kein Bad Boy, wenn auch der umschwärmte Unnahbare, der sich Jacinda allerdings schnell öffnet. Ich fand die Konstellation interessant, dass die Protagonistin mal diejenige in der Liebesgeschichte ist, die mehr über den anderen weiß. Ansonsten ist er ganz süß, aber kein prägend in der Erinnerung bleibender Charakter.
Tamra, Jacindas Zwillingsschwester, kann sich nicht verwandeln und sehnte sich jahrelang nach einem normalen Leben. Sie verfügt tatsächlich über Ecken und Kanten, da sie einerseits ihre Schwester liebt, andererseits aber auch irgendwie eifersüchtig auf diese ist und mich zwischendurch mit ihrem „Du machst mein langersehntes, normales Leben kaputt“ nervte.
Die meisten anderen Nebencharaktere bleiben mit ein paar Ausnahmen eher blass, Potenzial für die Fortsetzungen ist also vorhanden auch wenn ich noch nicht weiß, ob ich die lesen werde.

Fazit: Interessante Idee, in altbekannter Young Adult - Weise umgesetzt, dennoch unterhaltsam




Quelle Cover & Klapptext: Loewe Verlag

15 Kommentare

  1. Firelight. o.O

    (Ja, ein sehr schlauer Kommentar...)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Was soll mir dieser Kommentar jetzt sagen? :'D

      Löschen
    2. Ich denke dieses Kommerntar soll dir sagen: Ich habe dieses Buch auch gelesen. Und fand es eigentlich ganz gut.

      Aber ich bin mir auch nicht so sicher... ;D

      Löschen
    3. Aaahh! *Erkenntnis* :D
      Stimmt, ich meine, es mal bei dir gesehen zu haben. ;)

      Löschen
    4. Ja... Manchmal habe ich eine komische Art zu kommunizieren. ;)
      Das kann gut sein. Ich habe auch noch den zweiten Teil gelesen. Während einer Lesenacht... Entwerde Teil 1 oder Tei 2 oder beide.... Ich weiß es nicht mehr...

      Löschen
    5. Zu dem zweiten Teil habe ich bisher nur sehr negative Meinungen gelesen, wie fandest du ihn denn? (Möglichst ohne den ersten Teil jetzt zu spoilern. ^^)

      Löschen
    6. Ich bin mir nicht mal mehr sicher... Ich fand es ganz ok. Ein wenig unnötig an manchen Stellen und das Ende war, meine ich, auch nicht so toll... Aber sonst fand ich es, meine ich, ganz ok.

      Löschen
    7. Da der erste bei mir schon zu "ganz ok" tendiert, überzeugt mich diese Meinung vom zweiten Teil jetzt ehrlich gesagt nicht ... klingt nach einer Fortsetzung, die man sich auch sparen könnte. ;)

      Löschen
    8. Hatte ich mir gedacht. Mich würde meine Meinung an deiner Stelle auch nicht überzeigen...
      Und so ist es im Prinzip auch...

      Löschen
    9. :D Da gibt es einfach bessere Bücher. ^^

      Löschen
  2. Oh, kenne ich, dieses Buch und dein Fazit spricht mir aus der Seele.
    Ein typisches "kann man lesen, muss man aber nicht"-Buch :D

    Alles Liebe ♥♥♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau das. Und leider auch ein ziemliches Mainstream-Buch. Aber gut, wo keine Mainstream-Bücher wären, wäre auch kein Mainstream. ;)

      Dir auch alles Liebe ♥♥♥

      Löschen
  3. Huhu,

    das Buch habe ich vor Jahren gelesen, als es gerade auf Deutsch rauskam. Ich fand es großartig, wüsste aber nicht, ob wenn ich es jetzt nochmal lesen würde, ob ich es noch genauso toll finden würde wie damals.

    Liebe Grüße
    Jenny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Huhu Jenny,

      so geht es mir auch mit einigen Büchern. Gerade vor meiner Bloggerzeit waren meine Ansprüche noch um Einiges geringer, ich bin mittlerweile kritischer, verlange mehr und habe bessere Vergleichsmöglichkeiten. Aber ich kann mir vorstellen, dass "Firelight" mit einem weniger kritischeren Auge geliebt werden kann. ;)

      Liebe Grüße

      Löschen

Nachrichten zaubern ein Lächeln ins Gesicht! ♥
Ich freue mich über jeden Kommentar, gebt einfach eure Meinung/ Kritik/ etc. zu dem Post ab. Ich antworte in der Regel auch. :)