Mittwoch, 9. Dezember 2015

[Rezension] Love Alice

„Hast du Angst vor dem Tod?“, frage ich Cherry.
„Nein. Dafür bin ich zu lebendig“, sagt sie. (Seite 86)


Autor: Nataly Elisabeth Savina

Verlag: Beltz & Gelberg

Seiten: 160

Erscheinungsdatum: 04.03.2013

ISBN: 978-3-407-81141-7

Taschenbuch mit Klappenbroschur; 12,95€
(Taschenbuch; 7,95€)


Klappentext:

Wieder eine neue Stadt, wieder eine andere Schule: Alice hat das Nomadenleben ihrer Mutter, einer exzentrischen Opernsängerin satt. Dann trifft sie Cherry. Vorsichtig lassen sich die beiden Mädchen aufeinander ein, testen ihre Grenzen, spielen gefährliche Spiele. Doch dann passiert das Unvorstellbare, das Alice für immer verändern wird.

Äußere Erscheinung:

Der Titel wird in der Handlung aufgegriffen, das Cover ist von der Farbgebung her ganz hübsch, darüber hinaus jedoch nicht besonders aussagekräftig.

Meine Erwartung:

Ich habe zu diesem Buch eine begeisterte Rezension gelesen, die mich neugierig auf das Buch gemacht hat. Als ich es dann billig als Mängelexemplar entdeckte, kaufte ich es spontan.

Meine Meinung:

Die Protagonistin Alice ist 14 Jahre alt und verhält sich auch dem Alter entsprechend. Im Mittelpunkt der Story stehen immer wieder Konflikte des Erwachsenwerdens und der Entwicklung sowie erste Erfahrungen, darunter auch Liebe.
Trotz des Alters verhält sich Alice aber nicht naiv, zwar ist sie wiederholt trotzig, allerdings ist das bei der exzentrischen, überheblichen Diva-Manier ihrer Mutter durchaus nachvollziehbar. Alice steht zu sich selbst und zeigt neben ihrem Übermut auch Vernunft. Sie war mir sympathisch.

Bei ihrer Mutter war das schon ein wenig schwieriger. Ich habe bereits ihre Diven-Art erwähnt, manchmal kam sie mir ziemlich egozentrisch und arrogant vor, dennoch wird bemüht, hier auch positive Seiten aufzuzeigen und die enge Beziehung zwischen Alice und ihrer Mutter wird wiederholt aufgegriffen. Dennoch wurde ich bis zum Schluss nicht wirklich mit der Mutter warm.
Auch Cherry ist kein Charakter, der leicht zu lieben ist, da auch sie viele Ecken und Kanten hat, dennoch verbirgt sich dahinter ein liebenswertes, ja, verletzliches Mädchen, das man wie Alice irgendwie gern haben muss.

Das Büchlein hat nur 160 Seiten und meiner Meinung nach hätte man teilweise noch mehr daraus machen können. So scheint mir die Entstehung der Freundschaft zwischen Cherry und Alice komplett entgangen zu sein, das Ende kam mir zu rasch abgehandelt vor und bei vielen Nebencharakteren wird eine Vielschichtigkeit und weitere Rolle angedeutet, die dann aber nicht ausgearbeitet wird, sodass ich bei einigen das Gefühl hatte, dass da noch was fehlt.
Bei dem Hauptteil selbst würde ich allerdings behaupten, dass eine höhere Seitenzahl der Geschichte nur geschadet hätte.

Durch den Prolog werden düstere Vorahnungen erweckt, sodass das ganze Buch über trotz der eigentlich eher lockeren Story eine unterschwellige Spannung herrscht und diesbezüglich waren die Entwicklungen auch relativ vorhersehbar, was aber nicht weiter störte, da die Thematik dahinter an sich ziemlich ernst ist. Dennoch hätte man auch hier mehr darauf eingehen können.
Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Cherry und Alice, bei der die Mädchen sich auch über die Grenzen der Freundschaft hinaus tasten. Die Beziehung wird emotionell, berührend und lebendig dargestellt, sodass es Spaß machte, ihrem Verlauf zu folgen.


Fazit: Lebendige, außergewöhnliche Beziehung zweier Mädchen, infolge der geringen Seitenzahl hätten einige Bereiche noch besser ausgearbeitet werden können




Quelle Cover & Klappentext: Beltz

6 Kommentare

  1. Hm... ich habe das Gefühl, das mit den wenigen Seiten ist ein Beltz&Gelberg-Problem. Bei den letzten beiden Büchern aus dem Verlag gabs das gleiche Problem.
    Jetzt frage ich mich allerdings - Lesen oder nicht Lesen? :D

    Liebe Grüße ♥♥♥

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    1. Das ist mir auch schon aufgefallen. :D
      Dir würde ich es empfehlen, gerade, wenn ich daran denke, welche Themen dich momentan so ansprechen - also ja, Lesen. ^^

      Liebe Grüße auch an dich! ♥♥♥

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    2. Ich denke, es könnte dir gefallen. ^^ Man muss nur eben hinnehmen, dass das Ganze ein wenig ausbaufähig wäre. ;)

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  2. Hallo Dana,
    ich habe bis eben noch nie etwas von dem Buch gehört,
    aber der Klappentext klingt richtig gut, finde ich!
    Das mit der geringen Seitenzahl hingegen ist natürlich schade, gerade, wenn die Geschichte noch mehr hätte gebrauchen können...
    Wenn mir das Buch günstig über den Weg laufen sollte, werde ich es aber sicherlich mal mitnehmen. :)

    Danke für's drauf aufmerksam machen (sagt man das so? :D)!

    Alles Liebe,
    Laura

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    1. Hallo Laura,

      ja, es ist relativ unbekannt, dabei ist die Geschichte an sich wirklich sehr süß und berührend, und vor allem am Ende auch emotional.
      Da ändert auch die geringe Seitenzahl nichts, auch wenn einige Dinge besser hätten aufgebaut werden können. Umgekehrt ist ein dünneres Buch aber auch schön, um es zwischendurch schnell mal zu lesen, und da finde ich die neue Ausgabe mit einem Preis von knapp 8€ auch durchaus angemessen. :)

      Gern geschehen. ;)

      Alles Liebe auch dir!

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