Samstag, 20. Februar 2016

[Rezension] Misty Falls - Die Macht der Seelen



Autor: Joss Stirling
Übersetzer: Michaela Kolodziejcok
engl. Originaltitel: Misty Falls (2014)
Verlag: dtv
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 24.07.2015
ISBN: 978-3-423-76123-9
Gebunden mit Schutzumschlag; 16,95€







Die Macht der Seelen-Reihe (auch als Einzelband lesbar):

~ ich vermeide Spoiler zu den Vorgängern, allerdings werden elementare Strukturen der Welt und Überlebenschancen einiger Protagonisten erwähnt ~



Inhalt:

Mistys Begabung bringt sie nur allzu oft in unangenehme Situationen: Sie ist dazu gezwungen, immer die Wahrheit zu sagen, und wenn ihre Begabung ein wenig außer Kontrolle gerät, geht es den Menschen in ihrem Umfeld genauso. Kein Wunder also, dass der charismatische Alex - ebenfalls ein Savant - sie nicht ausstehen kann. Und dann erfährt Misty, dass ein skrupelloser Mörder junge Savants tötet ...


Äußere Erscheinung:

Die Aufmachung unterscheidet sich ein wenig von der ursprünglichen Trilogie - es gibt kein Lesebändchen und das dem Originalem ähnelnde Cover wirkt aufgeräumter - mir gefällt’s. Ebenso wie die Tatsache, dass der aus dem Buch gegriffene Titel aus dem Englischen übernommen wurde, auch wenn der zweifelhafte Untertitel leider dazu musste.
Allerdings ist auch das Format anders - es ist länger, was im Regal bei geschickter Anordnung nicht direkt auffällt, aber trotzdem irgendwie nervig ist. Zudem wirkt es neben den anderen Büchern nicht ganz so passend, sprich nicht, als wäre es eine Reihe.

Meine Erwartung:

Die ursprüngliche Trilogie war ganz unterhaltsam, Mistys Begabung klang ganz interessant und ich war gespannt auf diese erst nicht geplante Fortsetzung.

Meine Meinung:

Aus den Vorbänden dürfte bekannt sein, dass das Ganze eine Überdosis Romantik enthält und Liebe auf den ersten Blick quasi vorprogrammiert ist. Nachdem ich mich allmählich daran gewöhne, kann ich auch darüber hinwegsehen. Im Übrigen lässt sich auch dieses Buch als Einzelband lesen, allerdings werden die Vorgänger wie gewohnt gespoilert.
Auch in diesem Teil wird die Idee weiter ausgebaut, der Leser erhält Einblick in Aspekte des Savants-Lebens wie Jugendcamps und auch der Gegenspieler erhält eine erfrischende Tiefgründigkeit.
Wenn man die Handlung selbst allerdings auf ihren Kern reduziert, fällt dem Leser allmählich ein leichtes Schema von der Thematik her auf, was mich allerdings nicht weiter störte.

Misty ist eine angenehme Protagonistin. Zwar ist sie auch nicht besonders von sich überzeugt, das nimmt allerdings nicht solche Ausmaße an wie Crystals Minderwertigkeitskomplexe (ich hab ja einen halben Lachkrampf bekommen, als Misty in der einen Szene dachte, sowas hätte Crystal bestimmt nicht). Sie ist ein wenig chaotisch, bedingt durch ihre Gabe sehr direkt und dennoch liebenswert und nicht direkt schüchtern.
Auch ihre Gedankengänge sind oft sarkastisch geprägt.

Alex und sie können sich von Anfang an nicht wirklich ausstehen, er ist der typische beliebte, charismatische Überflieger, sie mehr die zurückhaltende, aber durchaus selbstbewusst auftretende Außenseiterin, wobei auch das auf ihre Gabe zurückzuführen ist, da diese es ihr im Leben nicht leichtgemacht hat.
Doch gleichzeitig verbirgt Alex auch einen durchaus tiefgründigen Charakter.

Die Handlung von „Finding Sky“ ist mittlerweile in dem Zeitraum der Geschichte knapp zwei Jahre her, und generell war es faszinierend, wie die Charaktere aus den ersten drei Teilen als Idole bzw. unnahbare, bekannte, bewundernswerte Personen dargestellt werden, während man im Kopf immer noch die Teenager-Geschichten hat.
Diese Haltung tritt automatisch durch die Distanz auf, da Misty ja einen völlig anderen Sichtwinkel vertritt, auch wenn oder gerade weil Crystal ihre, wenn auch nur zwei Jahre ältere, Tante ist.

Fazit: Unterhaltsam mit tiefgründigen Charakteren




Quelle Cover: dtv

2 Kommentare

  1. Ich liebe diese Reihe, besonders wenn ich einfach mal ein Buch brauche, das mich aufheitern soll, greife ich gerne zu denen. Das mit dem Schema ist mir auch besonders bei diesem hier aufgefallen, aber ich mag es trotzdem sehr gerne, weil die Bücher wegen der Charaktere immer unterschiedlich sind. Der zweite gefällt mir aber am besten von allen, ich liebe Yves *-*

    Liebe Grüße
    May

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    1. Ich sehe auch über die Schwächen hinweg, weil mich die Bücher einfach unterhalten können. ^^
      Ich mag immer noch Zed am liebsten, aber das ist natürlich Geschmackssache. :D

      Liebe Grüße

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