Donnerstag, 11. Februar 2016

Über das Bloggen

Heute möchte ich mal einen etwas kritischeren Post über das Bloggen an sich verfassen. Vorweg: Ich liebe das Bloggen, aber die meisten von uns rezensieren oft und ich denke, es gehört somit zu unserem Hobby, die Dinge auch mal aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
Denn obwohl ich das Bloggen eigentlich nur empfehlen kann, weil man so viele tolle Leute kennenlernt (ja, damit seid ihr gemeint) und es unheimlich viel Spaß macht, gibt es auch Zeiten, in denen es mal nicht so gut läuft.

Wenn man einen Blog erstellt, wird man in den ersten Wochen und Monaten erst mal von einer Euphorie getragen - man freut sich wie verrückt über jeden neuen Follower, jeden Kommentar, jeden Austausch, voller Begeisterung schreibt man Posts, macht Pläne.
Doch irgendwann, bei dem einen früher, bei dem anderen später, verfliegt diese Euphorie. Follower lassen auf sich warten, Posts, in denen viel Arbeit steckt, bleiben unkommentiert. Es gibt einige Blogs, die dem zum Opfer gefallen - jeder von euch kennt mit Sicherheit einen Blog, der nach ein paar Monaten, manchmal auch nur Wochen auf einmal verlassen war. Meist ohne Vorwarnung oder Abschiedspost.

Gerade in diesen Tiefs zeigt sich, wie sehr Bloggen auch bedeutet, durchzuhalten, wenn es mal nicht so gut läuft. Und diese Tiefphasen kommen immer mal wieder, fast wellenartig. Mal hat man einen regen Austausch mit anderen, diskutiert über die eigenen Posts, lernt neue Blogger kennen, dann werden Posts kaum noch kommentiert, die Followerzahl verändert sich kaum.
In solchen Momenten ist es leicht, die Lust am Bloggen zu verlieren, wo gerade der Austausch doch so wesentlich ist. Wenn man tage- oder gar wochenlang das Gefühl hat, nur für sich selbst zu bloggen, verliert man leicht den Spaß daran.
Wenn man allerdings in solchen Phasen die Zähne zusammenbeißt und einfach weitermacht, dann folgen wieder Hochphasen, die einen diese Tiefs vergessen lassen.

Ein anderes Kriterium, das viele Blogs in die Knie gezwungen hat, ist die Zeit. Bloggen nimmt ziemlich viel Zeit im Leben ein. Neben dem Schreiben der Posts, was, wenn man wirklich Herzblut da hineinsteckt, auch nicht in ein paar Minuten getan ist, dem Recherchieren für Post bzw. besonders für Rezensionen und dem Antworten auf Kommentare will man sich schließlich auch vernetzen und dazu gehört, auf anderen Blogs vorbeizuschauen und Kommentare zu hinterlassen.
Somit kann man schnell ein, zwei oder mehr Stunden pro Tag vor dem Computer verbringen, Zeit, in denen man sich nicht anderen Hobbys widmen kann. Oder eben Hausaufgaben, Hausarbeiten und ähnlichem. Ich würde sogar sagen, das ist der am häufigsten genannte Grund in Abschiedsposts.

Ich weiß nicht, wie ihr das gemacht habt, aber ich habe, bevor ich meinen Blog erstellt habe, tatsächlich eine Pro-Contra-Liste aufgestellt, die zumindest den Zeitaspekt enthielt. 
Ja, Bloggen verschlingt Zeit. Ja, Bloggen ist manchmal einsam. Ja, manchmal muss man sich durchbeißen.
Nichtsdestotrotz gibt es aber auch sehr viele schöne Seiten, und der erste Grund für das Bloggen ist der Austausch mit euch. Und diese Aspekte lassen einen dann auch mal die Schattenseiten verzeihen. Deshalb hoffe ich, dass das Bloggen noch für lange Zeit ein Bestandteil meines Lebens bleibt und dass auch ihr nicht die Lust daran verliert. ;)

Eure Dana

12 Kommentare

  1. Schöner Post, ich mache auch oft Gedanken über solche Dinge. Vor allem wenn bei den Neuzugängen noch ganz fleißig kommentiert wird "oh auf eine Rezension zu XY freue ich mich schon ganz dolle" und letzten Endes hat sie nach einer Woche nur 9 Aufrufe (ja, diese traurige Zahl entspricht der Wahrheit). Klar, einige Posts kommen immer besser an als andere, aber warum Rezensionen (im Allgemeinen alle) so schlecht ankommen, ist mir fragwürdig, vor allem weil man meinen Blog doch deswegen abonniert? Nun gut, das alles schiebe ich auch gerne beiseite. Denn durch im Bloggen habe ich eine Leidenschaft gefunden, die ich mit meiner anderen Leidenschaft (Lesen) verbinden kann und damit sogar noch andere Menschen erreiche.
    Ich persönlich habe bisher noch kein einziges Mal daran gedacht, meinen Blog gelöscht und ich bin stolz auf meinen Blog :)
    Liebst, Lara.

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    1. Hallo liebe Lara,

      erstmal: es freut mich zu lesen, dass du dich davon nicht zurückschrecken lässt und zu deinem Blog hältst, weil dazu eine gewisse Stärke gehört. :)
      Aber ja, das kenne ich. Rezensionen, an denen man lange gesessen hat und auf die man dann schon irgendwie stolz ist - und dann ein paar armselige Klicks. Das ist deprimierend, aber letztendlich nicht zu ändern und das muss man dann auch mal akzeptieren.
      Allerdings ist es so, dass Rezensionen oft länger sind und einige dann keine Lust haben, sie sich durchzulesen. Was schade ist, weil das wie du sagst eigentlich ein wesentlicher Bestandteil eines Bücherblogs ist. Und dann werden meist nur die Rezensionen zu bekannteren Bücher angeklickt - auch dazu habe ich hier schon mal einen Post geschrieben.
      Rezensionen erfordern mehr Aufmerksamkeit, dennoch denke ich wie du, dass sie diese aber auch verdient haben.

      Ich wünsche dir, dass du deine Freude am Bloggen auch weiterhin nicht verlierst! :)

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  2. Huhu!
    Ich weiß ziemlich genau, was du meinst. Anfangs freut man sich über einen Kommentar, einen Aufruf, einen Follower mehr. Und je größer man wird, desto höher werden die Anforderungen. Was ja an sich auch irgendwie logisch ist. Aber oft bleibt die erwartete Anzahl an Kommentaren aus und auch die Anzahl der Aufrufe hält sich in Grenzen. Und besonders bei Rezis finde ich das etwas deprimierend, da ich für die immer am meisten Zeit investiere. Aber dann kann einen ein langer, ehrlich gemeinter Kommentar schon gleich wieder in diese Euphorie versetzen und man merkt, ja, doch, die Tiefs sind die Hochs wert.
    Ich liebe das Bloggen und auch wenn ich manchmal kurz vor dem Verzweifeln bin, weil es ja doch einfach soo viel Zeit in Anspruch nimmt und ich oft das Gefühl habe, immer seltener zu richtigem Austausch mit anderen Bloggern zu kommen und nur 3-4 Blogs auch wirklich regelmäßig lese UND kommentiere, könnte ich mir ein Leben ohne meinem Blog gar nicht mehr so richtig vorstellen. :)
    Ganz viele liebe Grüße, Ambria <3<3<3:)

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    1. Huhu Ambria,

      steigende Anforderungen sind auch noch so ein Aspekt, gerade wenn man andere Blogger sieht, die in derselben Zeit weit mehr Aufrufe, Follower, Kommentare erhalten. Und obwohl mir die Zahlen nicht wichtig sind, kann es wirklich niederschmetternd sein, keine Rückmeldungen zu bekommen. Gerade bei Posts, in denen viel Arbeit und Herzblut steckt, sprich oft Rezensionen.
      Und dann wieder lese ich wie jetzt sechs Kommentare zu einem Post, die alle ihre Sicht zu dem Thema zeigen, mir Rückmeldung geben, mich ergänzen und sich ausführlich damit auseinander setzen, sodass mein Herz vor Freude aufgeht und ich weiß, warum ich das Bloggen so liebe. ^^

      Dir auch ganz liebe Grüße! ♥♥

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  3. Hey :)
    Ein schöner Post! :)
    Mir fällt dazu grad das Phänomen ein, dass in den ersten Monaten die Followerzahlen aufgrund von Aktionen, gegenseitigem Folgen oder was auch immer total in die Höhe schnellen und dann kaum Kommentare kommen...Frustration PUR :D

    Wir können uns jetzt schon voll cool fühlen, weil wir schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben ;D
    Und ich bin echt froh dass es so ist. In ungefähr drei Monaten wird mein Blog schon drei Jahre alt und ich frage mich, wo die Zeit nur hin ist! :D

    Liebe Grüße ♥♥♥

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    1. Danke. :)
      Stimmt, das ist auch deprimierend. :D Oder aber erst kommen ein paar Kommentare und später verlieren die Follower dann das Interesse an dem kleinen Blog. ^^

      Drei Jahre schon! :O
      Unheimlich, wie schnell die Zeit vergeht. :x

      Noch einen schönen Sonntag! ♥♥♥

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  4. Hey Liebes ♥

    Kann mich nur den anderen anschließen. Ein wirklich schöner Post, der die hellen und vielleicht auch "dunkleren" Seiten des Bloggens erleuchtet und nüchtern betrachtet.
    Ich denke, dass jeder mal solche Zeiten hat. Mal produktive und dann wieder weniger produktive Zeiten.
    Wichtig ist nur, dass man eine gewisse Routine hat, um nicht ganz raus zu kommen. Aber ansonsten sollte man einfach nur Spaß haben :)

    Ganz liebe Grüße ♥♥♥

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    1. Hallo Liebes! ♥

      Danke, ich denke, dass man die Schattenseiten nicht verschweigen sollte. Zu tun, als sei alles eitel Sonnenschein ist nicht Sinn des Lebens. ^^
      Stimmt, Routine kann da sehr hilfreich sein - einfach weitermachen, bis es wieder besser wird. :) Und sich den Spaß daran erhalten. ;)

      Allerliebste Grüße ♥♥♥

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  5. Du hast recht. Wenn man es "ernst" mit dem Bloggen meint, dann braucht man vor allem Ausdauer und Zeit. Das gilt auch für alle anderen sozialen Netzwerke, die man auf diese Weise betreibt - Youtube, Instagram. Da muss man Flauten einstecken, es gibt schließlich gute und schlechte Zeiten, wie auch bei Schule, Uni, Arbeit. Denn das Bloggen ist Arbeit, wenn man bedenkt wie viel Zeit und Energie man investiert, wenn man einen qualitativ hochwertigen Blog betreiben möchte.

    Natürlich ist das demotivierend, wenn die Resonanz nicht mit der Energie gleichkommt, die man reinsteckt. Ein paar Aufrufe, kein Kommentar - auch das hat mich manchmal zurückgeworfen. Aber da gebe ich dir recht. Man muss einfach die Zähne zusammenbeißen. Irgendwann zahlt sich das aus, denke ich mir. Und ich mache weiter. In erster Linie habe ich den Blog für mich erstellt. Daran muss ich mich immer erinnern, damit ich mich nicht zu sehr von Kommentaren oder Followerzahlen leiten lasse. Klar sind sie schön, und es ist schön mit den Leuten zu interagieren, aber man muss sich immer eine Frage stellen: Wofür mache ich das eigentlich?

    Wenn man die Antwort weiß, dann ist das gut. Wenn man überlegen muss, dann sollte man darüber in Klaren werden. Sobald man es weiß, ist man ein Stückchen glücklicher.

    Außerdem sollte man selbst festlegen, wie viel Zeit und Energie man hinein investieren möchte. Muss wirklich jede Woche eine Rezension kommen? Muss ich jedes Buch, das ich lese, rezensiert werden? Vielleicht kommt diese Woche einfach kein Post, es bringt nichts, wenn ich mir etwas aus den Fingern sauge, etc. Ich finde, da sollte kein Stress hinter stecken. Es soll Spaß machen.

    Das ware meine 3 Cent. Ich wünsch dir noch einen schönen Restabend ♥

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    1. Vielen Dank für deinen langen Kommentar! ♥ (Der definitiv weit mehr wert ist als 3 Cent! ^^)

      Ich stimme dir absolut zu.
      Man bloggt schließlich nicht wegen irgendwelchen Zahlen, sondern in erster Linie, um seine Texte mit anderen zu teilen. Natürlich ist es dann frustrierend, wenn keine Resonanz kommt, aber wenn man Spaß am Bloggen hat, sollte man sich die auch erhalten - letztendlich spiegelt sich das auch in den Posts wieder. ^^
      Dennoch sollte man sich auch nicht unter Druck stellen lassen. Nicht jedes Buch rezensieren, nicht unter Stress möglichst viel zu lesen - das ist vollkommen in Ordnung. Stress hat in diesem Hobby eigentlich nichts verloren.

      Ich wünsche dir noch einen schönen Restsonntag! ♥♥

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  6. Hallöchen :D,

    ein wirklich schöner Post :D Ich glaube ich kann da noch nicht so richtig mitreden, da mein Blog noch ziemlich frisch ist, ich habe quasi vor ein paar Monaten erst die Nabelschnur durchgeschnitten :D
    Ich kann aber auch sagen, dass ich dachte, dass es wirklich mehr zeit in Anspruch nimmt, als ich dachte, besonders da ich natürlich nicht nur meine Post schreibe, sondern auch auch bei anderen vorbei schaue und gerne auch kommentiere.
    Mir macht es aber so viel Spaß, dass es mir das wert ist :D

    Ich habe natürlich auch ein paar Post, bei denen ich mir gewünscht hätte, dass ein paar mehr es gesehen haben und auch kommentiert hätten, aber ich habe auch beim Schreiben sehr viel Spaß und außerdem ist das alles weg, wenn ich eine ehrliche Rückmeldung bekomme.

    Alles Liebe
    Anna

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    1. Hallo liebe Anna,

      mir ging es damals wieder, trotz dass ich wie erwähnt auf einer Pro-Contra-Liste den Zeitaspekt einberechnet hatte, nimmt es letztendlich doch mehr Zeit in Anspruch, als ich erwartet hatte.
      Ich finde es super, dass du auch gerne bei anderen kommentierst - denn das ist der Kern des Bloggens. ;)

      Solche Posts habe ich auch, aber es gibt eben auch Posts, die von Kommentaren überschwemmt werden und das gleicht es dann aus. ^^

      Ich wünsche dir, dass du dir deinen Spaß erhälst und ganze viele Hochphasen haben wirst! ♥

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