Dienstag, 8. März 2016

Wie "Die Beschenkte" mich zum Bloggen brachte

Huhu ihr Lieben,

vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Rezension zu Die Beschenkte von Kristin Cashore (wenn nicht oder wenn ihr eure Erinnerung auffrischen wollt, die ist hier, dieser Beitrag ist natürlich auch spoilerfrei, wie immer).
Das Buch, das ich vor über vier Jahren das erste Mal gelesen habe, hat eine große Bedeutung für mich. Denn es ist, soweit ich mich erinnere, das erste Buch, über das ich diskutiert habe.

Eine damalige Freundin saß im Physikunterricht hinter mir und aus Langeweile schrieben wir uns Zettel, ehe wir auf dieses Buch kamen - und darüber zu schreiben begannen. Von da an diskutierten wir öfter über Bücher, die wir gelesen hatte und ich würde behaupten, dass mich das zum Bloggen gebracht hat.
Denn diese Gespräche weckten meine Leidenschaft dafür, über Bücher zu reden. Wir analysierten Bücher, ihre positiven und negativen Aspekte - im Prinzip die Vorarbeit einer Rezension. Und somit war auch der Ursprung meiner Freude am Rezensieren geweckt.
Und während ich vorher ein Buch lediglich gut oder weniger gut gefunden hatte, analysierte ich nun, was mir gefallen und warum, was mir nicht gefallen und warum nicht und worüber ich hinweg sehen kann.

Anders als heute las ich damals Bücher noch nicht in dem Wissen, eine Rezension zu schreiben und das bringt mich auf ein anderes Thema: Oft habe ich darüber nachgedacht, ob es meine Lesefreude trübt, dass ich schon während des Lesens auf gute oder weniger gute Aspekte achte.
Allerdings habe ich im Laufe meiner Bloggerzeit auch gelernt, das in den Hintergrund zu stellen. Ich tauche in das Buch ein und vielleicht fallen mir zwischendurch Sachen auf, die ich dann in den Lesepausen registriere und für die Rezi vormerke, aber letztendlich habe ich ein Gleichgewicht zwischen Träumen und Analysieren gefunden.

Auf der anderen Seite denke ich, dass dieses automatische Analysieren (denn das geschieht bei mir mittlerweile automatisch) auch einen Einfluss auf unser Leben hat. Denn wir lernen, Dinge zu hinterfragen, nach positiven und negativen Seiten zu suchen, Hintergründe zu erforschen, Sachen zu durchdenken.
Das kann zum Beispiel politisch aber auch in anderen Bereichen von Vorteil sein, weil wir nicht einfach alles hinnehmen. Weil wir mitdenken und analysieren. Und uns eine Meinung bilden.

Eure Dana

13 Kommentare

  1. Um kurz aus Shakespeare's "Der Sommernachtstraum" zu zitieren: 'Gut gebrüllt Löwe'
    Um es mit meinen Worten zu sagen: Gut gesagt/geschrieben, Dana. ;)
    Liebe Grüße,
    Marianne

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  2. Hey du,
    so ähnliche Themen wurden immer wieder mal angesprochen, aber ich empfinde das Lesen nicht ganz sowie du. Ich achte nicht immer sofort auf die positiven und negativen Aspekte, aber manchmal komme ich auch nicht umher, dass mir diese Dinge auffallen. Die Fähigkeit sich eine eigene Meinung zu bilden wird ja auch versucht in der Schule beizubringen, aber ich selbst wäre nie auf die Idee gekommen das Lesen als Unterstützung zu betrachten :D

    Liebe Grüße
    May

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    1. Hallo May,

      beim lesen achte ich aktiv auch nicht drauf, aber gerade in den Lesepausen fällt es mir dann auf. Ansonsten denke ich einfach, dass gerade das Schreiben von Rezensionen dazu beiträgt, verschiedene Aspekte zu analysieren. Die Schule versucht diesbezüglich auch viel zu vermitteln, das stimmt. :D

      Liebe Grüße

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  3. Hey Liebes :)
    Also ich muss schon zugeben, dass ich Bücher nicht mehr so lese wie früher. Natürlich kann ich bei einem richtig guten Buch alles um mich herum vergessen, aber sollte ein Buch mal nicht so gut sein, gebe ich ihm auch keine Chance mehr. Es ist dann immer wieder so nach dem Motto: ".... okay, das ist ja jetzt ganz gelungen, aber davor..." Ich sehe halt schlechter über bestimmte Dinge hinweg :)

    Liebe Grüße
    Nadine

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    1. Hallo Liebes! ♥
      Ja, das stimmt, man wird einfach anspruchsvoller. Obwohl ich Bücher trotzdem gerne eine Chance gebe, wobei ich über einen schlechten Anfang weitaus besser hinweg sehen kann als über ein schlechtes Ende. ^^

      Ganz liebe Grüße ♥

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    2. Schlechte Zwischenteile gehen aber auch nicht, da höre ich immer einfach auf zu lesen :D

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    3. Kommt drauf an, wie lang die sind. xD Und wie gut der Rest. Bei guten Charakteren kämpf ich mich auch mutig weiter. :D
      Allerdings habe ich mich auch durch "Vom Winde verweht" durchgequält. Das in meinen Augen quasi nur aus Langatmigkeit besteht. Frag mich nicht, wieso ich das durchgehalten habe. xD

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  4. Hey!
    Schöner Post! :)
    Die Beschenkte wollte ich auch schon immer mal lesen, aber irgendwie hat es sich nie ergeben ;D
    Ich glaube ich habe das "Analysieren" relativ gut unter Kontrolle, kommt eben auch immer darauf an, ob mir das Buch gefällt oder nicht. Wenn ja, dann bleibt mir meistens gar keine Zeit zu denken und wenn nicht, dann ist es auch schon egal ;)
    Viele liebe Grüße, Ambria <3<3<3:)

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    1. Hey Ambria,

      danke. ;)
      Ich kann dir das Buch auf jeden Fall sehr empfehlen. ^^
      Stimmt, bei schlechten Bücher analysiere ich diese auch schon mehr während des Lesens, da gebe ich dir absolut Recht.

      Viele liebe Grüße <333

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  5. Liebe Dana,

    der Titel hat mich sofort neugierig gemacht, da musste ich doch gleich mal schauen was du hier so schönes schreibst.

    Ich finde es immer total interessant wie wir Blogger zum Bloggen gekommen sind. Bei mir war es so unspektakulär, aber mittlerweile kann ich mir mein Leben kaum noch ohne Bloggen vorstellen. Verrückt, wie sehr so eine virtuelle Welt ein begeistern kann...

    Ich denke, dass dieses "Analysieren eines Buches" wie du es so schön gesagt hast, einfach natürlich ist. Vielleicht nicht unbedingt bei jedem so, aber die Mehrheit kann dir da sicherlich zustimmen. Mir geht es nämlich nicht anders. Von vorne rein habe ich gewisse Ansprüche, die ein Buch irgendwie erfüllen sollte, um mir gut zu gefallen. Und auch beim Lesen selber betrachte ich vieles recht kritisch. Sind die Figuren und deren Handlungen gut durchdacht oder kratzen diese nur an der Oberfläche? Entwickelt sich die Geschichte, bzw. potenziert sich die Handlung oder bleibt sie auf einem Level. Ist der Schreibstil fesselnd oder doch eher eintönig. Solche Sachen halt. Ich mache es auch unterbewusst. Dann lese ich nur, sondern führe gedanklich schon eine Rezi durch, wie ich was bewerten würde und der Gleichen. Du bist in diesem Gebiet also nicht vollkommen allein ;)

    Danke für den schönen und ehrlichen Beitrag <3

    Alles Liebe, Caterina

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    1. Liebe Caterina,

      danke für deinen Kommentar!

      Das stimmt, das Bloggen ist auch bei mir ein wesentlicher Teil meines Lebens geworden. :)

      Ich schätze, jeder macht sich beim Lesen Gedanken, aber ich hatte bei mir einfach das Gefühl, dass ich, seitdem ich rezensiere, weit mehr analysiere. Und dass ich seitdem anspruchsvoller bin - während ich früher fast alles gelesen habe, was mir unter die Finger kam, habe ich heute gewisse Ansprüche.
      Wobei diese Analyse bei mir eben eher unterschwellig oder eben nachher abläuft, sodass sie das Lesen nicht beeinträchtigt. ^^

      Alles Liebe

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