Freitag, 8. Juli 2016

[Re-Read-Rezension] Drei Wünsche hast du frei

„Es kommt nicht darauf an, gut zu sein. Es kommt auf die ... Leidenschaft an.“ (Seite 38)



Autor: Jackson Pearce
Übersetzer: Christine Gaspard
amerik. Originaltitel: As You Wish (2009)
Verlag: PAN
Seiten: ~285
Erscheinungsdatum: September 2010
ISBN: 978-3-426-28336-3
Taschenbuch
(Taschenbuch; 8,99€; Knaur Verlag)






Inhalt:

Seitdem Violas bester Freund Lawrence die Beziehung zu ihr beendet hat, weil er schwul ist, ist sie am Boden zerstört. Sie wünscht sich, nicht länger für andere "unsichtbar" zu sein, sondern dazuzugehören - und beschwört damit versehentlich einen Dschinn. Der sieht zwar gut aus, altert aber mit jeder Sekunde auf der Erde und will somit die Sache mit den drei Wünschen möglichst schnell hinter sich bringen. Doch Viola will diese nicht verschwenden und erst recht nicht wie normalerweise üblich als Herrin über ihn gebieten ...


Äußere Erscheinung:

Der Titel ist natürlich schon ziemlich zutreffend, wobei ich den Originaltitel noch passender finde, weil er eine tiefere Bedeutung entwickelt. Das Cover ... na ja, ein Mädchen, das keinen näheren Bezug zur Geschichte hat. Die farbliche Gestaltung ist aber ganz hübsch.

Meine Erwartung:

Auch dieses Buch hatte ich schon mal vor Jahren ausgeliehen gelesen und weil es mir in Erinnerung geblieben ist, habe ich schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt, es mir mal zuzulegen und noch mal zu lesen. Als ich es dann günstig erwerben konnte, habe ich die Gelegenheit ergriffen.

Meine Meinung:

Der Aufbau der Geschichte ist nicht wirklich neu: Viola fühlt sich unsichtbar, will zu den Beliebten gehören und hat einen besten Freund, den sie liebt, der aber schwul ist, auch wenn er dennoch alles für sie tun würde. Ihre geheime Leidenschaft ist das Malen. Dementsprechend ist der Verlauf des Buches auch weitgehend vorhersehbar, es gibt keine spannungsgeladene Action oder überraschende Wendungen.
Allerdings ist das hier auch eher ein Buch für Zwischendurch, zum Entspannen, ohne sich auf komplexe Strukturen konzentrieren zu müssen. Ein Buch, das vor allem den Anspruch hat zu unterhalten. Und das tut dieses Buch auf jeden Fall. Dazu trägt auch der lockere, humorvolle Schreibstil bei, ebenso wie die süße Liebesgeschichte, die sich durchaus nachvollziehbar entwickelt. Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war, dass die Charaktere dauernd „yeah“ gesagt haben ... was im Original vermutlich den lässigen Umgangston verdeutlicht, im Deutschen aber einfach nicht so normal ist und daher nicht so gut rüberkommt.

Dass das Buch nicht sonderlich komplex ist, zeichnet sich auch darin ab, dass die meisten Charaktere eher blass sind.
Die Geschichte wird abwechselnd je ein Kapitel aus der Ich-Perspektive von dem Dschinn und Viola erzählt, sodass man beide Sichtweisen versteht. Viola war mir schon mal insofern sympathisch, als dass sie ihre Wünsche nicht verschwenden will. Die Dschinn-Thematik ist zwar noch nicht so verbraucht, aber was mich meist daran nervt, dass die Protagonistinnen ihre Wünsche für irgendwas Dummes verschwenden. ^^ Viola will genau das vermeiden, und allein diese Intention macht sie mir sympathisch.

Generell waren mir die wichtigsten Charaktere - Viola, der Dschinn und Lawrence - ziemlich sympathisch. Viola will zwar nicht unsichtbar sein, ist aber nicht so naiv wie andere Protagonistinnen. Sie denkt viel an ihre Mitmenschen, ist ironisch und verliebt sich nicht unsterblich in den heißesten Typen, sondern erhält sich eine gewisse Stärke.
Lawrence gehört trotz seines Outings immer noch zu den beliebtesten Typen der Schule, generell wird die Homosexualität eher nebenbei erwähnt. Ihm tut es leid, dass er Viola verletzen musste, und es ist süß zu sehen, wie er sich immer noch um sie kümmert.
Auch der Dschinn ist ziemlich süß. Er stammt aus einer Gesellschaft ohne Individuen und entwickelt im Laufe der Handlung eine Persönlichkeit, was faszinierend ist, mitzuverfolgen. Die Welt der Dschinn im Allgemeinen wird nur kurz angerissen, insgesamt enthält die Geschichte durchaus eine Moral. Ihren Zweck - den Leser zu unterhalten - erreichte sie zumindest bei mir auf jeden Fall.

Fazit: Eher oberflächliche, süße Liebesgeschichte, die vor allem lockere Unterhaltung bietet


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