Sonntag, 17. Juli 2016

[Rezension] JACKABY



Autor: William Ritter
Übersetzer: Dagmar Schmitz
amerik. Originaltitel: JACKABY (2014)
Verlag: cbt
Seiten: 320
Erscheinungsdatum: 11.07.2016
ISBN: 978-3-570-31088-5
Taschenbuch; 9,99€








Reihe:
  • JACKABY
  • amerik. BEASTLY BONES
  • amerik. GHOSTLY ECHOS (voraussichtlich 23.08.2016)
  • ??


Klappentext:

New Fiddleham 1892: Neu in der Stadt und auf der Suche nach einem Job trifft die junge Abigail Rook auf R. F. Jackaby, einen Detektiv für Ungeklärtes mit einem scharfen Auge für das Ungewöhnliche, einschließlich der Fähigkeit, übernatürliche Wesen zu sehen. Abigails Talent, gewöhnliche, aber dafür wichtige Details aufzuspüren, macht sie zur perfekten Assistentin für Jackaby. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag steckt Abigail mitten in einem schweren Fall: ein Serienkiller ist unterwegs. Die Polizei glaubt, es mit einem gewöhnlichen Verbrecher zu tun zu haben, aber Jackaby ist überzeugt, dass es sich um kein menschliches Wesen handelt ...



Äußere Erscheinung:

Ich finde es cool, dass sowohl Titel aus auch Cover von der Originalausgabe übernommen wurden, auch wenn ich das Cover nicht ganz verstehe. Ich meine, es ist cool. Aber wieso ist sie in seinem Kopf, wieso trägt sie ein Kleid, dass sie in der Handlung keine Stunde anhat und wieso rennt sie?

Meine Erwartung:

Die Story hat mich angesprochen und als ich das Buch über das Bloggerportal angefragt habe, wurde mir freundlicherweise von dem Verlag ein Exemplar zur Verfügung gestellt - dankeschön!

Meine Meinung:

Das Buch wird als Doctor Who meet Sherlock beworben - da ich keine der beiden Serien je gesehen habe, kann ich dazu nichts sagen, aber zumindest der Sherlock-Part dürfte hinhauen.
Jackaby ist ein typischer Detektiv, jedenfalls soweit ich das beurteilen kann, weil ich noch nicht so viele Bücher dieses Genres gelesen habe. Mit dem Wissen immer voraus, ein Einzelgänger mit merkwürdigen Eigenarten, verschroben, intelligent. Jackaby ist höflich, hat aber ein eher geringes Ansehen, unter anderem wegen seiner Fähigkeit, übernatürliche Wesen zu sehen, denen er mit einer amüsanten Selbstverständlichkeit begegnet. Ein skurriler Charakter mit einer liebenswerten Seite und Tiefe, die noch eher angedeutet, in den Fortsetzungen aber mit Sicherheit ausgebaut wird. Noch ist er auch eher unnahbar, auch, weil er und die Protagonistin sich noch auf höflicher Distanz befinden, etwas, was vermutlich in den Folgebänden ebenfalls noch ausgearbeitet wird.

Die Handlung spielt 1892 und die Atmosphäre der Kleinstadt New Fiddleham wird gelungen eingefangen. Generell gibt es durchaus einige, manchmal fast poetisch angehauchte Beschreibungen, die mich jedoch nicht langweilten, sondern eher Bilder vor meinem inneren Auge entstehen ließen.
Abigail Rook, die Protagonistin dieses Buches, ist für ihre Zeit eine sehr selbstständige junge Frau, die ihr Studium abgebrochen hat, um Abenteuer zu erleben. Generell hat die Handlung zwischenzeitlich fast feministische Züge - etwas, was sich auf der Website des Autors wiederfindet. Nicht aufdringlich, eher erfreulich.
Abigail hat ein Faible für Detektivromane, würde gerne selbst eine Detektivin sein, und bewirbt sich somit für die Anstellung als Assistentin bei Jackaby. Dennoch bleibt sie hier eher im Hintergrund, wie eine beobachtende Erzählerin, und folgt Jackaby bei seinen Ermittlungen und Gedankengängen. Ihr Talent, Alltägliches zu sehen, spielt in meinen Augen kaum eine Rolle, aber auch hier vermute ich, dass dieses Potenzial in den Folgebänden weiter ausgebaut wird.

Eine Liebesgeschichte gibt es in dem ersten Band noch nicht direkt, ebenfalls eine angenehme Abwechslung, auch wenn ich denke, dass auch das in den Folgebänden aufgegriffen werden dürfte. Somit beschränkt sich die Handlung auf die Ermittlungen nach dem Serienkiller.
Was die übernatürlichen Wesen angeht, so handelt es sich vor allem um alte Sagengestalten in breit gefächertem Repertoire. Legenden dazu werden auf faszinierende Weise eingewoben, die Idee ist auf jeden Fall ziemlich cool.
Der Schreibstil ist fesselnd, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchlas, die Sprache ist außerdem der Zeit angepasst, sodass ich mich in diese hineinversetzen konnte.

Was die Geschichte besonders ausmacht, ist das Skurrile. Dieses findet sich oft in den meist ironischen Dialogen wieder, die mich des Öfteren zum Kichern brachten, unter anderem, wenn Jackaby Redewendungen wörtlich und den Sinn der Worte auseinander nimmt. Aber auch sein ganzes Verhalten lässt sich als skurril beschreiben, ebenso sein Haus. Das Buch bietet somit eine gelungene Unterhaltung.
Zwei Fortsetzungen sind bereits im Original erschienen, mindestens eine vierte scheint angekündigt und ich vermute, dass das Potenzial dieses Reihenauftaktes in den Fortsetzungen weiter ausgebaut wird.


Fazit: Skurrile, fesselnde Detektivgeschichte mit übernatürlichen Wesen, die die Atmosphäre der Zeit von 1892 einfängt und viel Potenzial enthält, das in den Fortsetzungen weiter ausgebaut werden dürfte






Vielen Dank an den Verlag!




Quelle Cover & Klappentext: cbt

8 Kommentare

  1. Huhu Dana :)

    "Jackaby" hat mich schon neugierig gemacht, als ich es in den Vorschauen entdeckt habe, aber da ich noch nicht so viele Detektiv Geschichten gelesen habe, zögere ich noch ein bisschen :D Aber deine Rezension klingt echt gut und jetzt bin ich noch neugieriger auf das Buch :D

    Liebe Grüße
    Chianti

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Chianti,

      ich habe bisher auch kaum Bücher aus diesem Genre gelesen, aber mich konnte es auch vollends überzeugen - vor allem auch wegen des Humors.^^ Es hat mich absolut unterhalten und daher kann ich es auch empfehlen. ;)

      Liebe Grüße ♥

      Löschen
  2. Hey =)

    Sehr schön verfasst. Ich lese ja ungern Rezensionen von Büchern, die ich selbst gerade lese, aber ich war einfach zu neugierig ^^. Bisher gefällt mir das Buch gut, ich bin aber erst am Anfang =)

    LG
    Anja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Anja,

      dankeschön. :) Dann wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen und bin schon gespannt auf deine Rezi. ^^

      Liebe Grüße

      Löschen
  3. Hey :)

    Ich bin Nummer 100. Sehr cool und Glückwunsch♥
    Das Buch habe ich gerade auf einem anderen Blog entdeckt und jetzt nach deiner Rezension wanderr es wohl auf meine Wunschliste. Sehr toll geschrieben.

    Liebe Grüße
    Jenny
    Seductive Books♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Jenny,

      aww, danke fürs Folgen, mein Herz hat gerade einen freudigen Hüpfer gemacht! ♥
      Danke, es freut mich, dass ich dich von dem Buch überzeugen durfte. :)

      Liebe Grüße

      Löschen
  4. Hallo liebe Dana! :)

    Nach deinem Kommentar musste ich gleich hier vorbeischaun! Wie schön, dass dir das Buch so gut gefallen hat! Auf den Schreibstil der Autorin freue mich schon. Ich mag solch schöne Beschreibungen und vor allem die Zeit in der die Geschichte spielt. Da kann ich gar nicht genug Bilder zu im Kopf haben. ;) Gut zu wissen, dass es eine Reihe werden wird... ich vermutete eigentlich einen Einzelband. Tut dem ganzen aber keinen Abbruch.

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Nina!

      Da der Fall an sich abgeschlossen ist, kann man das Buch auch als Einzelband lesen, allerdings freue ich mich auch darauf, zu erfahren, wie sich die Geschichte und die Charaktere weiterentwickeln.
      Aber die Atmosphäre ist wirklich toll und ich wünsche dir schon mal viel Spaß beim Lesen!

      Liebste Grüße ♥

      PS: Es ist im Übrigen ein Autor. ;)

      Löschen

Nachrichten zaubern ein Lächeln ins Gesicht! ♥
Ich freue mich über jeden Kommentar, gebt einfach eure Meinung/ Kritik/ etc. zu dem Post ab. Ich antworte in der Regel auch. :)