Donnerstag, 4. August 2016

[Rezension] Nach dem Sommer



Autor: Maggie Stiefvater
Übersetzer: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
amerik. Originaltitel: Shiver (2009)
Verlag: script5
Seiten: 424
Erscheinungsdatum: 06.09.2010
ISBN: 978-3-8390-0108-0
Gebunden mit Schutzumschlag; 18,90€
(Taschenbuch; 9,95€)






Trilogie:
  • Nach dem Sommer
  • Ruht das Licht
  • In deinen Augen


Klappentext:

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.

Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.


Äußere Erscheinung:

Ich liebe die Gestaltung. Der passende Titel, sowieso ist es einfach unglaublich cool, dass die Titel der Trilogie einen Satz ergeben. Und auch das Cover mit dem Mädchen und dem Wolf, was die Geschichte perfekt auf den Punkt bringt. Zumal sich unter dem Schutzumschlag das Motiv dieser beiden ohne den Rest nochmal wiederfindet. Aber auch die ganze farbliche Gestaltung, dazu die Blätter auf der Innenseite und der ersten Seite, wenn man das Buch aufschlägt.

Meine Erwartung:

Diese Trilogie gehört bekanntlich zu den gehypten Büchern und bisher konnte mich jedes Buch von der Autorin absolut überzeugen, nicht nur das, ich habe mich ein wenig in ihren Stil verliebt, sodass ich natürlich auch an dieser Trilogie nicht vorbeigekommen bin.

Meine Meinung:

Mein vielleicht einziger Kritikpunkt ist, dass es mir am Anfang dann doch ein bisschen schnell ging. Gut, die beiden kennen sich schon seit sechs Jahren, aber dann doch nur auf Entfernung und unter etwas anderen .... Umständen. Wenn man allerdings davon absieht, dann handelt es sich um eine unheimlich süße Liebesgeschichte, die mich verzauberte und immer wieder zum Lächeln brachte.
Wer hier hohe Spannung und rasende Action sucht, ist falsch. Das Buch ist eher ruhig, die Beziehung (nicht die Gefühle ^^) werden langsam aufgebaut und die Interaktion der beiden ist eben einfach süß. Die Spannung im Hintergrund wird vor allem dadurch gehalten, dass es Sams letzter Sommer sein wird, doch gerade zum Ende hin steigert sich das Buch auch spannungstechnisch.

Zu fesseln vermochte es mich vor allem durch den Schreibstil, der in wie von der Autorin nicht anders gewohnten Weise eine fast mystische Atmosphäre schafft, auch wenn ihr Stil noch nicht ganz so entwickelt ist wie in späteren Werken. Dennoch vermochte er, Gerüche lebensecht zu vermitteln und die Bilder des Waldes vor meinen Augen entstehen zu lassen. Gerade am Anfang wirkt es, als würden die beiden Protagonisten Grace und Sam die Geschichte im Rückblick erzählen, doch diese Distanz schwindet schnell. Beide erzählen aus der Ich-Perspektive, abwechselnd in unregelmäßigen Abständen.
Das Buch zog mich in seinen Bann und bewies, dass es keine rasante Action benötigt, um den Leser an seine Seiten zu fesseln.

Sam ist auch süß. Kein gefährlicher Bad Boy, sondern ein verletzlicher Junge, der einerseits in seine Wolfrudel ein Zuhause gefunden hat, sich aber andererseits an seine menschliche Seite klammert. Noch dazu ist er ziemlich schüchtern, und ich musste ihn einfach ins Herz schließen.
Grace ist pragmatisch und kontrolliert, durch die ständige Abwesenheit ihrer Eltern hat sie schon früh gelernt, selbstständig zu sein. Die Wölfe faszinieren sie, ganz besonders der eine mit den bernsteinfarbenen Augen. Sie mochte ich ebenfalls, auch weil sie nie unüberlegt handelt, und doch in Sams Anwesenheit auftaut.
Wie ich es ebenfalls von der Autorin gewohnt bin, gibt es keine Schwarz-Weiß-Differenzierung. Das beginnt schon mit dem Rudel, das ja schon irgendwie aus Raubtieren besteht, auf der anderen Seite lernt man durch Sams Sicht auch ihren menschlichen Seiten kennen. Aber auch andere Charaktere sind oft vielschichtig, einige handeln moralisch nicht immer richtig, und haben doch auch Seiten, die sie wieder sympathisch machen, sodass man keinen einfach als gut oder böse klassifizieren kann.

An sich könnte das Buch auch alleine stehen, da das Ende ziemlich abgeschlossen ist, dennoch wartete auf mich bereits der zweite Band, um mich erneut in diese Kleinstadt mit ihren Geheimnissen zu entführen.

Fazit: Eher ruhige, aber dennoch sehr fesselnde und atmosphärische Geschichte mit einer süßen Liebe und sehr vielschichtigen Charakteren




Quelle Cover & Klappentext: script5

2 Kommentare

  1. Huhu liebe Dana,

    eine schöne Rezi zu einem tollen Buch. Durch "Nach dem Sommer" bin ich auf die Autorin aufmerksam geworden und ich kann dir nur zustimmen, Action kann man hier in dem Buch wirklich nicht erwarten, aber die Spannung kommt noch früh genug :D

    Ich habe die Reihe als Schuber und sie in einem Rutsch gelesen. Einfach sweet. Irgendwie habe ich gerade Lust gekommen sie zu re-readen ^^ Vielleicht mach ich das bald mal.

    Hast du die Reihe schon durch?

    Liebste Grüße, Cata

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    1. Hallo liebe Cata,

      danke, es freut mich, dass ich dir wieder Lust auf die Reihe machen konnte. ;)
      Die Trilogie habe ich auch in einem Rutsch durchgelesen, die Rezensionen zu den beiden anderen Teilen kommen in den nächsten Tagen. ^^ Um das Spin-Off "Schimmert die Nacht" schleiche ich noch so ein bisschen herum, andererseits mag ich den Protagonisten dort.
      Stimmt, Spannung kommt schon auf, nur ist eben eben insgesamt einfach nicht so rasant, ohne langweilig zu werden. Wobei da auch die Meinungen auseinandergehen, aber ich mag diesen Stil. ^^

      Liebste Grüße ♥

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