Mittwoch, 31. August 2016

[Rezension] Partials - Fragmente



Autor: Dan Wells
Übersetzer: Jürgen Langowski
amerik. Originaltitel: Fragments (2013)
Verlag: ivi
Seiten: 576
Erscheinungsdatum: 10.03.2014
ISBN: 978-3-492-70283-6
Gebunden mit Schutzumschlag; 19,99€


Partials-Trilogie:

! ACHTUNG - KANN SPOILER ZUM VORGÄNGER ENTHALTEN !



Inhalt:

Kira Walker will Antworten. Antworten darauf, was und wieso sie ist, darauf, wie man RM heilen und die Partials vor dem Verfall bewahren kann. Doch diese Antworten sind ungeheuerlicher, als sie glaubt. Und während sie nach ihnen sucht, setzt Morgan alles daran, sie zu finden - und schreckt dabei vor nichts zurück ...

Äußere Erscheinung:

Der Titel wurde erfreulicherweise aus dem Original übernommen, das Cover ähnelt stark dem des Vorgängers, allerdings mit veränderter Farbe und verändertem Hintergrund, was an sich ziemlich cool ist.

Meine Erwartung:

Ich hatte das Buch schon bereit liegen.

Meine Meinung:

Auch hier wird die düstere Atmosphäre wieder gekonnt vermittelt, gerade durch die Beschreibungen der zerstörten Zivilisation und all dem, was die Menschen verloren haben.
Action ist auf jeden Fall mehr als ausreichend vorhanden, soweit ich das sehe, fast noch mehr als im Vorgänger, auch wenn es Kira hauptsächlich darum geht, die Zusammenhänge zu erkennen. Diese sind auf dunkle Weise ziemlich faszinierend, aber auch erschreckend, weil ich die Idee für gar nicht mal so unrealistisch halte. Allerdings erfordert das Nachvollziehen auch durchaus eine gewisse Aufmerksamkeit
Was ich allerdings ein bisschen schade finde, dass einige Abkürzungen wie RM und NADI nicht erklärt werden.

Auch die übliche Frage, inwieweit künstliche Intelligenz zu Emotionen fähig ist, wird kaum problematisiert, es geht eher darum, dass zwei Spezien verfeindet sind, als dass ein Konflikt darin entsteht, dass es sich bei den Partials ja eigentlich um künstlich geschaffene Wesen handelt. Dennoch wird dieses Thema auch nicht komplett verschwiegen, gerade da Kira ja irgendwie zwischen den beiden Gruppen steht.
Allerdings werden dafür einige andere ethische Konflikte aufgeworfen, gerade auch was das Zusammenleben der beiden Gruppen angeht.

Leider wird in diesem Teil mehr und mehr die Dreiecksgeschichte herausgearbeitet, wobei ich ja sowieso die Gefühle zu Markus nie wirklich nachempfinden konnte. Was den angeht, so nervte es mich irgendwann, dass er die ganze Zeit „Ich mach mir gleich in die Hose“ sagt - anfangs war das ja noch amüsant, aber dann wiederholt es sich zu oft.
Die Geschichte wird jetzt auch in mehrere Sichtweisen aufgeteilt, sodass neben Kira auch Markus und Sam erzählen. Das war insofern notwendig, als dass sich das Geschehen nun ja auch an verschiedenen Standorten abspielte.
Gerade aus Sams Perspektive erhält man immer mehr einen Einblick in die Welt der Partials, die tatsächlich sehr ... denkens- und gefühlsfähig sind, sich durch ihre Beschaffenheit aber eben auch von Menschen unterscheiden. Dieser Einblick war definitiv sehr interessant.

Fazit: Mehr Action mit düsteren Zusammenhängen und nur kleinen Schwächen




Quelle Cover: ivi
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