Donnerstag, 8. September 2016

[Rezension] A Court of Thorns and Roses

“You don’t hold on to power by being everyone’s friend. [...]“ (Seite 101)



Autor: Sarah J. Maas
Verlag: Bloomsbury
Seiten: ~420
Erscheinungsdatum: Mai 2015
ISBN: 978-1-61963-444-2
Gebunden mit Schutzumschlag









Trilogie:

  • A Court of Thorns and Roses
  • A Court of Mist and Fury
  • erscheint voraussichtlich 2017


Inhalt:

Seit dem Tod ihrer Mutter muss Feyre für ihre verarmte Familie sorgen, ohne je ein Wort des Dankes zu hören. Aber sie hat geschworen, sich um sie zu kümmern und so jagt sie in den Wäldern, die gefährlich nah an der Grenze zu dem Reich der Feen liegen, den Wesen, die in den Legenden als brutale Monster beschrien werden und die die Menschen vor Jahrhunderten versklavt hielten. Doch dieser Winter ist hart und als Feyre einen besonders großen Wolf schießt, um ihre Familie am Leben zu erhalten, ahnt sie nicht, dass sie damit den Zorn einer mächtigen Fae auf sich zieht - und vor der Wahl zwischen Tod und dem Verbleiben ihres restlichen Lebens im Land der Feen steht ...

Äußere Erscheinung:

Das Cover ist schon irgendwie cool, auch wenn das Mädchen in meinen Augen nicht zu Feyre passt.

Meine Erwartung:

Ich liebe „Throne of Glass“ und war somit sehr gespannt auf diese andere Reihe der Autorin.

Meine Meinung:

Zugegeben, am Anfang war ich ein wenig irritiert davon, dass hier auch Fae eine Rolle spielen, die zum Teil die Gestalt wechseln können und unsterblich sind, aber je weiter ich kam, desto mehr stach hervor, dass es sich um eine eigene Welt handelt. Letztendlich zog mich besonders der Weltenaufbau in seinen Bann.
Die Autorin orientiert sich dabei teilweise an alten Legenden über Feen, wandelt diese dann aber ab. So gibt es nicht nur einen Sommer- und einen Winterhof, sondern gleich noch dazu einen Frühlings-, einen Herbst-, einen Tag-, einen Nachts- und einen Dämmerungshof, wobei die wenigsten davon eine Rolle spielen, daher bin ich gespannt darauf, was der Leser in den Folgebänden noch erfährt.
Auch Feenpolitik spielt eine Rolle, einschließlich Intrigen und Spielchen, und ehrlich gesagt fasziniert mich sowas ja immer irgendwie. Ganz abgesehen davon, dass ich sowieso gerne Bücher über Feen und Feenreiche lese, und dieses Buch somit absolut meinen Geschmack traf.

Feyre ist ... nicht Celaena, auf jeden Fall. xD Das ist von Anfang an klar. Nicht, dass Feyre schwach wäre, aber sie hat eben keinen Assassinenausbildung hinter sich und ist auch nicht so arrogant, wodurch dann auf der anderen Seite dieser spitze Humor aus „Throne of Glass“ fehlt. Aber eigentlich will ich die beiden Reihen jetzt auch gar nicht miteinander vergleichen.
Feyre ist dadurch ein starker Charakter, dass sie sich seit dem Tod ihrer Mutter um ihre Familie kümmern muss und sich somit selbst das Jagen beigebracht hat. Neben den Feen wirkt sie als Mensch dann aber natürlich ein wenig schwach, hier wird dann die Balance gehalten zwischen „Hat durchaus Jagderfahrung“ und „Ist den Wesen unterlegen“.
Hin und wieder tappt sie dann doch in die obligatorische Feenfalle, im Großen und Ganzen erinnert sie sich aber erfreulicherweise an die Legenden und gibt sich zumindest Mühe - da sind andere Protagonistinnen schon weit naiver durchs Feenland gerannt (*hustMeghanhust*).
Feyre entwickelt sich weiter, und auch wenn ich zwischenzeitlich nicht hundertprozentig mit ihr klarkam, weil ich nicht alle ihrer Gedankengänge nachvollziehen konnte, mochte ich sie letztendlich, zumal sie eben durchaus Schwächen hat und vielschichtig rüberkommt.

Was die anderen Charaktere angeht, würde das jetzt schnell zu Spoilern führen, aber generell erweisen sich diese oft als tiefgründig und die Schwarz-Weiß-Trennung verwischt gerade gegen Ende. Dadurch, dass nicht nur das Land sondern auch seine Bewohner eine Geschichte haben, wird ihnen auch so Tiefe verliehen, sodass ich sogar ansatzweise mit dem Antagonisten mitfühlen konnte.
Bei der Liebesgeschichte hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, die Entwicklung nicht ganz nachvollziehen zu können, vielleicht hätten ein paar mehr Konflikte zu mehr Authentizität beigetragen, aber letztendlich konnte ich die Emotionen dann nachempfinden. Zu meinem größten Bedauern tritt gegen Ende immer mehr das Potenzial zu einem Liebesdreieck zutage, und obwohl ich hoffe, dass das in den Folgebänden nicht genutzt wird, ahne ich diesbezüglich nichts Gutes.
Das Englisch würde ich als mittelschwer mit Tendenz zu leicht einordnen. Das Ende ist weitgehend abgeschlossen, einige Stränge bleiben jedoch offen.

Fazit: Spannender High-Fantasy-Roman mit tiefgründigen Charakteren und leichten Schwächen, der vor allem durch den Weltenaufbau besticht



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