Donnerstag, 29. September 2016

Wieso Blogpause? - Ein ehrlicher Post übers Bloggen

Hallo ihr da draußen,

vor zwei Wochen saß ich am Computer und dachte seufzend, dass ich noch einen Post veröffentlichen muss. Und dann fiel mir auf, was daran nicht stimmte: Das Muss. Der Gedanke, eine Rezension zu posten, auf anderen Plattformen zu veröffentlichen und so weiter erschien mir wie eine Pflicht und mir wurde klar, dass ich so nicht bloggen wollte.
Inmitten meiner Klausurenphase bin ich ohnehin gestresst, hab ein ausgeplantes Real Life und bin teilweise abends totmüde. Mich in diesem Zustand auch noch vor den Computer zusetzen und zu bloggen, ohne wirklich Spaß dran zu haben, erschien mir wenig sinnvoll. Dass ich momentan kaum Lust dazu habe, mag einerseits eben an dem ganzen Alltagsstress liegen. Aber nicht nur.

Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass die Bloggerwelt nicht mehr so ist, wie sie es wahr, als ich vor fast drei Jahren mit dem Bloggen begann. Vor allem erscheint es mir so, als gehe der Austausch zurück. Ein Teil der Blogger hört auf einmal ganz auf - viele Blogs, deren Blogger ich wertschätzen gelernt habe oder die mich bei meinen Anfängen begleitet habe, sind heute erstarrt. 
Ein anderer Teil der Blogger befindet sich zurzeit selbst in einer Bloggerpause, weil sie im Klausurenstress sind. Und ein Teil postet noch, kommentiert aber ebenfalls aus Stressgründen kaum.
Vielleicht liegt es also auch einfach nur an dem Zeitpunkt. Alles verändert sich, und Veränderungen sind nicht unbedingt schlecht.

Das Problem ist nicht, dass ich keine Posts habe, ich habe noch einige fertige Rezientwürfe, die auf ihre Veröffentlichung warten. Aber sie nur für mich selbst zu veröffentlichen? Daran habe ich auch keinen Spaß.
Versteht mich nicht falsch, ich liebe das Bloggen gerade wegen des Austausches und weil es mir unheimlich viel gegeben hat (und nein, ich rede nicht von Rezensionsexemplaren ^^). Aber in letzter Zeit ist es zu einer Pflicht geworden, weshalb ich einfach mal eine kleine Pause brauche. Und um nicht ganz in Versenkung zu verschwinden, lasse ich euch einfach mal an meinen Gedanken teilhaben.
In den Ferien habe ich wieder mehr Zeit, und hoffentlich dann auch wieder mehr Lust. Denn lustlos Posts zu veröffentlichen bringt weder euch noch mir etwas. Darum habe ich mich entschieden, einfach mal eine kleine Pause zu machen - denn es ist trotz allem ein Hobby. 

Was denkt ihr? Glaubt ihr, dass ich - was die Veränderungen im Bloggeruniversum angeht - das einfach nur falsch sehe? Oder habt ihr auch das Gefühl?

Bis bald,
eure Dana

Mittwoch, 14. September 2016

[Rezension] Naris - Die Legenden von Mond und Sonne




Autor: Lucy Hounsom
Übersetzer: Barbara Röhl
engl. Originaltitel: Starborn - The Worldmaker Trilogy (2015)
Verlag: Piper
Seiten: 528
Erscheinungsdatum: 11.05.2015
ISBN: 978-3-492-70348-2
Taschenbuch mit Klappenbroschur; 16,99€







Trilogie:
  • Naris - Die Legenden von Mond und Sonne
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Inhalt:

Seit 500 Jahren entscheidet in Kyndras Dorf ein uraltes Artefakt über die Berufung und den wahren Namen eines jungen Menschen. Doch bei der Zeremonie zum Eintritt in das Erwachsenenalter zerbricht es unter den Händen der jungen Kyndra.
Zur selben Zeit treffen zwei Fremde in dem Dorf ein, die zu Kyndras Überraschung über Wissen über die verlorene Welt Acre zu verfügen scheinen. Aber dann brechen Stürme über das Dorf hinein und plötzlich sieht Kyndra sich von dem ebenso wütenden wie abergläubischen Dorf in die Enge getrieben und in Todesgefahr. Doch sie wird von den beiden Fremden gerettet - und bricht widerwillig zu einer Reise auf, die ihr ganzes Leben verändern wird ...

Sonntag, 11. September 2016

Bookish Sunday #3 - MFK


Hallöchen,

auch heute bin ich wieder bei der sonntäglichen Aktion von Ines dabei und beantworte die heutige Frage:

MFK (Marry, Fuck, Kill) - Welchen Buchcharakter aus deinem aktuellen Buch würdest du heiraten, mit welchem ins Bett und welchen töten?

Ich lese momentan "Nacht ohne Sterne" von Gesa Schwartz. Die folgende Zurodnung spoilert eigentlich nicht, weil das meiste eh aus dem Klappentext hervorgeht, wobei ich nicht garantieren kann, dass das bis zum Ende so stehen bleibt. xD

Marry: Vidar
Fuck: Jaron
Kill: Eskil


Ich wünsche euch noch ein schönes Restwochenende! ♥
Eure Dana

Donnerstag, 8. September 2016

[Rezension] A Court of Thorns and Roses

“You don’t hold on to power by being everyone’s friend. [...]“ (Seite 101)



Autor: Sarah J. Maas
Verlag: Bloomsbury
Seiten: ~420
Erscheinungsdatum: Mai 2015
ISBN: 978-1-61963-444-2
Gebunden mit Schutzumschlag









Trilogie:

  • A Court of Thorns and Roses
  • A Court of Mist and Fury
  • erscheint voraussichtlich 2017


Inhalt:

Seit dem Tod ihrer Mutter muss Feyre für ihre verarmte Familie sorgen, ohne je ein Wort des Dankes zu hören. Aber sie hat geschworen, sich um sie zu kümmern und so jagt sie in den Wäldern, die gefährlich nah an der Grenze zu dem Reich der Feen liegen, den Wesen, die in den Legenden als brutale Monster beschrien werden und die die Menschen vor Jahrhunderten versklavt hielten. Doch dieser Winter ist hart und als Feyre einen besonders großen Wolf schießt, um ihre Familie am Leben zu erhalten, ahnt sie nicht, dass sie damit den Zorn einer mächtigen Fae auf sich zieht - und vor der Wahl zwischen Tod und dem Verbleiben ihres restlichen Lebens im Land der Feen steht ...

Montag, 5. September 2016

[Juli] Sommer, Freizeit, Lesezeit

Ja, ich weiß. Sogar für meine Verhältnisse bin ich ziiiiiemlich spät dran. Ich will ja nur nicht, dass es langweilig wird. :P

Juli war ... viel Freizeit, weswegen ich mehr gelesen habe. Ich hab die aktuelle Überarbeitung meines Schreibprojektes fertiggestellt und bin immer noch nicht zufrieden, weshalb vermutlich noch eine folgen wird. Wenn ich endlich weiß, was ich verändern will. Immerhin bin ich jetzt zufriedener.
Ansonsten ist eigentlich nichts Spannendes passiert, dafür dürfte das eindeutig mein Rekordmonat sein: Insgesamt fünfzehn Bücher habe ich gelesen, darunter einen ... ähm, eher unbekannten Klassiker. Außerdem habe ich zwei Trilogien abgeschlossen, eine ganz durchgelesen und drei neue Reihen begonnen. Alles in allem handelt es sich im Allgemeinen um tolle Bücher. Aber seht selbst - Rezensionen sind im Titel verlinkt, außer bei erwähntem Klassiker, weil es da keine gibt.

Ich glaube, diese Trilogie von Maggie Stiefvater wollte ich schon ewig lesen. Nach dem Sommer - Ruht das Licht - In deinen Augen ... allein diese Titelkonstruktion ist genial. *-*
Und die Trilogie enttäuschte mich nicht: Zwar ist sie etwas ruhiger, jedoch nimmt sie besonders gegen Ende der einzelnen Teile Fahrt auf und besticht durch eine süße Liebesgeschichte sowie vielschichtige Charaktere, die sich weiterentwickeln. 
Von daher durchaus mein Top des Monats.
Von der Partials-Trilogie von Dan Wells habe ich die ersten beiden Teile gelesen, der dritte wird mit Sicherheit folgen. Sowohl Aufbruch als auch Fragmente konnten mich überzeugen. Anders als in anderen Büchern dieses Genres spielt in dieser Endzeitstory auch der wissenschaftliche Faktor eine wesentliche Rolle, auch wenn ich mir teilweise gewünscht hätte, dass der Konflikt der künstlichen Intelligenz stärker behandelt würde. Doch auch andere ethische Fragen stehen im Raum und der fesselnde Stil lässt mich über die kleinen Schwächen hinweg sehen.


Wie erwähnt habe ich auch zwei Trilogien abgeschlossen:
Sternenwald von Julie Heiland konnte mich zwar nicht herausragend begeistern, dennoch ist es definitiv ein solider, teils sehr romantischer Abschluss - mir teilweise eine Spur zu romantisch.
Der dritte Plötzlich Prinz-Teil von Julie Kagawa war für mich der beste der ganzen Trilogie, sodass ich mich wehmütigen Herzens endgültig von Nimmernie mit all seinen Charakteren, die mir ans Herz gewachsen sind, verabschiedete.



Bei JACKABY von William Ritter handelt es sich um den Auftakt einer historisch-mystischen Detektivreihe, der unheimlich skurril und damit sehr unterhaltsam ist.
Auch bei dem ersten Band von Die Chroniken der Fae von Ruth Frances Long bin ich gespannt darauf, wie das Potenzial in den Fortsetzungen weiter umgesetzt wird. Irische Mythen werden hier mit christlichen verwoben, sodass eine Welt entsteht, in der die Protagonistin wirklich niemandem trauen kann.




Wenn wir fallen von Jennifer Benkau wirkt auf den ersten Blick wie eine 0815-Liebesgeschichte, die bekannten Merkmale werden jedoch auf eine ungewöhnliche Weise mit sehr vielschichtigen Charakteren umgesetzt, sodass mich die Geschichte definitiv überzeugen konnte.
In einer Sommernacht wie dieser von Tanja Heitmann besticht durch einen poetischen Schreibstil und einer fesselnden Geschichte mit dunklen Abgründen, auch wenn das Grundkonzept nicht neu ist



Hier nun also mein unrezensierter Klassiker aus dem Vormärz: Schloß und Fabrik von Louise Otto habe ich begründet durch Unterricht gelesen, und es ist beeindruckend, wie die Autorin die damaligen Verhältnisse so sozialkritisch trotz Zensur darlegte. Trotz dass ich anfangs ein wenig irritiert von den Handlungen und Ansichten der Charaktere war, fieberte ich gegen Ende doch ein wenig mit.
Das Morgen ist immer schon jetzt von Patrick Ness sticht durch eine äußerst außergewöhnliche Idee aus der Masse heraus: Zwar gibt es hier auch Auserwählte, doch die Protagonisten sind ganz normale Menschen, die damit nichts zu tun haben und ihr eigenes Leben mit ihren eigenen Problemen weiterleben.


Der Sommer der silbernen Wellen von Amanda Howells ist leider mein Flop des Monats und das einzige schlechte Buch, das ich im Juli gelesen habe. Ich kam einfach überhaupt nicht an die Geschichte und ihre Charaktere heran.
Außerdem habe ich die beeindruckende Autobiografie Ich kam mit dem Wüstenwind von Michaela und Elaine DePrince gelesen, die die Geschichte von Michaela DePrince erzählt, die als Waisenkind im Bürgerkrieg in Sierra Leone von einer amerikanischen Familie adoptiert wurde und immer an ihren Traum, eine Ballerina werden zu wollen, geglaubt hat, sodass sie ihn allen Vorurteilen gegenüber ihrer im professionellen Ballett unüblichen Hautfarbe zum Trotz durchgesetzt hat.



Auf meinen August musste ihr euch noch ein wenig gedulden. ;)

Ich wünsche euch eine schöne Woche! ♥
Eure Dana

Freitag, 2. September 2016

Über positive Bewertungen

Hallo ihr da draußen in der großen, weiten Welt,

heute greife ich mal ein Thema auf, das mir schon seit langem durch den Kopf geht: Bewertungen. Oder besser gesagt: Die Übermacht positiver Bewertungen.
Ehrlich gesagt halte ich nicht viel von solchen Rezensenten, die nur gute Bewertungen verteilen, weil einem das die Glaubwürdigkeit nimmt. Wenn man jedes Buch toll findet, ist man logischerweise nicht sonderlich kritisch. Wenn ich aber umgekehrt hohe Ansprüche habe (und meine sind gewachsen), dann ziehe ich kritische Rezensionen vor. 
Genaugenommen lese ich sogar ziemlich gerne (begründete!) negative Stimmen zu einem Buch, weil ich dann anhand der Kritikpunkte entscheiden kann, inwiefern ich dem zustimmen würde. Die sind meist aussagekräftiger als "ES IST SO TOLL, ich habe es geliebt".

Aber auf der anderen Seite fällt mir auf, dass die meisten meiner Bewertungen ziemlich positiv sind. Vier Büchlein machen den Durchschnitt aus, und manchmal frage ich mich schon, ob ich zu wenig kritisch bin. 
Doch ich weiß eigentlich auch, dass ich durchaus Ansprüche habe und letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das eigentlich nur eine Folge von guter Intuition und pragmatischem Kaufverhalten ist.

Ich kaufe keine Bücher, bei denen ich schon nach dem Klappentext zu wissen glaube, wie die Geschichte verläuft. Ich kaufe keine Bücher, bei denen mir die Charaktere schon im Klappentext auf den Geist gehen. Ich kaufe keine Bücher, deren Idee mich nicht anspricht.
Und ich lese Rezensionen. Spontankäufe sind sehr selten geworden, stattdessen vertraue ich oft auf eure Meinung - vor allem auf die von den Bloggern, bei denen ich weiß, dass wir einen ähnlichen Geschmack haben. Auf die Rezensionen, die begründet und nachvollziehbar sind.
Natürlich kann auch das schiefgehen, aber bei mir funktioniert es eigentlich ganz gut.

Denn ganz ehrlich, wer kauft sich Bücher, bei denen er davon ausgeht, dass sie ihm nicht gefallen? Schließlich ist das ein Hobby und wir wollen doch eigentlich, dass die Bücher gut sind. Wollen ihnen eine Chance geben, sie toll finden, uns von ihnen in den Bann reißen lassen. Deswegen lesen wir doch.
Und wenn man dann noch die Arbeit einberechnet, die ein Autor in ein Buch gesteckt hat, dann ist man noch gewillter, das anzuerkennen, sodass man letztendlich die positiven Aspekte durchaus würdigt.
Ich bemühe mich, in jeder Rezension auch objektiv Kritikpunkte zu sehen, aber letztendlich entscheidet für die Bewertung nur, inwieweit mich das Buch unterhalten hat, mitreißen konnte und wie viel Freude ich am Lesen hatte. Drei Büchlein sind dabei nicht mal schlecht. Und ein Büchlein habe ich direkt noch nie vergeben ("Vom Winde verweht" hätte gute Chancen gehabt) - einfach, weil ich es nicht übers Herz bringe, ein Buch so zu verurteilen.

Macht mich das als Rezensent schlechter? Sagt ihr es mir.
Aber als Buchliebhaber? Ich glaube nicht.

Wie sieht eure Meinung dazu aus? Ich bin gespannt. :)

Eure Dana