Dienstag, 17. Januar 2017

[Rezension] Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

Ich weiß jetzt, dass es verschiedene Arten von Stärke gibt. Es gibt die Kraft, mit der man Schwerter schwingt und Ungeheuer erschlägt, aber es gibt auch eine Kraft, die im Stillen daherkommt, aber mächtiger, unbeugsamer und ausdauernder ist. Eine Stärke, die aus dem Inneren erwächst. (Seite 286/287)


Autor: Virginia Boecker
Übersetzer: Alexandra Ernst
amerik. Originaltitel: The King Slayer (2016)
Verlag: dtv
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 11.11.2016
ISBN: 978-3-423-76151-2
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,95€


Dilogie:
  • Witch Hunter  Rezi: *klick*
  • Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit

! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !


Klappentext:

Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?

Äußere Erscheinung:

Ich bin nicht überzeugt von der Taktik, den Titel des Vorgängers zu nehmen und auf einmal einfach einen Untertitel darunter zu klatschen. Wenn Untertitel, dann bitte über die gesamte Reihe, oder eben ein bisschen mehr Kreativität.
Von dem Mädchen auf dem Cover bin ich auch nicht überzeugt, ansonsten finde ich die Gestaltung aber ganz schön, auch weil sich das Schwert vom Cover unter dem Schutzumschlag in goldener Gravur wiederfindet.

Meine Erwartung:

Nachdem ich von dem ersten Band begeistert war, freute ich mich auf die Fortsetzung.

Meine Meinung:

Fesselnd war das Buch auf jeden Fall. Es zog mich in seinen Bann und entführte mich in das historisch angehauchte, wenn auch eigentlich mehr oder auch weniger fiktive Land Anglia, in die Welt der Hexen und Hexenmeister, der Magie und Intrigen. Auch Spannung ist definitiv vorhanden, vor allem durch den Kampf gegen Blackwell und die ständige Gefahr.
Es wird oft gesagt, die Fortsetzung sei schwächer als ihr Vorgänger, was ich so nicht bestätigen würde. Ich wurde bestens unterhalten, anfangs teils auch durch die oft humorvoll geprägten Interaktionen der Charaktere, aber auch durch die actionreichen Kämpfe.

Zu Beginn hatte ich kurz Schwierigkeiten, alles wieder einzuordnen und mir die Details wieder in den Kopf zu rufen, zumal kaum bis gar keine Informationen zusätzlich gegeben werden. Mit einem entspannten Einstieg hält sich die Autorin sowieso nicht auf, es geht sofort spannungsgeladen los.
Was ich von dem Ende halten soll, weiß ich noch nicht. Es passt, es ist gelungen, aber irgendwie fehlt mir der Funke, der es perfekt macht. Persönliches Problem.

Elizabeth ist eine starke Protagonistin, die nach dem Verlust ihres Stigmas ihre Fähigkeiten neu entwickeln muss, und somit alles andere als unfehlbar oder unbesiegbar ist. Dennoch opfert sie viel, um ihre Wünsche durchzusetzen.
Auch steht sie im stetigen Konflikt mit der Tatsache, dass ihre Vergangenheit, ihre Erinnerungen und ihre Fähigkeiten davon geprägt sind, dass sie einst die Feindin derjenigen war, die ihr heute am Herzen liegen.

Die Liebesgeschichte mit John ist vor allem anfangs ganz süß, allerdings zeigt sich bei ihm zunehmend der Einfluss des Stigmas, das ihn verändert.
Auch mit anderen gern gewonnen Charakteren wie Nicholas, Skyler und Fifer gibt es natürlich ein Wiedersehen, auch wenn alles unter dem Stern eines drohenden Krieges steht.

Fazit: Solider Abschluss mit viel Spannung, fesselndem Schreibstil und einer starken Protagonistin




Quelle Cover & Klappentext: dtv

2 Kommentare

  1. Hey,
    schöne Rezi :)
    Interessant, dass wir beide dem Buch 4 Sterne gegeben haben, aber unterschiedliche Kritikpunkte hatten :D Mir war es ja im Mittelteil etwas zu langtatmig. :D Ich mochte das Ende gerne, für mich hats super gepasst, aber das irgendwas gefehlt hat, ist ja manchmal einfach halt so :D
    Lg Callie

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    1. Hi Callie,

      ja, das hat mich im Nachhinein auch fasziniert. :D
      Das Problem mit der Langatmigkeit habe ich schon öfter gelesen, aber mir ist das nicht aufgefallen. Auch bei dem Ende kann ich nicht benennen, was es unrund gemacht hat, weil es im Prinzip durchaus gelungen war, aber letztendlich fehlte mir einfach dieser Funke zu den fünf Büchlein. ^^

      Liebe Grüße ♥

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