Freitag, 30. Juni 2017

The Heroes of Olympus

*könnte  Spoiler zu der "Percy Jackson"-Reihe (Rezension dazu hier) enthalten, aber ganz ehrlich, ich würde diese Reihe auch nicht lesen, ohne "Percy Jackson" gelesen zu haben, weil man sonst ziemlich gespoilert wird und viele Anspielungen nicht versteht*


Autor: Rick Riordan
Verlag: Disney Hyperion
Seiten: je etwa 550-650

1.) The Lost Hero (dt, Der verschwundene Halbgott)
2.) The Son of Neptune (dt. Der Sohn des Neptun)
3.) The Mark of Athena (dt. Das Zeichen der Athene)
4.) The House of Hades (dt. Das Haus des Hades)
5.) The Blood of Olympus (dt. Das Blut des Olymp)




Inhalt:

Jason wacht ohne Erinnerung im Bus neben zwei Jugendlichen auf, von denen der eine, Leo, behauptet, sein bester Freund zu sein und die andere, Piper, mit ihm zusammen zu sein. Doch dann werden die drei angegriffen und finden heraus, dass sie eigentlich Halbgötter sind. Aber wieso fühlt Jason sich mit den römischen Bezeichnungen verbundener als mit den griechischen? Ehe die drei sich versehen, müssen sie zu einer Mission aufbrechen - und die nächste große Prophezeiung soll sich bald erfüllen ...


Äußere Erscheinung:

Ich hab wieder die Ausgabe mit den Covern von John Rocco, die einfach ziemlich cool sind.

Meine Meinung:

Wer meinen Blog länger liest, weiß, dass ich "Percy Jackson" liebe. Dennoch habe ich mich ziemlich lange nicht an diese Spin-Off-Reihe getraut, was mehrere Gründe hatte.

Zum Einen wusste ich, dass Percy sich den Platz mit anderen Protagonisten teilt. Und obwohl Percy immer noch mein Lieblingscharakter ist, bin ich mittlerweile offener geworden oder vielleicht sind die anderen Protagonisten auch so liebenswert, dass es mich nicht mehr gestört hat. 
Mit jedem Band treten zunehmend mehr Sichtwechsel auf, alle erzählen dabei aus der dritten Person Singular. Nichtsdestotrotz war das kein Problem. Ich bekam nie die Sichten durcheinander, hatte nie das Gefühl, dringend wieder zu einem anderen Schauplatz zurückkehren zu müssen, auch wenn es teilweise Cliffhanger gab - aber vielleicht lag das auch daran, dass es nirgends langweilig wurde.
Und wie gesagt, die Charaktere waren dazu allesamt toll und sehr individuell. Sie sind vielschichtig, haben Stärken und Schwächen, manchmal Komplexe. Jeder von ihnen hat seine eigene Hintergrundgeschichte. Jeder ist verletzlich und doch auf seine eigene Weise unglaublich stark, sodass man sie alle irgendwie ins Herz schließen muss.
Was ich auch ziemlich cool war, war die Diversität der Charaktere, die teils von Einwandern oder, in Pipers Fall, von amerikanischen Ureinwohnern abstammen, wobei ein klein wenig auch deren Mythologien angesprochen werden.

Das andere, viel größere Problem, das mich skeptisch gemacht hat, ist das typische eines Spin-Offs. Jedes Spin-Off birgt die Gefahr, die Grandiosität der eigentlichen Reihe zu zerstören, indem es sie eben nicht so stehen lässt, sondern sie zerstören kann.
Mit anderen Worten: Die "Percy Jackson"-Reihe war unglaublich gut, aber auch mit einem einigermaßen abgeschlossenen Ende und dieses Spin-Off stellte von Natur aus die Gefahr, das jetzt kaputtzumachen. Dementsprechend war ich skeptisch, hatte Angst dafür - am Ende umsonst. "The Heroes of Olympus" ist ein absolut würdiges Spin-Off, das das Niveau der Vorgänger hält.

Wie umfassend die griechische Mythologie ist, wird einem spätestens klar, wenn einem auch in dieser Reihe wieder unzählige Mythen begegnen, die einem quasi by the way erklärt werden - ganz ohne Info Dump, sondern nebenbei, begleitet von den oft unterhaltsamen da sarkastischen Reaktionen der Protagonisten, eben auf die für Rick Riordan typische Weise. Und für diejenigen, die trotzdem den Überblick verlieren, gibt es am Ende ein Glossar.
Gleichzeitig wird in dieser Reihe aber auch der Aspekt der Wandlung der griechischen Götter in römische Götter eingebracht und gelungen erklärt. Die Umsetzung fand ich insgesamt super, durchdacht und faszinierend, kann aber nicht näher darauf eingehen, ohne zu spoilern.

Diese Reihe rüttelt zudem zwischenzeitlich an dem klassischen Gut-Böse-Denken.
An Action wird wieder nicht gespart, im Gegenteil. Vor allem aber ist diese Reihe unheimlich fesselnd, ich wurde geradezu süchtig und konnte mich kaum von den Seiten lösen. Die Bücher übten einen starken Sog auf mich aus, sodass ich Zeit und Raum um mich herum vergaß und mich wirklich kaum losreißen konnte und dann sofort wieder weiterlesen wollte.
Und auch der Humor kommt wieder nicht zu kurz, ich musste wiederholt grinsen.

Fazit: Ein würdiges Spin-Off, das das Niveau hält und süchtig macht - mit vielen liebenswerten Charakteren, Tiefe, Sarkasmus, Spannung und Action!



2 Kommentare

  1. Eine andere Bewertung hätte ich nicht akzeptiert :P

    Deine Angst kann ich gut nachvollziehen, ich war auch sehr skeptisch, einfach weil es so viel einfacher gewesen wäre enttäuscht zu werden als begeistert. Aber wir können uns ja zum Glück auf Rick verlassen ♥

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    1. Dann bin ich ja froh, dass ich sie geben konnte. :P

      Ich bin trotzdem skeptisch, was seine anderen Reihen angeht, gerade weil die ja teilweise auch nicht ganz so gut bewertet wurden. :/

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