Donnerstag, 31. August 2017

Das Auf und Ab - von guten und von schlechten Momenten

GBPicsOnline
Quelle
Es gibt Tage, an denen würde man am liebsten alles hinschmeißen. Wenn Posts, an den man Stunden saß, nicht kommentiert werden. Wenn einem der ganze Zeitaufwand einfach nicht mehr das Ganze wert erscheint, weil man sich nach jedem Buch ein, zwei Stunden hinsetzt und eine Rezension schreibt, täglich mindestens eine halbe Stunde bei anderen Blogs vorbeischaut und Kommentare hinterlässt, und dann wieder irgendwie kaum Rückmeldungen auf dem eigenen Blog erhält.
Vielleicht, weil man nicht so erfolgreich ist, so vernetzt, so talentiert. Vielleicht, weil das Bloggen nur eins von vielen Hobbys ist - und doch eins der Hobbys, die am meisten Zeit verschlingen.
Es gibt Tage, da sieht man sich seinen Blog an, und fragt sich, wofür man das eigentlich macht. Was die Welt ein kleiner Buchblog mehr oder weniger interessiert. Ob die anfängliche Euphorie nicht längst verfolgen, das, weswegen man angefangen hat, nicht längst Vergangenheit ist.

Und dann gibt es Tage, da öffnet man Blogger und findet lauter liebe Kommentare unter seinen Posts. Worte, die einen unwillkürlich lächeln lassen, egal, wie viele es sind. Denkanstöße, einfache Rückmeldungen. Dann gibt es Menschen, die man sonst vielleicht nie kennengelernt hat, aber die man trotzdem irgendwie liebgewonnen hat. Menschen, die die eigene Leidenschaft teilen, mit denen man diskutieren kann, scherzen, sich einfach austauschen, ohne sich je gesehen zu haben. Und Menschen, die man auch im echten Leben kennenlernt oder kennenlernen will.
Es gibt Tage, da liebt man dieses Hobby über alles, liebt die Community, das Schreiben, die anderen Blogger.

Aber ist es nicht mit jedem Hobby so, dieses Auf und Ab? Die Momente, an denen man es am liebsten aufgeben würde, und die, die einen wieder dafür brennen lassen?

Schreiben vergleiche ich immer gerne mit einem Auf und Ab zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Ich habe bisher keine Tätigkeit gefunden, bei der man ähnlich starken Stimmungsschwankungen unterliegt, von dem Glauben daran, dass das, was man aufs Papier bringt, wirklich Potenzial hat, bis zur absoluten Verzweiflung, weil man gefühlt nicht voran kommt und das alles der allerletzte Mist ist, der je geschrieben wurde. Von Momenten, in denen man am liebsten den ganzen Tag schreiben würde und sich sicher ist, dass man irgendwann veröffentlicht wird, hin zu denen, in denen man einfach aufhören würde, weil man es einfach nicht kann und die Scheiße die ganze Arbeit nicht wert ist.
Und ich glaube, ein bisschen ist das bei jedem Hobby so. Beim Bloggen. Beim Schreiben. Beim Tanzen.

Rückschläge und Momente, in denen man irgendwie nicht weiterkommt, passieren immer und sie haben zudem die nervige Angewohnheit, dass sie gerne im Rudel auftreten. Und dann passiert es schnell, dass all die Dinge, weshalb man dieses Hobby überhaupt ausübt, in den Hintergrund treten und man darüber nachdenkt, es aufzugeben. Manche Hobbys haben irgendwann vielleicht auch ihre Schuldigkeit getan, passen nicht mehr zu einem oder haben ihre Leidenschaft verloren. Für andere aber lohnt es sich zu kämpfen.
Die Zähne zusammenzubeißen und einfach weiterzumachen. Einen neuen Post zu schreiben, selbst wenn keiner ihn kommentiert. Die nächsten Seiten zu überarbeiten, selbst wenn ich das in zwei Wochen wieder umschreiben muss. Weiterzutrainieren, selbst wenn man das Gefühl hat, kein bisschen besser zu werden. Weiterzumachen.

Und wenn man weitermacht, wird man irgendwann feststellen, dass diese Momente vorbeigehen. Dass man die Leidenschaft wieder spürt, voller Motivation ist und sich am liebsten Tag und Nacht diesem Hobby widmen würde. Dass man sich fragt, wie man je hat daran zweifeln können. Wenn man alles daran liebt - die Kommentare, die anderen Blogger. Die eigene Welt, die eigenen Charaktere. Die Eleganz, die fließenden Bewegungen.

Das Ding mit Hobbys ist, sie haben ihre Schattenseiten. Sie machen nicht immer nur Spaß. Aber diese Momente wechseln sich ab, und es ist wichtig, sich in den schlechten auch an die guten zu erinnern. Und einfach weiterzumachen. Denn das zeichnet wahre Leidenschaft aus: Weiterzumachen, auch wenn es gerade nicht so viel Spaß macht, auch wenn man gerade Rückschläge erleidet. Denn letztendlich erreicht man so mehr, weil man sich weiterentwickelt. Und kommt dann irgendwann zu Erfolgserlebnissen, die all die Mühen wieder rechtfertigen.

Eure Dana

Sonntag, 27. August 2017

Bookish Sunday #29 - Buch unter 100 Seiten


Diese Woche bin ich wieder bei Ines' Aktion dabei. Die heutige Frage:

Hast du ein Buch unter 100 Seiten im Regal? Würdest du sowas lesen?

Yep und offensichtlich schon. Genaugenommen habe ich erst letztens zwei Klassiker mit unter 100 Seiten gelesen, was einem bei dem Genre insofern zugute kommt, als dass man nicht so ewig daran liest. Genaugenommen waren es "Die Verwandlung" von Franz Kafka und "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann, die ich hier besprochen habe.
Außerdem keine 100 Seiten hat "Le Petit Prince", zu deutsch "Der kleine Prinz", von Antoine de Saint-Exupéry, das ich vor zwei Jahren gelesen habe (hier mein Eindruck), wobei das ein Kinderbuch ist und die bekanntlich generell nicht so viele Seiten haben.

Ich muss allerdings sagen, während das bei Klassikern oder Kinderbüchern ganz angenehm ist, ziehe ich bei Fantasy oder Contemporary eine höhere Seitenzahl vor, allein, weil eine geringere Seitenzahl doch Entwicklung und die Ausarbeitung von Tiefe stark hemmt. Soll heißen: Auf wenig Seiten eine gelungene und tiefgründige Geschichte zu schreiben erfordert schon ein gewisses Können, jedenfalls bei solchen Genres.

Wie seht ihr das?

Ich wünsche euch noch ein schönes Restwochenende! ♥
Eure Dana

Mittwoch, 23. August 2017

Die Verwandlung [und] Der Sandmann


Die Verwandlung  (Franz Kafka)


Ich habe mich wirklich bemüht, offen an das Buch heranzugehen, ohne eine abgeneigte Grundeinstellung. Nichtsdestotrotz blieb mein Haupteindruck am Ende: Verstörend.

Ein junger Mann, der eines Morgens als Käfer aufwacht, jedoch kein bisschen in Panik gerät, sondern das mit einem Gleichmut hinnimmt, ja, sogar plant, sein Leben wie gewohnt fortzusetzen, jedoch zunehmend in seinem neuen Dasein hinvegetiert - verstoßen, wenn auch noch verpflegt von seiner Familie. Verstörend? Definitiv.
Zumal die Erzählung auch mit keiner Moral, keinem Drama in dem Sinne aufwartet. Und damit dem/ der Leser*in vollkommen selbst überlässt, was er/ sie daraus macht. Und Interpretationen gibt es ja genug, von Offenlegung menschlicher Abgründe hin zur Enttarnung des Widerspruchs innerer Sehnsüchte, während der Schreibstil fast distanziert lediglich die Begebenheiten wiedergibt, ohne wirklich zu werten.
Was den Schreibstil anging, so empfand ich ihn, trotz der altmodischen Züge (das Buch wurde schließlich 1912 verfasst), als recht einfach zu lesen, zumindest bin ich flüssig durchgekommen und nirgends dran gestolpert. Überhaupt bekommt man das Buch - auch dank der dünnen Seitenzahl, die bei meiner Ausgabe etwa 90 Seiten umfasst - ziemlich schnell durch, was es einfacher macht, diesen Klassiker auch mal zwischendurch zu lesen.

Im Endeffekt hätte ich es mir, beruhend auf die Entsetzensschreie, die man beim Namen Kafka meist hört, weitaus schlimmer vorgestellt, auch wenn die Geschichte selbst durchaus verstörend anmutet.


Der Sandmann  (E.T.A. Hoffmann)


Für alle, die den Inhalt nicht kennen: Der junge Student Nathanael glaubt in einem Kaufmann Coppelius wiederzuerkennen, der früher öfter bei ihm zuhause zu Besuch war, den Kindern dort die Freude verdarb und der für den jungen Nathanael die Figur des grausamen Sandmanns aus dem Ammenmärchen verkörperte, der Kinder die Augen nimmt. Nathanael sieht sich zunehmend verfolgt und einem dunklen Wahn ausgesetzt, von dem ihn auch seine Verlobte Clara nicht zur Räson bringen kann.

Als Werk der Romantik lebt dieses 1816 erstmals erschienene "Schauermärchen" von den dunklen Seiten, dem Unheimlichen, dem Unterbewusstsein, dem Hang zur Unwirklichkeit. Somit ist man sich auch als Leser*in nie hundertprozentig sicher, was Nathanaels Einbildung entspringt und was nicht, zumal die letztendliche Deutung offen gelassen wird. Das Buch wird seiner Beschreibung als "Schauermärchen" auch durchaus gerecht, die Figur des Coppelius bzw. die des Kaufmanns ist definitiv unheimlich und düster, ebenso wie die Vorgänge.
Auch der Wahn, in dem sich Nathanael zunehmend verliert, vertieft dieses Düstere. Es macht ihn nicht unbedingt sympathischer oder seine Handlungen nachvollziehbarer, aber darum geht es schließlich auch gar nicht. Das Ganze mag so auch zwischendurch verstörend anmuten, aber je nach Interpretation kann man das auf dunkle Mächte schieben, oder rational als Einbildung und Wahnsinn sehen.

Mit den zirka 45 Seiten ist auch dies ein Klassiker, den man recht schnell durch hat und daher auch mal eben lesen kann. Allerdings ist die Sprache weitaus komplizierter. Verschachtelte Sätze, sehr bildreiche Sprache, Metaphern, überaus poetische Vergleiche und das alles in dem altmodischen Stil macht es schwer, das Buch zu verstehen, sodass man recht langsam und teilweise Sätze auch mehr als einmal lesen muss. Zwischendurch spricht der Erzähler einen fast direkt an und legt alternative Anfänge dar, die er statt dreier Briefe hätte wählen können, und impliziert dabei, dass es sich um eine echte Geschichte handle. Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt, erwartet einen eine düstere und unheimliche Story voller Wahnsinn zwischen Einbildung und Wirklichkeit.

Montag, 21. August 2017

Der Juni im Zeichen von Rick Riordan

Hallo ihr Lieben,

heute blicke ich mal auf meinen Juni zurück.

Privat liefen da vor allem Sachen wie Abiball und Abschlussparty sowie Abistreich ab. Und auf einmal liegen 12 Jahre Schule wirklich hinter einem und man ist nicht länger Schüler*in. Was immer noch ziemlich unglaublich ist, genauso wie die Tatsache, dass man jetzt wirklich das Abitur hat, dass sich das ganze Lernen gelohnt hat und dass das nun hinter einem liegt (also, bis es an der Uni weiter geht :D). Ziemlich merkwürdig.

Da ich jetzt auch Zeit hatte, habe ich gleich mal 11 Bücher gelesen, davon zehn auf Englisch und sechs ReReads. Wobei das definitiv ein Rick-Riordan-Monat war, und dessen fesselnder Schreibstil an der Menge der Bücher nicht unbeteiligt sein dürfte. 
Und letztendlich waren es alles Highlights, für die ich alle eine Leseempfehlung ausspreche.


Zu Beginn habe ich erstmal die Percy Jackson-Reihe re-readet, um mir wieder die Details in den Kopf zu rufen. Diese Reihe bedarf, glaube ich, keine weiteren Erläuterungen, falls doch, verweise ich hier auf meine spoilerfreie Schwärmerei Reihenvorstellung.
Actionreiche Handlung, individuelle, vielschichtige Charaktere, Percy selbst, den man einfach lieben muss, die Einwebung der griechischen Mythen, die einem quasi nebenbei erklärt werden und der immer mitschwingende Sarkasmus ... einfach eine tolle Reihe! ♥

Im Anschluss habe ich gleich mit der The Heroes of Olympus-Reihe weitergemacht - endlich habe ich es geschafft, sie zu lesen!
Obwohl ich Angst hatte, da Spin Off könnte das Original kaputtmachen, schlechter sein oder so, wurde ich hier voll und ganz überrascht, denn das Spin Off kann das Niveau absolut halten und riss mich daher genauso mit wie die Vorgänger.
Am Ende muss ich wehmütig Abschied nehmen - hier findet ihr meine Vorstellung dieser Reihe.
Tja, einsam und allein, und hier jetzt irgendwie nicht so ganz reinpassend habe ich noch Red Rising von Pierce Brown re-readet, um anschließend die beiden Fortsetzungen zu lesen - die ihr dann im Juli-Rückblick findet.
Was soll ich sagen, das Buch ist der Auftakt zu einer tollen Science Fiction-Trilogie mit einem vielschichtigen Helden mit Ecken und Kanten, einer fesselnden, spannenden und actionreichen Handlung, einem mehr als faszinierenden Setting und der Frage nach Moral und Gerechtigkeit. Ein mitreißender erster Band, der durch die beiden Fortsetzungen noch übertroffen wird. Hier findet ihr meine Rezension zum ersten Band.


Ich wünsche euch noch einen schönen Tag! ♥

Eure Dana

Samstag, 19. August 2017

[Rezension] Partials - Ruinen



Autor: Dan Wells
Übersetzer: Jürgen Langowski
amerik. Originaltitel: Ruins (2014)
Verlag: ivi
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 13.04.2015
ISBN: 978-3-492-70284-3
Gebunden mit Schutzumschlag; 19,99€


Partials-Trilogie:

! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !


Donnerstag, 17. August 2017

Einblick in meine Klassiker-Wunschliste

Hallo ihr Lieben,

in diesem Post habe ich darüber geredet, dass ich mehr Klassiker lesen möchte. Da ich gefragte wurde, möchte ich euch heute auch ein paar Bücher vorstellen, die sich auf der ominösen Klassiker-Wunschliste, von der ich gesprochen habe, befinden.
Vielleicht habt ihr ja auch schon Bücher davon gelesen oder wollt sie noch lesen, lasst mir also gerne eure Gedanken zu den Büchern da ... Vielleicht motiviert mich das ja. ^^


Stolz und Vorurteil / Pride and Prejudice (Jane Austen)

Dieses Buch will ich schon eeewig lesen. Einfach, weil es gefühlt der Klassiker ist, auf den es im Contemporary-/Fantasy-Bereich die meisten Anspielungen gibt, und der, der gemeinhin sogar meist gemocht wird. Allerdings habe ich mir parallel zu diesem Vorhaben in den Kopf gesetzt, englischsprachige Bücher bevorzugt im Original zu lesen, und da das Englisch von "Pride and Prejudice" als nicht sonderlich einfach gilt, schleiche ich noch so ein bisschen darum herum. Andererseits - Shakespeare habe ich schließlich auch überlebt. ^^

Eine Weihnachtsgeschichte / A Christmas Carol (Charles Dickens)

Hier gibt es so viele Verfilmungen und Adaptionen, und mich würde einfach mal das Original interessieren.

Die unendliche Geschichte (Michael Ende)

Das ist so ein Buch, das von vielen Bloggern immer wieder als Lieblingsbuch oder ein Buch, das das ihnen viel bedeutet/ sie beeinflusst hat, genannt wird. Und das ich irgendwie noch nicht gelesen habe. Das Buch zählt auch eher zu den neueren Klassikern und spricht einen ja schon von der Thematik so als Buchliebhaber an.

Die Leiden des jungen Werther (Johann Wolfgang von Goethe)

Ja, ich habe mir in den Kopf gesetzt, freiwillig Goethe zu lesen. xD Eine Freundin von mir mochte dieses Buch aber ganz gerne, zudem ist die Diskussion um den Werther-Effekt gerade mit der Verfilmung von "Tote Mädchen lügen nicht" bekanntermaßen wieder aufgekommen und der Inhalt fasziniert mich auch irgendwie.

Nussknacker und Mäusekönig (E.T.A. Hoffmann)

Ich habe letztens "Der Sandmann" von dem Autor gelesen (Meinung folgt) und das offensichtlich überlebt. xD Dieses Buch spricht mich als jemand, der selbst tanzt, auch als Vorlage für das bekannte Ballett (und den Barbie-Film xD) an, und ich bin gespannt darauf, wie die Geschichte sich im Original verhält.

Das Parfüm (Patrick Süskind)

Auch eins der bekanntesten Klassiker, und mich fasziniert diese düstere Thematik, dieses psychopathische.

Das Bildnis des Dorian Gray / The Picture of Dorian Gray (Oscar Wilde)

Klingt auch vom Inhalt ganz interessant. ^^


Welche davon kennt ihr? Welche habt ihr gelesen und wie fandet ihr sie? Welche wollte ihr noch lesen? Und welche Klassiker könnt ihr generell empfehlen?

Eure Dana

Dienstag, 15. August 2017

Rückblick über den Mai 2017

Hallo ihr da draußen,

ich habs dann auch endlich mal geschafft, meinen Rückblick für den Mai zu schreiben. (Ist ja auch quasi erst vor kurzem passiert. xD)

Im Mai fand die Endphase meines Abis statt, unter anderem hatte ich da meine mündliche Prüfung. Obwohl ich relativ viel zuhause war, habe ich nur prokrastiniert. Irgendwann hatte ich immer den Druck im Hinterkopf, lernen zu müssen, weshalb ich es nicht geschafft habe, mich groß auf ein Buch oder das Schreiben zu konzentrieren. Da ich mich aber auch nicht zum Lernen aufraffen konnte, habe ich vor allem prokrastiniert - fragt mich auch nicht, was ich mit all der Zeit gemacht habe. Ich weiß es nicht. :D

Gelesen habe ich fünf Bücher, davon drei Re-Reads und vier Highlights, also ein sehr gelungener Monat. ^^


Es war einmal Aleppo von Jennifer Benkau ist eins der Highlights und ein Buch, das ich jedem ans Herzen legen kann. Es thematisiert auf authentische und emotional mitreißende Weise die Flüchtlingskrise und Vorurteile sowie Fremdenfeindlichkeit - auch bei Menschen, bei denen man es normalerweise nicht erwarten würde, wie hier der eigenen Familie. Hier kommt ihr zu meiner Buchvorstellung.
Für dich soll's tausend Tode regnen von Anna Pfeffer (hier findet ihr meine Rezension) habe ich nach meiner letzten schriftlichen Prüfung gelesen und bekommen, was ich erwartet habe: ein unterhaltsames, kurzweiliges, witziges Buch für Zwischendurch mit einer skurrilen Idee und einer süßen Liebesgeschichte. Getrübt wurde das nur dadurch, dass die Charaktere doch recht stereotypisch sind.


Nachdem ich mein Abi dann endlich hinter mir hatte, bin ich eine vertraute Welt eingetaucht: Die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, auch weil ich sie zum vermutlich vierzehnten Mal gelesen habe, und sie zu lesen, war wie nach Hause kommen. Nach Hause zu den vertrauten, lieb gewonnen Charakteren, der Handlung und vor allem dem humorvollen Schreibstil, der mich immer wieder zum Grinsen bringt. Meine Geschichte mit der Trilogie und wieso ich sie eigentlich gefühlt dauernd lese findet ihr hier
Von daher: Immer wieder ein Highlight!


So, das war mein Mai. Ich gebe mir wirklich Mühe, weiter absolut unpünktlich mit meinen Rückblicken zu bleiben - ich gelobe auch mal keine Besserung, ich kenn mich ja. :D

Liebe Grüße, Dana ♥

Sonntag, 13. August 2017

Bookish Sunday #28 - Bad Boy oder Good Guy?


Einen wunderschönen guten Abend, :D

Ines' Frage für diese Woche:

Magst du eher die Bad Boys oder Good Guys?

Ha, endlich mal eine Frage, die mir leichtfällt. :D
Bad Boys. Aber nicht die Sorte, die Mädchen wie den letzten Dreck behandelt und richtig mies mit ihnen umgeht, aus irgendeinem fadenscheinigen, vorgeschobenen Grund.
Gute Bad Boys (also gut bezogen auf die Konstruktion :D) sind einfach ziemlich vielschichtige und tiefgründige Charaktere. Vielleicht fasziniert mich daran vor allem dieses Konstrukt harte Schale - weicher Kern, wenn die (und: dasselbe gilt im Übrigen auch allgemein für Bad Girls etc., das ist bei mir nicht geschlechtsspezifisch) eigentlich nur abweisend sind, um sich selbst zu schützen/ ihre eigene Unsicherheit zu verbergen, weil das in der Realität manchmal ähnlich ist.
Generell verbirgt sich bei allen Menschen ziemlich viel hinter der Oberfläche, was man so nicht sieht, und diese Tiefe ist bei guten Bad Boys/ Girls/ whatever, wenn sie gut konstruiert sind, ziemlich ausgeprägt. Wenn sie gut konstruiert haben, haben sie auch nachvollziehbare Gründe für ihren Charakter, und daher interessiert mich auch, was die sind.
Und: Kein Mensch ist einfach nur böse oder schlecht, und viele Bad Boys befinden sich in dieser Grauzone zu dem, was wir als moralisch verwerflich empfinden. Was ein bisschen hinterfragt, was sich noch rechtfertigen lässt und was nicht mehr. Warum Menschen manche Dinge tun. Und ob sie diese gleich zu einem schlechten Menschen machen. Und ob sich Menschen ändern können (was ja nicht zwingend durch die magische Gabe mancher unscheinbarer Mauerblümchen geschehen muss).

Das ist der Hauptgrund, dieses Prinzip der Maske und der Tiefe, die dahinter liegt. Ich gebe zu, ein bisschen fasziniert mich auch dieses Düstere, was aber für Protagonistinnen genauso gilt. 

Aber: Ich mag keine Bad Boys, die Mädchen mobben, sie verletzen oder ähnliches. Es gibt Grenzen. Herablassende Arroganz ist eine Sache. Jemandem gezielt wirklich wehtun eine andere.

So, das war mein Versuch, das möglichst kurz zu fassen. ^^

Ich wünsche euch noch einen schönen Restabend! ♥
Eure Dana

Freitag, 11. August 2017

Die wundersame Welt der Klassiker

Irgendwie wird einem von Anfang ein negatives Bild von Klassikern vermittelt: Altmodisches Zeug, das schwer zu verstehen ist, einerseits wegen des verstaubten Schreibstils, gerne auch voller sprachlicher Bilder, und dann wegen der verworrenen Handlung mit zig Deutungsansätzen - in einem Wort: sterbenslangweilig.
Und wenn man diese negative Grundhaltung beibehält, dann halten Klassiker das auch. Und dann quält man sich zwangsläufig dadurch.

Ich war in der Schule jemand, den die Aussicht, ein Buch zu lesen, immer ein bisschen gefreut hat, einfach, weil ich gerne lese. (Say what, das habt ihr jetzt bestimmt nicht gedacht, da ihr euch doch schließlich auf einem Bücherblog befindet ...) Trotzdem verfügte ich auch irgendwie über so eine negative Grundeinhaltung, was in der Mischung dazu führte, dass mir die meisten Klassiker ziemlich gleich blieben. Ich konnte mich darüber aufregen, ich konnte positive Aspekte darin erkennen, aber letztendlich musste ich sie vor allem lesen, und das stand immer im Vordergrund.
Von daher denke ich, dass es allein schon einen Unterschied macht, wenn man einen Klassiker freiwillig liest, jenseits irgendwelcher schulischer Ansprüche.

Und ich glaube, man muss sich auf Klassiker einlassen. Denn ja, Klassiker haben eine altmodische Sprache und müssen immer aus ihrer Zeit heraus betrachtet werden - was aber wiederum historisch gesehen faszinierend ist. Schließlich schrieben die Autoren sie damals wohl kaum mit der Intention, die Schüler der Zukunft zu quälen. 
Und ja, Klassiker sind selten reine Unterhaltungsliteratur. Aber Sprache und Konstruktion auch einfach mal als Kunst zu akzeptieren und sogar anzuerkennen hilft da ungemein. Und mit Kunst ist das generell so eine Sache. Entweder man sagt, dass es totaler Schwachsinn ist. Oder man sieht dahinter, lässt sich darauf ein, erkennt das Konzept an.

Ich habe mir vorgenommen, mehr Klassiker lesen zu wollen, und mir zu diesem Zweck auch einfach mal eine Klassiker-Wunschliste erstellt. Und ich gebe zu, ein Teil der Motivation besteht auch darin, mitreden zu können, Anspielungen zu verstehen und auch einfach sagen zu können, dass man das gelesen hat.
Auf der anderen Seite hoffe ich aber auch, einfach mal überrascht zu werde, wenn ich mich darauf einlasse, vielleicht auch einige faszinierende oder sogar mitreißende Geschichten zu entdecken. Denn selbst wenn Bücher altmodisch sind, sind es schließlich immer noch Geschichten, und wenn man gesellschaftliche Normen auch in ihrem historischen Kontext sieht, verlieren Geschichten schließlich nicht ihre Magie, ihre Geltung.

Was ich damit also sagen möchte: In Zukunft werde ich vielleicht immer mal auch mal Meinungen zu Klassikern posten. Und mich im Vorfeld bemühen, ganz offen an die Bücher heranzugehen.

Wie steht ihr zu Klassikern?

Eure Dana

Mittwoch, 9. August 2017

[Rezension] Wo das Dunkel schläft


Geschichten dehnen sich in alle Richtungen aus. Es war einmal ein Mädchen, das sehr gut darin war, die Zeit zu manipulieren. Schritt zur Seite: Es war einmal die Tochter eines Mädchens, das sehr gut darin war, die Zeit zu manipulieren. Sprung zurück: Es war einmal eine Königstochter, die sehr gut darin war, die Zeit zu manipulieren. 
Anfänge und Enden so weit das Auge reichte. (Seite 12) 



Autor: Maggie Stiefvater
Übersetzer: Sandra Knuffinke & Jessika Komina
amerik. Originaltitel: The Raven King (2016)
Verlag: script5
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
ISBN: 978-3-7855-8331-9
Gebunden mit Schutzumschlag; 19,95€


Tetralogie:


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !


Sonntag, 6. August 2017

Bookish Sunday #27 - Coverwechsel und Reihen, die nicht weiter übersetzt werden


Hallo ihr da draußen!

Obwohl ich noch so viele Postideen habe, kriege ich momentan außer dem Bookish Sunday und Rezensionen irgendwie nichts auf die Reihe. :D Und das trotz massig Freizeit. Dafür les ich wieder mehr und ein aktives Sozialleben ist schließlich auch ganz nett. ^^

Heute gibt es wieder zwei Fragen von Ines:


Hast du schon mal eine Reihe begonnen, die nicht weiter übersetzt wird?

Eine? Das ist mir schon öfter passiert. Und ich krieg jedesmal eine Krise, wenn ich das herausfinde. Klar, ist blöd, wenn die Verkaufszahlen nicht so sind, wie der Verlag sich das vorgestellt hat, aber irgendwie ist man es den Lesern doch auch schuldig, dass die erfahren, wie es weitergeht ... 

Bei "Anna im blutroten Kleid" (Kendare Blake) kann ich es bis heute nicht nachvollziehen, dass der zweite Teil nicht übersetzt wird, weil die Meinungen größenteils sehr positiv ausgefallen sind und das Ganze - soweit ich das jetzt mitbekommen habe - sogar verfilmt werden soll/ wurde. Da ich das Buch damals wirklich mochte, werde ich die Dilogie wohl nochmal auf Englisch lesen.
Selbiges gilt für "Half Bad" von Sally Green, wo ich ebenfalls auf Englisch umschwenken werde und was ebenfalls verfilmt werden soll. Gerüchten zufolge lag hier das Problem daran, dass die Reihe zu brutal für einen Kinderbuchverlag (cbj) geworden ist.
Auch "Das Mädchen, das Geschichten fängt" (Victoria Schwab) scheint nicht weiter übersetzt zu werden, sodass ich wohl auch das auf Englisch lesen muss.
Eine Reihe, bei der ich das auch schon durchgezogen habe, ist "Cold Fury" (T.M. Goeglein). Nachdem ich den ersten Band gelesen habe und erfahren habe, dass die Trilogie nicht weiter übersetzt wird, habe ich sie auf Englisch gelesen, was definitiv kein Fehler war, denn ich fand sie ziemlich gut.

"Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" (Kady Cross) scheint auch nicht weiter übersetzt zu werden, jedenfalls ist der zweite Teil 2013 erschienen, seitdem kommt nichts mehr, obwohl der dritte Teil im Original 2013 und der vierte 2014 erschienen ist. Da ich den ersten Band jetzt aber auch nicht so umwerfend fand, werde ich die Reihe wohl auch nicht weiter verfolgen.
Auch "Dance of Shadows" (Yelena Black) scheint nicht weiter übersetzt zu werden, aber da ich den ersten Teil eh nicht wirklich mochte, stört mich das hier nicht weiter.
"Slide" (Jill Hathaway) scheint auch nicht weiter übersetzt zu werden, da der erste Teil aber auch als Einzelband stehen kann, lasse ich das mal so.

Nervig ist aber auch, wenn man sich ein Buch kauft und dann feststellt, dass die Reihe nicht weiter übersetzt wird - woraufhin man augenblicklich keine Lust mehr darauf hat, das Buch zu lesen. Das war bei mir bei "Die Jäger der Nacht" (Andrew Fukuda) der Fall, was den Lesespaß erheblich getrübt hat, und ist bei "Boy Noboy" (Allen Zadoff) der Fall. Letzteres mutiert aus genau diesem Grund zunehmend zu einer SuB-Leiche, weil ich einfach keine Lust hab, ein Buch anzufangen, wenn der dritte Teil eh nicht mehr übersetzt wird, selbst wenn ich, sollte es gut sein, auf Englisch umsteigen könnte.

Zu einigen der erwähnten Bücher und dem Thema generell habe ich hier auch mal einen Post geschrieben.


Was hältst du von Coverwechseln?

Als jemand, der den ästhetischen Anblick von Büchern im Regal liebt - nervig. Wobei ich davon bisher glücklicherweise noch nicht direkt betroffen war.
Schlimmer finde ich allerdings Formatwechsel, da habe ich mich hier mal drüber ausgelassen. Wenn Verlage mitten in der Reihe die Fortsetzungen nicht mehr als Hardcover, sondern nur noch als Taschenbuch rausgeben, sieht das im Regal irgendwie blöd aus. Was natürlich ein sehr oberflächlicher Aspekt ist, der mich aber trotzdem dazu bewegt "Unsterblich" (Julie Kagawa) und "Angelfall" (Susan Ee) wohl auf Englisch weiterzulesen - wie ich es bei "Throne of Glass" (Sarah J. Maas) schon getan habe.
Wie ich das bei "Die Insel der besonderen Kinder" (Ransom Riggs) mache, weiß ich noch nicht, vielleicht les ich da den dritten Teil wohl oder übel als Taschenbuch.


Heute ein sehr ausführlicher Post, aufgrund des frustrierenden Themas. :D Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und wie steht ihr dazu?

Eure Dana ♥

Donnerstag, 3. August 2017

[Rezension] Rache und Rosenblüte



Autor: Renée Ahdieh
Übersetzer: Martina M. Oepping
amerik. Originaltitel: The Rose and the Dagger (2016)
Verlag: one
Seiten: 432
Erscheinungsdatum: 16.03.2017
ISBN: 978-3-8466-0040-5
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,00€


Dilogie:
  • Zorn und Morgenröte [Rezension]
  • Rache und Rosenblüte


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !

Dienstag, 1. August 2017

[Rezension] Die Feenjägerin - Das verbotene Königreich


„Deine Narben sind keine Makel [...]. Sie machen dich nicht unvollkommen. Sie sind wie Geschichten, die in deine Haut geritzt werden. " (Seite 210)
Die Wahrheit ist niemals so schön wie eine Lüge. Sie ist niemals so anziehend. Sie ist wie ein Schwert, das in die Eingeweide dringt, und sie erinnert uns daran, dass manche Menschen nicht das sind, was wir glauben. (Seite 357)


Autor: Elizabeth May
Übersetzer: Sonja Rebernik-Heidegger
engl. Originaltitel: The Vanishing Throne (2015)
Verlag: Heyne
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 14.11.2016
ISBN: 978-3-453-31736-9
Taschenbuch; 14,99€


Trilogie:
  • Die Feenjägerin  [Rezension]
  • Die Feenjägerin - Das verbotene Königreich
  • engl.: The Fallen Kingdom


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !