Sonntag, 13. August 2017

Bookish Sunday #28 - Bad Boy oder Good Guy?


Einen wunderschönen guten Abend, :D

Ines' Frage für diese Woche:

Magst du eher die Bad Boys oder Good Guys?

Ha, endlich mal eine Frage, die mir leichtfällt. :D
Bad Boys. Aber nicht die Sorte, die Mädchen wie den letzten Dreck behandelt und richtig mies mit ihnen umgeht, aus irgendeinem fadenscheinigen, vorgeschobenen Grund.
Gute Bad Boys (also gut bezogen auf die Konstruktion :D) sind einfach ziemlich vielschichtige und tiefgründige Charaktere. Vielleicht fasziniert mich daran vor allem dieses Konstrukt harte Schale - weicher Kern, wenn die (und: dasselbe gilt im Übrigen auch allgemein für Bad Girls etc., das ist bei mir nicht geschlechtsspezifisch) eigentlich nur abweisend sind, um sich selbst zu schützen/ ihre eigene Unsicherheit zu verbergen, weil das in der Realität manchmal ähnlich ist.
Generell verbirgt sich bei allen Menschen ziemlich viel hinter der Oberfläche, was man so nicht sieht, und diese Tiefe ist bei guten Bad Boys/ Girls/ whatever, wenn sie gut konstruiert sind, ziemlich ausgeprägt. Wenn sie gut konstruiert haben, haben sie auch nachvollziehbare Gründe für ihren Charakter, und daher interessiert mich auch, was die sind.
Und: Kein Mensch ist einfach nur böse oder schlecht, und viele Bad Boys befinden sich in dieser Grauzone zu dem, was wir als moralisch verwerflich empfinden. Was ein bisschen hinterfragt, was sich noch rechtfertigen lässt und was nicht mehr. Warum Menschen manche Dinge tun. Und ob sie diese gleich zu einem schlechten Menschen machen. Und ob sich Menschen ändern können (was ja nicht zwingend durch die magische Gabe mancher unscheinbarer Mauerblümchen geschehen muss).

Das ist der Hauptgrund, dieses Prinzip der Maske und der Tiefe, die dahinter liegt. Ich gebe zu, ein bisschen fasziniert mich auch dieses Düstere, was aber für Protagonistinnen genauso gilt. 

Aber: Ich mag keine Bad Boys, die Mädchen mobben, sie verletzen oder ähnliches. Es gibt Grenzen. Herablassende Arroganz ist eine Sache. Jemandem gezielt wirklich wehtun eine andere.

So, das war mein Versuch, das möglichst kurz zu fassen. ^^

Ich wünsche euch noch einen schönen Restabend! ♥
Eure Dana

4 Kommentare

  1. Hallo liebe Dana,

    hach ich liebe ja mittlerweile deine Beiträge zu dieser Aktion :D und es ist wieder ein Thema, wo ich dir absolut zustimmen kann.

    Ich mag auch eher die Bad Boys, aber auch die Spezies, die niemanden fertig machen, sondern die, die vielleicht kaltherzig erscheinen, aber tief im Inneren einen weichen Kern haben. Denn das ist, genau wie du sagst, ja auch in der Gesellschaft nicht unüblich.

    Ein schöner Beitrag :)

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag.
    Cata

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    1. Huhu liebe Cata,

      das freut mich. :D

      Eben. Vielleicht macht es gerade das so interessant: Dass diese Bad Boys eine verstärkte Reflexion aller Menschen sind. Niemand ist zu hundert Prozent nur so, wie er nach außen wirkt.

      Dankeschön. :)

      Ich wünsche dir auch noch einen schönen Sonntag! ♥

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  2. Ich weiß genau, was du meinst, und kann diese Faszination verstehen. Diese Figuren sind wenigstens vielschichtig und interessant und es macht Spaß, im Laufe des Buches mehr über sie herauszufinden und zu entdecken, was hinter der Fassade steckt.
    Und über diese Bad Boys, die Mädchen wie Dreck behandeln (und trotzdem von ihnen angehimmelt werden!) müssen wir gar nicht erst reden. Die sind furchtbar und ich hasse es, wenn die so idealisiert werden.
    Aber langsam finde ich manchmal auch den "guten Typ Bad Boy" ausgerutscht, weil ich das Gefühl habe, es werden kaum noch Jugendbücher geschrieben, in denen die männliche Hauptfigur nicht irgendeine dramatische Vergangenheit hat, die es zu erkunden gilt. Ich meine, gibt es denn keine glücklichen Menschen ohne traumatischen Erfahrungen auf der Welt :D?
    Deshalb würde ich sagen, dass ich manchmal die Good Guys lieber mag, weil ich die so angenehm und mittlerweile sogar abwechslungsreicher finde.

    Liebe Grüße :)
    Charlie

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    1. Eben. Ich mag generell tiefgründige Charaktere sehr gerne, und finde insbesondere gut ausgearbeitete Antagonisten total faszinierend, weil es einfach um menschliche Abgründe geht- und darum, dass das auch Menschen sind, theoretisch also jeder zu solchen Verbrechen fähig ist. Woraus die Frage resultiert, was einen Menschen dazu befähigt.
      Und wenn sich ein Bad Boy dann auf der Grenze zwischen - und ich pauschalisier das mal stark - "gut" und "böse" befindet, sich quasi entscheiden muss, dann entsteht hier die Faszination mit darin, was Menschlichkeit ausmacht, was tolerierbar ist, was entschuldbar und was eben nicht. Wodurch manche Charaktere eigentlich unheimlich viel Diskussionsstoff bieten.

      Ich meine, traumatische Erfahrungen haben ja den Vorteil, dass ebensolche abweisenden Handlungen damit erklärt werden können UND der Charakter eine weiche, verletzliche Seite erhält. Nur bin ich mittlerweile teilweise auch genervt davon, je nachdem, wie es umgesetzt wird.
      Aber gerade im Contemporary-Bereich wird das teilweise auch viel zu sehr dramatisiert. Und du hast Recht, wo sind denn bitte die Masse an Jungen ohne Traumata? ^^

      Liebe Grüße ^^

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