Sonntag, 28. Februar 2021

[Rezension] The Dark Descent of Elizabeth Frankenstein

"Death is never allowed to touch you." (S. 167)


Autorin: Kiersten White
Verlag: Delacorte Press
Seiten: ca. 290
Erscheinungstermin: 2018
ISBN: 978-0-525-57794-2
Gebunden mit Schutzumschlag


TW (Anklicken zum Öffnen):

graphische Darstellung von Gewalt, Mord, Tot, Verlust nahestehender Personen, Psychiatrie (stereotypisiert) (ohne Gewähr)



Inhalt:

Als Kind wurde Elizabeth von den Frankensteins aus der Armut gerettet, um die Gefährtin des ältesten Sohns Victor zu werden - und es hat seine Gründe, weswegen andere Kinder von ihm fernbleiben. Doch in ihrer Beziehung zu ihm sieht Elizabeth ihre einzige Chance auf ein gutes Leben. Nach außen stets das liebliche, lächelnde und wunderschöne Mädchen setzt sie alles daran, bei Victor zu bleiben - und so reist sie nach Ingolstadt, um ihn von seinem Studium zurückzuholen, unwissend, was er dort geschaffen hat ...

Sonntag, 21. Februar 2021

[Updatepost] Lesemarathon zum Winterende ~ Sonntag

 


Gemeinsam mit euch wollen Anna und ich auch heute wieder zusammen lesen und uns über Bücher austauschen - natürlich könnt ihr auch jederzeit noch später einsteigen, früher aufhören oder nur zwischendurch mitmachen. Wir freuen uns auf alle, die dabei sind!
 
 
~ Hier kommt ihr zu meinem Update-Post von Samstag. ~
 

Wie läuft der Lesemarathon ab?

  • Jede*r, der*die Lust hat, kann teilnehmen. Ihr könnt auch später einstiegen, früher aufhören, zwischendurch pausieren, Fragen nachholen, nur heute dabei sein, nur morgen ... Das Ganze soll locker und zwanglos sein, der Spaß am Lesen und am Austausch steht im Vordergrund!
  • Anna und ich werden alle zwei Stunden zwischen 10 und 22 Uhr eine Frage/Aufgabe posten. 
  • Ihr könnt auf eurem Blog einen eigenen Updatepost erstellen (hier, hier, hier und hier findet ihr meine vom letzten Mal, wo auch die der anderen Teilnehmer*innen verlinkt sind), in denen ihr diese dann beantwortet und generelle Updates postet, falls ihr möchtet. Den Link schickt ihr uns dann bitte, wir erstellen dann eine Teilnehmer*innenliste, damit ihr auch bei den anderen stöbern könnt. 
  • Ansonsten könnt ihr natürlich auch gerne nur in den Kommentaren teilnehmen und die Fragen/Antworten dort beantworten. ^^
  • Den Banner dürftet ihr natürlich gerne übernehmen!
  • Zwischen den Fragen/Aufgaben könnt ihr lesen, andere Blogs besuchen, quatschen, ganz viel kommentieren, die Weltherrschaft übernehmen ... Wie viel ihr tatsächlich lest, ist ganz euch überlassen. ^^ Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall zwischendurch für eine Klausur lernen müssen, aber hoffentlich auch ein bisschen zum Lesen kommen.

 

Teilnehmende:

 
Lea (in den Kommentaren) 


Fragen/ Aufgaben:


~ 10 Uhr ~
Eiskristall - Bei welchem Buch bist du vor Spannung wie erfroren gewesen?

~ 12 Uhr ~
Schneemann - Baue einen Schneemann aus Büchern.

~ 14 Uhr ~
Kuscheldecke - Lies 60 Minuten ohne Ablenkung. Wie viele Seiten hast du geschafft?  

~ 16 Uhr ~ 
Schneeballschlacht - Wenn die Protagonist*innen der letzten fünf Bücher, die du gelesen hast, eine Schneeballschlacht veranstalten würden, wie würde die aussehen? Wer würde die gewinnen?

~ 18 Uhr ~
Rundschal - Welche Geschichte kannst du immer und immer wieder lesen?

~ 20 Uhr ~  
Schlittschuhfahren - Welche Bücher sind zuletzt von der Buchhandlung in dein Regal geschlittert?

~ 22 Uhr ~
Es taut! - Der Lesemarathon ist vorbei. Wie viel konntest du lesen? Bist du zufrieden? Falls du sonst noch was schreiben möchtest, wäre hier der Platz dafür! :)

Samstag, 20. Februar 2021

[Updatepost] Lesemarathon zum Winterende ~ Samstag

 

 
Herzlich Willkommen zum zweiten Tag unseres Lesemarathons zum Winterende! ♥

Gemeinsam mit euch wollen Anna und ich heute und morgen zusammen lesen und uns über Bücher austauschen - natürlich könnt ihr auch jederzeit noch später einsteigen, früher aufhören oder nur zwischendurch mitmachen. Wir freuen uns auf alle, die dabei sind!
 

Wie läuft der Lesemarathon ab?

  • Jede*r, der*die Lust hat, kann teilnehmen. Ihr könnt auch später einstiegen, früher aufhören, zwischendurch pausieren, Fragen nachholen, nur heute dabei sein, nur morgen ... Das Ganze soll locker und zwanglos sein, der Spaß am Lesen und am Austausch steht im Vordergrund!
  • Anna und ich werden alle zwei Stunden zwischen 10 und 22 Uhr eine Frage/Aufgabe posten. 
  • Ihr könnt auf eurem Blog einen eigenen Updatepost erstellen (hier, hier, hier und hier findet ihr meine vom letzten Mal, wo auch die der anderen Teilnehmer*innen verlinkt sind), in denen ihr diese dann beantwortet und generelle Updates postet, falls ihr möchtet. Den Link schickt ihr uns dann bitte, wir erstellen dann eine Teilnehmer*innenliste, damit ihr auch bei den anderen stöbern könnt. 
  • Ansonsten könnt ihr natürlich auch gerne nur in den Kommentaren teilnehmen und die Fragen/Antworten dort beantworten. ^^
  • Den Banner dürftet ihr natürlich gerne übernehmen!
  • Zwischen den Fragen/Aufgaben könnt ihr lesen, andere Blogs besuchen, quatschen, ganz viel kommentieren, die Weltherrschaft übernehmen ... Wie viel ihr tatsächlich lest, ist ganz euch überlassen. ^^ Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall zwischendurch für eine Klausur lernen müssen, aber hoffentlich auch ein bisschen zum Lesen kommen.

 

Teilnehmende:

 
Lea (in den Kommentaren)


Fragen/ Aufgaben:


~ 10 Uhr ~
Es schneit! - Mit welchem Buch startest du, worum geht's, auf welcher Seite bist du und wie gefällt es dir bisher?

~ 12 Uhr ~
Schneeglitzern - Zeige uns dein funkelndstes Buch!

~ 14 Uhr ~
Heiße Schokolade - Was sind typische Wohlfühlbücher für kalte Abende, eingekuschelt in warme Decken, für dich?

~ 16 Uhr ~
Kuscheldecke - Lies 60 Minuten ohne Ablenkung. Wie viele Seiten hast du geschafft? 

~ 18 Uhr ~
Winterpoesie - Schreibe ein Akrostichon über dein aktuelles Buch, bei dem die Anfangsbuchstaben der Zeilen "Winterende" ergeben. (Ein Akrostichon ist ein Gedicht, das sich nicht zwangsläufig reimen muss, bei dem die ersten Buchstaben aber ein Wort ergeben - hier findest du eine kurze Erklärung.) 

~ 20 Uhr ~ 
Schlittenfahren - Mit welchem Charakter aus deiner aktuellen Lektüre würdest du gerne Schlitten fahren? 

~ 22 Uhr ~
Kaminofen - Für welche Buchreihe brennst du? 

Donnerstag, 18. Februar 2021

[Rezension] Girl, Serpent, Thorn


Autorin:
Melissa Bashardoust
dt.: Die Gefangene von Golvahar (2020)
Verlag: Flatiron Books
Seiten: ca. 320
Erscheinungsdatum: 2020
ISBN: 978-1-250-19614-9
Gebunden mit Schutzumschlag


Inhalt:

Soraya ist die Schwester des Shahs, doch die meisten Menschen haben sie nie gesehen. Sie versteckt sich in den Tiefen des Palasts, denn sie hütet ein Geheimnis: Ihre Berührung ist tödlich. Soraya sehnt sich danach, diesen Fluch zu beenden, und als ihr Bruder eines Tags mit einem Div in Gefangenschaft zurückkehrt, einem der gefürchteten Wesen, die für ihren Fluch verantwortlich sind, sieht Soraya ihre Chance gekommen ...

Dienstag, 16. Februar 2021

[Rezension] Hexenlied

"Ich schätze, keiner kann die Zeit reparieren", sagte la bruja und zuckte die Schultern. "Sie geht immer nur in eine Richtung." (Seite 171)


Autorin:
Antonia Michaelis
Verlag: Oetinger
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 22.07.2019
ISBN: 978-3-7891-1052-8
Gebunden mit Schutzumschlag; 20,00€
 
 
TW: (Anklicken zum Öffnen) 

Esstörungen, selbstverletzendes Verhalten, psychische Erkrankungen, Panikattacken, PTBS, Mord, Tod, Folter, Blut, Alkoholmissbrauch, Krankheit, Suizidgedanken, Rassismus (keine Gewähr auf Vollständigkeit)



Klappentext:

Tim ist scheinbar ein ganz normaler Jugendlicher. In Lilith dagegen sehen alle eine Außenseiterin. Als Lilith in der Theatergruppe die Hauptrolle der mexikanischen Hexe, „la bruja“, übernimmt, hat das seltsame Auswirkungen. Sobald „la bruja“ die Bühne betritt, wirken alle wie gebannt in ihren Rollen. Außerhalb der Proben entwickelt sich zudem ein besonderes Verhältnis zwischen Tim und „la bruja“. Doch bald gibt es erste Gerüchte, dass Lilith tatsächlich eine Art Hexe sein könnte. Denn immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Theaterstück und Realität.

Freitag, 12. Februar 2021

[Gastbeitrag] Wie man authentische queere Figuren schreibt

Immer wieder was Neues - heute habe ich für euch einen Gastbeitrag von der wundervollen Liv Modes zu dem Thema, wie man authentische queere Charaktere schreibt.
 
Liv ist Mitbegründerin des Autor*innen-Netzwerkes #BerlinAuthors und außerdem Autorin überwiegend von Young Adult-Geschichten. 2017 erschien ihr Debüt "Anxo - Zwischen den Sphären", ein Science Fiction-Roman, der sich unter anderem mit dem Einfluss menschlichen Handelns auf die Erde auseinandersetzt. 2018 folgte ihre Romance-Novelle "Auf der anderen Seite der Sterne" über einen Jungen, der sich in seinen besten Freund verliebt. Ihr dürft gespannt sein - weitere Werke sind in Planung!
Ansonsten findet ihr Liv hier auf ihrer Website, hier auf Twitter und hier auf Instagram. Und damit überlasse ich jetzt auch Liv das Wort, die selbst bisexuell ist und hier Tipps zum Schreiben queerer Charaktere gibt.



 

 
Viele nicht-queere Autor*innen trauen sich nicht, queere Charaktere zu schreiben, aus Angst, etwas falsch zu machen. Das ist natürlich schade, denn wenn es darum geht, die LGBTQIA*-Repräsentation in Medien zu stärken, sind wir auf jede Unterstützung angewiesen.
Darum möchte ich Ansatzpunkte aufzeigen, wie man queere Figuren authentischer schreiben kann. Natürlich kann ich nur eine grobe Übersicht geben und nicht alles trifft auf jede queere Person zu. Außerdem ersetzt dieser Text keine eigenständige Recherche und auch kein Sensitivity Reading.
Bevor wir anfangen – ich verwende „queer“ hier als Synonym für „sich als Teil der LGBTQIA*-Community identifizierend“. Die beiden Begriffe werden jedoch auch getrennt voneinander verwendet und nicht alle Leute in der LGBTQIA*-Community identifizieren sich als queer.

Allgemeine Konzeption 


Zuallererst eine Faustregel: Behandle das Queersein deiner Figur wie alle anderen Eigenschaften auch – betrachte es als Teil des Gesamtbilds. Die Sexualität/Geschlechtsidentität eines Menschen prägt ihn, ist jedoch nicht sein einziges Charaktermerkmal. Wenn du eine queere Figur anlegst, gib ihr Stärken, Schwächen und eine Hintergrundgeschichte wie allen anderen auch. Ausführliche Charakterfragebögen können hier gut helfen.

Das Coming Out


Wir leben in einer Gesellschaft, in der es leider noch nicht egal ist, welche Sexualität und/oder Geschlechtsidentität jemand hat. Queerfeindlichkeit existiert. Und manchmal kommt sie aus Richtungen, aus denen man es nie erwartet hätte. Außerdem gibt immer noch erschreckend viele Gegenden auf der Welt, in der Menschen wegen ihrer Sexualität diskriminiert, verhaftet oder sogar hingerichtet werden können.
Mach dir also bewusst, dass das Coming Out eine sehr individuelle Erfahrung ist. Manche Menschen outen sich erst mit 65, andere nur vor ihren besten Freund*innen, andere nie. Außerdem ist ein Coming Out ein ständiger Prozess. Bei jedem neuen Menschen, den man kennenlernt, bei Arztbesuchen, beim Anruf bei der Versicherung – das sind alles Situationen, in denen queere Menschen unter Umständen ständig neu entscheiden müssen, ob sie sich outen möchten und ob es sicher ist.


Wenn du also nicht Own Voice bist (d.h. selbst Teil der marginalisierten Gruppe, über die du schreibst), dann mach dir bewusst, dass du diese sehr spezielle Erfahrung vermutlich nie so nachvollziehen und beschreiben kannst wie Betroffene. Wenn deine Geschichte sich also hauptsächlich um den Selbstfindungsprozess und/oder das Coming Out drehen soll, dann überleg bitte noch einmal, ob du wirklich die richtige Person bist, um sie zu erzählen.
Oder kurz: Funktioniert die Geschichte auch ohne das Queersein deiner Figur? Wenn nicht, siehe vorheriger Absatz.

Bonusfakt an dieser Stelle: Negative Outings passieren. Leider. Und sie sind schlimm. Aber sie passieren zum Glück nicht immer. Sie werden in Geschichten mit queeren Figuren jedoch häufig als Konfliktpunkte oder Plottwists verwendet. Ja, es gibt die erzkonservativen Rednecks im tiefsten Süden der USA, die bei jedem Regenbogen das Holzkreuz hervorholen. Aber das wissen queere Menschen selbst gut genug. Es wäre schön, ein paar positive Storys lesen zu können. Oder, wenn wir ganz ausgefallen unterwegs sind, sogar mal Geschichten, in denen das Queersein nicht mal Einfluss auf den Plot hat.

Der Alltag

 
Gehen wir mal davon aus, in deiner Geschichte geht es nicht um das Outing. Du weißt, ob und vor wem deine Figur geoutet ist und der Charakterfragebogen platzt aus allen Nähten. 
Dann schauen wir uns an, in welchen Momenten sich der Alltag einer queeren Person von dem einer nicht-queeren Person unterscheidet.
 
Ein queerer Mensch kommt selten allein

Vielleicht hast du schon einmal vom „schwulen besten Freund“ gehört. Dieses Stereotyp beschreibt das Phänomen, dass die einzige queere Figur in einer Freund*innengruppe ein schwuler Cismann ist, dessen einzige Aufgabe der emotionale Support der – meist weiblichen – Hauptfigur ist (und natürlich liebt er Shopping und Mode -.-). Das ist erstens schädliche Repräsentation und zweitens schlichtweg falsch.
Queere Menschen finden sich. Es ist normal, dass man sich tendenziell eher mit Menschen umgibt, die einem ähnlich sind. Es gibt Freund*innengruppen, in denen keine einzige Person nicht-queer ist!
Das heißt nicht, dass du unbedingt deinen ganzen Cast queer schreiben musst. Aber du könntest zum Beispiel die anderen queeren Freund*innen einbauen, die Person XY noch hat.

Angst vor Queerfeindlichkeit

Je nachdem, wo man lebt, steigt oder sinkt die Wahrscheinlichkeit für queerfeindliche Übergriffe (sowohl verbal als auch körperlich), aber ausgeschlossen sind sie nie. Selbst wenn man nie etwas derartiges erlebt hat, internalisieren queere Menschen oft die Angst davor. 
Und Queerfeindlichkeit fängt nicht erst bei körperlicher Gewalt, unangemessenen Angeboten oder bestimmten Begriffen an, die einem hinterher gerufen werden (und die du niemals, niemals in deinem Text oder sonst irgendwo verwenden solltest!). Auch Blicke oder nett gemeinte Kommentare können verletzend sein.

Ein Beispiel, wie du das in deinem Manuskript einbauen kannst:

Jani wollte gerade erzählen, was Aaron schon wieder angestellt hatte, als Mia plötzlich ungewohnt abwesend wirkte. Ihr Blick folgte einem Mann in einer Bomberjacke und derben Stiefeln, der an den beiden vorbeiging.
„Alles okay?“, wollte Jani wissen und runzelte die Stirn.
Mia zögerte, bis der Typ um die nächste Ecke gebogen war, bevor sie nickte und ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihre beste Freundin richtete.
„Der Typ hat nur so komisch auf meine Pride-Buttons geschaut. Entschuldige. Was hast du gesagt?“

 Glücksmomente

Stell dir folgende Situation vor: Du gehst durch einen Park und siehst zwei Männer, die Händchen halten. Ist dir egal? Dann bist du vermutlich nicht queer.
In meinem Kopf dagegen (ich bin eine bisexuelle Cisfrau) hüpft in solchen Momenten eine Miniatur-Version von mir von einem Bein aufs andere, klatscht in die Hände und freut sich wie ein Honigkuchenpferd. Ich habe dann immer das Bedürfnis, eine Regenbogenfahne rauszuholen und herumzuwedeln: „Ey! Ich auch!“

Mache ich natürlich nicht. Aber jedes Mal, wenn ich ein gleichgeschlechtlich gelesenes Paar in der Öffentlichkeit sehe, an einem Fenster eine Regenbogenfahne hängt oder in einer Werbung ein Kind zwei Mütter hat, werde ich daran erinnert, dass ich nicht allein bin und einen Platz in dieser Gesellschaft habe.  
 
Common queer experiences

Wie gesagt, die Erfahrungen jeder queeren Person sind individuell. Hier jedoch noch ein paar häufige Erfahrungen, Situationen etc. als Anreiz, deine Figuren authentisch aufzubauen:
  • politischer Aktivismus, auch über das Queersein hinaus
  • Filme/Serien schauen, nur weil eine queere Figur darin vorkommt
  • Flaggen/andere Dinge in den Farben unserer Sexualität/ Geschlechtsidentität besitzen
  • sich absichtlich „klischeehaft“ kleiden
  • sich Situationen vor dem Coming Out zurückdenken, in denen klar war, dass man queer ist, und sich dann fragen, wieso man es nicht schon früher realisiert hat
  • der Selbstfindungsprozess begann damit, dass man nur ein seeehr engagierter Ally war

Klischees


Please. Don't.

Klischees haben in gewisser Hinsicht ihre Daseinsberechtigung und im Kern sicher einen Funken Wahrheit. Aber wenn es um die Repräsentation von marginalisierten Gruppen geht, dann überlass das Spielen mit ebendiesen Klischees bitte den Betroffenen selbst.
Eine gute Übersicht über die gängigsten Tropes findest du hier.

Den realen, klischeefreien Alltag queerer Menschen erfährst du am besten von den Betroffenen selbst. Wenn du dich entschieden hast, welche Sexualität und/oder Geschlechtsidentität deine Figur/en hat/haben, kannst du gezielt nach Menschen suchen, die genau darüber berichten.
Soziale Medien sind fabelhaft dafür. Du kannst auf Twitter, Instagram oder TikTok nach den jeweiligen Hashtags suchen. Darüber findest du schnell Leute, deren Inhalte sich um ihre Erfahrungen mit ihrem Queersein drehen.

Bonuspunkt: Du bekommst ein Gespür über die jeweilige Kultur. Denn ja, es gibt eine queer culture. Es gibt sogar für einzelne Sexualitäten eigene Kulturen. Pass hier aber wieder auf, dass du keine Klischees reproduzierst. 
 

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen. Vor allem möchte ich dir eines mitgeben – trau dich! Ja, möglicherweise machst du Fehler. Das ist nur menschlich. Lern daraus und versuch es nochmal. Ich verspreche dir, es macht dich zu einer*m besseren Autor*in! 
 
 
Quelle Bilder (ausgenommen Titelbild): Liv Modes, Copyright & Urheber erstes Foto: n1cknow, Copyright & Urheber zweites Foto: liegt vor

Mittwoch, 10. Februar 2021

[Vorankündigung] Lesemarathon zum Winterende


 
Lang ist's her, aber nachdem Anna und ich in den letzten Monaten ein wenig von Abschlussarbeiten eingenommen gewesen sind, wird es jetzt wieder Zeit für einen neuen Lesemarathon! Nachdem die beiden letztes Jahr schon so viel Spaß gemacht haben mit euch, wollen wir wieder ein Wochenende lang mit euch zusammen lesen, Aufgaben zu Büchern stellen und uns mit euch austauschen.
Ein Lesemarathon zum Winterende also, bei dem wir uns zuhause in Decken kuscheln, Tee trinken, hoffentlich tolle Bücher lesen oder in Kommentaren andere in aufregende Gespräche verwickeln!


Wann? 
 
Am 20. und 21. Februar 2021!

Wie? 
 
Anna und ich werden wieder jeweils einen Updatepost erstellen (hier, hier, hier und hier kommt ihr zu meinen Updateposts von den letzten Malen, wo auch andere Updateposts verlinkt sind - falls ihr einen Einblick wollt, wie sowas aussieht) und alle zwei Stunden zwischen 10 und 22 Uhr eine Frage bzw. Aufgabe stellen, die ihr dann in einem Updatepost auf eurem Blog oder aber in den Kommentaren beantworten könnt. Dazwischen könnt ihr lesen, mit anderen quatschen oder Schnee schippen - vorausgesetzt, es liegt dann noch welcher.

Wer?
 
Mitmachen darf natürlich jede*r, der*die Zeit und Lust hat. Ihr müsst auch nicht die ganze Zeit dabei sein, ihr könnt später einsteigen, früher aufhören, nur einen Tag lang mitmachen oder zwischendurch eine Pause einlegen, ganz wie es euch passt!


Wir freuen uns auf alle, die wieder dabei sein - die, die schon die letzten Male dabei waren, ebenso wie die, die das erste Mal mitmachen - und hoffen auf ein tolles Wochenende mit euch! Den Banner dürft ihr selbstverständlich verwenden und gerne dürft ihr die Ankündigung teilen und andere darauf aufmerksam machen.

Auf ein wundervolles Wochende, an dem wir gemeinsam lesen, bloggen und uns austauschen! ♥

Eure Dana

Montag, 8. Februar 2021

[Rezension] Alice


 
Autorin: Christina Henry
dt.: Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland (2020)
Verlag: ACE Books/Penguin
Seiten: ca. 290
Erscheinungsdatum: August 2015
ISBN: 978-0-425-26679-3
Taschenbuch


The Chronicles of Alice-Reihe:
  • Alice
  • Red Queen
 
 
TW: (Anklicken zum Öffnen)

graphische Darstellungen sexualisierter Gewalt, graphische Darstellungen von Gewalt, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Mord, Tod, Blut, Psychiatrie (stereotypisiert), Verlust nahestehender Personen, Folter (ohne Gewähr)


 
Triggerwarnung für diese Rezension: Besprechung sexualisierter Gewalt


Inhalt:

Seit zehn Jahren sitzt Alice in der Psychiatrie, nachdem sie voller Blut gefunden wurde und unentwegt von einem Kaninchen gesprochen hat. Ihr einziger Trost ist ihr Nachbar, Hatcher, der von einem Monster spricht, das unterhalb des Psychiatrie gefangen gehalten wird und ausbrechen will. Und als eines Nachts ein Feuer ausbricht, sind sie nicht die einzigen, die die Gelegenheit nutzen, um zu entkommen ...

Dienstag, 2. Februar 2021

[Rezension] An Enchantment of Ravens


Autorin:
Margaret Rogerson
dt.: Rabenprinz (2020)
Verlag: Margaret K. McElderry Books
Seiten: ca. 300
Erscheinungsdatum: 2017
ISBN: 978-1-4814-9758-9
Gebunden mit Schutzumschlag


TW: (Anklicken zum Öffnen):

Mord, Tod, graphische Darstellung von Gewalt, Verlust nahestehender Personen, Blut, Folter (ohne Gewähr)



Inhalt:

Isobels Portraits sind in der Feenwelt begehrt. Die Feen können selbst nichts erschaffen, deswegen wenden sie sich immer wieder an die Menschen. Isobel kennt die Gefahren, sie weiß um die Manipulation der Feenwesen. Doch dann malt sie dem Feenprinzen Rook menschliche Gefühle in die Augen und droht damit, seinen Ruf zu zerstören - und ihr eigenes Leben ...
 

Donnerstag, 28. Januar 2021

Rückblick Oktober 2020

Ich weiß, ich bin spät - Blogpause sei Dank. (Und natürlich weil ich sowieso immer Rückblicke viel zu spät poste.) Aber hier ist er nun: mein Rückblick auf den Oktober 2020.


Gelebt:


Im Oktober hatte ich das erste Mal seit Monaten frei, nachdem ich meine Bachelorarbeit und meine letzte Hausarbeit abgegeben hatte und das neue Semester noch nicht begonnen hatte. Meine Pläne, meine Eltern zu besuchen oder mir einen Job für diese Wochen zu suchen, wurden durch eine gewisse Pandemie vereitelt, und nachdem ich anfangs die freie Zeit noch genoss, begann ich gegen Ende das Studium wirklich zu vermissen und habe dementsprechend zunehmend den Beginn meines Masterstudiums entgegengesehnt ... wenn auch mit bitterem Beigeschmack, weil mir die Chance verwehrt blieb, meine Kommoliton:innen richtig kennenzulernen.


Geschrieben:


Ich habe die Zeit genutzt, um mich in die Überarbeitung meines alten YA-Fantasy-Projektes zu vertiefen und dabei Fortschritte zu machen - warum aber ist Überarbeiten immer so unfassbar anstrengend und zeitraubend? :'D

Gelesen:


Außerdem habe ich die neue Freizeit dafür genutzt, ganze sieben Bücher zu lesen, fünf davon auf Englisch. Auch die Genres waren relativ durchmischt. Dabei habe ich zwei Reihen angefangen und eine beendet.


Frankenstein ~ Mary Shelley [Rezension]

Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingsklassiker gefunden. "Frankenstein" überzeugt vor allem durch die Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen, die tiefgründigen Charaktere und der daraus resultierenden Frage, wer eigentlich der Antagonist dieser unfassbar faszinierenden Geschichte ist.

Vom Ende der Einsamkeit ~ Benedict Wells [Kurzvorstellung]

An dieses Buch bin ich ohne großes Inhaltsvorwissen nur auf Basis der vielen begeisterten Stimmen, die ich dazu gehört habe, herangegangen, und obwohl ich nicht so wirklich benennen kann, was ich an diesem Buch mochte, habe ich es in einem Rutsch durchgelesen.

Das perfekte Leben meiner Schwester ~ Sophie Edenberg [Rezension]

Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen, was vor allem an den eher blassen Charakteren lag und daran, dass sensible Themen für meine Erwartungen nicht ausreichend reflektiert wurden. Aber auch Fat Shaming und vor allem, aber nicht nur von den Antagonisten ausgehender Sexismus trübten meine Leseerfahrung.


A Darker Shade of Magic ~ V. E. Schwab [Rezension]

Schon auf den ersten Seiten habe ich mich in dieses unheimlich coole World Building mit den vier unterschiedlichen Londons verliebt. Aber auch die spannende Handlung und die sympathischen Charakteren konnten mich überzeugen - Kell ist als Protagonist nicht fehlerfrei und wirkt dadurch umso menschlicher. Und ich habe die enge emotionale Beziehung zu seinem Bruder geliebt - und dass diese statt einer Liebesgeschichte im Vordergrund stand.

Cinder ~ Marissa Meyer [Rezension]

Auch Cinder ist eine sympathische, deutlich analytisch vorgehende Protagonistin. Diese Science Fiction-Geschichte überzeugt durch eine faszinierende Adaption von Aschenputtel und ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.


My Sister, the Serial Killer ~ Oyinkan Braithwaite [Kurzvorstellung]

Diese kurzweilige Geschichte einer nicht untoxischen Schwesterbeziehungen hat nicht unbedingt die sympathischsten Charaktere, konnte mich aber trotzdem unterhalten.

Night of the Dragon ~ Julie Kagawa [Rezension]

Oh wow, was war das denn bitte für ein Abschluss?! Als ich die Trilogie begonnen habe, habe ich nur eine unterhaltsame, an japanische Mythologie angelehnte YA-Fantasy-Story erwartet, stattdessen empfing mich eine emotionale Achterfahrt mit mitreißenden Plottwists und tollen Charakterbeziehungen - ich war froh, dieses Buch gemeinsam mit Vivka gelesen zu haben und mich mit ihr darüber austauschen zu können.


Gesehen:


Ich habe mit meiner Mitbewohnerin die erste Staffel von The Marvelous Mrs. Maisel re-watcht, die ich bereits im März schon mal gesehen hatte, und mochte auch dieses Mal den Humor ganz gerne. Wir haben dann auch direkt mit der zweite Staffel weitergemacht, man hat viel Zeit im Social Distancing. xD
 
Dann habe ich mir zwischendurch Knives Out angeschaut und fand den auch ganz unterhaltsam. Ich mochte die Erzählweise.
Außerdem habe ich das erste Mal in meinem Leben Nightmare Before Christmas gesehen - Shame on me, ich weiß.


Habt ihr Empfehlungen für Bücher von afrikanischen Autor:innen? Welches Buch hat euch zuletzt emotional mitgenommen?

Eure Dana