Dienstag, 11. August 2020

[Rezension] Red, White & Royal Blue


Autor*in: Casey McQuiston
dt. Royal Blue (2020)
Verlag: St. Martin's Griffin
Seiten: 432
Erscheinungsdatum: 14.05.2019
ISBN: 978-1-250-31677-6
Taschenbuch


TW: (Anklicken zum Aufklappen)

Homophobie, Tod einer nahestehenden Person, Panikattacken, Depression, Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum (keine Gewähr auf Vollständigkeit)



Inhalt:

Alex ist der Sohn der Präsidentin der USA. Seine Feindschaft mit dem britischen Prinzen Henry ist weitbekannt, doch als der Streit auf einer königlichen Hochzeit eskaliert, wird Alex dazu gezwungen, ein Wochenende in London zu verbringen und eine enge Freundschaft vorzutäuschen. Und vielleicht hat er sich in seinem Bild von dem langweiligen, überheblichen Prinzen ja auch getäuscht ...

Freitag, 7. August 2020

Wie politisch lesen wir?




"Und was machst du so in deiner Freizeit?" - "Lesen."

Je nachdem, in welchem Kontext dieser Austausch stattfindet, erweckt die Antwort eine gewisse Erwartungshaltung. Zwischen zwei Schüler*innen denkt man vielleicht noch am ehesten an Jugendbücher. Zwischen zwei Studierenden erwartet man vielleicht schon eher das, wovon ich das Gefühl habe, dass es gemeingesellschaftlich als "belesen" angesehen wird.

Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber wenn ich an eine belesene Person denke, kommen mir als Erstes Genres wie Belletristik (also im Prinzip das, was im Feuilleton rezensiert und mit Literaturpreisen überschüttet wird), Klassiker und non-fiction in den Kopf. Alles im Übrigen Genres, in denen Männer dominieren, während Genres, die überwiegend von Frauen geschrieben werden - Liebesromane, Young Adult - meist mit einem nachsichtigen Lächeln als "Unterhaltungsliteratur" abgetan werden, gerne auch noch mit Attribut "trivial". 
Wir könnten jetzt darüber diskutieren, wie Genres hoch- oder eben abgewertet werden, abhängig davon, welches Geschlecht die Autor*innenschaft dominiert, inwieweit das Geschlechterrollen und -hierarchien widerspiegelt und warum es alles anderes als trivial ist, ein Jugendbuch zu schreiben, vor allem wenn dieses Themen wie Coming-of-Age, Mental Health und Sexualität behandelt, aber das wäre genug Stoff für einen eigenen Beitrag, der Fokus hier liegt erst mal woanders.

Bei mir kam dieses Gespräch nämlich letztens mit einer fremden Person auf. Als ich sie fragte, was genau sie denn so lese, nannte sie "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells (das soll überhaupt keine Wertung dieses Buches sein, das liegt nämlich ungelesen bei mir herum) und non-fiction. Belletristik und (gerne auch politische) non-fiction - nicht selten die Antwort, die ich auf diese Frage erhalte, wenn ich beispielsweise im Kontext von WG-Castings nachfrage.
Also vielleicht genau das, was wir typischerweise unter belesen verstehen, wie man sich so eine*n belesene*n Student*in eben vorstellt.

Ich beantwortete die Gegenfrage aber anders. "Fantasy", sagte ich, wahrheitsgemäß, man braucht sich nur die Statistiken meines letzten Jahresrückblicks anzuschauen. Und wappnete mich innerlich für die Reaktion, die ich erwartete - ein nachsichtiges Lächeln, verbunden mit dem Image als Unterhaltungsliteratur, das Fantasy dann doch eben wieder hat.
Sie nahm Bezug auf meine Studienfächer (Anthropologie, Politikwissenschaft): "Ach, das ist bestimmt super, um mal Abstand zu dem Politischen zu gewinnen und den Kopf freizukriegen."

Ha. Haha. Nein.

Wenn ich ehrlich bin, ist Lesen für mich eins der politischsten Dinge in meinem Alltag geworden. Das geht mit Sicherheit nicht allen so und hängt eng damit zusammen, in welchen Bereichen der Buchcommunity man sich bewegt, und in meinem Fall auch damit, was ich studiere.
Allerdings: Die Buchblogger*innenszene hat mich auch politisch geprägt. Dadurch, dass ich hierüber schon vor meinem Studium mit Diskussionen um Themen wie Feminismus oder Repräsentation in Berührung kam. Deswegen zu gendern anfing. Und dadurch, dass diese Themen auch innerhalb der Branche an Bedeutung gewinnen.

Diskussionen um Diversität in Bücher und Repräsentation, um Sexismus und Rassismus, um die Darstellung problematischer und toxischer Verhaltensweisen und Beziehungen - das sind Diskussionen, die für mich vor allem auch in Bezug auf Fantasy stattfinden und dafür sorgen, dass Lesen für mich eben kein politikfreier Raum ist - im Gegenteil.
Stattdessen denke ich beim Lesen darüber nach, wie Geschlechterrollen, Hautfarben, Sexualitäten, (Dis-)Ability und Geschlechter dargestellt werden, ob die Darstellung von Liebesgeschichten und Verhalten toxisch oder problematisch ist, wie Themen wie Mental Health oder Gewalt umgesetzt werden, wo Gesellschaftskritik mitschwingt, ... Daran anschließend stehen Diskussionen um bestimmte Bücher und Darstellungen, darum, wie beispielsweise Repräsentation besser gemacht werden kann, wie Themen gesund umgesetzt werden sollten und so weiter.

Gerade im Fantasy-Bereich kommt dann noch die Dimension der Herrschafts- und Gesellschaftsformen der High Fantasy-Welten hinzu. Wie wird Macht verteilt, wie sind gesellschaftliche Gruppen gestellt, welche Rollen haben Frauen, gibt es BIPoC und welche Stellung haben sie, ist die Gesellschaft heteronormativ und/oder binär oder nicht ....
Klar, da spielt mit rein, was ich studiere, da spielen meine Interessen rein, aber meiner Meinung nach kann Fantasy gar nicht unpolitisch sein.

Die Entscheidung, Diversität zu inkludieren oder eben nicht, ist politisch. Die Entscheidung, wie Machtverhältnisse (zwischen Geschlechtern, Rassifizierungen, sexuellen Orientierungen ...) dargestellt werden, ist politisch. Die Entscheidung, wie Stereotypen reproduziert werden, ist politisch. Die Entscheidung, wie eine fiktive Gesellschaft gestaltet wird, ist politisch.

Denn in der Darstellung schwingt eine Verantwortung mit. Gegenüber marginalisierten Gruppen. Und generell gegenüber den Leser*innen, wenn man Stereotypen forciert oder hinterfragt, wenn man toxische Beziehungen romantisiert (auch das eigentlich ein Thema für einen eigenen Beitrag) oder gesunde Beziehungen darstellt. Und so weiter.

Und das gilt eben besonders auch für Fantasy, wenn fiktive Gesellschaften entworfen werden, wenn es um Kriege, Konflikte und Gewalt geht, um Kämpfe, und, und, und. Und macht nicht genau das auch das Genre aus? Die vielfältigen Möglichkeiten, Dinge auch mal anders zu gestalten? Indem eine High Fantasy-Welt zum Beispiel nicht nur zwei Geschlechter kennt, indem dort andere Sexualitäten selbstverständlich sind?

Kann Lesen so für mich dann überhaupt Realitätsflucht sein? Auf der einen Seite nein, denn Geschichten spiegeln immer unsere eigene Gesellschaft und unsere eigenen Vorstellungen wider, sie entstehen nicht im luftleeren Raum und sie beeinflussen uns und unsere Vorstellungen, zum Beispiel auch in Bezug auf Stereotype. Auf der anderen Seite bietet gerade Fantasy aber auch die Möglichkeit zu neuen Vorstellungen, zur Erschaffung anderer Welten mit anderen Machtverhältnissen.
Und lieben wir das Genre nicht genau dafür auch ein bisschen? Weil alles möglich ist?

Und nur weil ich mir darüber Gedanken mache, verliere ich ja nicht den Spaß an einer epischen Story. Im Gegenteil, meist macht ein diverser und reflektierter Ansatz sie nur umso besser, gerade wenn sie mit den Möglichkeiten spielt.

Fantasy ist für mich politisch.
Aber sie umfasst genauso geniale Plots, tiefgründige und komplexe Charaktere, epische Kämpfe, mitreißende Magie, fesselnde Spannung, Schwertkämpfe, Intrigen, Schicksale ....... Fantasy kann eben beides. Und dafür liebe ich dieses Genre.


Was denkt ihr dazu? Was würdet ihr gerne mehr in Fantasywelten sehen? Und wie viel achtet ihr auf sowas?

Dienstag, 4. August 2020

[Rezension] One True Queen - Aus Schatten geschmiedet


Autorin: Jennifer Benkau
Verlag: Ravensburger
Seiten: 544
Erscheinungsdatum: 2020
ISBN: 978-3-473-40184-0
Gebunden mit Schutzumschlag; 18,99€


One True Queen-Dilogie:
  • Von Sternen gekrönt [Rezension]
  • Aus Schatten geschmiedet


TW: (zum Aufklappen anklicken)

PTBS, Tod einer nahestehenden Person, Folter, Gewalt, psychische Folter, Tod



! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !


Freitag, 31. Juli 2020

Drei Bücher zu Alltagsrassismus in Deutschland

Ich muss gestehen, den Anstoß dafür, mich innerhalb kurzer Zeit mit drei Büchern Schwarzer Frauen zu Alltagsrassismus in Deutschland zu beschäftigen, hat auch erst die #blacklivesmatter-Bewegung gegeben. "Deutschland Schwarz Weiß" wollte ich zwar schon seit Ewigkeiten ausleihen, habe aber immer andere Bücher vorgeschoben. Bei den anderen beiden war ausschlaggebend, dass ich - dank entsprechendem Teilens auf Instagram durch #blacklivesmatter - herausgefunden habe, dass es die Hörbücher kostenlos auf Spotify gibt. Ich hör zwar sonst keine Hörbücher, dachte aber, es wär mal eine gute Möglichkeit, das zu ändern und mich unterwegs weiterzubilden.

Ich fühle mich nicht wirklich in der Lage, die Bücher zu bewerten. Es sind drei unterschiedliche, aber alle sehr wichtige Bücher, die eindeutig gelesen werden sollten, gerade auch von weißen Menschen - sowohl, wenn man sich bisher wenig mit Rassismus auseinandergesetzt hat, als auch, wenn man das schon etwas getan hat.
Ich will trotzdem ein paar kurze Worte verlieren, um die Sichtbarkeit zu stärken. Ich möchte aber auch allen drei Autorinnen meinen Dank und meinen Respekt dafür ausdrücken, dass sie ihre eigenen schmerzhaften Erfahrungen aufgeschrieben haben, um Weiße über Rassismus aufzuklären, obwohl das nicht ihr Job sein sollte.


Deutschland Schwarz Weiß ~ Noah Sow


Quelle
Ich habe es endlich mal geschafft, mir dieses Buch auszuleihen, und zwar in der Neuauflage von 2018. Die Autorin erklärt darin aus der Sicht als Betroffene und Aktivistin Alltagsrassismus in Deutschland, gerichtet an Weiße, ausgehend von Begrifflichkeiten hin zu Beispielen aus verschiedenen Bereichen des Alltags, die sehr anschaulich sind und oft auf sehr schockierende Weise zeigen, wo sich Rassismus im Alltag findet. Sie erklärt, wie der Rassismus funktioniert, was die Probleme der einzelnen Beispiele sind und macht die Thematik dadurch sehr nachvollziehbar deutlich - und auch, dass Deutschland definitiv ein Rassismusproblem hat.

Selbst wenn man sich vorher schon mit Rassismus auseinandergesetzt hat, bietet das Buch Anregungen, eigene Denkmuster zu hinterfragen und Rassismen zu entdecken, die bis dato einem selbst auch nicht aufgefallen sind. Zum Beispiel fand ich einige Erklärungen für Dinge, bei denen ich wusste, dass sie problematisch sind, aber nicht warum. Noah Sow arbeitet den Rassismus anschaulich heraus, spricht auch Abwehrmechanismen bei Weißen an und geht auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche ein.
Dabei ist ihr Schreibstil leicht zynisch und humorvoll, was dazu beiträgt, dass sich das Buch - trotz der ernsten Thematik, der wichtigen Kritik und den entsetzt stimmenden Erzählungen - flüssig lesen lässt.


Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen (aber wissen sollten) ~ Alice Hasters


Quelle
Dieses Buch habe ich als Hörbuch gehört, und obwohl ich mich sonst mit Hörbüchern schwertue, auch, weil ich schnell abschweife, kann ich an dieser Stelle Alice Hasters  Stimme nur sehr positiv hervorheben - es war definitiv sehr angenehm, ihr zu folgen. 
Die Autorin beschreibt Rassismus in verschiedenen Bereichen des Alltags vor allem anhand autobiographischer Erfahrungen, was dieses Buch von den anderen beiden unterscheidet. Sie legt dabei sehr viel, auch Persönliches und Verletzliches offen, wofür ich ihr nochmal meinen Respekt und auch meinen Dank aussprechen muss. Anhand dessen erklärt sie Rassismus und bestehende Konzepte, und stellt einen Bezug zur historischen Entwicklung her. Dabei greift sie auch oft auf die Erfahrungen anderer Schwarzer zurück.

Gerade aufgrund der detaillierten Beschreibungen war dieses Buch für mich emotional sehr aufwühlend, schockierend, wütend stimmend, aber auch eine Bewusstmachung dafür, wie oft ich mich ungewollt in rassistischen Denkmustern oder Verhaltensweisen wiederfinde.
Alice Hasters zeigt, was es bedeutet, als Schwarze Frau in Deutschland aufzuwachsen und nie so ganz dazuzugehören, was es für Freundschaften und Beziehungen bedeutet, für Rollenbilder und Medienrepräsentation, und wie sie immer wieder vor die Aufgabe gestellt wird, wie sie selbst damit umgehen soll, wenn ihr Rassismus begegnet. Das Buch ist berührend, erschütternd und vor allem auch unglaublich lehrreich.


Exit Racism ~ Tupoka Ogette


Quelle
Auch dieses Buch habe ich mir als Hörbuch abgehört. Es hat sich von den anderen darin unterschieden, dass es so ein bisschen wie ein Workshop aufgebaut ist. Erst gibt es Inputs, dann Fragen an die Hörer*innen, zu ihren eigenen Emotionen bei dem eben Gehörten oder Anstöße zur eigenen Reflexion, Verweise auf weiterführende Materialien auf der Website zu dem Buch und Auszüge aus Logbüchern ehemaliger Workshop-Teilnehmer*innen der Autorin, in denen sie ihre eigenen Gefühle und Ansichten reflektieren.

Das Buch ist eher basic, sehr verständnisvoll und beschäftigt sich auch viel damit, was es für weiße Menschen bedeutet, sich mit Rassismus auseinanderzusetzen - das heißt, es beschreibt Phasen des Gekränktfühlens, Verleugnens, Schams etc. Tupoka Ogette erklärt einfach und nachvollziehbar die Grundkonzepte und man merkt ihr ihre Erfahrung dabei an, rassismuskritische Workshops zu geben und mit Weißen rassistische Strukturen zu dekonstruieren.
Ich habe das Hörbuch als letztes der drei Bücher gehört, tatsächlich eignet es sich aber vielleicht am ehesten als Einstieg, eben weil es vor allem darum geht, Grundkonzepte zu vermitteln, die bei den anderen Autorinnen zwar auch erklärt, aber meist schon weitergedacht werden.

Donnerstag, 23. Juli 2020

[Reihenvorstellung] All for the Game

Autorin: Nora Sakavic
Verlag: selfpublished
Erscheinungsdatum: 2013/14
E-Book
(Taschenbuch)



The Foxhole Court


Band 1
241 Seiten



The Raven King


Band 2
321 Seiten


The King's Men


Band 3
401 Seiten






TW: Graphische Darstellung von Gewalt, körperlicher Missbrauch, psychologischer Missbrauch, sexualisierter Missbrauch, Vergewaltigung, Alkoholmissbrauch, Drogenmissbrauch, Sucht, PTBS, Selbstverletzung, Suizid, Folter, Tod, Tod nahestehender Personen, Homophobie, Androhung von corrective rape, Ableismus [keine Gewähr auf Vollständigkeit]



Inhalt:

Auf der Flucht vor seinem Vater ist Neil nie länger als ein Jahr irgendwo, bevor er wieder abhaut und den Namen wechselt. Als er die Chance erhält, bei der Exy-Menschaft der Palmetto State University zu unterzeichnen, weiß er, dass er das nicht tun sollte. Zu gefährlich ist es, erkannt zu werden, vor allem, da er einen Teamkameraden von früher kennt. Und doch schafft es Neil nicht, dieser Chance den Rücken zuzukehren.



Sonntag, 12. Juli 2020

Rückblick Mai 2020

Hallo ihr Lieben,

ich dachte mir, ich arbeite mal meine Monatsrückblicke auf und mache mit dem Mai weiter. ^^

Gelebt:


Gefühlt bestand der Mai nur aus Videokonferenzen - für die Uni, mit Freundinnen oder für Online-Sportkurse. Ich war wieder in meiner eigenen Wohnung, hab versucht, mich im Semester zurechtzufinden, und hab mich langsam mal mit meiner anstehenden Bachelorarbeit auseinandergesetzt, soll heißen, ich bin daran verzweifelt, ein Thema zu finden. ^^

Gebloggt:


Im Mai habe ich tatsächlich zur Abwechslung mal sehr regelmäßig gebloggt. Nachdem der Osterlesemarathon so gut gelaufen ist, haben Anna und ich am Pfingstwochenende gleich noch einen Lesemarathon veranstaltet und es hat einfach extrem viel Spaß gemacht. Vielen Dank an alle, die dabei waren und so rege kommentiert haben, es war toll!

Geschrieben:


Geschrieben habe ich so ein bisschen immer mal wieder, war dann aber zugegebenermaßen etwas abgelenkt von der Bachelorarbeit.

Gelesen:


Ich will ja jetzt nicht sagen, dass ich angefangen hätte, mit Lesen zu prokrastinieren, aber ausschließen würde ich es auch nicht so ganz. xD Wobei der Lesemarathon meine Statistik auch noch mal nach oben gepusht hat. Somit war es definitiv ein erfolgreicher Lesemonat, denn insgesamt habe ich ganze acht Bücher gelesen. (Vielleicht liegt es auch daran, dass die erste Corona-Lethargie überwunden und ich dank Onlinesemester und Kontaktbeschränkungen sehr viel zuhause war.)

Vier davon waren auf Englisch, eins auf Französisch. Auch die Genres sind ausnahmsweise bunt durchmischt: Ein Klassiker, vier Fantasybücher, zwei non-fiction und ein Roman. Und enttäuscht hat mich auch nichts. :D


The Adventures of Sherlock Holmes ~ Arthur Conan Doyle [Buchvorstellung]

Eine unterhaltsame Kurzgeschichtensammlung mit verschiedenen Fällen mit Sherlock Holmes, die sich trotz der altmodischen Sprache gut zwischendurch lesen lassen.

Shadow of the Fox ~ Julie Kagawa [Rezension]

Ich mochte das japanisch angelehnte Setting dieser High Fantasy-Welt, aber noch viel mehr die absolut gelungene Charakterisierung der Protagonistin, die einerseits ein weltfremdes, sechzehnjähriges Mädchen und andererseits eine verspielte, zu Streichen aufgelegte Kitsune ist. Beide Seiten wurden meiner Meinung nach sehr gelungen umgesetzt.
Darüber hinaus konnten mich aber auch der spannende Plot und der etwas ungewöhnliche, da eher kritische Umgang mit der Empathielosigkeit des anderen Protagonisten überzeugen.



Die Autobiografie der Zeit ~ Lilly Linder [Buchvorstellung]

Die Autorin überzeugte mich auch dieses Mal wieder mit ihrer wunderschönen, melancholischen und herzzerreißenden Wortwahl in diesem Büchlein, das oft wie Poetik anmutet.

Les Fiancés de l'Hiver ~ Christelle Dabos [Rezension]

Yep, ich habe den ersten Band der Spiegelreisenden-Saga tatsächlich auf Französisch gelesen und hatte vorher ziemlich viel Respekt vor den fünfhundert Seiten. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, reinzukommen, was aber auch an der Geschichte liegt, die mich erst nach etwa einem Drittel fesseln konnte.
Doch die Geschichte selbst ist ebenso wie das World Building ungewöhnlich im Vergleich zu den meisten anderen Fantasy-Büchern, was sich auch bei den Charakteren und der oft von den Erwartungen abweichenden Handlung bemerkbar macht. Ich mochte es, wie die Protagonistin Ophélie ihre innere Stärke entdeckt und bin gespannt auf die Fortsetzungen.



Untenrum frei ~ Margarete Stokowski [Buchvorstellung]

Hach ja, meine Prokrastination bei der Themenfindung für meine Bachelorarbeit. xD
Dank des unterhaltsamen Schreibstils lässt sich dieses non-fiction-Buch flüssig lesen und liefert verständliche Erklärungen und Denkanstöße zu den Themen Feminismus, Sexismus und Sexualität. Klare Empfehlung.

Die unbewohnbare Erde ~ David Wallace-Wells [Buchvorstellung]

Eine interessante Darstellung der Folgen des Klimawandels in den nächsten Jahren, die extrem düster ist und dadurch nicht sonderlich erpicht auf die Zukunft stimmt. Bei dem Seuchenteil musste ich ein wenig ironisch grinsen. ^^



The Lost Hero & The Son of Neptune ~ Rick Riordan [Reihenvorstellung]

Es wurde mal wieder Zeit für einen "Helden des Olymp"-Re-Read, und ja, ich bin definitiv ein Fangirl von den Büchern von Rick Riordan. Ich liebe den Schreibstil, ich liebe es, wie er diverse Charaktere mit eigenen Persönlichkeiten schafft und ich liebe den Humor. 
(Oh, und ich liebe Percy, aber das versteht sich von selbst. Im Ernst. Wie kann man Percy nicht lieben? - Okay, ich bin ein bisschen sehr Fangirl heute ...)
Die Bücher zu lesen war so ein bisschen wie nach Hause kommen - absolute Wohlfühlliteratur, von der ich mich gleichzeitig nur schwer losreißen konnte. Das Einzige, was mir dann, bei all der Liebe für die Diversität und Repräsentation in den Büchern, aufgefallen ist, ist, dass in der Reihe Schwarze Menschen bzw. ihr Äußeres noch ständig mit Essen verglichen werden, was eben problematisch ist. Ich meine, ich gehe davon aus, dass Rick Riordan das heute nicht mehr tun würde, aber in der Reihe ist das leider noch so.


Habt noch einen schönen Tag!

Eure Dana ♥

Donnerstag, 9. Juli 2020

[Top Ten Thursday] ET vor über 10 Jahren

 

Hey ihr Lieben,

bei dem heutigen Top Ten Thursday, der von Aleshanee veranstaltet wird (von ihr ist auch der Banner) geht es um 10 Bücher, deren Erscheinungdatum über 10 Jahre her ist (ohne "Klassiker"). Das war tatsächlich gar nicht so einfach, vor allem, da ich versuche, Bücher zu vermeiden, die ich bei anderen TTT schon genannt habe.

Ich finde es ein  bisschen schade, dass Bücher schon nach kurzer Zeit oft ins Vergessen geraten, da der Fokus doch sehr auf Neuerscheinungen liegt, dabei gibt es auch unter älteren Büchern so viele lesenswerte Geschichten!
Hier findet ihr ein paar, die Erscheinungsdaten beziehen sich in der Regel auf die Originalausgabe:


1.) Arkadien erwacht (Kai Meyer) ~ 2009


Rosa kehrt zu ihrer Familie auf Sizilien zurück - ihre Familie, die seit Generationen zur Mafia gehört und mit einer anderen Mafiafamilie verfeindet ist. Doch mit genau deren Erbe trifft sich Rosa ...
Obwohl mich die anderen Bücher des Autors nicht wirklich reizen, mochte ich diese Reihe unheimlich gerne.


2.) Die Bücherdiebin (Markus Zusak) ~ 2005


Die Geschichte eines Mädchens während des Dritten Reiches, das beginnt, Bücher zu stehlen - eine Geschichte, die durch eine außergewöhnliche Erzählperspektive und einen sehr schönen Stil überzeugt, und die aus der Sicht des Todes erzählt wird.


3.) Die Elfen von Dreamdark - Krähenmädchen (Laini Taylor) ~ 2007


Magpie ist eine Windfee mit besonderen Fähigkeiten. Obwohl sie noch nicht mal erwachsen ist, zieht sie mit ihren Freunden, den Krähen, durch die Welt und jagt die Teufel, die von den Menschen törichterweise freigelassen wurden. Doch dann stößt sie auf eine Spur, die darauf hindeutet, dass kein gewöhnlicher Teufel freigelassen wurde - sondern einer, der womöglich das Leben aller Elfen in Gefahr bringt ...
 
Ein wunderschön geschriebenes Buch mit einer liebenswerten Protagonistin, das sich vor allem an jüngere Leser*innen richtet - aber eindeutig nicht nur, und das, obwohl ich mich mit Kinderbüchern und Middle Grade sonst eher schwertue!


Quelle
4.) Die Beschenkte (Kristin Cashore) ~ 2008


Lady Katsa wird wegen ihrer Gabe zu töten überall gefürchtet, doch sie ist diesen Ruf längst leid. Als sie den Prinzen von Lienid trifft, beginnt sie das erste Mal daran zu glauben, auch etwas Gutes vollbringen zu können ...
Eine ungewöhnliche, vielschichtige Protagonistin, eine respektvolle Liebesgeschichte und ein fesselnder Plot!


Quelle
5.) Nach dem Sommer (Maggie Stiefvater) ~ 2009


Grace wartet den Winter über auf die Sommer, wenn die Wölfe zurückkehren und sich in Menschengestalt zurückverwandeln - darunter Sam, für den es der letzte Sommer als Mensch sein könnte ...
Eine eher ruhige, aber dafür umso atmosphärischere Gechichte, wunderschön geschrieben mit tollen Charakteren!


6.) Lips Touch - Three Times (Laini Taylor) ~ 2009


Ups, noch was von Laini Taylor, die aber wegen ihres wunderschönen Schreibstils zu meinen Lieblingsautor*innen zählt. Dieses Buch enthält drei außergewöhnliche Kurzgeschichten aus dem Fantasy-Genre, begleitet von wundervollen Illustrationen von Jim Di Bartolo. Klare Empfehlung!


7.) Vampire Academy - Blutsschwestern (Richelle Mead) ~ 2007


Vor zwei Jahren sind Rose und ihre beste Freundin Lissa von der Vampire Academy, einem Internat zur Ausbildung von Vampiren und Halbvampiren, weggelaufen. Doch dann werden sie von den Wächtern der Akademie aufgegriffen. Sie weigern sich beharrlich, über die Gründe ihrer Flucht zu sprechen. Rose will nicht anderes, als eines Tages die Wächterin der adeligen Lissa zu werden, doch durch ihre Flucht hängt sie im Kampftraining hinterher. Nun soll der gutaussehende Wächter Dimitri sie ausbilden. Aber der Grund für ihre Flucht ist längst nicht aus der Welt ...
Noch so eine Reihe, die ich sehr gerne mochte, besonders auch wegen der selbstbewussten, sarkastischen Protagonistin.

8.) The Perks of Being a Wallflower (Stephen Chbosky) ~ 1999


Dieser bekannte Coming-of-Age-Roman besteht aus Briefen, die der Protagonist Charlie an eine unbekannte Person richtet. Das Buch drehte sich um zahlreiche Themen des Erwachsenwerdens, aber auch sehr ernste, wie Mental Health. Tatsächlich fand ich das Buch beim zweiten Lesen besser, vielleicht, weil ich beim ersten Lesen zu hohe Erwartungen hatte.


9.) Une vie (Simone Veil) ~ 2007


Bei diesem Buch handelt es sich um die Autobiografie der Französin Simone Veil, die mit sechzehn Jahren nach Auschwitz deportiert wurde, überlebte und später unter anderem französische Gesundheitsministerin und Präsidentin des Europäischen Parlamentes wurde. Eine interessante Darstellung einer beeindruckenden Frau mit bis heute relevanten Themen wie Abtreibung.


Quelle
10.) Drachen der Finsternis (Antonia Michaelis) ~ 2008


Christopher, ein deutscher Junge, der seinen in Nepal verschwundenen Bruder sucht. Und Jumar, der Kronprinz von Nepal, der sein Volk retten will. Christopher saß eben noch in seinem Zimmer, um dann im nächsten Moment in Nepal zu sein. Und Jumar ist seit seiner Geburt unsichtbar. Zusammen brechen sie auf, zu einer Reise voller Gefahren, quer durch Nepal.

Ein weiteres Buch, das sich vor allem an jüngere Leser*innen richtet, bei dem typisch für die Autorin die Grenze zwischen Traum und Realität verschwimmt.


Kennt ihr Bücher davon? 

Habt noch einen schönen Tag! ♥
Eure Dana

Dienstag, 7. Juli 2020

[Rezension] Seeker


Autorin: Veronica Rossi
dt.: Riders - Feuer und Asche (2018)
Verlag: Tor
Seiten: ca. 350
Erscheinungsdatum: Mai 2017
ISBN: 978-0-7653-8256-6
Gebunden mit Schutzumschlag
(Taschenbuch)


Dilogie:


TW (anklicken zum Aufklappen):

Gewalt, Depression, Tod einer nahestehenden Person [keine Gewähr auf Vollständigkeit]





! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !


Samstag, 4. Juli 2020

[Rezension] Nevernight

 
Autor: Jay Kristoff
dt.: Nevernight - Die Prüfung (2017)
Verlag: St. Martin's Press
Seiten: ca. 430
Erscheinungsdatum: 2016
ISBN: 978-1-250-07302-0
Gebunden mit Schutzumschlag


Trilogie:
  • Nevernight
  • Godsgrave
  • Darkdawn


TW: (anklicken zum Aufklappen)

grafische Darstellungen von Gewalt, Folter, sexualisierte Gewalt, psychische Gewalt, Tod, Blut, Sklaverei, transphobe Geschlechtervorstellungen [keine Gewähr auf Vollständigkeit]




Inhalt:

Mia ist sechzehn Jahre alt und ihr treuer Begleiter ist eine Katze, die aus Schatten besteht. Denn Mia kann Schatten kontrollieren. Und sie ist auf dem Weg zu einem düsteren Orden, um zur Assassine ausgebildet zu werden. Ihr Ziel ist Rache - Rache an den mächtigsten Männern der Republik, die ihre Familie ermordet haben ...

Dienstag, 30. Juni 2020

[Buchvorstellungen] Untenrum frei & Die unbewohnbare Erde

Nachdem ich im Mai zwei non-fiction Bücher gelesen habe, will ich euch meine Meinung dazu natürlich auch nicht vorenthalten. Mein Interesse daran, mehr non-fiction auch abseits der Uni zu lesen, ist auf jeden Fall geweckt, wenn ihr Empfehlungen habt, gerne her damit.

Quelle

Untenrum frei


Autorin: Margarete Stokowski ~ Verlag: rororo ~ 256 Seiten ~ Erscheinungsdatum der gebundenen Ausgabe: 08.09.2016 ~ ISBN: 978-3-499-63186-3 ~ Taschenbuch ~ 12,00€

CW: sexualisierte Gewalt, Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten


Nachdem ich die Kolumnen von Margarete Stokowski sehr gerne lese, wurde es auch langsam Zeit, dieses Buch bei mir einziehen zu lassen. Gelesen habe ich es dann als Prokrastination, als ich eigentlich ein Thema für meine Bachelorarbeit finden sollte. 
Das spricht vermutlich auch dafür, wie flüssig und entspannt sich das Buch lesen ließ - tatsächlich habe ich viele der Kapitel in einem Rutsch durchgelesen, woran der angenehme Schreibstil mit Sicherheit seinen Anteil hatte. Auch der oft leicht sarkastische Unterton trug dazu bei, dass das Buch an sich durchaus unterhaltsam ist.

In den verschiedenen Kapiteln hangelt sich die Autorin im Prinzip an ihrer eigenen Lebensgeschichte entlang, um Themen wie Sexualität, Sexismus und Feminismus zu erklären. Dadurch hat das Buch autobiografische Züge. Eine durchaus berechtigte Triggerwarnung versteckt sich immerhin im Vorwort. Abseits der unterhaltenden Aspekte gibt es nämlich auch weitaus ernstere Szenen.

Ganz abbgesehen davon natürlich, dass das Hauptthema selbst - Sexismus - nicht unbedingt das witzigste ist und durchaus auch schon mal wütend stimmen kann. Margarete Stokowski geht vor allem auf Themen der Sexualität ein, wie mit Sex in der Gesellschaft umgegangen wird, auf Aufklärung respektive deren Abwesenheit, auf Sexualisierung, Selbstbefriedigung und die vielen Aspekte von Sexismus.
Es geht um die Problematik von sogenannten Frauenmagazinen und Mädchenzeitschriften (wenn ich daran denke, wie in den sogenannten Mädchenzeitschriften schon Teenagern vermittelt wird, dass sie abnehmen und ein Schönheitsideal erfüllen sollten, und inwieweit sich das auf mein eigenes Körperbild ausgewirkt hat - urgh) und generell um feministische Kämpfe. Und einiges mehr.

Klar, wer sich schon mal so ein bisschen mit Feminismus auseinandergesetzt hat, dem*der wird einiges bekannt vorkommen, was aber gerade für Menschen, die das bisher eher nicht getan haben, verständlich erklärt wird, sodass es auch wunderbar als Einstieg geeignet ist. Andererseits gab es auch für mich einige unbekannte Aspekte und vor allem auch viele Denkanstöße, die dieses Buch letztendlich zu einer definitiv empfehlenswerten Lektüre machen.


Quelle

Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung


Autor: David Wallace-Wells ~ amerik. Originaltitel: The Uninhabitable Earth (2019) ~ Übersetzerin: Elisabeth Schmalen ~ Ludwig Verlag ~ 336 Seiten ~ Erscheinungsdatum: 22.07.2019 ~ ISBN: 978-3-453-28118-9 ~ Taschenbuch mit Klappenbroschur ~ 18,00€


Ich habe das Buch mit den Worten geschenkt bekommen: "Es ist eigentlich ganz optimistisch." Dann habe ich es aufgeschlagen und den ersten Satz gelesen: "Es ist schlimmer, viel schlimmer, als Sie denken."
336 Seiten später war, abgesehen von vorsichtigen gegenteiligen Beteuerungen des Autors, von Optimismus keine Spur, stattdessen hatte ich das Gefühl, die Bauanleitung für die perfekte Postapokalypse zu lesen.

Der Autor schildert sehr ausführlich alle möglichen Szenarien, die der Klimawandel möglicherweise in den nächsten Jahren für uns bereithält, weist darauf hin, dass genaue Prognosen dank der Einmaligkeit der Situation unmöglich sind und bietet daher einen Überblick über verschiedene Szenarien, die allein mit den Kapitelüberschriften - "Hitzetod", "Hunger", "Ertrinken", "Flächenbrand" und so weiter - jetzt nicht gerade Partystimmung auslösen.
Genau genommen erweckt dieses Buch, das auf zahlreiche Studien verweist, eher das Bedürfnis, sich im Bett zu verkriechen - denkt man zumindest, stattdessen stellte ich am Ende fest, dass eher das Gegenteil der Fall war und das Buch bei mir den Wunsch nach mehr Aktivismus auslöste.

Trotzdem ist es kein Buch, das sich mal eben nebenbei lesen lässt oder das man lesen sollte, wenn man eh schon in keiner guten Stimmung ist. Dazu sind die beschriebenen Szenarien zu düster.
Der Autor verweist auch darauf, wie lange solche Erkenntnisse über den Klimawandel schon vorliegen und wie lange versäumt wird, gerade auch auf politischer Ebene, etwas dagegen zu tun. Welche Bedeutung auch der CO2-Ausstoß der letzten Jahre noch hat. Und welche Verantwortung der Westen hat. (Soziale Ungleichheit wird teilweise auch angesprochen, Geschlechterungleichheit in dem Zusammenhang dagegen nicht.)
Er beschreibt, wie mit dem Wissen über den Klimawandel umgegangen wird (oder eben nicht). Interessant fand ich dabei auch das Kapitel darüber, wie das Thema in Erzählungen, sprich in Romanen und Filmen, umgesetzt wird. Dass zum Beispiel der Klimawandel selbst selten auftaucht, einfach weil es keine*n klar definierte*n Gegner*in gibt, der*die sich bekämpfen lässt.

Alles in allem also eine sehr interessante Lektüre, wenn man sich mal damit auseinandersetzen will, wie scheiße die Zukunft noch so werden könnte. Sie konzentriert sich auf die Beschreibung der erwarteten Folgen und weniger auf präzise Handlungsempfehlungen, ist aber dennoch als Appell zu handeln zu verstehen.