Montag, 18. Januar 2021

Irgendwo im Alltagssumpf verloren gegangen

Ich hab's versucht. Wirklich.
Ich hab mir echt Mühe gegeben, regelmäßig zu bloggen, aber irgendwie war das letzte Jahr geprägt von einem Hoch und Tief, was meine Motivation anging. Und irgendwann Ende November hat sie mich verlassen und na ja, ist dann nicht wiedergekommen.

Ich gebe zu, irgendwo hatte daran auch der neue Lockdown seine Mitschuld, weil der Alltag zunehmend zu einer monotonen Masse zerfloß ... Zuhause rumhocken, immer in denselben Wänden, ein bisschen Uni und sehr viel Bedeutungslosigkeit. Ich will mich nicht beschweren, ich weiß, dass ich mich aktuell in einer vergleichsweise privilegierten Position befinde, aber gleichzeitig hatte ich in den letzten Wochen schlichtweg keine Lust auf Bloggen und Social Media.
Und ich will mich hier auch nicht entschuldigen, immerhin ist das ein Hobby, aber ich will auch wieder mehr bloggen und regelmäßiger. Also falls ihr da Tipps habt, Energielosigkeit zu bekämpfen, gerne immer her damit. :D

In der Zwischenzeit war Weihnachten, wofür ich zu meinen Eltern gefahren bin, mit vorheriger Isolation und allem. Unterm Tannenbaum lagen übrigens auch ein paar Bücher, unter anderem die "All for the Game"-Reihe von Nora Sakavic als Print, die ich letztes Jahr als E-Book verschlungen habe, und die Illuminae-Trilogie von Jay Kristoff und Amie Kaufman, von der ich bisher nur den ersten Band auf Deutsch gelesen habe und jetzt zu Englisch wechsele, weil bekanntlich der dritte Band nicht übersetzt wurde. Aber ich freu mich schon darauf, die Reihe endlich weiterzulesen!

Dann habe ich meinen siebten Bloggergeburtstag im Dezember verpasst. Ich kann gar nicht glauben, dass mein Blog schon sieben Jahre alt geworden ist. Sieben Jahre sind verdammt lang, und ich freue mich so sehr über jede:n, der:die meine Beiträge liest, über jeden Kommentar, jeden Buddy Read, jeden Austausch und überhaupt vielen Dank an euch alle dafür! ♥
Ich hoffe, ihr bleibt mir weiterhin treu, trotz gelegentlicher Motivationsflauten, und freue mich auf die nächsten Jahre mit euch!

Um ein bisschen mehr Leben in die Bude zu bringen, planen Anna und ich schon die nächsten Lesemarathons für dieses Jahr, seid also gespannt! Falls ihr da irgendwelche Wünsche oder Ideen habt, meldet euch gerne. ^^
Außerde müssen Rückblicke geschrieben werden und ich hab auch noch ein paar Rezensionsentwürfe rumfliegen. Tatsächlich gehörte aber auch das Lesen zu den Dingen, für die mir in letzter Zeit die Motivation fehlte, und auch hier hoffe ich, dass sich das bald wieder ändert. Aber hey, dafür bin ich irritierend motiviert, was das Schreiben angeht, und hatte im Dezember die Ehre, dass eine Kurzgeschichte von mir veröffentlicht wurde.

So, habe ich irgendwelche Skandale verpasst? Wie geht es euch? Falls ihr Weihnachten gefeiert habt, wie war es? Lagen bei euch Bücher unter dem Baum und wenn ja, welche?

Bis bald! ♥
Eure Dana

Dienstag, 15. Dezember 2020

Rückblick September 2020

Huhu ihr Lieben,

ich lebe noch, keine Sorge, aber irgendwie war ich die letzten Wochen sehr von meinem Studium eingespannt und hatte ansonsten sehr wenig Energie zum Bloggen. Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass mein Rückblick September noch aussteht, weswegen ich das jetzt schleunigst nachholen werde.

Gelebt:


Im September befand ich mich in der Endphase meiner Bachelorarbeit, die direkt von einer letzten Hausarbeit abgelöst wurde. Mit anderen Worten: Ich hab mich quasi durchgehend gestresst, um die beiden Arbeiten fertig zu kriegen und bin vermutlich allen in meinem Umfeld auf den Keks gegangen. Umso erleichterter war ich, als ich dann endlich abgegeben hatte und eine Woche Urlaub auf mich wartete, die dafür umso toller war.

Gebloggt:


Ja, ähm, dazu bin ich dank Bachelor- und Hausarbeitsstress überhaupt nicht gekommen, auch wenn ich es zwischendurch echt vermisst habe.

Geschrieben:


Haha ... Ich hab zwar viel akademischen Kram geschrieben, aber davon abgesehen bin ich erst Ende des Monats wieder dazu gekommen, mich wieder an das kreative Schreiben anzunähern und habe ein paar kleinere Kurzgeschichten verfasst.

Gelesen:


Ich habe im September drei Bücher aus unterschiedlichen Genres gelesen, die mir aber alle gefallen haben.

Loveless ~ Alice Oseman [Rezension]
 
Dieses Buch über eine Studentin im ersten Semester an der Uni, die herausfindet, dass sie aromantisch und asexuell ist, ist eins meiner Jahreshighlights, nicht zuletzt aufgrund der absolut tollen Repräsentation nicht nur des Ace-Spektrums, sondern auch aufgrund der tollen, tiefgründigen Charaktere und der sehr realitäsnahen Beschreibung der Alltagswelt Jugendlicher.

Die Sommer ~ Ronya Othmann [Rezension]

Dieser Roman vermittelt einen Einblick in die Kultur und Lebensrealität eines kurdischen Dorfes in Syrien, aus dem der Vater der Protagonistin stimmt und wohin sie jeden Sommer fährt. In ihren Erinnerungen reflektiert sie diese Sommer und gab mir dabei die Möglichkeit, viel über êzîdische Geschichte und Kultur zu lernen.

Die letzten Tage des Patriachats ~ Margarete Stokowski

Nachdem ich im Sommer "Untenrum frei" gelesen habe, folgte nun diese Sammlung verschiedener Kolumnen von der Autorin, die sich überwiegend mit feministischen Themen auseinandersetzen, aber auch Rassismus, LGBTQIA+, Sexualität und vieles mehr aufgreifen, nicht selten anhand politischem Zeitgeschehen der letzten Jahre. Ich mochte dabei den humorvollen Schreibstil der Autorin sehr gerne, der diese gleichzeitig sehr lehrreichen kurzen Texte sehr unterhaltsam macht - die viele wichtige Aussagen enthalten. Durch die Kürze lassen sich die Kolumnen auch gut nebenbei mal lesen.


Gesehen:


Zum Einen habe ich The Breakfast Club gesehen, bei dem mich konstant irritiert hat, dass die Schauspieler, die die angeblichen Teenager gespielt haben, wie 30 aussahen. Ich fand ein paar Stellen nicht ganz unproblematisch und gerade das Ende wenig überzeugend.
 
Dann habe ich es endlich geschafft, Breakfast at Tiffany's zu gucken, und fand den Film unerwartet gut. Obwohl der Film von 1961 ist, könnte er vermutlich problemlos auch heute spielen, und davon abgesehen, dass ich Audrey Hepburn toll finde, waren die Dialoge auch witzig und das Ganze überraschend tiefgründig. Also manchmal. 

Außerdem habe ich die zweite Staffel von The Boys (die Review zu ersten Staffel findet ihr hier) gesehen, die sich zunehmend zu einer meiner Lieblingsserien entwickelt. Keine Empfehlung für diejenigen, die kein Blut sehen können, weil es schon sehr splatterhaft ist, aber der vollkommen absurde und nicht selten schwarze Humor ist genial. 
Ebenso wie die Vielschichtigkeit der Charaktere, denn obwohl manche absolute Arschlöcher sind, schafft es die Serie, dass man in manchen Augenblicke gegen den eigenen Willen mit den meisten irgendwie sympathisiert, ohne aufzuhören, sie zu hassen. Und nichtzuletzt war ich positiv überrascht davon, wie politisch die Serie wird, indem sie sich nämlich mit Themen wie rassistischer Polizeigewalt, Rassismus, Sexismus, Homo-/Biphobie, Queerbaiting und Repräsentation auseinandersetzt. Neben Fragen von Macht und Korruption.
Insgesamt also eine sehr gute Serie, die meinen Geschmack getroffen hat - ich bin gespannt auf die dritte Staffel!


Ich wünsche euch noch eine entspannte Woche, trotz der verschärften Maßnahmen, und dass ihr alle gesund bleibt! ♥

Eure Dana

Sonntag, 22. November 2020

[Rezension] Frankenstein


Autorin:
Mary Shelley
Verlag: Penguin
Seiten: ca. 220
Ersterscheinung: 1818 bzw. 1831
ISBN: 978-0-14-062332-1
Taschenbuch


CW: (Anklicken zum Öffnen)

Mord, Blut, Tod, Krankheit, Depression, Suizidgedanken (ohne Gewähr)



Inhalt:

Bei seiner Expedition in die Arktis sammelt ein junger Mann einen Fremden auf, gezeichnet vom Leben. Er erzählt ihm seine Geschichte - die Geschichte des jungen Frankenstein, der Leben erschaffen will und der, als es ihm gelingt, vor Entsetzen vor seiner Kreatur zurückschreckt ...

Donnerstag, 19. November 2020

Onlinesemester, NaNoWriMo und Neuzugänge

Hallöchen,
 
es wird mal wieder Zeit für einen vollkommen inhaltslosen Laberpost. Was natürlich nichts damit zu tun hat, dass ich in letzter Zeit keine Rezensionen geschrieben habe und gerade zu faul bin, mich an die Monatsrückblicke zu setzen, die mit Sicherheit auch noch ausstehen. Treten Sie ein, kommen Sie näher, immerhin habe ich die letzten Wochen mal wieder mit Abwesenheit geglänzt.
Ich habe das Gefühl, mir fehlt in diesem Jahr konstant Energie, und das hat natürlich gar nichts damit zu tun, dass alles online ist und ich gefühlt den ganzen Tag zuhause rumhänge und meiner Mitbewohnerin auf den Keks gehe. Ich meine, ich befinde mich in einer vergleichsweise privilegierten Position, aber ich merke, wie schwer es mir manchmal fällt, mich zu Dingen aufzuraffen.

Immerhin hat das Onlinesemester begonnen und damit bin ich in meinen Master gestartet. Natürlich finde ich es schade, meine neuen Kommoliton*innen nicht wirklich kennenlernen zu können und ich merke, wie viel Konzentration Online-Veranstaltungen erfordern, aber hey, wenigstens muss ich nicht raus in die Kälte und kann eingekuschelt mit einer Tasse Tee Vorlesungen verfolgen.
Einkuscheln und Tee sind sowieso meine aktuellen Lebensrichtlinien. Tatsächlich fange ich auch an, den Herbst zu mögen - das bunte Laub, wenn die Sonne scheint, gemütliche Abende bei Kerzenschein, ... Und das, obwohl ich mich sonst als absoluten Sommermensch sehe. :D

Aus mir nicht ganz klaren Gründen komme ich dabei irgendwie kaum zum Lesen. Ich habe "Little Women" angefangen, aber irgendwie catcht mich das Buch nicht wirklich. Ich find's ganz unterhaltsam, allerdings komme ich kaum voran. 
Parallel dazu lese ich gerade gemeinsam mit Alica "An Enchantement of Ravens" (Margaret Rogerson), und nachdem sich "Sorcery of Thorns" im Frühjahr direkt einen Platz bei meinen Lieblingsbüchern gesichert hat, kann mich auch ihr Debüt bisher absolut überzeugen, nicht zuletzt weil ich es liebe, wie gesund und auf Augenhöhe sie Liebesgeschichten schreibt!

Ansonsten bestelle ich zwischendurch Bücher, zuletzt sind besagtes "An Enchantement of Ravens", "Girl, Serpent, Thorn" (Melissa Bashardoust, dt.: "Die Gefangene von Golvahar") und "The Dark Descent of Elizabeth Frankenstein" (Kiersten White) bei mir eingezogen. Letzteres wollte ich unbedingt lesen, nachdem ich im Oktober "Frankenstein" gelesen habe (Rezension folgt) und die Adaption um die Ziehschwester Frankensteins mich super angesprochen hat. Außerdem warte ich noch auf "Alice" von Christina Henry. Es bleibt düster.

Darüber hinaus habe ich mit meiner Mitbewohnerin "The Marvelous Mrs. Maisel" durchgeschaut, und ich muss sagen, obwohl ich mich mit Komödien nicht unbedingt leichttue, mochte ich den Humor dieser Serie sehr gerne. Gerade das überzogene Absurde oder die Situationskomik konnten mich abholen, und der 50er-Jahre-Flair ist halt auch cool. ^^

Weil momentan ja echt nicht so viel passiert, dachte ich, es wäre eine gute Idee, beim NaNoWriMo mitzumachen - 50.000 Wörter in einem Monat zu schreiben, wenn man eh nichts anderes zu tun hat, klang machbar. Pustekuchen. Ich dümpel momentan bei 12k Wörter herum und habe die Hoffnung aufgegeben, auch nur annähernd in die Nähe des Endziels zu kommen, aber wenigstens schreibe ich dadurch jeden Tag. 
An sich habe ich auch durchaus Spaß an meinem Projekt - ich habe das Young Adult-Projekt wieder aufgenommen, dass ich im Juli als Prokrastination für meine Bachelorarbeit entworfen habe. Ich bewundere nur gerade sehr diejenigen, die wirklich jeden Tag fast 1.700 Wörter schreiben, ich liege meistens eher 1.000 Wörter darunter. xD

Was ist eure Lieblingsjahreszeit? Was lest ihr gerade? Welche Bücher sind zuletzt bei euch eingezogen? Und wer macht noch beim NaNoWriMO mit?
 
Habt eine schöne Restwoche! ♥
Eure Dana

Dienstag, 10. November 2020

[Rezension] Night of the Dragon


Autorin: Julie Kagawa
dt.: Im Schatten des Drachen (2020)
Verlag: Inkyard Press
Seiten: ca. 360
Erscheinungsdatum: 2020
ISBN: 978-1-335-14678-6
Gebunden mit Schutzumschlag


Trilogie:


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !
 

Montag, 26. Oktober 2020

[Rezension] A Darker Shade of Magic


Autorin:
V. E. Schwab
dt.: Vier Farben der Magie (2017)
Verlag: Titan Books
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 27.02.2015
ISBN: 9781783295401
Taschenbuch


Trilogie (in meinen Augen auch als Einzelband lesbar):
  • A Darker Shade of Magic
  • A Gathering of Shadows
  • A Conjuring of Light


CW (Anklicken zum Öffnen):

graphische Gewalt, sexualisierte Gewalt, versuchte Vergewaltigung, Selbstverletzung, Tod, Folter, Blut (keine Gewähr auf Vollständigkeit)



Inhalt:

Kell ist einer der letzten, der zwischen den drei Paralleluniversen, den drei Londons, wechseln kann: dem Roten London, das vor Magie pulsiert, dem Grauen London, dem Magie fehlt, und dem Weißen London, das verdorben ist. Einst, ehe die Grenzen zwischen den Welten geschlossen wurden, gab es ein viertes London, das Schwarze London ...

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Rückblick August 2020

Huhu,
 
ich weiß, ich hinke ein bisschen hinterher, aber hier ist jetzt endlich auch mal mein Monatsrückblick August. ^^ (Dank Corona bin ich noch verwirrter, wie lange die Monate schon her sind und welchen Monat wir überhaupt gerade haben. :D)
 

Gelebt:

Auch der August stand ganz im Zeichen meiner Bachelorarbeit - oder eher der Prokrastination derselben. Gegen Ende habe ich mir mal zwei Wochen Pause gegönnt, in denen ich kaum daran gearbeitet habe, und ich muss sagen, das hat extrem geholfen, um ein bisschen Abstand zu gewinnen und danach mit neuem Schwung durchzustarten. Und sich einfach auch mal mit etwas anderem zu beschäftigen.
 
Außerdem wurde ich für meinen Master Politikwissenschaft zugelassen, in den ich jetzt starte. Ich war mir vorher nicht sicher, ob das klappen würde, umso mehr habe ich mich gefreut. ^^


Gebloggt:

Im August war ich eigentlich noch ganz gut dabei, unter anderem sind meine Gedanken zu dem Thema online gegangen, wie politisch wir eigentlich lesen - vielen Dank nochmal für eure Antworten, ich fand es toll, mich mit euch zu diesem Thema auszutauschen!
 

Gelesen:

Ich bin deutlich weniger zum Lesen gekommen als noch im Juni oder Juli, habe aber immerhin fünf Bücher geschafft, davon vier auf Englisch. Das auf Deutsch war tatsächlich auch meine einzige Enttäuschung. xD Und auch die Genres waren diesmal sehr durchmischt:
 

We Are Okay ~ Nina LaCour [Kurzvorstellung]
 
Das Buch hat mich insofern überrascht, als dass ich nicht erwartet hatte, dass es mich emotional so mitnehmen würde. Auch wenn die Geschichte eher ruhig erzählt wird, werden Themen wie Freundschaft, Verlust und Einsamkeit so eindrücklich erzählt, dass es mich mitten ins Herz traf.
 
Soul of the Sword ~ Julie Kagawa [Rezension]
 
Nachdem mich der erste Band "Sword of the Fox" schon überzeugen konnte, stand der Nachfolger diesem in nichts nach. Ich hab mich sehr gefreut über die unerwartete gay love story zweier Nebencharaktere, die ich sehr geshippt habe, mochte aber vor allem auch die humorvollen Dialoge und die liebenswerten Charaktere sehr gerne.


Swing Time ~ Zadie Smith [Rezension]

Dieses Buch zeichnet den Lebensweg einer jungen Schwarzen Frau nach, die in einem Arbeiterviertel in London aufgewachsen ist und dort ihre Leidenschaft fürs Tanzen gemeinsam mit einer Freundin entdeckt, die im Gegensatz zu ihr Talent hat. 
Das Buch behandelt unter anderem Sexismus, Klassismus und Rassismus. Themen wie white savourism, cultural appropriation und postkoloniale Machtstrukturen werden eindrücklich in die Erzählung eingewoben, sodass ich das Buch nur empfehlen kann.

Questions for Ada ~ Ijeoma Umebinyuo [Kurzvorstellung]

Der erste Gedichtband, den ich gelesen habe - was ich kein bisschen bereut habe. Die Gedichte der nigerianischen Autorin sind unglaublich wunderschön und gleichzeitig herzzerreißend geschrieben und setzen sich mit Rassismus, Kolonialismus, Feminismus, sexualisierter Gewalt und Mental Health auseinander.


Agnes ~ Peter Stamm [Kurzvorstellung]

Dieses Buch um einen Schriftsteller, der etwas mit einer deutlich jüngeren Frau anfängt, konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, auch weil ich weder zu den Charakteren noch zu der Handlung irgendeine Bindung aufbauen konnte. Und auch der Schreibstil war nicht mein Fall.


Gesehen:

Im August habe ich Portrait de la jeune fille en feu, immer noch einer meiner Lieblingsfilme, und Flesh and Bone re-watcht. Bei letzterem habe ich ein bisschen vergessen, wie abgefuckt und kaputt diese Serie ist, und wie gefühlt jede Folge immer krasser wird. :D

Dann habe ich mit einer Freundin Blau ist eine warme Farbe gesehen und ähm ja, mir war vorher nicht so ganz klar, dass der Film drei Stunden lang ist. Sagen wir mal so, ich musste zwischendurch neues Popcorn machen. Ich hatte ja den Eindruck, dass der Film problemlos auch eine Stunde kürzer hätte sein können, bei einigen Szenen habe ich den Sinn nicht so ganz verstanden. Nicht unbeteiligt an der Länge dürften auch die sehr langen Sexszenen sein, die außerdem Vorerfahrungen in Gymnastik vermuten lassen.
Insgesamt kann ich auch die Kritik an dem Film verstehen, er würde eine sapphische Beziehung bzw. lesbische Frauen im Allgemeinen fetischisieren. Warum zum Beispiel in so vielen Einstellungen der Blick auf den Hintern gezogen wird, ist mir schleierhaft, wenn nicht aus sexualisierenden Gründen.
Und schließlich fand ich die Beziehung dezent toxisch und mir fehlte da komplett die romantische Ebene.

Außerdem habe ich den Horrorfilm The Forest gesehen, den ich allerdings vor allem als langweilig, nicht wirklich gruselig und auch irgendwie nicht so ganz logisch empfunden habe. Zu den Charakteren konnte ich auch null Beziehung aufbauen, dabei war die Idee eigentlich ganz cool.

Ein weiterer Film, den ich gesehen habe, war My Days of Mercy, und diesen Film mochte ich eigentlich sehr gerne. Er handelt von zwei Frauen, die sich ineinander verlieben, nur dass die eine für Todesstrafe und die andere gegen Todesstrafe demonstriert. Ich mochte es, wie beide Positionen nachvollziehbar werden und wie die moralischen Fragen behandelt werden.

Und schließlich habe ich auch Kill Your Darlings gesehen, ein Film mit einnehmender Atmosphäre und genial gezeichneten Beziehungen zwischen den Charakteren. (Und einer süßen Katze.)


Welche Bücher und Filme kennt ihr? Habt ihr Horrorfilmempfehlungen? Und könnt ihr mir Gedichtbände empfehlen?


Habt noch eine wundervolle Restwoche! ♥
Eure Dana

Montag, 19. Oktober 2020

[Rezension] Das perfekte Leben meiner Schwester


Autorin:
Sophie Edenberg
Verlag: selfpublished
Seiten: 395
Erscheinungsdatum: 30.09.2020
ISBN: 979-8-6791-2510-0
Taschenbuch; 14,99€
 
 
CW:  (Anklicken zum Aufklappen)

Sexualisierte Gewalt, graphisch beschriebene Vergewaltigung, Rassismus, Sexismus, Alkohol, Krankheit, Blut, versuchter Todschlag, explizite Sexszenen, Fat-Shaming, Slut-Shaming (keine Gewähr auf Vollständigkeit)




Inhalt:

Als die neunzehnjährige Emma herausfindet, dass sie adoptiert wurde, bricht ihre Welt zusammen. Zudem stellt sich heraus, dass ihr Vater ein vermögender Wiener ist. Während sie selbst in Armut aufgewachsen ist, lebt ihre Halbschwester im Überfluss. Und ihr Vater will nichts von ihr wissen. Getrieben von Eifersucht beschließt Emma, Rache zu nehmen - doch dann lernt sie ihre Halbschwester besser kennen ...

Donnerstag, 15. Oktober 2020

[Rezension] Loveless

'You're gonna be OK. There's nothing you have to do except be.' (Seite 284)
 

Autor*in:
Alice Oseman
Verlag: Harper Collins
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: 09.07.2020
ISBN: 978-0-00-824412-5
Taschenbuch


Inhalt:

Georgia hatte noch nie eine Beziehung. Sie hat noch nie jemanden geküsst und einen richtigen Schwarm hatte sie auch noch nie. Jetzt, wo sie ihr erstes Semester an der Universität anfängt, soll sich das endlich ändern. Aber muss es das überhaupt?

Sonntag, 11. Oktober 2020

[Rezension] Swing Time

Do others have to lose so we can win? (Seite 50)


Autorin: Zadie Smith
dt.: Swing Time (2017)
Verlag: Penguin
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: 2016
ISBN: 978-0-141-03660-1
Taschenbuch mit Klappenbroschur


TW: (Anklicken zum Aufklappen)

Rassismus, sexualisierter Missbrauch, körperlicher Missbrauch, Alkohol, Drogen, Krankheit



Inhalt:

Zwei Schwarze Mädchen wachsen in Willesden auf und lernen sich beim Tanzunterricht kennen. Nur Tracey hat wirklich Talent, doch für die nächsten Jahre scheinen die beiden unzertrennlich. Und doch werden sie zwei sehr unterschiedliche Lebenswege einschlagen.