Montag, 16. Oktober 2017

Müssen Bücher wirklich makellos aussehen?

Als Kind habe ich Bücher einfach gelesen, ohne Rücksicht darauf, wie sie anschließend aussahen. Ich habe sie aufgeklappt mit dem Buchrücken nach oben gelegt, habe Bücher auseinander gebogen, bis sich die Leserillen über die verbogenen Buchrücken von Taschenbüchern zogen wie Falten in der Haut eines Neunzigjährigen oder gebundene Ausgaben schief waren. Ich habe mir keinerlei Gedanken darüber gemacht, wie ich das Buch lese, weil es um die Geschichte ging.
Dann tauchte ich ein in die Welt des Bloggens und die Huldigung der Bücher, und alles änderte sich.

Plötzlich bekam ich einen Herzinfarkt, wenn ich sah, wie jemand ein Buch auseinander bog oder gar umgedreht hinlegte. Gerade Taschenbücher öffnete ich nur so weit, dass ich gerade die Worte erkennen konnte, ungeachtet der schmerzhaften Verdrehung der Hand. Konnte ich mal nicht vermeiden, dass sich eine Leserille bei einer unbedachten Bewegung in ein Taschenbuch bahnte (schönes Beispiel: "Red Rising" von Pierce Brown - einmal nicht aufgepasst und zack, war's geschehen), stand ich kurz vor dem Heulkrampf und als ich mal mit einer Teetasse versehentlich angestoßen wurde und sich der Tee auf dem Buch auf meinem Schoß verteilte, ähnelte das einem Weltuntergang (dabei mochte ich das Buch gar nicht). Zwar lieh ich Bücher gerne aus, weil ich Geschichten gerne teilte, doch jedes Mal zitterte ich innerlich in der ängstlichen Erwartung, in welchem Zustand ich das Buch wohl zurück bekommen würde.
Bücher sind Schätze, präsentiert im Regal, behandelt wie das Wertvollste der Welt. Sie beherbergen doch schließlich auch Geschichten, können in der Gestaltung ein wahres Meisterwerk sein, das geschützt werden muss. Nichts ist schöner als eine Reihe ebenmäßiger Buchrücken von Büchern, die dem Aussehen nach ungelesen sind. Nicht wahr?

Na, kannst du dich da identifizieren? Kriegst du auch Schweißausbrüche bei Wörtern wie Eselsohren, gebrochenem Buchrücken und Leserillen? Sehen dich die Leute auch merkwürdig an, weil du Bücher in komischen Verrenkungen liest, weil sie wirklich aufzuschlagen das Grauen selbst wäre?
Zugegeben, manchmal komme ich mir doch ein wenig fanatisch vor. Wenn Leute mich schräg ansehen oder sich darüber lustig machen. Wenn sie Angst haben, ein Buch von mir auszuleihen, obwohl ich Geschichten doch so gerne teile. Und als sich wieder eine Leserille in ein dickes Taschenbuch bahnte und ich zu müde war, um mich darüber zu entsetzen, bin ich nachdenklich geworden.

Stellt euch ein altes Buch von einem Flohmarkt vor. So ein Buch mit Leserillen, vergilbten Seiten und Teeflecken, mit Namen auf der Innenseite und abgenutztem Einband. So ein Buch, das eine Geschichte erzählt. Die Geschichte davon, wie die Story zwischen den Seiten geliebt wurde, nicht nur einmal, sondern mehrfach, wie jemand durch die Seiten geflogen ist, an sie gefesselt war und mitgerissen die Story verfolgt hat. Die Geschichte davon, wie das Buch überall hin mitgenommen wurde, wie es vielleicht Städte wie Paris oder Madrid gesehen hat, wie es bei Liebeskummer getröstet, regnerische Herbstnachmittag versüßt und heiße Sommertage vertrieben hat. Keine neue Ware, kein Buch wie jedes andere in der Buchhandlung, sondern eins, mit dem individuelle Erinnerungen verbunden sind.
Bei meiner Ausgabe von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" sind Seiten gewellt, weil Tränen darauf gefallen sind. Meiner Edelsteintrilogie sieht man zum Beispiel an, dass sie vierzehn Mal gelesen wurde. Die Schutzumschläge sind verknickt, die Einbände abgenutzt und manchmal fleckig. Manchmal schäme ich dafür. Manchmal denke ich, man sieht der Reihe an, dass sie geliebt wurde. Und als ich letztens meine "Arkadien"-Trilogie re-readete, in die mein jüngeres Ich ohne schlechtes Gewissen Leserillen gelesen hatte, da bog ich das Buch auf, weil der Schaden ja eh schon passiert war, und war erstaunt darüber, wie angenehm es sich lesen ließ.

Jetzt kann man einwenden, dass sich ein Buch wohl kaum lange hält, wenn man es so nachlässig behandelt. Bei einem Buch, das häufig gelesen wird, würde doch bald der Einband abfallen, wie viel schöner wäre es, wenn Bücher auch in fünfzig, sechszig, siebzig Jahren noch lesbar sind, ohne das man fürchten muss, in jedem Moment lose Seiten in den Händen zu halten.
Und ja, mein Bücherherz bringt es auch nicht über sich, Bücher aufzubiegen. Es genießt es, über ebenmäßige Buchrücken zu streichen, die Schätze im Regal zu bewundern und sie mit Achtsamkeit zu lesen, wie ein kleiner Schatz, die sie auch sind - denn zwischen den unscheinbaren Seiten verstecken sich ganze Welten, ganze Leben voller Emotionen und Geschichte.
Aber vielleicht fange ich an, an mir zu arbeiten, und ein wenig gelassener zu werden. Nicht mehr an dem Rand der Verzweiflung zu stehen, wenn doch mal eine Leserille auftaucht - denn das passiert nun mal, wenn Bücher gelesen werden, und dafür sind sie schließlich da. Und wenn unten der Rand zerfleddert, weil ich das Buch den ganzen Tag in der Tasche transportiert habe, dann erzählt das nur die Geschichte davon, wie mich das Buch auf der Reise begleitet hat.
Denn ein Regal voller Bücher erzählt nicht nur die Geschichten zwischen den Seiten. Sondern auch die der Erinnerungen, die wir mit den Büchern verbinden. 

Eure Dana

28 Kommentare

  1. Hach Dana, mal wieder ein wundervoller Beitrag von dir!
    Ich habe mich ja noch nie wirklich um das Aussehen meiner Bücher geschert. Meine Buchrüken breche ich absichtlich, sowohl bei TBs als auch bei HCs. Die Bücher stecke ich einfach in meinen Rucksack, abgestoßene Ecken bleiben also fast zwangsläufig als andenken. Bei Seelen ist sogar eine Seite rausgerissen, weil das Buch eben sehr viele Seiten hat und die Seite beim Umblättern leider keinen Halt mehr hatte xD
    So weiß man bei mir aber auch sofort, welche Bücher ich schon gelesen habe :D Und Schutzumschläge verdecken ja das meiste Übel wieder ziemlich gut!

    Bei geliehenen Büchern ist es natürlich was anderes. Wenn mir gesagt wird: Buchrücken nicht brechen, dann halte ich mich natürlich auch daran. Aber bei eigenen...

    Ich habe außerdem das Gefühl, dass ich noch schlimmer mit meinen Büchern umgehe, seitdem ich blogge. Also genau gegenteilig zu dir :D

    Natürlich sieht ein Regal mit heilen Buchrücken schöner aus. Keine Frage. Aber so ein wenig "used look" ist doch gar nicht schlimm. Ich hoffe, dass du nicht mehr allzu entsetzt bei Leserillen bist. Hilft sonst vielleicht eine Schocktherapie? xD

    Liebste Grüße! ♥

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    1. Liebe Anna, ♥

      danke. :)
      Ich muss sagen, die Idee dazu kam mir auch, weil ich an dich gedacht habe. Weil du dich eben nicht um das Aussehen scherst - wodurch bei mir die Frage aufkam, ob das nicht vielleicht auch etwas hat. Und ja, das tut es, ich hoffe, das schwang jetzt in diesem Beitrag mit, der sich im Endeffekt vor allem darum drehte, wie ich dazu stehe.

      Zur Schocktherapie stehen die älteren Bereiche meines Bücherregals bereit. xD Die "Red Rising"-Trilogie war aber auch schon ganz schön Schocktherapie, weil es sich einfach nicht vermeiden ließ, dass bei der Dicke dort eine Leserille hineingeriet. :D

      Liebe Grüße ♥

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    2. Ah, schön dass ich dich zu dem Beitrag inspirieren durfte 😄
      Das schwang auf jeden Fall mit!

      Ich finde das ja teilweise schon ein wenig beeindruckend, wie manche Leute es schaffen, bei 1500 Seiten keine einzige Leserille hinzubekommen. Das ist ja eigentlich auch schon eine Kunst!

      ❤️

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    3. Ja, das ist es wirklich, davon bin ich auch immer sehr beeindruckt. :D Ich meine, wie lesen die das denn dann bitte?? ;)

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  2. Liebe Dana,

    na das ist ja ein toller Beitrag geworden, den du hier wieder gezaubert hast ^^ und ich habe mich sooo wiedererkannt. :D Damals als das Bloggen noch eine Sphäre in weiter Zukunft war und ich nicht mal daran gedacht habe, habe ich Bücher auch gelesen, ohne darauf zu achten, wie ich sie lese. Und ich muss zugeben, dass ich zigtausende Bücher mit Leserillen verziert habe oder die Bindung bei gebundenen Büchern gebrochen. Aber wie gesagt, das war zu einer anderen Zeit. Heute geht es mir da eher wie dir. Möglichst keine Leserillen produzieren. Ja klar, es lässt sich nicht immer vermeiden, aber wenn es sich vermeiden lässt, dann vermeide ich es. Ich bin da zwar nicht so krass wie du, in dem ich die Bücher so wenig wie möglich aufmache, damit ja keine Leserille reinkommt, aber ich lege sie jetzt nicht verkehrt herum hin. Ich persönlich mag es ja, wenn die Bücher einen mittelmäßigen Zustand haben. Also dass man ihnen ansehen kann, dass sie gelesen sind, aber halt nur ein paar mal und nicht nigelnagelneu. Denn ich sehe es wie du, Bücher erzählen nicht nur eine Geschichte, sondern wie sie behandelt wurden, erzählt die Geschichte des Buches.

    Liebste Grüße,
    Cata

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    1. Liebe Cata,

      dankeschön! ♥

      Hm, ein schöner Mittelweg, den ich mir vielleicht mal zum Vorbild nehme. :D
      Ich mein, woher kommt das eigentlich? Perfektion der Ästhetik? Weil alle es so machen und es als Ideal gilt? Echte Behutsamkeit?
      Letztendlich lassen sich Leserillen eben auch nicht immer vermeiden, gerade bei dicken Büchern. Und ich arbeite jetzt an mir, dass ich nicht immer versuche, es zu vermeiden. Vertane Mühe.

      Liebe Grüße ♥

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  3. Liebe Dana,

    darüber denke ich auch oft nach. Ich muss sagen, ich war früher schlimmer. Früher habe ich einen halben Herzinfarkt bekommen, wenn jemand sein Buch auseinander knickte. Es war Ketzerei! ;) Wie kann man nur!

    Heute sehe ich es locker - solange es nicht mein eigenes Buch betrifft. :D Leserillen kann ich tatsächlich nicht leiden, auch wenn es sich bei manchen Büchern nicht vermeiden lässt. Und wenn ein Buch stinkt, kann ich es tatsächlich nicht lesen. Ich kaufe oft gebrauchte Bücher und gehe jede Woche in die Bücherei. Bei letzterem macht es mir nicht so viel aus, wenn es etwas schmuddelig ist. Bei gebrauchten Taschenbüchern achte ichs chon drauf, dass der Zustand "sehr gut" ist.
    Eine Freundin von mir sagt immer, es ist die Berufung eines jeden Buches, mind von 5 Personen gelesen zu werden. Der Satz gefällt mir. Und es hat mich berührt, was Du über "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" geschrieben hast.

    Ich lasse Dir ein Abo da und vielleicht hast Du ja Lust, mal bei mir vorbei zu schauen. Ich würde mich freuen. ♥
    Liebste Grüße
    Lilly

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    1. Hallo Lilly,

      herzlichen Willkommen und danke fürs Folgen! :)

      Ich hab auch eine Zeit lang relativ oft Mängelexemplare bestellt, das hat mich interessanterweise auch nicht gekümmert. Wobei die ja auch oft in erstaunlich gutem Zustand sind.

      Der Satz deiner Freundin ist wirklich schön, und es ist ja auch toll, Geschichten zu teilen, zu wissen, dass das Buch andere zum Lachen und Weinen gebracht hat, sie mitgerissen, gefesselt und berührt ... und das ist letztendlich wichtiger als der Zustand eines Buches. Denn es geht schließlich in erster Linie immer um die Geschichte.

      Liebe Grüße :)

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  4. Liebe Dana,

    dieser Post hier ist wirklich unfassbar schön geschrieben!
    Ich persönlich habe eigentlich nichts gegen Lesrillen, auch wenn ich natürlich auch ein Buch ohne Leserille wirklich schön finde, aber wenn es passiert, dann passiert es. Das einzige, wo es mich wirklich schüttelt sind Eselsohren. Mit denen habe ich wirklich ein Problem und kann sie nicht so gut leiden.

    Mein früheres Lieblingsbuch ist wirklich ziemlich mitgenommen. Eine Seite ist schon fast rausgefallen, der komplette Buchrücken ist voller Leserillen, überall sind Flecken, weil mir in venedig einmal etwas Eis darauf gefallen ist, zwischen manchen Seiten ist Sand, weil ich es in Spanien am Strand gelesen habe und manche Seiten sind leicht geweltt, einfach nur, weil ich das Buch mit in die Badewanne genommen habe.

    Liebste Grüße,
    Anna ♥

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    1. Liebe Anna,

      vielen Dank! ♥

      Eselsohren finde ich gar nicht mal soo schlimm. Also, sie nerven mich schon, aber nicht sonderlich stark, da sie ja auch so kaum auffallen, wenn man sie wieder zurechtknickt. :x

      Ein Buch voller Erinnerungen, mit einer Geschichte also - genau das, was ich meinte. :)

      Liebe Grüße ♥

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  5. Hallo Dana,
    dein Post ist sehr schön geschrieben, ich mag deine persönliche Note.
    Mir selber ist total schleierhaft, warum jemand so Abneigungen gegen Leserillen etc. hat. Klar, es sieht nicht mehr so schön aus, wenn ein Buch gelesen wurde. Aber das sind doch Dinge, die in Benutzung sind, nie (Autos, Fotos, Teller...). Nein, ernsthaft - ich verstehs nicht. Ich lese nur so, wenn ich das Buch danach noch verschenken möchte; z.B. die Kinderbücher, die ich im Moment rezensiere, hab ich eigentlich nur angenommen, weil ich weiß, dass es ein Kind gibt, das sich freuen würde. Aber immer so lesen, so vorsichtig, kaum die Seiten umblättern? Das macht doch wirklich keinen Spaß. Um so zu lesen, sind mir meine Augen zu schade. Ich persönlich sehe da überhaupt keinen Mehrwert darin. Einem Buch darf man ruhig ansehen, dass es gelesen, und damit wertgeschätzt, wurde. Ein Buch mit vielen Eselsohren, vielleicht auch Anmerkungsstrichen, und angestoßen, wurde offensichtlich oft gelesen, ergo muss sich die Geschichte lohnen. Was soll ich von einem gelesenen Buch halten, das aussieht, als käme es direkt vom Druck?
    Interessante Fragestellung
    Liebe Grüße - Daniela

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    1. Vielen Dank, liebe Daniela!

      Stimmt, das ist auch etwas, was mir dazu einfiel. Die Ironie des Ganzen ist es, dass ich es sonst mag, wenn Gegenstände etwas genutzter aussehen, wenn man merkt, dass sie eine Geschichte haben. Gerade etwas abgenutztere Notizbücher finde ich irgendwie schön.
      Von daher auch interessanter Blickpunkt, danke. :)

      Liebe Grüße

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  6. Guten Morgen Dana!

    Ein wunderschöner Post, der mir auch aus dem Herzen spricht!

    Ja, ich hab als "Blogger" auch angefangen, meine Bücher zu hüten wie meinen "Schaaaaatz" :D
    Wenn ich Rezensionsexemplare bekomme, neu, eingeschweißt, mit wunderschönem Cover, dann will ich das genauso behalten! Ich achte sehr darauf beim Lesen dass es genau in dem Zustand bleibt und liebe es, wenn es auch in ein paar Jahren noch wie neu aussieht.

    ABER! Ich tausche oder kaufe auch gerne Bücher gebrauchte Bücher und bei denen ist es mir ziemlich egal, wie die aussehen! Die dürfen auch gerne "verlesen" ausschauen, das macht das Buch dann irgendwie ... es gibt ihm eine Geschichte. Wie du schon oben so schön geschrieben hast.
    Auch hab ich ältere Bücher im Regal, die ich öftes gelesen habe oder auch sehr oft verliehen hatte und die sehen eben gebraucht aus, und gerade dafür liebe ich sie auch :)

    Wenn tatsächlich mal ein "Unglück" mit einem neuen Buch passiert, dann ärgere ich mich zwar im ersten Moment, aber das ist dann auch schnell wieder verflogen. Es ist ein Buch, auch wenn mein Herz dran hängt, aber ein Drama mach ich jetzt nicht draus.
    Was ich wirklich gar nicht mag sind Essens- oder Getränkeflecken (am besten noch mit Wasserschaden), da bin ich tatsächlich etwas pingelig. Aber auch wenn das passiert: hauptsache man kann alles noch lesen *lach*

    Ich hab deinen Beitrag heute in meiner Stöberrunde verlinkt :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Guten Morgen liebe Aleshanee,

      danke! :)

      Dieser ambivalente Umgang kommt mir sehr bekannt vor und ich bin fasziniert davon, dass ich da offensichtlich nicht alleine stehe. Und beides hat einfach ein Charme: Ein Regal gehüteter, wie neu aussehender Bücher, kostbar behandelt, und ein Regel gelesen aussehener Bücher mit Geschichte. Und ich kann mich auch echt nicht entscheiden, einfach weil ich Bücher am liebsten so behutsam wie möglich behandle, weil sie so einen hohen immateriellen Wert haben.

      Haha, ja, ich würde mich auch nie trauen, ein Buch mit in die Badewanne zu nehmen. xD

      Danke fürs Verlinken! *o*

      Liebste Grüße :)

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  7. Guten Morgen Dana,

    ein wirklich schön geschriebener Beitrag. :D Das Thema habe ich in letzter Zeit öfter auf Blogs entdeckt, es scheint also wirklich viele zu beschäftigen.
    Ich muss gestehen, dass ich Bücher schon immer mehr gelesen als behütet habe, sprich Leserillen sind nicht schlimm und wenn ein Buch mal wellt oder ein paar Flecken bekommt, ist das auch kein Weltuntergang. Allerdings so richtig "misshandeln" mag ich Bücher auch nicht. Knicke in den Seiten, im Cover, Risse, sowas stört mich dann auch. Und ich mache Leserillen auch nicht bewusst rein, sondern nur wenn ich mich andernfalls verrenken müsste. Es gibt ja auch genug Taschenbücher, die einen so weichen Buchrücken haben, dass man sich mit Leserillen schon verdammt Mühe geben müsste. :P

    LG Alica

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    1. Hallo Alica,

      hm, ich finde, dass ist ein ganz gesunder Umgang. :D Könnte man sich durchaus zum Vorbild nehmen.
      Oh ja, diese Taschenbücher kenne ich. xD Sehr anstrengend, wenn man dann verzweifelt versucht, Leserillen zu vermeiden. ^^

      Liebe Grüße :)

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  8. Hallo Dana,
    ein schöner Beitrag, den ich gerne gelesne habe. Ich selbst mache mir über den Zustand meienr Bücher keine Gedanken. Knicke, Leserillen, auch mal ein Fleck. Alles kein Problem. Eines meiner Lieblingsbücher, Erebos von Ursula Poznanski (signiert) sieht inzwischen doch ziemlich zerlesen aus, denn ich habe das Buch jedem aufgedrängt und alle, die es gelesen haben, waren begeistert. Entsprechend sieht es inzwischen aus. Ich mag das.
    Für mich sind Bücher, so sehr ich sie auch mag, Gebrauchsgegenstände und ich gehe ganz normal mit ihnen um. Überleben sie es völlig heil, dann ist das schön, bekommen sie einen Kratzer ab, dann ist das auch total okay.
    LG
    Yvonne

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    1. Hallo Yvonne,

      dankeschön. :)
      Ich kann absolut verstehen, wieso du das magst. Gerade wenn ein Buch von mehreren und/oder mehrmals gelesen wurde, ist es auch wieder schön, dass man das ihm ansieht. Gerade da es ja meist die besten Bücher sind, die am häufigsten gelesen werden.

      Liebe Grüße :)

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  9. Ein echt schöner Beitrag.

    Ich bin auch eine Leserin, deren Büchern man ansehen darf, dass sie gelesen wurden und nicht nur Zierte im Regal sind. Zwar möchte ich keine Stiftmarkierungen und Eselsohren in den Büchern, aber Leserillen stören mich zum Beispiel nicht. Nur herausgerissene Seiten und Flecken sind nicht so mein Ding.

    Früher habe ich immer versucht, den Zustand eines Buches so gut wie möglich zu halten, damit ich es gegebenenfalls vertauschen konnte. Leserillen ließen sich trotzdem nicht vermeiden. Bei mir muss ein getauschtes Buch auch nicht mehr wie neu aussehen. Wenn ich das brauche, dann muss ich in eine Buchhandlung gehen und auch den entsprechenden Preis zahlen.
    Das Buch darf jedoch keinesfalls nach Rauch riechen - das ist die einzige Bedingung, die ich niemals zulassen würde.

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    1. Danke! :)

      Ich hab mal eine Zeit drüber nachgedacht, die Stellen zu markieren, die ich mochte, einfach, weil andere Leute dann sehen können, wenn sie das Buch lesen, welche Stellen ich herausragend fand und das eigentlich immer ganz interessant ist. Aber letztendlich bringe ich das dann doch nicht übers Herz. Ich hatte da sogar bei Schullektüren Probleme mit. xD

      Stimmt, wenn man ein Buch anschließend verkaufen/-tauschen will, ist es auch meist hilfreich, wenn es möglichst neu aussieht, gerade da viele letztendlich hohe Ansprüche an den Zustand haben. Wodurch das sich dann auch irgendwie gegenseitig verstärkt.

      Oh ja, das würde mich auch nerven. Sehr. Da gerade der Geruch nach Druckerschwärze und ähnlichem irgendwie dazugehört.

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    2. Für mich muss kein Buch riechen - auch nicht nach Druckerschwärze. Ich bin da total einfach. Ich kann dem Duft in Büchereien oder neuen Büchern nichts abgewinnen. Das ist jedoch, wenn ich das so mitbekomme, bei eher wenigen Bücherliebhabern der Fall.

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    3. Ist vielleicht auch eine eher seltsame Eigenart. :D

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  10. Huhu Dana ^^

    ein toller Beitrag!
    Ich bin eigentlich nicht so der Pingel unter den Lesern glaube ich. Natürlich mag ich es wenn meine Bücher hübsch aussehen. Aber gerade bei Taschenbüchern finde ich es super anstrengend da keine Leserillen reinzumachen. Wie du schon schreibst, dieses vorsichtige Aufbiegen... Nö, das macht keinen Spaß und nervt mich an. Lesen ist Genuss und da finde ich es wichtig, dass ich es mir gemütlich machen kann. Ich versuche zwar trotzdem die Bücher nicht über Gebühr zu strapazieren aber ich bin jetzt auch nicht super sauer, wenn mir das mal nicht so gelingt... (Da sind Ebooks wieder praktisch ;D)
    Mich stört es auch nicht, wenn gebrauchte Bücher (die ich sehr häufig kaufe, mehr als neue) Gebrauchsspuren haben. Kleine Leserillen, abgestoßene Ecken: Alles okay solange das Buch nicht total verramscht aussieht, klebt und Seiten fehlen oder so. Ein Paar Hinweise darauf, dass es gelesen wurde, haben ja auch irgendwie ihren Charme ^^.

    Liebe Grüße
    Insi Eule

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    1. Hallo liebe Insi Eule,

      danke! :)
      klar sind E-Books dann praktisch, aber die kann ich ja dann anschließend gar nicht im Regal bewundern. xD
      Aber mir ist eben auch aufgefallen, dass es irgendwie wenig Sinn macht, sich wegen des Aufbiegens so zu stressen, wenn man sich beim Lesen doch eigentlich eher entspannen will. Vergebene Lebensmüh quasi. ^^

      Liebe Grüße ♥

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  11. Hallo Dana :)

    Ich muss gestehen, dass ich ebenfalls zur Herzinfarkt-Fraktion gehöre, sollte an einem meiner Bücher mal eine Macke sein. Als Kind habe ich mir darüber nicht sonderlich viele Gedanken gemacht, allerdings habe ich schon als Teenager vor meiner Bloggerzeit peinlichst genau darauf geachtet, dass meine Bücher gut aussehen. Für mich sind es eben Schätze, die ich im Regal präsentiere - da sollen sie natürlich gut aussehen ;) Zudem ist es auch eine Art Wertschätzung vor dem Buch. Wenn ich doch mal eines schludrig behandle, dann sieht es schlecht aus, hat Ecken und Kanten. Für mich sind das dann Bücher, die mich nicht berührt haben und mit denen ich nichts verbinde, sodass es mir egal ist, wie sie aussehen.

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Facebook)

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    1. Hallo liebe Lisa,

      ja, für mich ist auch ein Ausdruck von Wertschätzung, meine Bücher so sorgsam zu behandeln. Wobei für mich da keine Rolle spielt, wie sehr ich ein Buch mag - und ich schätze, die Bücher, die ich so gern mag, dass ich sie häufiger lese, sehen im Endeffekt auch am ehesten gelesen aus. ^^

      Liebe Grüße :)

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  12. Ich musste gerade bei deinen Beschreibungen ein wenig grinsen, weil es bei mir ähnlich war.
    Als Kind habe ich einfach nur gelesen, „ohne Rücksicht auf Verluste“ sozusagen, und meine Bücher hatten Knicke, Leserillen oder waren schiefgelesen.
    Ich weiß gar nicht, wann es bei mir angefangen hat, dass ich auf einmal extrem vorsichtig mit meinen Büchern umgegangen bin. Für meine Lieblingsbücher habe ich mit 12 oder so sogar Schutzumschläge gekauft, wie meine Mutter das immer mit meinen Schulbüchern gemacht hat, um sie danach weiterverkaufen zu können :D.

    Das Dilemma mit dem Ausleihen kenne ich auch nur zu gut. Ich verleihe super gerne Bücher, aber ich hasse es, wenn jemand in meine Taschenbücher Leserillen macht oder die Ecken anstößt. Gleichzeitig kommt es mir aber auch zu pedantisch vor, anderen vorzuschreiben, dass sie meine Bücher nur so und so zu lesen haben, damit sie danach perfekt aussehen.

    Das mit der Geschichte, wie ein Buch geliebt wurde, hast du sehr schön beschrieben :).

    Trotzdem glaube ich nicht, dass ich meine Vorliebe für Bücher in einem ordentlichen Zustand je ablegen werde. Zumindest, wenn es sich um neu gekaufte Bücher handelt. Wenn ich Bücher gebraucht kaufe, z.B, über reBuy, weiß ich von Anfang an, dass sie schon Gebrauchsspuren haben, und habe überhaupt kein Problem damit, weil ich sie dafür für einen guten Preis bekommen habe.
    Aber Bücher in tadellosem Zustand trage ich nur in Buchumschlägen aus Stoff mit mir rum, damit die Ecken heil bleiben :D. Nur Leserillen halte ich langsam aus, da es besonders bei sehr dicken Taschenbüchern manchmal einfach nicht ohne geht. In dieser Hinsicht versuche ich gelassener zu werden.

    Ein tolles Thema für einen Post, mit dem man sich super identifizieren kann :D, und interessante Gedanken dazu :).

    Liebe Grüße
    Charlie

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    1. Hallo liebe Charlie,

      "Gleichzeitig kommt es mir aber auch zu pedantisch vor, anderen vorzuschreiben, dass sie meine Bücher nur so und so zu lesen haben, damit sie danach perfekt aussehen. " - oh, ja. In der Regel nuschele ich dann ein schüchternes "bitte achtsam lesen", aber selbst das kommt mir manchmal ... merkwürdig vor. Gerade weil manche Leute einen dann doch schon damit aufziehen. Und man sich dann doch ein wenig affig vorkommt. xD

      Das Gelassenerwerden ist nicht so einfach, aber ich arbeite dran.^^

      Dankeschön. ♥

      Liebe Grüße ♥

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