Sonntag, 31. Dezember 2017

[Rezension] Illuminae - Die Illuminae-Akten_01


Autoren: Amie Kaufman & Jay Kristoff
Übersetzer: Gerald Jung & Katharina Orgaß
amerik. Originaltitel: Illuminae - The Illuminae Files_01 (2016)
Verlag: dtv
Seiten: 608
Erscheinungsdatum: 13.10.2017
ISBN: 978-3-423-76183-3
Gebunden mit Schutzumschlag; 19,95€


Trilogie:
  • Illuminae - Die Illuminae Akten_01
  • amerik.: Gemina - The Illuminae Files_02
  • amerik. geplant für März 2018: Obsidio - The Illuminae Files_03

Klappentext:

Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Vierter Bloggergeburtstag

Hallo ihr Lieben,

heute wird mein Blog unglaubliche vier Jahre alt. Ich kann das selbst kaum begreifen. Vier Jahre - das waren für mich immer die alten Blogs, die, die schon seit Ewigkeiten dabei waren, die alten Hasen. Und plötzlich gehöe ich quasi selbst dazu. Und fühle mich doch alles andere als wie ein alter Hase.
Weder besticht mein Blog durch eine herausragende Reichweite noch durch besondere Professionalität, und dennoch ist es mein kleines Herzensstück im Internet geworden. Ein Ort des Austausches und des Teilens von Gedanken.

Vier Jahre. Vor vier Jahren war ich gerade mal 14 Jahre alt, ging in die neunte Klasse und wenn man mich fragte, was ich nach dem Abitur machen wollte, wusste ich das nicht so recht. Ich war unsicher, wusste noch nicht so ganz, wer ich sein wollte, kämpfte manchmal ein bisschen mit dem Alltag und hatte Wochen auf verschiedenen Blogseiten verbracht, diese eingekuschelt im Bett durchstöbert, bis ich schließlich zu dem Schluss kam, selbst so einen kleinen Blog zu erstellen.
Und hier bin ich nun, vier Jahre später. 18, habe Abitur, ein Studium begonnen, bin von Zuhause ausgezogen und würde zwar immer noch nicht sagen, dass ich hundertprozentig weiß, wer ich bin, aber ich weiß, in welche Richtungen es mich zieht. 

Wenn ich an mein vierzehnjähriges Ich denke, tue ich das mit einem nachsichtigen Lächeln. In vier Jahren hat sich viel verändert - in meinem Leben, aber auch in meinem Leseverhalten.
Meine erste Rezensionen waren kurz, trotzdem war ich damals stolz auf sie. Heute lächle ich darüber, über die wenigen Sätze. Ich bin anspruchsvoller geworden, und gerade in den letzten Monaten auch sensibilisierter. Ich kenne mittlerweile die Klischees der YA-Szene, lese reflektierter und versuche doch, mir den reinen Spaß am Lesen selbst zu erhalten, was nicht immer so ganz einfach ist, gerade wenn eine unterhaltende Leseerfahrung und Konflikt mit problematischen Szenen gerät.

Und auch wenn ich dem Genre im Wesentlichen treu geblieben bin, heißt das nicht, dass ich mich nicht auch öffnen werde. Gerade in den letzten Monaten wächst in mir der Wunsch, auch mal Klassiker zu lesen - seit Weihnachten befinden sich nun auch "Die Leiden des jungen Werther" und "Das Parfum" auf meinem SuB.
Auch mein SuB ist erstaunlicherweise im Vergleich zu anderen Bloggern nicht wirklich stark gestiegen. Gut, ich hatte lange keinen, aber bisher habe ich selten die 20er-Marke überschritten, worüber ich auch ganz froh bin.

Von daher bin ich gespannt, was die nächsten Wochen, Monate und hoffentlich Jahre bringen werden. Welche Bücher mich begeistern können. Wie sich mein Leseverhalten und mein Blog entwickelt.
Und doch hat mir das Bloggen auch unheimlich viel gebracht - den Austausch mit tollen Leuten, interessante Diskussionen, Spaß beispielsweie bei Lesenächten, zahlreiche Buchempfehlungen, Erfahrungen für das eigene Schreiben ...
Dafür möchte ich auch euch danken! Danke, dass ihr mein Geschreibsel lest und kommentiert! Das bedeutet mir wirklich viel! ♥

Eure Dana

Mittwoch, 27. Dezember 2017

[Illuminae-Blogtour - Tag 2] Die verschiedenen Dokumentarten




Hallo,

vor einer Weile habe ich gemeinsam mit anderen Bloggern "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff gelesen, das wir euch nun in einer privaten kleinen Blogtour vorstellen wollen. Vorgestern hat Marianne bereits die Raumschiffe vorgestellt.

Doch worum geht es in dem Buch überhaupt?


Klappentext:

Heute Morgen noch dachte Kady, das Schlimmste, was ihr bevorsteht, ist die Trennung von ihrem Freund Ezra. Am Nachmittag dann wird ihr Planet angegriffen. Kady und Ezra verlieren sich bei der Flucht und gelangen auf unterschiedliche Raumschiffe. Doch die Fliehenden werden immer noch von dem feindlichen Kampfschiff verfolgt. Und damit nicht genug: Ein Virus, freigesetzt bei dem Angriff mit biochemischen Waffen, mutiert mit grauenhaften Folgen. Und dann ist da noch AIDAN, die Künstliche Intelligenz der Flotte, die von Raumtemperatur über Antrieb bis Nuklearwaffen alles an Bord steuert. Leider nur ist AIDAN bei dem Angriff außer Kontrolle geraten und übernimmt nun das Kommando.



Das Buch unterscheidet sich von den meisten Büchern dadurch, dass es keine typische Erzählung gibt. Stattdessen besteht es aus verschiedenen Dokumenten, die auf ihre Weise die Geschehnisse wiedergeben. Einige davon möchte ich euch heute vorstellen:


Befragungsprotokoll

Hiermit wird das Geschehen eingeleitet. Abwechselnd werden sich ergänzende Protokolle aus den Vernehmungen von den Protagonisten Kady und Ezra wiedergegeben, in denen die beiden quasi die bisherigen Geschehnisse zusammenfassen. Gleichzeitig erhält man als Leser*in dabei schon erste Einblicke in die Charaktere und ihre Beziehungen.
Authentizität wird hierbei dadurch suggeriert, dass Kady und Ezra Umgangssprache verwenden und sich von der Formalität lösen. Dabei kommt auch ihr Humor schon durch. Der Vernehmer bleibt dabei anonym, man merkt also, dass der Fokus auf den Protagonisten liegt.


Mails

Treten schon häufiger auf und bieten einen direkten Einblick in Gedankengänge, Gefühle, aber auch Beziehungen. Gleichzeitig werden hier aber auch Geschehnisse wiedergegeben. Die Liebe zum Detail merkt man in der Gestaltung, beispielsweise mit dem Absender, Datum und Empfänger.


Einsatzberichte

Ähneln quasi einer personalen Erzählung, zumal gerade die Unerfahreneren kaum Formalität zeigen. Dadurch kommen die Gefühle der erzählenden Person oft sehr ausgeprägt rüber, da sie eben meist unerfahren sind oder es sich um Extremsituationen handelt. Hierbei ist man also relativ nah an den Geschehnissen dran. Nettes Extra ist, dass "zensierte" Stellen durchgestrichen sind. Gerade bei Ezra kommen hier auch noch sarkastische Kommentare hinzu.


Transkriptionen der Aufnahmen der Überwachungskameras

Wie die Einsatzberichte ist man auch hier ziemlich nah am Geschehen dran. Auch diese Dokumentart tritt relativ häufig auf, mit zunehmender Dominanz, und zeichnet sich dadurch aus, dass die Person, die die Aufnahmen transkribiert hat, die Vorgänge kommentiert und uns mit der ihr eigenen Ironie durchaus auch öfter zum Lachen gebracht hat. Somit hat man hier einen außenstehenden Erzähler, ist aber gleichzeitig "live" dabei.


Chatverläufe

Einer der häufigsten Dokumentarten, die quasi als Dialog fungieren und somit Gedankengänge, Gefühle, aber auch Geschnisse ausdrücken. Und natürlich auch viel über die Beziehungen zwischen den Personen aussagen. Gerade zwischen Kady und Ezra sind sie oft humorvoll, manchmal ein wenig romantisch, manchmal auch traurig, auf jeden Fall gelingt es ihnen, Emotionen einzufangen.

Tagebucheinträge von Kady

Was wird klassischerweise mit sowas ausgedrückt? Richtig, Gefühle und Gedanken. Das ist hier nicht anders. Auch den Tagebucheinträgen merkt man dabei die Liebe zum Detail an, durch den Totenkopf-Header und die Gestaltung mit den Einsen und Nullen.


Mitteilungen zwischen den Generalen

Deutlich formaler handelt es sich hierbei in erster Linie um Lageberichte, die dem/der Leser*in auch einen Einblick in die Machtstrukturen geben, die den Protagonisten natürlich eher verborgen bleiben.
Gleichzeitig erfährt man hier auch etwas über die Gefühle und Gedankengänge der betreffenden Charaktere.


Offiziersmitteilungen

Meist mit einem "Geheimsache"-Stempel versehen, aber im Prinzip gilt hier dasselbe wie für die Mitteilungen zwischen den Generalen in Bezug auf den Einblick in tatsächliche Geschehnisse.


Kommandofrequenzen

Dienen vor allem dem Spannungsaufbau, da sie vor allem Extremsituationen wiedergeben.


Countdownzähler

Wozu dient ein Countdown? Klar, ebenfalls dem Spannungsaufbau. Es gibt doch nichts über die tickende Uhr im Hintergrund.


... und dann gibt es noch eine weitere Dokumentart, die ab der Hälfte zunehmend mehr Raum einnimmt und recht nah am Geschehen ist, gleichzeitig sehr faszinierende, aber teils auch unheimliche Einblicke gibt. Aber die zu enthüllen würde spoilern, also müsst ihr das wohl selbst herausfinden. ;)

Außerdem gibt es dann noch Skizzen von den Raumschiffen, Sicherheitsprotokolle, psychologische Gutachten, Transkriptionen von Unterhaltungen, allgemeine Bekanntmachungen ...... 600 Seiten voller unterschiedlicher Dokumente, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.


Allgemein gilt aber, dass die Gestaltung immer unglaublich cool gemacht ist, mit Liebe zum Detail wie Variationen im Schriftbild, handschriftlichen Notizen, Kerndaten in Mails, Tintenflecke und so weiter. Somit wird sich immer um das Suggerieren von Authentizität bemüht, zum Beispiel dadurch, dass das Schifflogo oft mit drauf ist.
In Bezug auf die Details lohnt es sich auch, mal auf Entdeckerreise zu gehen, zum Beispiel, wenn auf einer Opferliste bekannte Namen auftauchen ...

Einleitend gibt es eine E-Mail von der sogenannten Illuminae-Gruppe, die die Dokumente zusammengestellt hat und ihnen einen Rahmen gibt. Zu einzelnen Dokumenten gibt es dabei Anmerkungen, die auch durchaus humorvoll anmuten können, gleichzeitig aber auf wichtige Zeiten u.ä. hinweisen.
Als nettes Extra wird Fäkalsprache geschwärzt, was uns dazu anregte, Spekulationen darüber anzustellen, was da eigentlich gestanden hat.

Teilweise gibt es auch nur einzelne Sätze oder sogar Wörter auf den Seiten, was erstaunlich viel rüberbringen kann. Natürlich wirken sie auf den ersten Moment bedeutungsvoller. Dazu kommt, dass somit dieses lastende Schweigen nach einer Explosion auf einmal wirklich wird. Dass die Epik von Geschehnissen nochmal unterstrichen wird. Dass Spannung aufgebaut und nochmal gesteigert wird.
Manchmal ziehen Worte auch Bahnen über Seiten, einfache Sätze, die etwas Formen oder einfach Flugbewegungen ausdrücken, was jedes Mal wieder ein kleines Kunstwerk war. Gerade schockierende/ krasse/ actionreiche Szenen werden mit chaotischen Seiten, in denen alles drunter und drüber geht, oder besonders leeren Seiten ausgedrückt.


Fazit: Abwechslunsgsreich mit Liebe zum Detail - die verschiedenen Dokumenarten geben einen umfassenden Überblick über die Geschehnisse, Gefühle, Gedanken und Beziehungen der Charaktere, sodass man als Leser*in anders als vielleicht erwartet ziemlich nah an die Ereignisse und Personen herankommt, und gleichzeitig auf fast jeder Seite wieder etwas entdecken kann.


Morgen geht es dann mit einer Vorstellung der Leserunde bei Anna weiter, übermorgen erzählt Malte etwas über künstliche Intelligenz und am 29. Dezember wird Lea euch ähnliche Bücher empfehlen.
Ich hoffe, wir können denjenigen unter euch, die das Buch noch nicht gelesen haben, dieses näher bringen. ;)

Eure Dana

Quelle Cover & Klappentext: dtv

Sonntag, 24. Dezember 2017

[Rezension] Wolkendämmerung

 
Autor: Julia Dibbern
Label: Ink Rebels
(Taschenbuchausgabe gedruckt im Amrûn Verlag)
Seiten: 488
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-95869-290-9
Taschenbuch mit Klappenbroschur; 14,90€


Inhalt: 

Als der siebzehnjährige Nicholas die Chance bekommt, als Bordfotograf auf einem Forschungsschiff zu arbeiten, dabei einen Haufen dringend benötigtes Geld zu verdienen und seinem Traum von dem Beruf als Fotograf näher zu kommen, scheint alles perfekt. Auch die Klimaschutzmission dieses Schiffes klingt auf den ersten Blick sehr nobel. Aber warum wird Nicholas verfolgt? Und sind die Ziele dieser Mission wirklich so ehrenhaft wie sie scheinen?


Donnerstag, 21. Dezember 2017

[Blogger-Adventskalender] Meine Weihnachtszeit



Hi,

ich wurde von der lieben Marianne freundlicherweise gebeten, im Rahmen ihres Adventskalenders was zu meiner Weihnachtszeit zu erzählen.

Die Weihnachtszeit ist für mich in erster Linie eine Zeit der Gemütlichkeit und vor allem Gemeinsamkeit. Gemeinsame Momente mit der Familie und Freund*innen, in denen man Zeit zusammen verbringt und sie genießt, auf ganz unterschiedliche Weise.
Zum Beispiel, indem man gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt geht und an den Ständen vorbeischlendert, vielleicht Crêpes isst, oder Schokoäpfel, gebrannte Mandeln ... Düfte dringen an die Nase, und am liebsten hätte ich jedes Mal genug Geld, um all die köstlich aussehenden Dinge probieren zu können. Allein die Atmosphäre von Weihnachtsmärkten mit den Holzbuden, den Lichtern und im Optimalfall Schneefall hat schon Potenzial dazu, mich in Weihnachtsstimmung zu versetzen.
Und wenn man dann schließend in die warme Wohnung zurückkehrt und sich mit Glühwein, Punsch, Tee oder heißer Schokolade wieder aufwärmt und zusammensitzt, dann ist das quasi perfekt.

Genauso Weihnachtsstimmung ist bei mir aber dieses Jahr auch aufgekommen, wenn ich gemeinsamen mit Freundinnen gebacken habe, während wir gleichzeitig Tee getrunken und Weihnachtslieder gehört haben, die wir mitgesummt haben.
Sowieso ist die Weihnachtszeit vermutlich eine Zeit voller leckerer Sachen - Plätzchen, Bratäpfel, Stollen, Zimtsterne, Dominosteine, Vanillekipferl ... Die berühmten zusätzlichen Pfunde eben. Und ziemlich oft in den letzten Tagen habe ich auch einfach mal gesagt: „Es ist Weihnachten, lasst uns uns darüber nicht die ganze Zeit den Kopf zerbrechen, sondern das einfach auch mal genießen.“

Und natürlich ist Weihnachtszeit auch Zeit, die man gemeinsam mit der Familie verbringt, indem auch hier zusammensitzt, Tee trinkt und Stollen isst, Weihnachtsfilme schaut, zusammen backt und einfach mal ganz ohne Stress Zeit zusammen verbringt. Das ist meiner Meinung nach das schönste an Weihnachten, gerade wenn es draußen kalt und dunkel und innen warm ist, ganz gemütlich Kerzen brennen und man was zusammen macht. Und natürlich dann auch der feierliche Moment, wenn alle vor dem geschmückten Tannenbaum sitzen, man sich mit den Geschenken gegenseitig eine Freude macht, aber vor allem diese Zeit und diese Momente teilt.
Was vielleicht alles in krassem Kontrast zu dem allseits bekannten Weihnachtsstress steht, den wir vielleicht auch mal ein bisschen ausbremsen sollten. Natürlich macht es Spaß, andere zu beschenken. Aber das größte Geschenk von allen ist doch, gemeinsam Zeit zu verbringen, sich diese Zeit zu nehmen und den Alltagsstress einfach mal auszublenden.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Weihnachtszeit und frohe Weihnachten!

Eure Dana


PS: Zu dem Original-Post kommt ihr hier.

Sonntag, 17. Dezember 2017

[Rezension] And I Darken


Autor: Kiersten White
Verlag: Delacorte Press
Seiten: ca. 480
Erscheinungsdatum: 28.06.2016
ISBN: 978-1-524-70033-1
Gebunden mit Schutzumschlag
(Taschenbuch)


Trilogie:
  • And I Darken
  • Now I Rise
  • geplant: Bright We Burn


Inhalt:

Als Lada zur Welt kommt, ist sie für ihren Vater Vlad Dracul, Herrscher über die Walachei, eine Enttäuschung, weil sie ein Mädchen ist. Doch Lada ist anders als die üblichen Prinzessinnen - brutal, grausam und skrupellos, wenn es um die Durchsetzung ihrer Ziele geht.
Doch dann werden sie und ihr Bruder Radu, der so anders ist als sie, an den Osmanischen Hof verstoßen. Und Lada schwört sich, diesen zu hassen - während in ihrem Herzen die Liebe zu ihrer Heimat lodert.

Montag, 11. Dezember 2017

Rückblick über den September 2017

Hallo ihr Lieben,

kommen wir nun zu meinem Rückblick über den September. ^^

Privat war eher wenig los, abgesehen von dem organisatorischen Kram. Vor allem habe ich nach einer WG gesucht. Anstrengende Sache sowas. Sehr anstrengend. Dann, als ich endlich etwas gefunden hatte, Umzug vorbereiten und schließlich wirklich umziehen, auf in einen neuen Lebensabschnitt.
Und in der Zeit davor sehr viele letzte Male. Letzte Tanzstunde, letztes Mal Freund*innen treffen, letztes Mal dies, das ... Und doch habe ich mich vor allem darauf gefreut, in diesen neuen Abschnitt zu starten, neue Erfahrungen zu machen und selbstständig zu werden.

Gelesen habe ich in der Zeit trotzdem ganze neun Bücher, darunter fünf Re-Reads und ein englisches Buch. Und sehr viele tolle Bücher.


Nachdem ich den ersten Band eher mittelmäßig fand, hatte ich die Hoffnung, dass der zweite Band das Potenzial weiter ausschöpfen würde und habe Ein Thron aus Knochen und Schatten von Laura Labas (die Rezension findet ihr hier) gelesen. Diesmal war mir die Protagonistin weitaus sympathischer, allerdings liegt der Fokus doch stark auf der Liebesgeschichte und die Handlung nimmt erst gegen Ende wirklich Fahrt auf. Dennoch fasziniert mich diese potenzialreiche Idee einfach, sodass ich wohl auch den Abschluss lesen werde, wenn er erscheint.
Daneben habe ich noch einen weiteren zweiten Teil gelesen: Nachdem mich der erste Band der Naris-Trilogie von Lucy Hounsom absolut begeistern konnte, musste ich auch den zweiten lesen (die Rezension findet ihr hier). Auch diesmal war ich wieder total mitgerissen von dem durchdachten, genialen und tiefgründigen World Building und den sympathischen Charakteren. Gleichzeitig hat Macht hier auch wirklich einen Preis, die Darstellung fand ich sehr faszinierend.
Außerdem habe ich noch The Hate You Give von Angie Thomas (meine Eindrücke findet ihr hier) gelesen, das ja momentan in aller Munde ist.  Aber das Buch hat diesen Hype wirklich verdient, weil es der Ungerechtigkeit infolge von Rassismus eine Stimme gibt und letztendlich etwas darstellt, was so leider immer wieder wirklich passiert.


Dann habe ich die Violet Eden Chapters-Reihe von Jessica Shirvington re-readet, eine meiner absoluten Lieblingsreihe, an der ich vor allem den Sarkasmus, der mich auch noch beim x-ten Mal zum Lachen bringt (normalerweise werden Witze irgendwann nur noch mit einem Lächeln quittiert), der fesselnden Handlung (ich war süchtig und total mitgerissen, obwohl ich doch eigentlich wusste, was passiert) und der herzenszerreißenden Epik, die mich immer wieder absolut mitnimmt, schätze. Und die individuelle, starke Protagonistin, die Charaktere, die ich oft längst ins Herz geschlossen habe, meinen Lieblings-Nebencharakter und den Hintergrund ... ach, eigentlich alles. :D
Hier kommt ihr zu meiner spoilerfreien Reihenvorstellung der ersten vier Bände, hier zu meiner Rezension des fünften Teils und hier zu einer nach diesem Lesen nochmal verfassten, total subjektiven Meinung, bei der ich meine Gefühle nochmal loswerden wollte. Der erste Teil mag vielleicht ein wenig stereotypisch anfangen, aber lasst euch davon nicht abschrecken, es ist eine tolle Reihe. ^^


Und dann habe ich auch noch dieses kleine Büchlein hier gelesen - Was kann einer schon tun? von Peer Martin (hier findet ihr meine Vorstellung). Das Buch ist kein Roman, sondern enthält vielmehr vier fiktive Gespräche des Erzählers mit verschiedenen Personen, die wiederum unterschiedliche Perspektiven haben. Diese in dem für den Autoren bekannten poetisch anmutenden Schreibstil verfassten Gespräche drehen sich um verschiedene gesellschaftliche Themen wie Terrorismus, Geflüchtete, Klimawandel, Kriege, Toleranz und viele mehr. Dabei geht es vor allem darum, was man als einzelne Person tun kann. Das Buch liefert zahlreiche Denkanstöße, regt dazu an, sich eine eigene Meinung zu bilden und vermittelt im Endeffekt die Botschaft, dass schon kleine, alltägliche Dinge etwas verändern können.


So, das war mein September. ^^

Kennt ihr eins meiner gelesenen Bücher?

Eure Dana ♥

Mittwoch, 6. Dezember 2017

[Rezension] Girl in Black

Wir sind es, die den Dingen Bedeutung verleihen. [...] Die Lieblingstasse, der abgewetzte Teddy, der gläserne Weihnachtsmann mit dem Sprung - unsere Gefühle verknüpfen sich automatisch mit Materiellem, vielleicht, weil sie dadurch zu etwas Greifbarem werden, zu einem Teil unserer Vergangenheit, der nicht mit den Jahren erlischt. (Seite 97)


Autor: Mara Lang
Verlag: Ueberreuter
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: August 2016
ISBN: 978-3-7641-7063-9
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,95€

Klappentext:

Die 19-jährige Lia hat ein dunkles Geheimnis: Sie ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen lesen, sie sogar beeinflussen. Eine machtvolle Gabe, wegen der sie in die Fänge der italienischen Mafia gerät. Der einzige Ausweg scheint die Flucht. Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt versucht sie, ein neues Leben zu beginnen, ohne die Familie, ohne ihre Gabe und ohne jegliche Emotionen. Für sie zählt nur eins: Endlich ihren Traum zu verwirklichen und Modedesignerin zu werden. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit holen Lia ein und bringen nicht nur sie in Gefahr, sondern auch ihre neuen Freunde – insbesondere Nevio, der sie stärker berührt, als sie erwartet hätte …

Unterschätze niemals deine Gefühle – sie sind das Mächtigste, das du hast.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Rückblick über den August 2017

Huhu!

Nach langem Warten schaffe ich es nun auch endlich mal, meinen Rückblick für den August zu schreiben. Da war's wenigstens noch schön warm. ^^
Der August war so mein Monat in diesem Jahr, in dem irgendwie gar nichts los war. Keine Ahnung, was ich da gemacht habe, von gelegentlichen Filmeabenden mal abgesehen. Außer, dass ich die Zusage von meiner Wunschuni bekommen und mich dann im Folgenden immatrikuliert habe (und plötzlich ist man Studentin ...).

Ich würde ja jetzt gerne sagen, dass ich dafür mehr geschrieben habe, aber ... nein. Aber gelesen hab ich einiges - um genau zu sein: Neun Bücher - eine Trilogie, die ich re-readet habe, zwei Klassiker, zwei Reihenabschlüsse, eine SuB-Leiche und ein englisches Buch, das ich schon mal auf Deutsch gelesen hatte.
Ich muss jetzt diesmal die Cover nehmen, weil ein Teil der Bücher bei meinen Eltern ist und ich sie somit nicht fotografieren kann.



Hier also meine beiden Klassiker, die ich beide in diesem Post vorgestellt habe. Beide ließen sich aufgrund ihrer geringen Seitenzahl gut mal eben lesen. Beide waren ganz interessant und, wenn man sich darauf einließ, gar nicht mal so schlimm.
Die Verwandlung (Franz Kafka) fand ich vom Inhalt her trotzdem verstörend, den Schreibstil habe ich aber als ganz gut zu lesen empfunden. Der Sandmann (E.T.A. Hoffmann) macht der Bezeichnung als Schauermärchen mit der düsteren Geschichte, bei der man sich auch als Leser*in nie ganz sicher ist, was wirklich ist und was nicht, alle Ehre.



Hier nun zwei meiner Monats-Highlights:
Anna Dressed in Blood (Kendare Blake, Rezension hier) habe ich vor einiger Zeit schon mal auf Deutsch gelesen und nun auf Englisch re-readet. Dieses Mal habe ich mich erneut in diese Geschichte verliebt - in diese düstere, gruselige Atmosphäre, dem Sarkasmus des Protagonisten und dem Plot um die Geisterjagd.
Das andere ist der Abschluss der "Ravens Cycle"-Reihe: Wo das Dunkel schläft von Maggie Stiefvater (die Rezension findet ihr hier), in meinen Augen ein würdiger Abschluss einer tollen Reihe. Die liebenswerten und individuellen Charaktere sind mir längst mehr als ans Herz gewachsen, die eine Liebesgeschichte ist einfach total süß und dazu kommt dieser schöne Schreibstil, gepaart mit einer gewissen Selbstironie und viel Spannung.



Außerdem habe ich mit Ruinen die "Partials"-Trilogie von Dan Wells abgeschlossen (hier die Rezi), das kein episches Show-Down, aber dennoch ein gelungener Abschluss war und bei der alle handelnden Akteure nachvollziehbare Gründe für ihr Handeln haben.
Boy Nobody von Allen Zadoff (Rezension hier) habe ich endlich von meinem SuB befreit. Das Buch hat mich jetzt nicht direkt vom Hocker gerissen, aber es schon ganz spannend und die Story mit der Frage nach Moral hat definitiv Potenzial.





Außerdem habe ich die Arkadien-Trilogie von Kai Meyer re-readet, die früher mal zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehörten und somit wohl immer irgendwie Lieblingsbücher von mir bleiben werden. ^^ Hier kommt ihr zu meiner spoilerfreien Reihenvorstellung.
Ich mag die zynische, starke Protagonistin, die mit Stahlkappenschuhen und Kleptomanie so ziemlich das Gegenteil von einem Sonnenschein ist, immer noch ziemlich gerne, ebenso die Handlung, die auf Sizilien spielt und sich um die Cosa Nostra, aber auch um fantastische Elemente dreht.
Also auch irgendwie ein Monats-Highlight. ^^



Insgesamt bin ich also ziemlich zufrieden mit dem Leseteil des Monats - der Rest war eher unproduktiv. xD

Woran erinnert ihr euch, wenn ihr an euren August zurückblickt? Hat von euch auch jemand angefangen zu studieren? Und kennt ihr eins der Bücher?

Ich wünsche euch morgen einen gelungenen Start in die neue Woche!
Eure Dana ♥


Quellen der Cover: script5 ("Wo das Dunkel schläft"), ivi ("Ruinen"), Carlsen ("Arkadien")