Freitag, 2. Februar 2018

[Rezension] Strikers Fall


Autor: Susanne Leuders
Verlag: Verlagshaus el Gato
Seiten: ca. 330
Erscheinungsdatum: 12.09.2017
ISBN: 978-3-946049-23-4
Taschenbuch; 13,90€


Dilogie (wahrscheinlich, aber nicht sicher):



! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !

Inhalt:

Fünf Jahre sind vergangen und Amelies und Strikers Wege haben sich getrennt. Amelie arbeitet mittlerweile als Polizistin bei der Mordkomission und hat sich dort ein Leben aufgebaut. Doch dann wird sie zu einem Toten gerufen, der Striker sehr ähnlich sieht, und muss sich unwilllkürlich fragen, ob der Junge, der ihr einst so viel bedeutet hat, in Gefahr ist ...
Striker konnte Amelie nie vergessen, doch nachdem sie auf seine Nachrichten nicht reagierte, hat er die Hoffnung fast aufgegeben. Doch jetzt, da er endlich wieder in einer glücklichen Beziehung ist, tritt plötzlich wieder Amelie in sein Leben ...

Äußere Erscheinung:

Vom Stil her ähnelt das Cover schon mal dem Vorgänger, auch die Atmosphäre passt somit, auch wenn ich immer noch kein Fan von Mädchengesichter bin, finde ich es nicht schlecht.
Bisschen unschön im Regal ist der leichte Formatwechsel, aber na ja.

Meine Erwartung:

Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es noch einen zweiten Band gibt, sondern den ersten für einen Einzelband gehalten. Die Autorin allerdings auch, wie ich herausgefunden habe, denn der zweite Teil ist vor allem auf Wünsche von Leser*innen hin entstanden, was mich ein wenig skeptisch gemacht hat.
Ich war erst unschlüssig, ob ich die Fortsetzung lesen möchte, zumal ich den ersten Band eher mittelmäßig fand, habe dieses Buch dann aber in einem Spontankauf gekauft.

Meine Meinung:

Klar, man merkt schon, dass der zweite Teil nicht geplant war, zumindest, wenn man drauf achtet. Der erste Band hatte ein Ende und daher werden hier Anknüpfungspunkte gesucht. Was ich am Anfang manchmal fast als noch ein wenig konstruiert empfand, wird aber am Ende gekonnt mit den Ereignissen des Vorgängers verknüpft.
Ich kam nicht ganz so leicht rein, auch, weil das Lesen des Vorbandes ein Weilchen bei mir her ist und dieses Buch sich bei meinen Eltern befindet, sodass ich nicht nochmal reinlesen konnte und ich somit nicht mehr alle Details parat hatte. Aber dadurch, dass es einen Zeitsprung gibt und die wesentliche Infos beiläufig nochmal fallen gelassen werden, hatte das höchstens den Effekt, dass ich nicht immer ganz so gut mitraten konnte, weil ich nicht immer wusste, ob da Bezüge existieren oder nicht. Ansonsten trat das aber mit steigender Seitenzahl zunehmend in den Hintergrund und verflüchtete sich schließlich.

Gleichzeitig merkt man, dass sich der Stil der Autorin gebessert hat. Während ich beim ersten Band noch Probleme mit der Erzählweise hatte, merkte ich davon hier nichts mehr. Wie im Vorgänger beginnt die Autorin auch hier einige Kapitel mit philosophisch anmutenden Gedankengängen, aber verliert sich nicht länger in ihnen. Auch die Handlung lief ohne diese Brüche ab, die mich im ersten Teil gestört hatten.
Dabei zeichnet sich das Buch auch dadurch aus, dass es sich als so fesselnd erwiesen hat, dass ich teilweise die Welt um mich herum vergaß. Auch dank der konstant hohen und gegen Ende noch mal steigenden Spannung flog ich quasi durch die Seiten. Viele Wendungen habe ich dabei selten erahnt, wobei das teilweise auch daran liegen könnte, dass ich Amelies Gedankengänge beziehungsweise Schussfolgerungen bezüglich der tatsächlichen Geschehnisse nicht immer so ganz folgen konnte und mir auch am Ende zum Teil nicht so ganz klar war, was jetzt wie zusammenhängt.

Die Charaktere haben sich dabei deutlich verändert.
Aus der aufsässigen, rebellischen Angel ist eine junge Frau geworden, die selbstbewusst ihr Leben lebt und zu sich steht, gelassener geworden ist, auch wenn sie immer noch mitunter impulsiv handelt. Dabei gelingt es der Autorin, dennoch auch frühere Seiten von ihr durchblitzen zu lassen und die Entwicklung somit glaubhaft zu gestalten.
Was ich ein bisschen schade fand, ist, dass man im Vergleich zu ihr weit weniger über Strikers beziehungsweise dem, was er jetzt so in seinem Leben macht, erfährt, obwohl das Buch abwechselnd aus seiner und Amelies Sicht erzählt wird. Der Fokus liegt da eher auf den aufkeimenden Gefühlen, die in ihrer Heftigkeit nachvollziehbar beschrieben werden.
Die Nebencharaktere bleiben eher blass, auch wenn einige sympathische Ansätze da sind. Teilweise enthalten die Dialoge auch immer eine Spur Humor, der die düstere Grundstimmung auflockert.

Fazit: Besser als der Vorgänger, vor allem dadurch, dass die Probleme, die ich da mit der Erzählweise hatte, verschwunden sind. Stattdessen fesselt der Jugendbuchthriller trotz des Zeitsprungs von fünf Jahren mit einer reifer gewordenden Protagonistin und spannenden, wenn auch nicht immer ganz nachvollziehbaren Zusammenhängen an die Seiten.



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