Dienstag, 20. August 2019

Rückblick April & Mai 2019

Hallo ihr da draußen!

Heute mit sehr extremer Verspätung - man kennt es nicht anders von mir - mein komprimierter Monatsrückblick für April und Mai. ^^

Gelebt:

Im April ging das Semester wieder los. Ich war mit meiner Kurswahl und dem Zeitaufwand eigentlich ganz zufrieden. ^^ Ich war zwischendurch bei meinen Eltern, habe Freundinnen wieder gesehen, die ich schon eine Weile nicht mehr gesehen hatte, und insgesamt waren es weitgehend ganz gute zwei Monate.

Gelesen:

Ich habe im April ganze neun Bücher gelesen und, nein, fragt mich nicht, wie ich das geschafft habe, das ist mir auch noch ein wenig schleierhaft. :D Im Mai habe ich dann auch nur noch zwei Bücher geschafft, aber gut, manchmal kommt man eben mehr zum Lesen und manchmal weniger. ^^ 
Im April habe ich auch nur ein Buch auf Englisch gelesen, drei re-readet und drei auch relativ spontan ausgeliehen. Auch genre-technisch ist mein April ungewöhnlich durchmixt, neben Fantasy und Jugendbuch sind auch zeitgenössische Romane, ein Klassiker und eine Autobiografie dabei. Im Mai habe ich ein Buch re-readet und eins auf Englisch gelesen, beides Fantasy.

Aber genug zu den Statistiken, hier die Bücher nochmal - wie immer, wenn ihr auf den Link klickt, kommt ihr zu der Rezension/Buchvorstellung:



The Picture of Dorian Gray (Oscar Wilde) habe ich noch aus dem März mitgenommen, da es auch dank des sehr blumigen Stils nicht wirklich einfach zu lesen ist. Trotzdem ist das Konzept ebenso wie die oft nicht wirklich sympathischen Charaktere unheimlich faszinierend.

Coldworth City (Mona Kasten) war eine unterhaltsame Fantasystory für Zwischendurch mit einem nicht unbedingt neuen Konzept, aber an sich durchaus sympathischen Charakteren. Allerding finde ich, dass aus dem Potenzial weitaus mehr hätte gemacht werden können, sodass so insbesondere das World Building und das Ende sowie viele angeteaserte Konflikte leider deutlich zu kurz kommen

Nashville oder Das Wolfsspiel (Antonia Michaelis) ist jetzt nicht unbedingt mein liebstes Buch von der Autorin, aber definitiv auch nicht schlecht. Nichtsdestotrotz zeigen sich auch viele Charakteristika ihrer Bücher - poetischer, atmosphärischer Stil, gesellschaftspolitische Themen, naive Protagonistin und nicht immer unproblematische Handlungen, die zum Nachdenken und Diskutieren einladen.

Außerdem habe ich die Blanche-Trilogie (Jane Christo) re-readet, die ich persönlich sehr gerne mag. Sicher, manchmal ist das schon sehr sexualisiert und beim wiederholten Lesen ist mir auch die leichte Instalove aufgefallen und ja, man merkt auch, dass es ein Debüt war, aber ... Ich liebe diesen triefenden Sarkasmus einfach unheimlich, ebenso wie die starke, vielschichtige Protagonistin, die nebenbei noch Profikillerin ist, und das Mafiasetting hat auch was (ob das jetzt immer so realistisch ist, ist eine andere Frage, aber um sowas geht es bei solchen Bücher ja eigentlich auch nicht).
In erster Linie sind das vor allem sehr unterhaltsame Fantasy-Bücher mit sehr ausgeprägtem Humor und viel Action, perfekt also, wenn man Wohlfühlliteratur für Zwischendurch braucht, um sich unterhalten zu lassen - und genau deswegen habe ich das ja auch gelesen. ;) Und dafür kann ich die Trilogie auch wärmstens empfehlen, deswegen war es für mich ein Top des Monats.



Dann hätten wir noch die drei Bücher, die ich mir ausgeliehen habe und die ein wenig aus meinem üblichen Genre rausfallen - etwas, was ich in Zukunft gerne öfter mache. Gleichzeitig sind das auch alles Own Voice-Bücher, die mal mit einem nicht-westlichen Kontext zu tun haben, daher freut es mich, dass ich so ein wenig aus meiner Blase hinausgelugt habe, da ich ja zumeist nur Bücher aus dem und mit westlichem Kontext lese.

Sechzehn Wörter (Nava Ebrahimi) ist die Geschichte von einer Identitätssuche einer jungen Deutsch-Iranerin, die anlässlich des Todes ihrer Großmutter in den Iran reist. Es ist ein sehr ruhiges Buch, bei dem Selbstfindung und Erinnerungen im Vordergrund stehen, das aber am Ende mit einer Enthüllung nochmal mitreißt. 

Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy (Adaobi Tricia Nwaubani) spielt in Nigeria und handelt von den 419-Scammern, also denjenigen, die mit Spammail-Betrug Geld machen. Dabei steht der Unterhaltungswert dieses eher ironischen und skurrilen Werkes im Vordergrund. 

Ich bin eure Stimme (Nadia Murad) ist die erschütternde und mitnehmende Autobiografie einer jungen Jesidin, die den Genozid an ihrer Glaubensgemeinschaft, ihre eigene Verschleppung durch den IS, wo sie vergewaltigt und versklavt wurde, und ihre anschließende Flucht schildert.



Im Mai habe ich American Gods (Neil Gaiman) gelesen, eine Fantasy-Geschichte, die sich der Frage nach der amerikanischen Identität im Kontext von Migration in die Staaten widmet und Aspekte zahlreicher Mythologie einflicht. Dabei ist die Erzählstimme eher ruhig, was auch dem etwas eigenartigen Protagonisten geschuldet ist, der sich ebenfalls durch Gleichgültigkeit auszuzeichnen scheint. Dennoch weiß die Geschichte aber auf ihre Weise zu fesseln.

Trotzdem war mein Top des Monats wohl eher Die Rabenkönigin (Michelle N. Weber), wobei das vielleicht nicht ganz so fair ist, weil es ein Re-Read war. Aber dieses Buch ist eine spannende, unvorhersehbare Fantasygeschichte genau nach meinem Geschmack, nicht zuletzt aufgrund der düsteren Atmosphäre und den Feen als zentraler Handlungsaspekt. Auch die Liebesgeschichte ebenso wie die sarkastische, mental starke und selbstbewusste Protagonstin und die generell sehr tiefgründigen Charaktere mochte ich sehr gerne, und der märchenhafte Schreibstil hat mich ganz in seinen Bann gezogen. Ich bin ein bisschen verliebt. :D

Gesehen:

Im April bin ich zu dem Schluss gekommen, Supernatural in der elften Staffel abzubrechen. Ich mochte die Serie eigentlich ganz gerne (auch wenn ich den Sexismus zunehmend anstrengend fand), gerade weil die Kombination aus Fantasy, Mythologien, Horror-Elementen, Humor, Action und Charakterentwicklungen eigentlich genau mein Fall ist, aber in der elften Staffel hatte ich das Gefühl, sie hätten alles, was die Serie bis dato ausgemacht hat, zugunsten eines flachen, schlechten Plots ohne Tiefe und Sinn zum Teufel gejagt. (Ich habe mich spoilern lassen, es klingt nicht so, als würde es besser werden.)
Stattdessen habe ich hin und wieder ein paar Marvel-Filme gesehen, unter anderem die Iron Man-Trilogie und den ersten Avengers-Film.


Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare, Meinungen oder was auch immer euch einfällt. ^^

Alles Liebe! ♥
Dana

Samstag, 17. August 2019

[Rezension] Faye - Herz aus Licht und Lava


Autorin: Katharina Herzog
Verlag: Loewe
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 24.07.2019
ISBN: 978-3-7432-0191-0
Gebunden; 18,95€


Klappentext:

Seit der Ankunft auf Island geschehen merkwürdige Dinge. Gleich am ersten Abend führt ein Schwarm Glühwürmchen Faye zu einer Lichtung, auf der ein uralter Baum steht. Der Sage nach soll hier der Eingang zur Elfenwelt sein. Aber vor Jahren wurde das Herz des Baumes gestohlen. Und jetzt stirbt er. Faye beschließt, den Baum zu retten. Keine leichte Aufgabe. Vor allem seitdem ihr der impulsive und jähzornige Aron über den Weg gelaufen ist. Wenn Faye wüsste, auf was für ein Abenteuer sie sich da einlässt … 

Donnerstag, 15. August 2019

[Buchvorstellung] I Am Malala - The Girl Who Stood Up for Education and Was Shot by the Taliban


Autorin: Malala Yousafzai (& Christina Lamb)
dt.: Ich bin Malala - Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft (2013)
Verlag: Weidenfeld & Nicolson
Seiten: ca. 300
Erscheinungsdatum: 2013
ISBN: 978-1-7802-2658-3
Taschenbuch



Ich denke mal, die meisten von euch haben an irgendeinem Punkt schon mal etwas von Malala Yousafzai gehört (hoffe ich zumindest). Was mir bekannt war, war, dass die Taliban ihr in den Kopf schossen als sie fünfzehn Jahre alt war, sie in einem Krankenhaus in Großbritannien behandelt wurde und überlebte, und 2014 den Friedensnobelpreis erhielt, weil sie für das Recht auf Bildung kämpft. Weniger bekannt war mir, dass sie das quasi schon ihr ganzes Leben tut, und dies ein Grund dafür ist, warum die Taliban sie überhaupt erschießen wollten.

Malala Yousafzai wuchs in einem kleinen Dorf in Pakistan auf, und ich muss ehrlich sagen, ich wusste bis dato kaum etwas über dieses Land und die historische und politische Situation, die Malala Yousafzai in ihrer Autobiografie kurz darlegt. Eine Situation, die geprägt ist von Kriegen und Konflikten, und vor allem auch den Interventionen Russlands und Amerikas, die einen nicht unwesentlichen Anteil an der Entstehung des islamistischen Terrorismus in dem Land hatten.
In dem Kontext dieses Terrorismus in Form der Taliban wächst Malala auf. Die Taliban verweigert Mädchen das Recht auf Bildung, aber Malalas Vater vermittelt ihr ein Bild von Bildung als hohem Wert. Er setzt seinen Traum von einer eigenen Schule um, kämpft gegen die Taliban und ermutigt Malala, es ihm gleich zu tun. Und so gibt Malala schon als junges Mädchen Interviews oder hält Reden.

Malala liebt trotz allem ihr Land und vermittelt so ein Bild von diesem, dass man ihre Gefühle nachvollziehen kann. Sie beschreibt auch ihr alltägliches Leben unter den Taliban, unter der ständigen Angst, aber trotzdem auch in seiner Alltäglichkeit, mit all den schönen Momenten und dem Aufwachsen.
Ich war dabei ungemein beeindruckt von ihr. Während sie mit 12 Jahren für die Bildung von Mädchen gekämpft hat, habe ich gerade aufgehört, mit Puppen zu spielen und habe mich mit gefühlt kindischen Belanglosigkeiten beschäftigt. Nichts hätte mir ferner gelegen, als für Rechte zu kämpfen, deren Bedeutung mir vollkommen unbekannt war - auch, weil ebendiese Rechte, für die Malala kämpft, für mich selbstverständlich waren. Und so hatte ich fast rückwirkend ein schlechtes Gewissen, für all die Male, die man rumgenörgelt hat, dass man zur Schule muss, während dies ein Privileg ist, das für viele Mädchen immer noch nicht erreichbar ist.
Das verleiht Demut, gleichzeitig inspiriert Malala aber auch dazu, zu kämpfen und sich für Dinge einzusetzen.

Malala selbst habe ich als sehr mutig, als intelligent, reif und lernbegierig wahrgenommen. Nichtsdestotrotz ist sie in dieser Autobiografie keine überragende Heldin, jedenfalls beschreibt sie sich selbst nicht als solche. Sie ist ein Mädchen mit Ecken und Kanten, Schwächen und Ängsten, das für sein Recht auf Bildung einsteht. Und so erschien es mir gemeinsam mit ihr unglaublich, dass sie am Ende weltbekannt ist, vor den Vereinten Nationen sprechen darf und den Friedensnobelpreis erhält. Heute studiert sie in Oxford und kämpft weiterhin für die Rechte von Mädchen auf der ganzen Welt.

Ihre Geschichte ist mitnehmend, sie stimmt fassungslos, verzweifelt, aber auch hoffnungsvoll, und letztendlich ist der Teil mit dem Erschießen nur ein kleiner Part nach ihrem langen Kampf für Bildung. Sie zeigt, dass auch ein einzelner, scheinbar unbedeutender Mensch etwas bewirken kann, was mich enorm beeindruckt hat.

Fazit: Sehr beeindruckende Autobiografie über ein Mädchen, das schon in jungem Alter gegen den Terrorismus und für das Recht auf Bildung gekämpft hat!

    Dienstag, 13. August 2019

    Grenzlandtage [UND] Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy

    Grenzlandtage (Antonia Michaelis & Peer Martin)



    Oetinger Verlag ~ 09.12.2016 erschienen ~ 464 Seiten ~ 978-3-8415-0469-2 ~ Taschenbuch mit Klappenbroschur; 13,99€


    Jule hatte sich eigentlich auf zwei Wochen Urlaub mit ihrer besten Freundin gefreut. Doch nun ist diese krank und sie muss alleine ihre Reise auf die griechische Insel antreten. Der Ort wirkt wie das reinste Urlaubsparadies, doch dann begegnet sie einem Jungen mit verbundenen Händen und alles ändert sich.

    Dieses Buch ist so ein Buch, bei dem man irgendwann seinen europäischen Pass verflucht und sich die eigenen Privilegien als EU-Bürger*in bitter bewusst wird. Es geht um Seenotrettung im Mittelmehr (oder eben ihre Abwesenheit), um Ertrinken, um Flucht, um Abschiebung, um die Zustände in den unterschiedlichen Ländern und um die Verteilungsverfahren. Wut, Ohnmacht und Fassungslosigkeit waren nur einige der Gefühle, die ich beim Lesen empfand. 
    Die vielen Tode im Mittelmeer bekommen ein Gesicht, werden in diesem fiktiven Werk real und zeugen von einer schreienden Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit, die die europäischen Länder unterstützen. Sie zeugen von Menschen, die vor Krieg, Armut und Gewalt mit der Hoffnung auf ein besseres Leben fliehen und am Ende einsam und alleine ertrinken.

    Wer mich kennt, weiß, dass ich die Bücher von Antonia Michaelis liebe und auch wenn ich rückblickend betrachtet auf die Fortsetzungen auch hätte verzichten können, war "Sommer unter schwarzen Flügeln" von Peer Martin ebenfalls ein unheimlich gutes Buch. Beide haben einen ungewöhnlichen, poetischen Schreibstil, der hier in diesem Buch perfekt harmoniert. Wie in vielen Büchern von Antonia Michaelis wirkt Jule manchmal naiv, verträumt, idealistisch, aber nicht zwingend auf eine anstrengende Art.
    Zu ihrer Sicht kommt zwischendurch die des Jungen hinzu. Und natürlich könnte man argumentieren, dass ihr Zusammentreffen und die Entwicklung in dieser Form nicht zwingend realistisch sind, aber es eröffnet einen Raum der Möglichkeiten, der die Realität zerschmettert. Es ist eine Geschichte der Hoffnung, der Verzweiflung, es ist ein Märchen, das wie eine Metapher für das steht, was man sich wünscht, was aber nicht ist, und doch orientiert es sich an Tatsachen. Entscheidungen wirken nicht immer rational, aber darum geht es nicht. Es ist ein Jugendbuch, das sich eines brandaktuellen, aber viel zu verschwiegenen Themas annimmt. Das die Geschichte einer deutschen Abiturientin erzählt, die aus ihrer privilegierten Welt rausgerissen wird und ohnmächtig diesem ungerechten Phänomen gegenübersteht, und eines Jungen, der zu viel verloren hat, zu erwachsen geworden ist und doch die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben hat. Und es ist die Geschichte, die zeigt, dass Seenotrettung kein Verbrechen, sondern Menschlichkeit ist.


    Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy ( Adaobi Tricia Nwaubani)



    übersetzt von Karen Nölle ~ amerik. Originaltitel: I Do Not Come to You by Chance (2009) ~ dtv Verlag ~ 2011 erschienen ~ 500 Seiten ~ 978-3-423-24861-7  ~ Taschenbuch


    Dieses Buch ist ein Own Voice-Buch der nigerianischen Autorin Adaobi Tricia Nwaubani, das in Nigeria spielt und sich die 419-Scammer zum Thema nimmt, sprich diejenigen, die mit den vermutlich auch manchen von euch bekannten Spam-Mails Geld machen, in denen sie sich als nigerianische Prinzen, arme Witwen oder ähnliche ausgeben, Gewinne versprechen oder um Geldleihen bitten. Wiederholt machen sie sich dabei über die Dummheit der Europäer*innen und Amerikaner*innen lustig, die auf diese Mails reinfallen und sich gegebenenfalls sogar noch selbst als Retter*innen "bedürftiger Afrikaner*innen" sehen.
    Dabei geht es auch viel um das Bild weißer Menschen und der westlichen Welt in Nigeria, eigenen Sehnsüchten, aber auch Abgrenzungen und irgendwie eben auch um den Umgang mit Postkolonialismus. Das Buch bot mir die Möglichkeit, von meiner eigenen westlichen, von Vorurteilen geprägten Sicht einmal Abstand zu nehmen und einen Einblick in eine nigerianische Sicht zu erhalten - und natürlich auch in einen nigerianischen Alltag.

    Der Protagonist Kingsley ist in einer armen Familie aufgewachsen. Für seine Eltern stand Bildung und Wissen immer an erster Stelle, aber jetzt findet er trotz Universitätsabschluss keine Stelle. Dabei will er eigentlich das Mädchen, das er an der Uni kennengelernt hat und über alles liebt, heiraten und ihr ein sicheres Leben bieten. Und als er wieder in Kontakt mit seinem Onkel kommt, dem schwarzen Schaf der Familie, der ein reicher Chef einer 419er-Firma ist, lockt ihn diese Methode des schnellen Geldes.

    Kingsley ist wie so viele Charaktere jemand, bei dem ich mir nie sicher war, ob er mir sympathisch ist. Sein Onkel, stark übergewichtig, von jüngeren Frauen umschwärmt und mit seinem Geld am prossen, mag unsympathisch erscheinen, wirkt aber eher wie eine Persiflage. Überhaupt - im Zentrum der Geschichte stellt vielmehr der Unterhaltungswert. Und obwohl man Zeug*in von Verbrechen wird, ertappt man sich irgendwann zwangsläufig bei dem Gedanken, dass Leute, die auf sowas reinfallen, ja auch irgendwie selbst schuld sein. 
    Ansonsten lebt der Roman gerade von diesem Ironischen, mit dem mit diesem Thema - mit dem sich die Autorin im Übrigen durchaus intensiv auseinandergesetzt hat, zumindest habe sie mit Personen aus dieser Branche gesprochen - umgegangen wird. Skurril, abnormal, die Faszination des schnellen Geldes und eine Welt der Macht und des Reichtums - aber auch der Ehre, denn gegenüber anderen Nigerianer*innen und besonders der eigenen Familie zeigt sich enorme Solidarität. Irgendwie wird dabei auch ein bisschen mit postkolonialen Strukturen gespielt.

    Aber wie gesagt, Politik oder Gesellschaftskritik stehen bei diesem Buch gar nicht wirklich im Vordergrund, vielmehr geht es um die Unterhaltung, und so lässt sich dieses Buch auch relativ flüssig lesen. Und ganz nebenbei bot es mir die Möglichkeit, mal meine westliche Blase zu verlassen und eine nigerianische Stimme kennenzulernen.

    Samstag, 10. August 2019

    Warum immer produktiv sein wollen auch keine Lösung ist

    Mein zweites Semester war relativ heftig. Ich belegte mehr Kurse, als ich musste, nahm mir drei Hausarbeiten vor, obwohl mein Auslandssemester mitten in den Ferien begann, und ebendieses Auslandssemester wollte auch vorbereitet werden. Nebenbei arbeitete ich, machte Sport, zog um und fand keine Zeit und Motivation mehr zum Schreiben, Bloggen und Durchatmen. Ich war dauernd müde und kam nicht mehr mit. Aber erst in den letzten Monaten habe ich angefangen, mich damit auseinanderzusetzen, was es eigentlich bedeutet, immer unter Strom zu stehen.

    Prokrastination. Das leidige Thema, das alle kennen und dem doch keine*r entrinnt.

     

    Irgendwann in den letzten Monaten ist mir aufgefallen, wie sehr ich prokrastiniere - gerade im Internet. Und wie falsch. Ich klicke mich Stunden durch unsinnige Seiten oder was auch immer, fühle mich schlecht, raffe mich nicht auf, prokrastinier weiter, aber entspann mich auch nicht, weil im Hintergrund die ganze Zeit der Gedanke steht, ich müsste eigentlich produktiv sein.
    In dieser Stunde, in der ich gestresst prokrastiniere (und zwar sinnloses Zeug mache), könnte ich hundert Seiten lesen. In zwei Stunden einen Film gucken. Ich tue das aber nicht, weil das bedeuten würde, sich bewusst Zeit zu nehmen, nicht etwa zu prokrastinieren, sondern bewusst abzuschalten und zu entspannen. Bewusst nicht produktiv zu sein.
    Also fing ich an, mir zu sagen: Okay, du schaffst es jetzt nicht, den Unitext zu lesen, weil du dafür nicht die Energie hast. Du wirst jetzt aber nicht versuchen, den Text zu lesen und stattdessen durch Memes scrollen, sondern du wirst den Laptop zuklappen, das Buch nehmen und entspannt lesen. Auch wenn du dann nicht produktiv bist.

    Warum müssen wir eigentlich immer produktiv sein?

     

    "Boah, ich war heute wieder gar nicht produktiv", "Ich hab wieder nichts geschafft", "Endlich war ich mal wieder produktiv" - kommen euch diese Sätze bekannt vor? Ich habe irgendwann angefangen, mich zu fragen, warum es eigentlich so einen ungemein hohen Stellenwert hat, produktiv zu sein (was ist denn das bitte für ein Wert?) und die erste Antwort, die mir einfiel, war: weil wir in einer kapitalistischen Gesellschaft leben.
    Wir wollen immer etwas schaffen, mehr schaffen, etwas erreichen, bloß keine Zeit verschwenden.
    Ist es verschwendete Zeit, wenn ich einfach mal ein Buch lese? Einen Film gucke? Weil ganz ehrlich - für mich fühlt sich diese Zeit nicht verschwendet an. Im Gegenteil - ich spare Zeit, die ich sonst sinnlos verprokrastiniert hätte, weil ich eh keine Energie mehr habe. Und selbst wenn ich Energie hätte - ich fühle mich unterhalten, erlebe Abenteuer, tauche in andere Welten ein, erfahre Denkanstöße. All das ist für mich keine verschwendete Zeit, im Gegenteil.

    Was ist also so falsch daran, den ganzen Tag auch einfach mal zu lesen, Musik zu hören, Filme zu gucken?
    Zumal ich defintiv auch solche Momente brauche, um wieder Energie zu tanken. Genau das habe ich aber vernachlässigt, weil ich selbst wenn ich gerade nichts "Produktives" getan habe, mich selbst gestresst habe, weil ich nichts Produktives getan habe. Seht ihr den Teufelskreis? Genau.
    Aber immer wieder stell ich auch in Gesprächen mit Freund*innen fest, wie wichtig es uns allen ist, innerhalb unserer 24 Stunden möglichst viel zu schaffen. Wir hauen uns die Terminkalender voll und wollen bloß keine Sekunde verschwenden. 
    Natürlich meine ich damit nicht, dass man nicht auch für die Uni arbeiten muss oder sich Ziele setzen sollte oder Aufgaben übernehmen. Ich spreche lediglich von der Einstellung, die zumindest ich in meinem Umfeld erlebe, nach der es fast verpönt ist, mal auszuschlafen und den Tag im Bett zu verbringen. Ich ertappe mich dabei, wie ich, wenn ich gefragt werde, was ich am Wochenende getan habe, und ich antworte, dass ich eigentlich nur gelesen habe, mich schlecht fühle, weil ich zwei Tage "verschwendet" habe. Vor der Einstellung, immer produktiv sein zu müssen.

    Wir sind keine Maschinen. 

     

    Unser Ziel sollte es nicht sein, so produktiv zu sein wie möglich. Unser Ziel sollte es sein, zufrieden mit uns und unserem Leben zu sein. Das zu schaffen, was wir schaffen wollen, Spaß zu haben, aber auch auf uns achtzugeben. Energie nachzutanken. Ein gutes Buch zu lesen. Oder eben einfach einen Tag im Bett zu verbringen, weil das auch toll ist. Weil am Ende nicht gemessen wird, wer wie viel erreicht hat, wer die meiste Arbeit geschafft hat. 

    Ich habe für mich entschieden, bewusst mir Zeit für mich zu nehmen, in denen ich nichts schaffen will, sondern einfach lese, einen Film gucke, Musik höre, ohne Druck. Um damit Stress aus meinem Leben zu nehmen, den ich vermeiden kann. Und natürlich klappt das nicht immer, aber ich habe festgestellt, dass ich meine Aufgaben viel besser erledige, wenn ich sie nicht nach Stunden des Prokrastinierens übermüdet erledige, und dass ich meine Zeit dann besser nutze, weil ich dann noch welche über habe, um ein Buch zu lesen. 


    Wie seht ihr das? Kennt ihr dieses Gefühl oder eher nicht? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

    Euch allen ein schönes und entspanntes Wochenende!
    Eure Dana ♥

    Donnerstag, 8. August 2019

    A Study in Scarlet [UND] The Picture of Dorian Gray


    A Study in Scarlet (Arthur Conan Doyle)

     
    Wer kennt Sherlock Holmes nicht? ^^ Ich plane eigentlich seit Ewigkeiten, irgendwann mal die Serie mit Benedict Cumberbatch anzufangen, und hab letztendlich aus Interesse erst mal den ersten Band der sieben Teile umfassenden Reihe gekauft.
    In diesem geht es im Wesentlichen darum, dass Sherlock Holmes und Dr. Watson sich kennenlernen, nachdem beide ein WG-Zimmer suchen (was mir als Studentin sehr bekannt vorkam). Sie ziehen zusammen und der dank des Krieges von sehr schwacher Gesundheit geprägte Watson bekommt mit, wie sein Mitbewohner ein Verbrechen löst. Dieses wiederum stellt eine gefundene Leiche in einem verlassenen Haus dar, mit einem in Blut geschmiertem Wort an der Wand.

    Ich war überrascht davon, wie angenehm zu lesen der Schreibstil ist. Klar, er ist altmodisch, schließlich ist das Buch schon 1887 erschienen, aber er ließ sich erstaunlich flüssig lesen.
    Generell habe ich das Buch, das in meiner Ausgabe auch nur etwa 160 Seiten umfasst, als eher kurzweilig empfunden. Es ist nicht lang, und dann ist es auch noch in zwei Stories aufgesplittet, sodass die Auflösung früher kommt als erwartet. Nach der eigentlichen Geschichte folgt nämlich nochmal die Hintergrundgeschichte zu dem Verbrechen, was ich teilweise als ein wenig redundant empfunden habe, was an sich aber auch ganz interessant sein kann.

    Watson ist an sich kein wirklich aktiver Charakter in diesem Buch. Er ist der Erzähler, aber ansonsten trägt er auch dank seines schwachen Zustands recht wenig zu dem Geschehen bin. Handeln tut eher Sherlock. Hier ist es interessant, die Originalfigur hinter dem oft rezipierten und auch stark durch die von mir erwähnte Serie geprägten Bild kennenzulernen, die sich in manchen Aspekten und Nuancen von diesem unterscheidet.
    Das Sherlock'sche Vorgehen ist dabei natürlich sehr unterhaltsam. Obwohl ich versuchte, mitzurätseln, gelang mir das nicht, auch weil essenzielle Details überhaupt erst am Ende enthüllt werden, sodass das eigentlich gar nicht so wirklich möglich ist. Mir drängte sich zwischendurch der Gedanke auf, wie viel schneller das Ganze mit einem Fingerabdrucksensor hätte gelöst werden können - insofern bietet das Buch auch die Möglichkeit, in das London Ende des 19. Jahrhunderts einzutauchen.


    The Picture of Dorian Gray (Oscar Wilde)


    Inhaltlich geht es in dem 1891 erstmals erschienenen und etwa 230 Seiten dicken Buch um den jungen Adeligen Dorian Gray, dessen überragende Schönheit von allen angepriesen ist, der aber bisher noch recht unerfahren ist. Er fürchtet sich vor dem Altern und dem Verblassen seiner Schönheit. Doch als er sich wünscht, das Portrait, das sein Freund und Maler Basil Hallward von ihm angefertigt hat, möge an seiner Stelle altern, ahnt er nicht, dass dieser Wunsch Wirklichkeit werden könnte.

    So ein bisschen hat mich das Buch vom Stil her an „Die Leiden des jungen Werther“ erinnert. Die Bücher teilen die sehr blumige, sehr ausufernde und sehr, sehr melodramatische Sprache, auch in Bezug auf die überschwängliche Emotionalität der Protagonisten. Das kann auf Dauer schnell anstrengend werden und in der Regel fiel es mir schwer, mehrere Kapitel hintereinander zu lesen. Daran hatte mit Sicherheit auch die Altertümlichkeit des Englisch seinen Anteil, aber vor allem der komplizierte, sehr poetische und sehr blumige Stil mit seinen verschachtelten Sätzen. „Sherlock Holmes“ fiel mir beispielsweise einfach deutlich einfacher, obgleich es ähnlich alt ist.

    Auch der Protagonist ist sehr, äh, anstrengend. Was mit Sicherheit auch bis zu einem gewissen Grad so gewollt ist. Sehr einfältig, sehr naiv, sehr selbstverliebt, sehr oberflächlich und leicht zu beeinflussen. Dieses Buch ist nicht unbedingt darauf ausgelegt, die Charaktere zu mögen. Manche ihrer Ansichten sind so unbegreiflich, dass ich eher fassungslos mitverfolgte, wie sie vorgingen. Und obwohl somit viele Charaktere tendenziell auch eher unsympathisch sind, sind sie deswegen gleichzeitig auch irgendwie ungemein faszinierend, und darin liegt eine Qualität des Buches.

    Was mich persönlich an dem Buch am meisten faszinierte, ist die Idee und das Konzept dahinter. Das alles ist ziemlich interessant und irgendwie cool und irgendwie gruselig und für mich durchaus ein Grund, dieses Buch zu lesen. Zentrale Themen sind Leidenschaften, der Sinn des Lebens, die Art, wie man es führt, aber eben auch die Frage nach Moral und Schuld. Und noch so viel mehr.
    Witzig fand ich auch irgendwie die Liebesgeschichte, die einen relevanten, aber keinen sonderlich großen Raum einnimmt, und in der sich die altmodischen, romantischen Vorstellungen von Liebe auf den ersten Blick zeigen, die eben der Protagonist bis dato vertreten hat. Was halt in der Praxis heißt, dass man die Frau heiratet, die man erst seit wenigen Stunden kennt.

    Dienstag, 6. August 2019

    [Buchvorstellung] Ich bin eure Stimme

     
    Autorin: Nadia Murad
    Übersetzer*innen: Ulrike Becker, Jochen Schwarzer & Thomas Wollermann
    amerik. Originaltitel: The Last Girl. My Story of Captivity, and my Fight against the Islamic State (2017)
    Verlag: Knaur
    Seiten: 376
    Erscheinungsdatum: 31.10.2017
    ISBN: 978-3-426-21429
    Gebunden mit Klappenbroschur; 19,99€
    (Taschenbuch; 9,99€)


    Klappentext:

    Von der IS-Sklavin zur Trägerin des Friedensnobelpreises 2018: Das bewegende Schicksal der Jesidin Nadia Murad und ihr Kampf um Gerechtigkeit.
    Am 3. August 2014 endet das Leben, wie Nadia Murad es kannte. Truppen des IS überfallen ihr jesidisches Dorf Kocho im Norden Iraks. Sie töten die Älteren und verschleppen die Jüngeren. Kleine Jungen sollen als Soldaten ausgebildet werden. Die Mädchen werden verschleppt und als Sklavinnen verkauft. An diesem Tag verliert Nadia Murad 44 Angehörige. Für sie beginnt ein beispielloses Martyrium: Drei Monate ist sie in der Gewalt des IS, wird Opfer von Demütigung, Folter, Vergewaltigung. Nur mit Glück und unvorstellbarem Mut gelingt ihr die Flucht vor ihren Peinigern. Sie schafft es in ein Flüchtlingslager und kommt von dort aus nach Deutschland.
    Tausende andere junge Frauen befinden sich bis heute in der Gewalt des IS. Deren Stimme zu sein und sie zu befreien hat Nadia Murad sich zur Aufgabe gemacht. Heute kämpft sie dafür, dass das Verbrechen des IS als Völkermord anerkannt wird und die Verantwortlichen vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden.
    Die Vereinten Nationen ernannten Nadia Murad zur Sonderbotschafterin, darüber hinaus wurde sie mit dem Vaclav-Havel-Preises für Menschenrechte ausgezeichnet. 2018 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Hier erzählt sie ihre bewegende Geschichte.

    Samstag, 3. August 2019

    [Buchvorstellung] Sechzehn Wörter



    Autorin: Nava Ebrahimi
    Verlag: btb
    Seiten: 320
    Erscheinungsdatum: 27.03.2017 (bezieht sich auf die HC-Ausgabe)
    ISBN: 978-3-442-71754-5
    Taschenbuch; 10,00€
    (Hardcover, 18,00€)




    Dieses Buch hat mir spontan mein Großvater ausgeliehen, dementsprechend hatte ich auch keine wirklichen Erwartungen daran. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die im Iran geboren ist, in ihrer Kindheit nach Deutschland gezogen ist und dort nun lebt. Anlässlich des Todes ihrer Großmutter reist sie gemeinsam mit ihrer Mutter in den Iran. Der Rückflug ist schon gebucht und doch beginnt dort ein wenig auch die Suche nach ihrer eigenen Identität, inmitten dieser beiden Länder.

    Und das ist auch der zentrale Punkt: Mona, ihr Leben und ihre Suche nach ihrer Identität. Das Buch ist sehr ruhig, ohne wirklichen Spannungsbogen und besteht aus sehr vielen Rückblicken. Anhand  sechzehn einzelner persischer Worte, die den Kapiteln vorangestellt das Buch strukturieren, verknüpft Mona Erinnerungen – an ihren Vater, der nie wirklich in Deutschland angekommen ist, an Alltagsrassismus, an ihre Kindheit, an das Jahr, das sie im Iran gelebt hat. Und trotz des so eher flachen Spannungsbogens habe ich das Buch keineswegs als langweilig empfunden – vielmehr entpuppte sich der Schreibstil als sehr fesselnd, sodass ich ein paar Seiten lesen wollte und dann nur schwerlich von dem Buch wieder losgekommen bin. Lediglich hin und wieder hatte ich Probleme, die Gegenwart von einem Rückblick zu unterscheiden, wobei das eigentlich durch die gewählte Zeitform deutlich wird.
    Obgleich man die ganze Geschichte aus Monas Sicht liest und durch die Rückblicke und Reflexionen auch sehr tief in ihrem Inneren versunken ist, werden nicht alle Zusammenhänge offengelegt und manchmal weiß das Buch mit Enthüllungen zu überraschen.

    An der Authentizität der Geschichte habe ich dabei keinen Zweifel, denn die Autorin Nava Ebrahimi teilt wesentliche Eigenschaften mit der Protagonistin. Auch sie ist im Iran geboren – in Teheran – und als Kind nach Deutschland gekommen, auch sie hat in Köln gelebt und Journalismus studiert. Somit bietet die Autorin einen Einblick darin, wie es sich anfühlt, zwischen diesen beiden Kulturen aufgewachsen zu sein, in beiden irgendwie zuhause zu sein.

    Dabei ist das Buch nicht wirklich gewollt politisch, ohne jedoch nicht politisch zu sein. Immer mal wieder gibt es Sequenzen, in denen Mona Alltagsrassismus erfährt, zum Beispiel, wenn die Mutter ihrer Kindheitsfreundin ihrer Tochter den Umgang mit Mona verbieten will, weil Mona angeblich so ein rückständiges Frauenbild habe. Monas Vater war zudem Kommunist und in der Iranischen Revolution aktiv, in dessen Rahmen er verhaftet wurde. Und dennoch steht all das nicht im Mittelpunkt, im Fokus steht vielmehr Monas Selbstfindung und sie als Person.
    Somit geht die Autorin auch kaum auf das aktuelle System im Iran ein, stattdessen lernt man als Leser*in die Alltagskultur kennen – Trauerrituale, aber auch, wie Mona mit einem Bekannten durch die Stadt fährt. Erst wenn Mona fragt, wie sie tun sollen, wenn sie von der Sittenpolizei angehalten werden, fing ich an, die Selbstverständlichkeit zu hinterfragen.
    Und dennoch wird ein Bild von dem Iran gezeichnet, das ein wenig einlädt, dieses Land und seine Kultur kennenzulernen, was vielleicht manchmal etwas kritisch ist, manchmal ironisch, aber manchmal eben auch von einer unterschwelligen Sehnsucht Monas geprägt.

    Mit Sexualität wird relativ offen umgegangen. Besonders Monas Großmutter charakterisiert sich dabei durch sehr unverfrorene sexualisierte Sprüche und empört sich darüber, dass ihre Enkelin noch keinen Mann gefunden hat. Mona wiederum hat während ihres Jahres in Teheran mehrere Nächte mit einem verheirateten Mann verbracht, ganz unverbindlich, was kaum problematisiert wird. Dieser ungezwungene Umgang mit Sex mag manchmal vor Augen führen, was für ein falsches Bild vom Iran existiert.
    Und so amüsieren sich Mona und andere Charaktere auch hin und wieder über typisch deutsche Vorurteile und Handlungsweisen, sodass ich auch manchmal ein wenig schmunzeln musste. Was diese anderen Charaktere angeht, so liegt eben der Fokus auf Mona, dennoch wird auch hier eine gewisse Tiefe angedeutet.

    Fazit: Die Reise in ihr Geburtsland, dem Iran, wird für die Protagonistin auch ein wenig zu einer Identitätssuche - ein eher ruhiges, aber dennoch fesselndes Buch mit leicht poetischem Schreibstil, das ein ganz eigenes Bild von dem Iran zeichnet, aber auch das Aufwachsen in Deutschland als Migrantin reflektiert, und das nicht zuletzt durch die eigenen Erfahrungen der Autorin authentisch wirkt.




    Quelle Cover: btb

    Donnerstag, 1. August 2019

    [Top Ten Thursday] Unbekannte Autor*innen auf meiner Wunschliste



    Hallo ihr Lieben,

    heute bin ich wieder bei dem Top Ten Thursday von Aleshanee dabei. Das heutige Thema lautet 10 Bücher von dir noch unbekannten Autoren, die du auf deiner Wunschliste hast und zu ihrem Post kommt ihr hier. Halten wir uns nicht lange auf, sondern legen wir gleich los:

    1.) Christelle Dabos

    "Die Spiegelreisende" habe ich in letzter Zeit öfter auf Blogs entdeckt, und da die Geschichte sehr außergewöhnlich und originell klang und es sich außerdem im Original um eine französische Reihe handelt und ich hin und wieder nach Büchern auf Französisch suche, ist dieses Buch gleich mal auf meiner Wunschliste gelandet.

    2.) Stephen King

    Aus Neugierde. Yep, manche erinnern sich ganz eventuell (vermutlich nicht), dass ich das vor gut zwei Jahren bei einer ähnlichen Frage schon mal geplant hatte, aber ich habs immer noch nicht geschafft. Die meisten plädierten dafür, mit "Carrie" einzusteigen.

    3.) Mackenzie Lee

    "The Gentleman's Guide to Vice and Virtue" steht auf meiner Wunschliste und erfreut sich gerade im LGBT+-Kontext großer Beliebtheit. Auch wenn ich bei Büchern mit historischem Kontext sonst eher skeptisch bin (ich weiß selbst gar nicht so genau, warum), ist dieses Buch auf meiner Wunschliste gelandet.

    4.) Mary Shelley

    Ich habe gerade in der letzten Zeit ein paar sehr motivierende Rezensionen zu "Frankenstein" gelesen, und da ich das Buch eh im Rahmen meines Vorhabens, hin und wieder Klassiker zu lesen, im Auge hatte, bekam ich Lust, es zu lesen.

    5.) Kayla Ancrum

    "The Wicker King" habe ich auch eine Zeit lang - besonders, als ich gerade wieder angefangen habe mit dem Bloggen - extrem viel auf Blogs gesehen. Die Story mit der toxischen Freundschaft zweier Jungen, von denen einer mit Halluzinationen kämpft, klingt auf düstere Weise faszinierend und zudem hat es mir eine Freundin empfohlen.

    6.) William Goldmann

    Der Autor ist eher neu auf meiner Wunschliste mit "The Princess' Bride". Mit diesem Buch liebäugele ich schon länger und vor kurzem hat dann Jacquys Rezension den Ausschlag gegeben, dieses skurril und satirisch anmutende Buch rund um die Entführung des Mädchens Buttercup auf meine Wunschliste zu setzen.

    7.) Becky Chambers

    Ebenfalls auf meiner Wunschliste steht "The Long Way to a Small Angry Planet", noch so ein Buch, das Klassikerstatus entwickelt und von vielen gelobt wurde. Eine durchmischte Crew unterwegs im Universum - unterhaltsam klingt es allemal.

    8.) Somaiya Daud

    Mich haben die vielen Rezensionen zu "Mirage" neugierig gemacht, sodass das Buch erst einmal auf meiner Wunschliste gelandet ist.

    9.) Bram Stoker

    Öhm, ja, ich habe "Dracula" auf meiner Wunschliste stehen. So als Klassiker der Vampirromane quasi. Obwohl ich zugeben muss, dass ich momentan nicht übermäßig motiviert bin, das zu lesen. :D

    10.) Jennifer Niven

    "All the Bright Places" steht auch schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste. Dabei klingt die Geschichte der zwei Jugendlichen, die sich auf einem Glockenturm ihrer Schule treffen und sich gegenseitig vom Suizid abhalten, irgendwie nach einem ziemlich interessanten Buch, das ja auch relativ gut ankam.


    Ich dachte irgendwie, die Aufgabe wäre leichter, aber irgendwie habe ich erstaunlich oft Bücher von Autor*innen auf meiner Wunschliste stehen, von denen ich schon etwas anderes gelesen habe. Zudem habe ich meine Wunschliste ein bisschen aussortiert. Auch wenn ein klarer Fantasy-Fokus zu sehen ist, freue ich mich trotzdem darüber, dass die Genres schon ein wenig variieren - von Klassikern und Contemporary über Science Fiction und Thrillern hin zu Historical und High Fantasy.

    Kennt ihr die erwähnten Autor*innen und Bücher? Wenn ja, welche wollt ihr auch lesen oder, falls ihr sie schon gelesen habt, wie fandet ihr sie?

    Ich wünsche euch eine schöne Restwoche!
    Eure Dana

    Montag, 29. Juli 2019

    Rückblick erstes Quartal 2019

    Huhu,

    ich habe überlegt, ob ich erst wieder Rückblicke mache für die Zeit, in der ich auch wieder gebloggt habe, aber wo liegt da der Spaß? ^^ (Und der Sinn.) Um also ein wenig Abwechslung in meine doch sehr rezensionsgeprägten Posts zu bringen, dachte ich, könnte ich genauso gut auch einen Rückblick auf den Anfang des Jahres posten. (Und da ich traditionell mit meinen Rückblicken sowieso immer hinterherhinke, fällt das hier auf dem Blog auch kein bisschen auf.)

    Gelebt:

    Also, Januar, Februar, März. Die ersten Monate in Deutschland nach meinem Auslandssemester, in denen ich Deutschland noch relativ öde fand, also zumindest im Januar. Vor allem hatte ich in diesen drei Monaten Praktikum, was zu zwei wesentlichen Erkenntnissen führte:
    1.) Es ist ein krasses Gefühl, nach Hause zu kommen und nichts mehr machen zu müssen. Feierabend. Lesen, Serie schauen ... alles steht einem offen. Keine Nacharbeitung, keine Texte, die noch gelesen werden müssen, nada. Ich war anfangs tendenziell überfordert.
    2.) Trotzdem fühle ich mich noch nicht bereit für diesen Arbeitsalltag, bei dem jeder Tag denselben Rhythmus hat wie alle anderen - zur selben Zeit aufstehen, selbe Arbeitszeiten, ähnliche Abläufe (auch wenn ich sehr vielfältige Aufgaben hatte) ... Mir fehlte da wieder die Freiheit des Studiums, bei der jeder Tag einen anderen Ablauf hat, einfach schon, weil man zu unterschiedlichen Zeiten Kurse hat, bei der man sich auch mal passiv in die Vorlesung setzen kann und ... Na ja. Ich fühle mich jedenfalls noch sehr als Studentin. :D
    Übrigens bin ich auch gleich mal krank ins neue Jahr gestartet. ^^ Ansonsten habe ich einige tolle Menschen wiedergesehen und war gerade an den Wochenenden viel unterwegs, langweilig wurde es jetzt auch nicht. Aber kommen wir zu der buchigen Seite.

    Gelesen:

    Im Januar habe ich neun Bücher gelesen, da machte sich die viele Freizeit und die lange Abstinenz in meinem Auslandssemester bemerkbar. ^^
    Im Februar waren es dagegen nur zwei, was auch daran lag, dass relativ viel bei mir los war und ich mich auch ins Praktikum erst einfinden musste. Außerdem habe ich in der Zeit ein paar Unisportkurse - Musical Dance zum Beispiel - ausprobiert.
    Auch im März bin ich nicht so viel zum Lesen gekommen, wie ich gedacht hätte, sodass ich nur drei Bücher gelesen habe - und "The Picture of Dorian Gray" angefangen habe, aber dazu dann im Rückblick auf den April mehr (vielleicht hab ich dann auch endlich eine Rezension dazu ^^).

    Ich habe tatsächlich nur sehr gute Bücher gelesen, die entweder Lieblingsbücher sind oder von Lieblingsautorinnen stammen, ich kann mich da also nicht beklagen. :D Ich habe viel re-readet und überwiegend auf Englisch gelesen.
    Hier jetzt also meine gelesenen Bücher, auf meine Rezensionen habe ich im Titel verlinkt: 



    Um den finalen Band lesen zu können, habe ich alle bisherigen Bände der Throne of Glass-Reihe von Sarah J. Maas re-readet. Ich liebe diese Reihe, gerade auch wegen der Protagonistin, dem Humor, dem Plot und den anderen Charakteren, allerdings sehe ich auch die Entwicklung der Liebesgeschichten ab dem dritten Band kritisch und kann daher verstehen, was manche an ihr kritisieren. Trotzdem wird sie wohl weiterhin zu meinen absoluten Lieblingsreihen gehören, weil ich auch diesmal unheimlich viel Spaß beim Lesen hatte.
    Ich mag es, wie Celaena ein ziemlich vielschichtiger Charakter ist, der sich immer weiter entwickelt, ich mag ihr erfrischend arrogantes Auftreten, hinter dem sich auch Verletzlichkeit verbirgt, ich mag die Geschichte und die komplexen Stränge, die zusammengewoben werden, ich mag die Interaktionen zwischen den Charakteren. Kurz: Ich liebe diese Reihe, trotz einiger problematischer Aspekte.



    Ich fang jetzt mal unten an, damit es logisch bleibt. ^^
    Direkt im Anschluss habe ich dann den Abschluss der ToG-Reihe, Kingdom of Ash, gelesen, auf den ich lange hingefiebert habe. Insgesamt ist es ein durchaus gelungener Abschluss, auch wenn ich teilweise das Gefühl hatte, Potenzial wäre verschenkt worden, und ein paar andere Kritikpunkte (Stichwort Liebesgeschichten) hatte.
    Schon Wahnsinn, die Reihe hat mich über meine Bloggerzeit hin begleitet, da ich den ersten Band damals auf Deutsch geschenkt bekommen habe, kurz bevor ich angefangen habe zu bloggen, und die Rezension auch eine meiner ersten war. Dann folgte der zweite, dann hab ich ins Englische gewechselt und die ganze Zeit war die Reihe auf meinem Blog präsent. Und sechs Jahre später habe ich nun den letzten Teil gelesen ...

    Dann habe ich Strange the Dreamer von Laini Taylor gelesen. Die High Fantasy-Geschichte überzeugt mit einem ungewöhnlichen Konzept und liebenswerten Charakteren, die wirklich alle sehr nachvollziehbare Gründe für ihr Handeln haben, was dazu führt, dass man oft beide Seiten verstehen kann. Der poetische, einzigartige Schreibstil der Autorin fesselte mich an die Seiten, gleichzeitig konnte mich Laini Taylor immer wieder überraschen und auch schockieren.



    Zwischendurch habe ich ein weiteres Lieblingsbuch von mir re-readet: Solitaire von Alice Oseman. (Dazu fällt mir ein, dass ich dringend mehr Bücher von ihr lesen muss.) Was soll ich sagen, ich liebe dieses Buch. Wirklich. Ich liebe die Emotionen, so unheimlich viele Sätze (nicht umsonst ist meine Buchvorstellung reichlich geprägt von Zitaten), Charaktere wie ihren Bruder Charlie. Ich liebe die Melancholie, den Zynismus, aber auch die Message des Buches. Und ich schätze, vieles davon hängt damit zusammen, dass es meinen persönlichen Geschmack trifft.

    Nach Laini Taylor habe ich dann mit Maggie Stiefvater eine weitere Lieblingsautorin hier vertreten. Von ihr habe Anfang des Jahres All the Crooked Saints gelesen, und ich bin einfach verliebt in ihren Stil. Jeder einzelne Satz ist so unglaublich schön. Und die Geschichte ist außergewöhnlich, die Charaktere lebensecht und tiefgründig und die Message dahinter echt schön.



    Huch, hier haben wir ja schon wieder Laini Taylor. Ich habe nämlich auch beginnend mit Daughter of Smoke and Bone über Days of Blood and Starlight hin zu Dreams of Gods and Monsters die ganze Trilogie re-readet. Und dabei mal wieder festgestellt, dass ich sie liebe. Einmal weil die Idee und das World Building unglaublich cool und durchdacht sind. Weil die Motive der Charaktere alle nachvollziehbar sind. Wegen des fesselnden, unterhaltsamen Schreibstils und des stets präsenten Humors. Wegen der vielen unglaublich liebenswerten Charakteren - Karou selbst, als eigenständige, selbstsichere Protagonistin mit Ängsten, aber auch Mut, und eben auch ihre beste Freundin Zuzana, die man einfach ins Herz schließen muss, Akiva und all die anderen. Dazu eine spannende, unvorhersehbare und außergewöhnliche Handlung. Ich liebe sie. ^^

    Gesehen:

    Ich dachte mir, ich stelle auch mal meine Highlights an Filmen und Serien vor, auch wenn ich eindeutig mehr der Buchtyp bin. Aber während ich in der ersten Woche krank im Bett lag, habe ich die Serie Flesh and Bone für mich entdeckt, die ich hier in diesem Post rezensiert habe. Es handelt sich dabei um eine sehr düstere Miniserie, die eine Welt des Missbrauchs und der Abhängigkeiten im Ballett malt, was dazu führt, dass sie emotional sehr mitnehmend sein kann. Was ich besonders an ihr mochte, war, dass echte Tänzer*innen gecastet wurden, sodass die Tanzszenen unglaublich authentisch und wunderschön waren. Außerdem wird die Ambivalenz der Charaktere sehr gelungen rüber gebracht, sodass man selbst bei hasserweckenden Figuren ihre Handlungen an manchen Stellen nachvollziehen kann. Und die Handlung zeichnet sich durch ihre Unvorhersehbarkeit aus.

    Ein weiteres filmisches Highlight war für mich Interstellar, wobei ich den Film schon zum zweiten Mal gesehen habe. Gerade die wissenschaftlichen Aspekte, die der Handlung zugrundeliegen, fand ich super interessant und zum Nachdenken anregend.


    Soweit die ersten drei Monate, mit grandioser Verspätung. Der Rest folgt. Demnächst. ^^

    Alles Liebe, eure Dana ♥

    Freitag, 26. Juli 2019

    [Buchvorstellung] In the Shadows



    Autoren und Illustrator: Kiersten White & Jim Di Bartolo
    Verlag: Scholastic Press
    Seiten: ca. 380
    Erscheinungsdatum: Mai 2014
    ISBN: 978-0-545-56144-0
    Gebunden mit Schutzumschlag


    Inhalt:

    Cora und Minnie sind Schwestern. Doch Cora trägt seit jenem Sommertag eine Last auf sich, die ihre Beziehung verändert hat.
    Arthur brachte einen Koffer voller Dunkelheit und purem Bösen mit sich. Bis er sich entschied zu bleiben.
    Thomas und Charles werden von ihrem Vater in ein kleines Städtchen geschickt, denn Charles ist unheilbar krank. Aber wer war die Frau, die ihrem sonst so dominanten Vater gedroht hat?
    Wer ist der Fremde in dem Gasthaus, in dem sich alle treffen? Und was will er?

    Dienstag, 23. Juli 2019

    [Buchvorstellung] American Gods


    Autor: Neil Gaiman
    dt.: American Gods
    Verlag: Headline
    Seiten: ca. 750
    Erscheinungsdatum: 2013 (ursprünglich: 2001)
    ISBN (meiner Ausgabe): 978-0-7472-6374-6
    Taschenbuch


    Inhalt:

    Drei Jahre Gefängnis neigen sich dem Ende zu für Shadow. Er plant, in sein altes Leben zurückzukehren und keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch wenige Tage vor seiner Entlassung stirbt seine Frau Laura bei einem Autounfall und Shadow steht vor dem Nichts. Doch noch während seiner Heimreise bietet ihm der mysteriöse Mr Wednesday einen Job an - und der ist alles andere als gewöhnlich ...


    Samstag, 20. Juli 2019

    [Serien-Review] Flesh and Bone

    Heute kommt mal ein etwas ungewöhnlicherer Post von mir - bis dato habe ich noch nie Filme oder Serien rezensiert, aber ich wollte das mit dieser Serie mal ausprobieren, da einige Gedanken dazu in meinem Kopf herumwirbelten. Zugegeben, ich habe sie bereits Anfang des Jahres geschaut, aber ich dachte mir, ich rede trotzdem mal über sie.


    CW: Missbrauch, Sexueller Missbrauch, Drogen, Selbstverletzung, Essstörungen, Suizid, Inzest ... 

    © Starz

    Idee & Produktion: Moira Walley-Beckett
    Regie: Alik Sakharov, Adam Davidson, Joshua Marston, Nelson McCormick, David Michôd, Sam Miller, Stefan Schwartz
    Sender: Starz 
    FSK: 16
    Serie; Staffel 1; 8 Folgen (Laufzeit je etwa 1h)
    USA 2015


    Inhalt: Im Zentrum der Handlung steht Claire Robbins (Sarah Hay), eine junge talentierte Ballerina, die aus ihrem ärmlichen Elternhaus in Pittsburgh nach New York flieht, um dort einen Platz in der American Ballet Company zu finden und ihren Traum wahrzumachen, Ballerina zu werden. Der Chef der ABC, Paul Grason (Ben Daniels), lehnt sie zunächst ab, als er sieht, dass sie ihre letzte Ausbildung aus nicht ganz klaren Gründen abgebrochen hat, doch als sie ihn davon überzeugt, wenigstens vortanzen zu dürfen, ändert er seine Meinung. Claire wird reingezogen in eine Welt des Missbrauchs und auch ihre Vergangenheit holt sie letztendlich wieder ein ...

    Mittwoch, 17. Juli 2019

    [Rezension] Coldworth City




    Autorin: Mona Kasten
    Verlag: Knaur
    Seiten: 320
    Erscheinunsdatum: 01.09.2017
    ISBN: 978-3-426-52041-3
    Taschenbuch; 12,99€


    Auszug Klappentext:

    Vor drei Jahren täuschte Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Seit ihrer Flucht lebt Raven unerkannt in Coldworth City – bis der verschlossene Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten.


    Sonntag, 14. Juli 2019

    [Rezension] Nashville oder Das Wolfsspiel

    Aber es muss klargestellt werden, dass sie zu keinem Zeitpunkt verliebt in ihn war, weder bevor noch nachdem all die Dinge geschahen, die geschahen, weder bevor noch nachdem sie die Wahrheiten wusste, die sie irgendwann erfuhr.
    Wen Svenja wirklich liebte, sollte sich erst später herausstellen. (Seite 101)


     
    Autorin: Antonia Michaelis
    Verlag: Oetinger
    Seiten: 480
    Erscheinungsdatum: 30.07.2013
    ISBN: 978-3-7891-4275-8
    Gebunden mit Schutzumschlag; 17,95€
    (Taschenbuch; 14,00€)


    Klappentext:

    Die achtzehnjährige Svenja findet in einer Abseite ihrer neuen Tübinger Studentenwohnung einen verwahrlosten, stummen 11-jährigen Jungen und nimmt ihn bei sich auf. Nach seinem T-Shirt-Aufdruck nennt sie ihn Nashville. Als eine Serie von Morden an Obdachlosen die Stadt in Aufruhr versetzt, wird Svenja unruhig. Hat Nashville, der immer wieder heimlich verschwindet, etwas damit zu tun? Bald schon merkt sie, dass nicht nur Nashvilles, sondern auch ihr Leben bedroht ist.