Samstag, 28. Dezember 2019

Buchtraumwelten wird sechs Jahre alt! [+Gewinnspiel]


Es war einmal, vor sechs Jahren, an einem kalten Wintertag ...

Unglaublich, aber wahr: Mein kleiner Buchblog feiert heute seinen sechsten Bloggeburtstag! Und ich kann es nicht fassen, dass er mich jetzt schon so lange begleitet - und ihr mich mit. ♥

Damals, vor sechs Jahren, war ich erst 14, in den Wirren des Teenagerlebens gefangen, unsicher und einfach auf der Suche nach anderen Menschen, mit denen ich mich über Bücher austauschen wollte. Jetzt, sechs Jahre später, bin ich Studentin in einer Großstadt und blicke zurück auf sechs Jahren, in denen ich mich unheimlich viel verändert habe.
In denen ich kritischer geworden bin, reflektierter, in denen ich höhere Ansprüche entwickelt habe, in denen sich aber auch die Buch- und vor allem die Bloggerwelt extrem verändert haben. Als ich angefangen habe, gab es Bookstagram noch nicht, die Buchbloggerszene war eine recht kleine Community, die Blogs bunter, weniger professionell und variierende Schriftarten, -farben und -größen waren an der Tagesordnung. (Erinnert sich noch jemand an die fallenden Schneeflocken? :D)
Die Zusammenarbeit mit den Verlagen war in der Anfangsphase und überhaupt, es ist beeindruckend zu sehen, wie viel sich doch in den letzten sechs Jahren verändert hat. Wie viel mehr auch diskutiert wird über Themen wie Diversität, Repräsentation oder die Abbildung problematischer Aspekte. Was definitiv toll ist.

Die sechs Jahre waren auch ein Auf und Ab. Mit dem Abitur und dem Umzug ist mein Blog ein wenig in den Hintergrund geraten, spätestens mit der DSGVO haben viele Blogs aufgehört, die ich bis dahin sehr geschätzt habe, und dann habe auch ich für ein Jahr mit dem Bloggen aufgehört, aus Mangel an Zeit und Motivation. Nur um dann in diesem Sommer zurückzukehren, weil mir dieses Hobby doch gefehlt hat.
Und deswegen will ich einfach noch mal allen danken, die mich wieder aufgenommen haben, allen, die mir folgen, allen, die Kommentare bei mir dalassen, und auch den stillen Leser*innen. Der Austausch bedeutet mir unglaublich viel, denn dafür blogge ich. ♥

Und auch wenn ich nur einen kleinen Buchblog habe, liebe ich es doch, Rezensionen zu schreiben, mit euch über Bücher zu sprechen, die wir geliebt und gelesen haben, neue Bücher zu entdecken und Denkanstöße zu erhalten, auch für mein Schreiben. Ich freue mich immer noch über jeden einzelnen Kommentar.
Und ja, es ist nicht immer leicht. Manchmal fällt es schwer, dieses doch sehr zeitintensive Hobby in den Alltag zu integrieren, manchmal habe ich keine Lust und will einfach nur noch lesen, manchmal bleiben Rückmeldungen aus, auf die man gehofft hat. Aber all das verblasst bei den ganzen schönen Seiten.

Sechs Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in der sich extrem viel verändert hat - ich, die Buchwelt, die Buchbloggerszene und auch die Welt an sich. Umso mehr freut es mich, auf meinem Blog diese Veränderungen mitverfolgen zu können. Umso mehr freut es mich, dass mein Blog ein Begleiter in den letzten sechs Jahren war, in denen ich mich sehr verändert habe.

Vor allem aber möchte ich euch danken - für die Kommentare, für den Austausch, dafür, dass ihr meinen Krams lest, für die gemeinsamen Aktionen, für die Leserunden, für die Treffen im realen Leben! Das alles bedeutet mir unglaublich viel, und deswegen möchte ich gar keine Namen nennen - fühlt euch alle angesprochen.

DANKE!

Über 550 Posts, 250 Rezensionen, 86.000 Seitenaufrufe und tausende Kommentare haben sich in den letzten sechs Jahren angesammelt und ich hoffe, dass es noch viele mehr werden. Und ich hoffe, dass ihr mich weiter begleiten werdet und dass wir weiterhin so einen tollen Austausch haben werden, für die ich die Buchcommunity liebe! ♥


Zur Feier des Tages möchte ich eine englische Ausgabe von "Angelfall" (Susan Ee) verlosen (hier kommt ihr nochmal zu meiner Rezension). Beantwortet mir dafür in einem Kommentar die Frage, was ihr tun würdet, wenn ihr euch in einer postapokalyptischen Welt wiederfinden würdet. Ausgelost wird dann in zwei Wochen.

Gewinnspielbedingungen:
  • Da das Gewinnspiel als Dankeschön an meine Leser*innen gedacht ist, wäre es schön, wenn du mir folgen würdest. Follow-Unfollow ist uncool, darüber brauchen wir nicht zu streiten.
  • Das Gewinnspiel findet parallel auf Instagram statt, ihr könnt also zwei Lose sammeln, wenn ihr auf beiden Seiten teilnehmt.
  • Du musst mindestens 18 Jahre alt sein oder die Einverständniserklärung deiner Erziehungsberechtigten haben.
  • Daten werden nur zum Zwecke des Gewinnspiels gesammelt und anschließend gelöscht. 
  • Du erklärst sich damit einverstanden, dass dein angegebener (Nutzer-)Name im Falle eines Gewinns nach Ablauf des Gewinnspiels öffentlich genannt wird. Du hast danach eine Woche Zeit, um dich bei mir zu melden und mir deine Adresse mitzuteilen, ansonsten lose ich neu aus.
  • Der Rechtsweg ist augeschlossen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Für Gewinne, die auf dem Postweg verloren gehen, wird keine Haftung übernommen.
  • Der Versand erfolgt nur innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. 
  • Das Gewinnspiel findet unabhängig von Instagram statt.
  • Teilnahmeschluss ist der 12.01.2020 um 23:59 Uhr.

Ich freue mich, wenn ihr teilnehmt, und drücke euch die Daumen! Außerdem wünsche ich euch allen ein wunderschönes Wochenende und ein paar entspannte letzte Tage in diesem Jahr! ♥

Eure Dana

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Frohe Weihnachten allen, die es feiern!


Hallo ihr Lieben,

ich wünsche allen, die es feiern, frohe Weihnachten und ein paar schöne Feiertage! ♥

Wie ihr vermutlich gemerkt habt, komme ich momentan nicht hinterher, Kommentare zu beantworten und auch bei euch vorbeizugucken, das gilt besonders auch für den Top Ten Thursday. Ich werde es auf jeden Fall nachholen - versprochen -, aber momentan verbringe ich eher die Zeit mit meiner Familie und werde mir nach Weihnachten dann wieder ein paar Stunden dafür nehmen. Ich denke, das könnt ihr mir verzeihen. ;)

So viel kann ich allerdings verraten: Zu meiner Freude fanden sich unter dem Baum für mich auch ein paar Bücher - darunter die "Six of Crows"/"Das Lied der Krähen"-Dilogie von Leigh Bardugo, sodass ich es 2020 dann auch endlich mal schaffen werde, die zu lesen. :D Deswegen habe ich jetzt die Grischa-Trilogie aus meinem Bücherregal bei meinen Eltern gegriffen und re-reade sie gerade. (Und ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt, aber ich bin kurz davor eine Strichliste zu führen, wie oft der Ausdruck "schwer zu sagen" benutzt wird, was schlichtweg dauernd der Fall und dementsprechend anstrengend ist ....)
Nebenbei lese ich für die Leserunde auf Lovelybooks gerade auch noch "Wasteland" von Judith C. und Christian Vogt und bin da jetzt etwa bei der Hälfte.

Die anderen beiden Bücher, die bei mir unterm Baum lagen, waren "Am I Normal Yet?" von Holly Bourne und "Les Fiancés de l'Hiver" (der erste Band der Spiegelreisenden-Saga) von Christelle Dabos. Und ja, ich frag mich auch, was mich da geritten hat, 500 Seiten auf Französisch lesen zu wollen. :'D

Falls ihr feiert, lagen bei euch Bücher unterm Baum? 

Ich wünsche euch noch ein paar schöne letzte Tage in diesem Jahr!
Eure Dana

Sonntag, 22. Dezember 2019

[Rezension] The Wicker King


Autorin: K. Ancrum
dt.: Wicker King (2018)
Verlag: Imprint
Seiten: ca. 310
Erscheinungsdatum: 2017
ISBN: 978-1-250-10154-9
Gebunden mit Schutzumschlag



Inhalt:

August und Jack sind seit ihrer Kindheit befreundet, obwohl sie an der High School unterschiedlichen sozialen Gruppen angehören - Jack, der reiche, beliebte Sportler, und August, der drogendealende Außenseiter. Dann beginnt Jack, Dinge zu sehen - und August beschließt, ihm beizustehen, egal, was passiert ...

Donnerstag, 19. Dezember 2019

[Top Ten Thursday] Weihnachtsspecial




Hallo ihr Lieben!

Na, diejenigen unter euch, die Weihnachten feiern: Seid ihr schon in Weihnachtsstimmung? Plätzchen gebacken, Karten geschrieben, den Weihnachtsmarkt besucht? ^^ 
Bei mir geht's so, irgendwie waren die letzten Wochen echt stressig und ich freue mich darauf, ein paar entspannte Tage mit meiner Familie zu verbringen. Aber erst mal schaffe ich es heute nach langer Zeit endlich mal wieder am Top Ten Thursday teilzunehmen (wenn auch sehr spät erst), veranstaltet von der lieben Aleshanee, von der auch die Grafik oben ist. Heute mit einem Weihnachtsspecial:


1.) Ein Cover so weiß wie Schnee: "Die Rebellin" (Trudi Canavan)


Dieses Buch ist der Auftakt zu einer High Fantasy-Trilogie, die ich zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zähle. Sonea kommt aus einem ärmeren Viertel der Stadt. Bei einem Protest gegen die Magiergilde der Stadt durchbricht ihr Stein die Barriere - kann es sein, dass Sonea womöglich selbst über Magie verfügt, obwohl die Gilde meist aus den wohlhabendsten Familien besteht?
Ich muss diese Reihe definitiv mal wieder re-readen, es ist über vier Jahre her, dass ich sie zuletzt gelesen habe. :o Mir sind vor allem einige Charaktere sehr ans Herz gewachsen und nicht zuletzt hat mich diese Reihe sehr geprägt. ^^


2.) Ein Titel, den du mit Weihnachten verbindest: Harry Potter (J.K. Rowling)


Ich habe vor vier Jahren den unglaublich schönen Signature Edition-Schuber zu Weihnachten geschenkt bekommen. *o*


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3.) Eine Geschichte mit Charakteren, die zueinander halten: "Wen der Rabe ruft" (Maggie Stiefvater)


Noch so eine Lieblingsreihe von mir. Der Protagonistin Blue wurde vorhergesagt, dass sie ihre wahre Liebe mit ihrem Kuss töten würde, worum sie sich aber nicht weiter kümmert. Sie trifft auf die vier Raven Boys Gansey, Ronan, Adam und Noah, von denen Gansey wie besessen von seiner Suche nach einem alten walisischen König ist - Gansey, der nicht weiß, dass er vermutlich innerhalb des nächsten Jahres sterben wird ...

Urgh, ich habe das Gefühl, ich kann diese Reihe nicht zusammenfassen, ohne dass es platt klingt. Dabei sind die Charaktere so außergewöhnlich, so einzigartig und so lebensecht, dass ich schlichtweg verliebt in alle bin - und die Freundschaft und der Zusammenhalt werden einfach toll dargestellt. Plus ein wundervoller Schreibstil, Spannung und Humor. Hatte ich erwähnt, dass ich diese Reihe liebe? ^^


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4.) Ein Buch mit einer märchenhaften Atmosphäre: "Almost a Fairy Tale" (Mara Lang)


Dieses Buch ist definitiv märchenhaft, denn es spielt in einer alternativen Realität, in der alle Märchen Realität waren. Allerdings werden Menschen mit magischer Begabung unterdrückt, was ein ziemlich interessanter Gesellschaftsentwurf ist. Ansonsten ist dieses Setting  mit der Verbindung von Magie und einer modernen Welt aber auch einfach absolut cool und es macht Spaß, es zu entdecken.
Die Protagonistin Natalie ist eine Magische, und ein wohlgemeinter illegaler Einsatz ihrer Magie löst eine Katastrophe aus ... Trotz dass es ein Jugendbuch ist, gibt es einige krasse Plottwists und insgesamt habe ich die Handlung als eher unvorhersehbar empfunden.


5.) Eine Geschichte, in der ein Kind geboren wird

Hier muss ich leider passen, mir fällt so spontan partout kein Buch ein, in dem ein Kind geboren wird, obwohl ich mal vermuten würde, dass ich bestimmt eins im Regal stehen habe. :'D


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6.) Eine Handlung, die im kalten Norden stattfindet: Faye (Katharina Herzog)


Dieses Buch spielt in Island, was das nördlichste Setting ist, das ich anzubieten hätte. :D Allerdings muss ich zugeben, dass diese Geschichte mich nicht überzeugen konnte. Es geht um ein Mädchen, das gegen ihren Willen zu einem Urlaub dort gezwungen wird und eine Lichtung entdeckt, auf der der Eingang zu der Elfenwelt liegen soll. Der Baum stirbt allerdings und Faye will ihn retten.
Mir war der Stil zu jugendlich, die Protagonistin zu naiv und die Geschichte zu vorhersehbar und oberflächlich, aber es gibt genug, die das anders empfunden haben. ^^


7.) Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast: Maybe Someday (Colleen Hoover)


Jaaa, das ist normalerweise nicht so mein Genre, aber ich habe es von einer Freundin geschenkt bekommen. Und weiß bis heute nicht so ganz, wie ich es finde. :D 
Es geht um Sydney, die sich nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Freund in ihren Nachbarn Ridge verliebt, der allerdings in einer Beziehung ist, und an sich war es ganz süß, aber zum Beispiel mit der Protagonistin bin ich nicht warm geworden.


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8.) Eine Geschichte, die in der Weihnachtszeit spielt: Tage wie diese (John Green, Maureen Johnson & Lauren Myracle)


Das Buch hatte ich schon mal bei einem TTT, deswegen halte ich mich kurz, aber ich lese kaum Weihnachtsgeschichten. Dieses Buch enthält drei weihnachtliche Kurzgeschichten aus dem Young Adult-Contemporary-Bereich, die ganz unterhaltsam und locker zu lesen sind.


9.) Ein Buch, das in mindestens zehn Sprachen übersetzt wurde: Rubinrot (Kerstin Gier)


Auch die Edelsteintrilogie ist eins meiner absoluten Lieblingsbücher, die Reihe, die ich am häufigsten gelesen habe (vierzehn Mal oder so) und zudem auch eine Reihe, die immer einen Platz in meinem Herzen haben wird. Ich liebe einfach den Humor, habe die Charaktere ins Herz geschlossen und die Handlung bedeutet mir viel, nachdem ich so oft in sie eingetaucht bin. Absolutes Wohlfühlbuch also, und auch eine Reihe, die ich dringend mal wieder re-readen sollte.

Übersetzt wurde sie ins Koreanische, Italienische, Französische, Estnische, Englische, Chinesische, Spanische, Russische, Polnische und Norwegische.


10.) Eine Geschichte mit Figuren aus der Mythologie: American Gods (Neil Gaiman)


Dieses Buch sprang mir quasi ins Gesicht, denn in diesem Buch tauchen Charaktere aus den unterschiedlichsten Mythologien auf - nicht nur die typischen griechischen, sondern auch aus dem westafrikanischen, nordeuropäischen oder osteuropäischen Raum, was unheimlich cool ist. Ansonsten geht es auch viel um Migration und amerikanische Identität in diesem eher langsam erzählten Roman um den aus dem Gefängnis entlassenen Shadow, dessen Frau bei einem Unfall stirbt und ihn planlos zurücklässt, ehe er von dem mysteriösen Wednesday angesprochen wird.
Ich mochte das Buch, aber ich glaube, nicht jeder kommt mit diesem individuellen Stil klar. ^^


So, das war's von mir. Welche Bücher kennt ihr und/oder habt ihr gelesen? Und welche Bücher wollt ihr mal wieder re-readen?

Ich wünsche euch noch eine schöne Weihnachtszeit!
Eure Dana

Sonntag, 15. Dezember 2019

[Rezension] Schatten der Ewigkeit - Zwillingsblut


Autorin: Carolin Wahl
Verlag: Knaur
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 02.12.2019
ISBN: 978-3-426-52430-5
Taschenbuch mit Klappenbroschur; 12,99€


Alias-Reihe:
  • Schatten der Ewigkeit - Zwillingsblut
  • ??
  • ??


Klappentext:

Götter, Geister, Fabelwesen – das sind die Namen, die Menschen den Alias gegeben haben. Die Gestaltwandlerin Kit arbeitet bei der Alias Einheit, deren Aufgabe es ist, die Sterblichen vor abtrünnigen Alias zu schützen.
Nach einer Katastrophe, bei der ihr Partner stirbt, wird sie nach Edinburgh versetzt, aber auch hier scheint der Tod Kit zu verfolgen: Eine grausame Mordserie erschüttert die Stadt, und die Opfer scheinen alle eng mit Kit verbunden zu sein. Gemeinsam mit ihrem menschlichen Partner Keagan versucht sie, den wahren Mörder zu finden und eine zweite große Katastrophe zu verhindern. Allerdings hat sich ein mächtiger Todesdaimon ihre Fährte aufgenommen, denn er ist der festen Überzeugung, dass Kit mehr über die Vorfälle weiß, als sie zugibt …

Donnerstag, 12. Dezember 2019

[Film-Review] Portrait de la jeune fille en feu


dt.: Das Porträt einer jungen Frau in Flammen
Drehbuch & Regie: Céline Sciamma
Produktion: Bénédicte Couvreur
FSK: 12
Laufzeit: 120 Minuten
Frankreich 2019


Inhalt:

18. Jahrhundert, Bretagne: Die junge Héloïse (Adéle Haenel) muss nach dem Tod ihrer Schwester aus dem Orden zu ihrer Mutter (Valeia Golino) zurückkehren und heiraten. Dafür soll ein Porträt von ihr angefertigt werden, doch die junge Adelige weigert sich, dafür zu sitzen. Die Malerin Marianne (Noémie Merlant) erhält nun die Auftrag, Héloïse bei ihren Spaziergängen zu begleiten und heimlich zu malen. Dabei kommen sich die beiden näher ...

Montag, 9. Dezember 2019

NaNoWriMo 2019 - Fazit

Quelle

Am NaNoWriMo, der internationalen Schreibchallenge, im November 50.000 Wörter zu schreiben, will ich ja schon mitmachen, seitdem ich davon erfahren habe. Aber immer war irgendwas, weshalb ich es nicht geschafft habe - ich war im Ausland, gerade umgezogen, im Vorabi oder sonst irgendwas.
Dieses Jahr wollte ich aber das erste Mal mitmachen, unterbrach dafür meine Überarbeitung und entschied mich für ein High Fantasy-Projekt mit Assassinen-Story.

Meine Vorbereitung war quasi nicht existent. Ich hatte einen vagen Plot und eine Backgroundstory für meine Protagonistin und das war eigentlich alles. Ich hatte mir vorgenommen, zu plotten, dann kam die Frankfurter Buchmesse und das Leben im Allgemeinen dazwischen, ganz zu schweigen von der fehlenden Motivation, und am Ende hatte ich unwesentlich mehr Plot.
Erneut stellte ich fest, dass ich eher die Discovery Writerin bin. Ich sehe den Sinn von Plots vollkommen ein, aber immer, wenn ich mich hinsetze, ist mein Kopf wie leergefegt. 

Trotzdem birgt das Drauflosschreiben natürlich auch einige Gefahren und überhaupt hatte ich seit fast einem Jahr nicht mehr richtig geschrieben und hing insgesamt seit zwei Jahren in einer kleinen Schreibflaute fest. 50.000 Wörter war utopisch, aber ich wollte mal sehen, wie weit ich komme.

Am 1. November saß ich den ganzen Tag im Zug und überraschte mich selbst damit, dass ich einfach mal 5.000 Wörter schrieb. 5.000. An einem Tag. 
Meine Geschichte schien sich selbst zu entwickeln, ich hatte Spaß am Schreiben und es lief alles flüssig. Meine Angst, ich könnte nicht mehr schreiben, löste sich in Luft auf. Für meinen ersten NaNo war das der perfekte Start.

Das Problem war nur, dass ich die nächsten zehn Tage so viel um die Ohren hatte, dass ich zwischendurch ganz froh war, wenn ich denn überhaupt mal zum Schlafen kam. Das hatte ich bei meinem Entschluss, beim NaNo mitzumachen, nicht wirklich bedacht, und es fiel mir gehörig in den Rücken, weil ich an manchen Tagen schlichtweg überhaupt nicht zum Schreiben kam und an anderen nur so 200 Wörter statt der benötigten 1.667 schaffte.
Dann wurde ich krank und fand mich inmitten all des Uni-Stresses wieder, der es mir schwermachte, ausreichend Zeit zu finden. Spätestens jetzt setzte ich mir mein persönliches Ziel, wenigstens die Hälfte, sprich 25.000 Wörter, zu schaffen.

Und ich muss sagen, ab dem ersten Drittel klappte es ganz gut. Mit zwei Ausnahmen schaffte ich es, mich jeden Tag hinzusetzen und wenigstens etwas zu schreiben. Ja, im Durchschnitt lag mein täglicher Wortcount nur bei etwa 600 Wörter, aber immerhin. Schließlich hatte ich ewig nicht mehr wirklich geschrieben und der Monat war alles andere als unstressig.
Von daher bin ich allein schon deswegen enorm stolz, weil ich mich zum Schreiben motiviert habe und gelernt habe, gerade in kurzen Pausen - im Bus, in einer halben Stunde in der Bibliothek - zu schreiben. Und dabei auch über mich gelernt habe, dass ich oft produktiver bin, wenn ich nur zehn Minuten habe, als wenn ich weiß, dass der ganze Nachmittag vor mir liegt und mich dann in Prokrastination verirre.

Vor allem aber hat mir das Schreiben extrem viel Spaß gemacht. Ich habe festgestellt, dass (bisher) das Discovery Writing klappt, und habe es geliebt, meine Charaktere besser kennenzulernen, mehr über sie zu erfahren, selbst manchmal geschockt zu werden oder diabolisch zu lächeln. Mir sind Nebencharaktere ans Herz gewachsen, die einen Satz haben sollten und dann doch mehr Raum eingenommen haben.
Ich hangele mich an groben Handlungspfeilern entlang und finde es ganz spannend, zu beobachten, wie sich die Handlung dazwischen automatisch entwickelt ... so ein bisschen ist Schreiben einfach Magie. (Wobei ich mich trotzdem mal ans World Building setzen muss.)

In den letzten Tagen wurde ich zunehmend richtig gut darin, das Schreiben in meinen Alltag zu integrieren, dass ich am Ende mein selbstgestecktes Ziel von 25.000 Wörtern erreicht habe - und stolz darauf bin. Auch wenn ich all die Menschen, die wirklich 50.000 Wörter schaffen, jetzt nur umso mehr bewundere.

Schreibt ihr selbst? Habt ihr beim NaNoWriMo mitgemacht? Und wenn ja, wie lief's bei euch?

Eure Dana

Donnerstag, 5. Dezember 2019

[Rezension] Neon Birds


Autorin: Marie Graßhoff
Verlag: Lübbe
Seiten: 463
Erscheinungsdatum: 27.11.2019
ISBN: 978-3-404-20000-9
Taschenbuch; 15,00€ 


Trilogie:
  • Neon Birds
  • Cyber Trips (erscheint voraussichtlich am 27.03.2020)
  • Beta Hearts (erscheint voraussichtlich am 28.07.2020)


Klappentext:

Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern ...

Montag, 2. Dezember 2019

[Buchvorstellung & Eigenwerbung] Großstadtgefühle - Nächster Halt: Friedrichstraße


Herausgeberinnen: S.M. Gruber, Liv Modes, Jen Pauli & Katharina Stein
Verlag: selfpublished / Books on Demand
Seiten: ca. 140
Erscheinungsdatum: 23.11.2019
ISBN: 978-3-7494-6591-0
Taschenbuch; 9,90€
(E-Book)


Heute möchte ich euch eine Anthologie vorstellen, die mir deshalb am Herzen liegt, weil von mir selbst eine Kurzgeschichte - "Dreieinhalb Millionen" - darin erschienen ist. (Was ich immer noch nicht so ganz glauben kann und worüber ich mich immer noch extrem freue. ^^)

Ich lese sonst eigentlich kaum Anthologien, aber bei dieser habe ich mich mal wieder gefragt, warum eigentlich. Denn klar, das Format Kurzgeschichte ist so ganz anders als ein Roman, aber ich mag gerade die Möglichkeiten, die Kurzgeschichten bieten, das Künstlerische, die Art und Weise, wie hier viel mehr Raum für Spielereien und Sprache ist, sehr gerne. (Also wenn ihr gute Anthologien empfehlen könnt, gerne her damit.)

In dieser Anthologie gibt es jetzt 18 Kurzgeschichten von verschiedenen Autor*innen, die in Berlin spielen, einen Bezug zu der Friedrichstraße haben und sich um Emotionen drehen, herausgebracht von dem Berliner Autor*innen-Netzwerk #BerlinAuthors
Dabei finden sich Gefühle wieder, die man in der Großstadt erwartet, Einsamkeit zum Beispiel, aber auch Hoffnung, Wut, Trauer und ganz viel mehr. Die verschiedenen Kurzgeschichten zeigen unterschiedliche Facetten der Hauptstadt und doch haben sie auch ein gewisses Berlin-Flair gemeinsam.

Vielleicht würde es uns zerstören, uns jeden Tag für die Leben Millionen Anderer zu öffnen, für ihre Sorgen, Ängste, Träume und Wünsche. Vielleicht uns bereichern. Wer weiß das schon? ("Dreieinhalb Millionen", S. 51)

Natürlich bin ich da jetzt etwas eingenommen, zumal ich einige Autor*innen selbst kenne, aber insgesamt kann ich sagen, dass ich auch alle anderen Kurzgeschichten sehr gerne gelesen habe. Es geht um gefundene Briefe aus einem Erbnachlass, gelbe Kleider, darum, was geschieht, wenn unterschiedlichste Menschen in einem Fahrstuhl stecken bleiben. Um den Kampf gegen Depression, ein unerwartetes Wiedersehen und Stalking. Darum, einen Menschen zu verlieren, spazieren zu gehen, aus der Routine auszubrechen und um die machmal immer noch spürbare Trennung zwischen Ost- und West-Berlin. Darum, wie die Zeit stehenbleiben kann, über Märchen in der Gegenwart und darum, sich fremd in einer Stadt zu fühlen. Um Sushi, Einsamkeit und Erwachsenwerden. Um Trennung und Versprechen.

Alle Autor*innen haben dabei unterschiedliche Stile, spielen gelungen mit Sprache und Erwartungen und zeigen auf unterschiedlichste Weise die Gefühle in der Hauptstadt, mit unterschiedlich langen Geschichten und unterschiedlichen Themen, alles allerdings belletristisch und ohne Fantasy.
Dabei eignen sie sich aufgrund ihrer Kürze auch sehr gut dafür, zwischendurch mal eine zu lesen, und ich mochte alle sehr gerne. :) Das Ganze ist übrigens eine Charity-Anthologie, d.h. die Einnahmen gehen an den Verein Mehrwertvoll.

Montag, 25. November 2019

[Buchvorstellung] Die unendliche Geschichte


Autor: Michael Ende
Verlag: Thienemann
Seiten: 480
Erscheinungsdatum meiner Ausgabe: 15.01.2019
ursprüngliches Erscheinungsdatum: 1979
ISBN meiner Ausgabe: 978-3-522-20260-2
Leineneinband mit Schutzumschlag; 20,00€


Inhalt:

Bastian wird auf magische Weise von einem Buch angezogen, das er unvermittelt klaut, um sich dann auf einem alten Speicher zurückzuziehen und in das Buch einzutauchen: "Die unendliche Geschichte" heißt es, und darin wird die Kindliche Kaiserin, die über das Land Phantásien herrscht, krank. Keiner weiß ein Gegenmittel und schließlich wird der juge Atréju beauftragt. Doch Bastian ahnt nicht, dass dies alles andere als ein gewöhnliches Buch ist - und dass er selbst mit der Geschichte verbunden ist ...

Donnerstag, 21. November 2019

Rückblick September 2019

Hallöchen,

wie euch vermutlich aufgefallen ist, bin ich momentan immer noch recht wenig aktiv, was auch daran liegt, dass mein November irgendwie sehr stressig ist. Kein guter Moment für den NaNoWriMo, in dem ich gerade auch grandios scheitere (apropos: hättet ihr Interesse an einem Fazit-Post dazu?).

Ich widme mich also jetzt erst mal dem September, das liegt ja schon wieder ein Weilchen zurück, aber manche Dinge ändern sich bei mir nie. xD (Und entschuldigt die schlechte Bildqualität, ich habs verpeilt, Fotos zu machen, und dann erst heute Morgen bei katastrophalem Licht geschafft ...)

Gebloggt:

Bloggertechnisch liefs ganz gut, ich hab mit meiner Sammelrezension zu "Simon vs. The Homo Sapiens Agenda" (Becky Albertalli) und "If I Was Your Girl" (Meredith Russo) zwei Bücher rezensiert, die ich während meiner Bloggerpause gelesen habe, und war in der Mitte des Monats bei dem Leseabend von Tanja und Leni dabei.

Gelebt:

Im September hatte ich noch Praktikum, das, wie bereits im Rückblick zum August erwähnt, eine tolle Erfahrung war. Hinzu kam der Besuch von zwei lieben Freundinnen, bei denen ich mich gefreut habe, sie mal wieder zu sehen.
Neben den schönen Ereignissen musste ich allerdings auch eine weniger schöne Erfahrung machen, aber hey, so ist das manchmal im Leben. ^^

Gelesen: 

Es sind im Endeffekt acht Bücher geworden, alle auf Englisch, zwei Reihen, sechs Re-Reads. *hust* Aber auch alles gute Bücher (oh, wow, Dana, du re-readest sechs Bücher und stellst dann fest, dass alle gut waren?!).


A Wicked Thing [Rezension] / Kingdom of Ashes [Rezension] ~ Rhiannon Thomas

Ich hab den ersten Band re-readet, um dann mit dem zweiten Teil die Dilogie beenden zu können. Besonders die Idee hinter diesem Dornröschen-Retelling mochte ich sehr: die Frage, wie ein Märchen wohl wirklich aussehen würde und was es wirklich bedeuten würde, nach hunderjährigem Schlaf aufzuwachen, mit all den Erwartungen und einer angeblichen großen Liebe.
Ich gebe zu, beide Teile haben gemeinsam, dass es keinen sonderlich hohen Spannungsbogen gibt. Stattdessen liegt der Fokus auf der sehr authentischen Charakterentwicklung der Protagonistin Aurora, die sich meiner Meinung nach sehr nachvollziehbar verhält, gleichzeitig aber auch innere Stärke beweist und ihren eigenen Weg sucht, Handlungsmacht zu übernehmen.


Magnus Chase and the Gods of Asgard - The Sword of Summer (Rick Riordan) ~ Rezension

Gemeinsam mit Anna und Marianne (inaktiv) habe ich über den Sommer hinweg den ersten Band der Magnus Chase-Trilogie gelesen und dann schließlich im September beendet.

Ich war im Vorfeld sehr skeptisch - Percy Jackson-Fan und so -, aber nach den ersten Seiten wusste ich schon nicht mehr, warum eigentlich, was in erster Linie an Rick Riordans einzigartigem, absolut genialem Schreibstil ist, der so voller Sarkasmus, Wortspiele und Humor ist, dass ich immer wieder lachen musste. Wodurch das Lesen eindeutig Spaß macht.
Daneben ist auch einfach die Diversität der Charaktere extrem cool - Rick Riordan zeigt, wie Repräsentation aussehen kann. Ein tauber Charakter, der ganz selbstverständlich integriert wird, eine Muslima, die trotzdem eine Kriegerin ist ... - allein das macht die Reihe lesenswert.
Ganz nebenbei lernte ich so auch die nordische Mythologie kennen bzw. konnte mein rudimentär vorhandenes Wissen ausbauen.


Percy Jackson and the Olympians (Rick Riordan) ~ Rezension (alt)

Hoppla.
Eventuell hat mir trotz alledem Percy so sehr gefehlt und eventuell brauchte ich gerade ein Wohlfühlbuch, sodass ich eventuell die gesamte Percy Jackson-Reihe noch mal re-readet habe. Und mich wieder neu verliebt.

Auch beim vierten Lesen und auch mit mittlerweile zwanzig Jahren kann ich einfach nur fangirlen und sagen, wie sehr ich diese Reihe liebe. Für ihre tiefgründigen, trotzdem authentischen und oft so unheimlich liebenswerten Charaktere. Für diesen absolut genialen Sarkasmus und die super recherchierte, aber unterhaltsam umgesetzte Einbindung griechischer Mythen. Für diesen unheimlich guten und sehr durchdachten Plot.
Dafür, dass ich immer noch eine Gänsehaut bekomme, wenn Percy sich mit seinem Schwert zu einer Horde Monster umdreht, dafür, dass ich seinen Charakter immer noch absolut toll finde, dafür, dass allein das Lesen wie nach Hause kommen ist und ich nach dem Lesen den heftigsten Book Hangover seit langem hatte, und das Gefühl, erst mal keine Bücher mehr in der Hand halten zu können, die so gut sind wie diese Reihe.
Hoppla. ^^


Das war so grob mein September. Ich hoffe, ich komme demnächst wieder mehr zum Bloggen und Lesen, aber dieses Wochenende bin ich erst mal auf der BuchBerlin - treffe ich da jemanden von euch? ;)

Ich wünsche euch eine entspannte Restwoche!
Eure Dana

Montag, 18. November 2019

[Buchvorstellung] The Ocean at the End of the Lane

"Nobody actually looks like what they really are on the inside. You don't. I don't. People are much more complicated than that. It's true of everybody." (Seite 112)

 
Autor: Neil Gaiman
dt.: Der Ozean am Ende der Straße (2016)
Verlag: William Morrow
Seiten: ca. 200
Erscheinungsdatum: 2013
ISBN: 978-0-06-225566-2
Taschenbuch


Inhalt:

Ein Mann kehrt in die Straße zurück, in der er aufgewachsen ist und hält spontan bei dem Haus der Hempstocks. Hier erinnert er sich an eine Reihe von Ereignissen nach seinem siebten Geburtstag - düster, mysteriös und auch ein stückweit magisch ...

Donnerstag, 14. November 2019

[Top Ten Thursday] Bücher mit Himmelskörpern im Titel

 

Einen wunderschönen Mittag!

Es tut mir leid, dass ich momentan nur so semi-aktiv bin ... ich bin momentan ein wenig im Stress und komme weder zum Lesen noch so wirklich zum Schreiben (obwohl ich dieses Jahr das erste Mal beim Nano mitmache, was daher nicht so ganz läuft xD) und auch nicht so ganz zum Bloggen ... Ich hoffe, dass das bald wieder besser wird!

Aber heute mache ich erst mal wieder bei dem von der lieben Aleshanee veranstalteten Top Ten Thursday mit (von ihr stammt auch die Graphik, zu ihrem Post kommt ihr hier). Das heutige Thema lautet: 10 Bücher mit Himmelskörpern im Titel (Sonne, Mond, Sterne, Planet, Wolken, Sternschnuppen etc.), und es war gar nicht mal so leicht, zehn Bücher zu finden.


1.) Die unterirdische Sonne (Friedrich Ani)

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~

Dieses Buch habe ich tatsächlich schon vor fünf Jahren gelesen. Es handelt von fünf Jugendlichen, die entführt wurden und nun in einem Keller festgehalten und misshandelt werden - unnötig zu erwähnen, dass es ein ziemlich heftiges Buch ist, das mich damals extrem mitgenommen und fertiggemacht hat. Auch, weil es unheimlich gut geschrieben ist, mit einem leicht poetischen Schreibstil, der die düstere, bedrückende Atmosphäre sehr gelungen rüberbringt. Es ist ein Buch, das schockiert und nachdenklich zurücklässt, aber das auch extrem gut ist.


2.) Wolkendämmerung (Julia Dibbern)


Dieses Buch taucht jetzt schon zum zweiten Mal bei einem TTT auf, also für alle, die es sich damals nicht näher angeschaut haben - vielleicht ja diesmal. :D
Der siebzehnjährige Nicholas erhält die Gelegenheit, als Bordfotograf auf einem Forschungsschiff für den Klimaschutz in Kalifornien zu arbeiten. Doch was anfangs perfekt klingt, beginnt er zunehmend zu hinterfragen, denn - wieso wird er verfolgt?  Und sind die Ziele wirklich so ehrenhaft?

Ich bin bei Jugendthrillern immer ein bisschen skeptisch, aber dieser war extrem gut und zeichnet sich vor allem auch durch die tiefgründigen, sehr authentischen und lebensechten Charaktere aus sowie durch die intensive Recherche zu dem absolut aktuellen Thema Klimawandel, sodass ich es definitiv auch Menschen empfehlen würde, die älter als die Zielgruppe sind.


3.) Naris - Die Legenden von Mond und Sterne (Lucy Hounsom)

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~

Ich warte seit Ewigkeiten auf den Abschlussband dieser absolut tollen High Fantasy-Trilogie, aber habe langsam die Befürchtung, dass ich wohl auf Englisch werde wechseln müssen ...
Ich finde es extrem schwer, etwas zu dem Inhalt zu sagen, weil dies eins der Bücher ist, deren Inhalt man mit den Protagonisten entdeckt und das man eigentlich nur spoilern kann. Ausgangslage ist, dass unter den Händen der jungen Kyndra das uralte Artefakt zerbricht, das seit hunderten von Jahren die Berufung der Menschen in ihrem Dorf vorhergesagt hat. Dann kommen zwei Fremde in das Dorf, die die alten Geschichten kennen - und Kyndras Leben verändert sich drastisch ...

Ich habe die ersten beiden Bände geliebt. Das World Building ist komplex und unheimlich gut durchdacht und extrem cool, die Charaktere haben Gründe für ihr Handeln, selbst die scheinbaren Antagonisten, die Idee ist extrem faszinierend und der Schreibstil unheimlich fesselnd. Und auch die Entwicklung im zweiten Teil mochte ich sehr!


Quelle: Autorin
4.) Auf der anderen Seite der Sterne (Liv Modes)

Hierbei handelt es sich tatsächlich um eine jugendliche Romance-Novelle - Nach diesem Sommer ist alles anders: Als Alex an das Internet zurückkehrt, auf das er geht, beginnt sein Herz schneller zu schlagen, wenn er seinen besten Freund Yanik sieht. Aber er muss diese Gefühle für sich behalten, wenn er die Freundschaft nicht riskieren will ...

Obwohl die Novelle nur 88 Seiten umfasst, passt sie von der Länge perfekt und vor allem ist sie schlichtweg unglaublich süß und herzerwärmend. Alex und Yanik sind tolle Charaktere, Alex' Emotionen kommen absolut authentisch rüber und zudem mag ich auch den Schreibstil mit den oft wunderschönen Schreibstil sehr gerne - klare Empfehlung!


5.) Roter Mond (Benjamin Percy)

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~

Dieses Buch habe ich erst im Sommer gelesen. Es spielt in einer alternativen Realität, in der Lykaner*innen (quasi Werwölfe) als Bürger*innen zweiter Klasse in den USA leben. Als der lykanische Widerstand Terroranschläge ausübt, werden Lykaner*innen verhaftet und weiter ausgegrenzt ...

Das Buch greift einige politische Themen wie Rassismus, Diskriminierung oder Postkolonialismus auf und verarbeitet sie in einer Fantasy-Story mit faszinierendem Setting, die aber auch von einer sehr düsteren Atmosphäre geprägt ist. Dabei fiel es mir schwer einzuschätzen, welche Charaktere gut oder schlecht sind, da dies oftmals nicht ganz klar war. Allerdings hatte ich generell ein Problem damit, dass ich, vielleicht auch aufgrund der vielen Sichtwechsel, nicht ganz an die Charaktere herangekommen bin.


6.) Mondprinzessin (Ava Reed)

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Diese Fantasy-Geschichte ist nicht allzu lang und dadurch recht kurzweilig. Sie handelt von Lynn, die bis dato in Heimen gelebt hat, bis an ihrem achtzehnten Geburtstag ihr Arm aufleuchtet und sie angegriffen wird - und dann erfährt sie, dass sie die verschollene Mondprinzessin sein soll ...

Ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam und die sarkastische Protagonistin war mir sehr sympathisch. Allerdings hatte ich gerade am Ende das Gefühl, dass dem Buch ein paar mehr Seiten nicht geschadet hätten.


7.) Nacht ohne Sterne (Gesa Schwartz)

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~

Ja, ich weiß, was ihr denkt - von Gesa Schwartz hatten wir doch schon mal was! Heute stell ich daher mal ein anderes Buch von ihr vor. In diesem geht es um Naya, Tochter eines Menschen und einer Elfe, die in den Krieg zwischen Licht- und Dunkelelfen hineingezogen wird ...

Vorweg: Wer mit Gesa Schwartz' doch sehr poetischem und dichten Schreibstil nicht klarkommt, wird vermutlich seine Probleme haben. Für mich ist dieses Buch jedoch das, was ich bisher von ihr am meisten mag, auch weil es sehr meinen persönlichen Geschmack trifft. Die Charaktere sind tiefgründig und haben Gründe für ihr Handeln, den Schreibstil habe ich als wunderschön wahrgenommen und der Krieg wirkte auf mich sehr authentisch und hinterfragt die Gut-Böse-Dichotomie.


8.) Der letzte Stern (Rick Yancey)

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~

Dies ist der Abschluss der "Die 5. Welle"-Trilogie und ich will hier gar nicht spoilern, weshalb ich inhaltlich auch nur kurz den ersten Band anreiße: Außerirdische haben die Erde eingenommen und vernichten die Menschen in mehreren Wellen. Mittendrin steckt Cassie, die alles verloren hat und nun ein Versprechen einlösen will ...

Ich mag generell die ganze Trilogie sehr gerne, einerseits, weil sie zu den Büchern gehört, die düstere Atmosphäre und Sarkasmus sehr gelungen miteinander verknüpfen, andererseits, weil ich gerade auch Cassie als sehr eigenständige, rationale und selbstbewusste Protagonistin sehr gerne mochte. Und auch wegen der vielen moralischen Fragen, die aufgeworfen werden, zusammen mit Spannung, die an die Seiten fesselt.

 
9.) Purpurmond (Heike Eva Schmidt)

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~

Jugendliche Fantasy mit Zeitreisen: Als Cat einen alten Halsreif umlegt, findet sie sich plötzlich im Bamberg 1630 wieder - und dann lässt sich der Halsreif nicht mehr abnehmen und wird immer enger ...

In dem Buch geht es vor allem auch um das Thema Hexenverfolgungen, das Cat sowohl aus der Perspektive von 2012 als auch aus einer für sie sehr real werdenden historischen kennenlernt. Das Buch habe ich damals als sehr unterhaltsam empfunden, auch aufgrund der sehr schlagfertigen, selbstbewussten Protagonistin und dem humorvollen, lockeren Schreibstil.


Quelle
10.) Sternenwald (Julie Heiland)

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~ 

Auch dies ist der Abschluss einer Trilogie und auch hier werde ich natürlich nicht spoilern, sondern nur auf den ersten Band eingehen - die sechzehnjährige Robin lebt im Wald bei den Leonen, die von den Tauren gewaltvoll unterdrückt werden. Eines Tages trifft sie den jungen Tauren Emilian im Wald, doch unerwartet lässt er sie gehen ... Und dann tötet sie ein Reh mit der puren Kraft ihrer Gedanken, obwohl die Leonen doch gerade für Friedlichkeit und Leben stehen ...

Auch das kein neues Konzept, das ich im ersten Band noch sehr mochte damals. Die Folgebände fand ich danach ein wenig schwächer. Gewöhnen muss man sich allerdings auch hier an den Schreibstil, da die Sätze sehr abgehackt sind.


So, das war meine Auswahl - viel Fantasy, aber auch Ausflüge in andere Genres.

Wie immer: Lasst mich gerne wissen, welche Bücher ihr gelesen habt oder noch lesen wollt - ich freue mich auf den Austausch! Und macht von euch jemand beim NaNoWriMo mit? ^^

Ich wünsche euch einen schönen Donnerstag!
Eure Dana

Montag, 11. November 2019

[Rezension] Kingdom of Ashes


Autorin: Rhiannon Thomas
dt.: Ewig - Wenn Liebe erwacht (2017)
Verlag: Harper Teen
Seiten: ca. 360
Erscheinungsdatum: 2016
ISBN: 978-0-06-230356-1
Gebunden mit Schutzumschlag


Dilogie:
  • A Wicked Thing  [Rezension]
  • Kingdom of Ashes


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !


Mittwoch, 6. November 2019

Messebericht Frankfurter Buchmesse 2019

Quelle

// Werbung I guess // 

Hallo ihr Lieben,

momentan komme ich gefühlt zu gar nichts, daher etwas verspätet jetzt endlich auch mal mein Messebericht. ^^

Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse und habe mich Freitag und Samstag ins Getümmel gestürzt (wobei Stürzen Samstag tendenziell ein Kunststück war). Bisher war ich nur einmal in Leipzig gewesen vor 2,5 Jahren, und obgleich die FBM natürlich deutlich größer und vor allem enger war, klappte das mit der Orientierung besser als erwartet. :D

FREITAG

Ich bin schon am Donnerstagabend nach der Uni angereist und zack, hatte mein Zug erst mal anderthalb Stunden Verspätung, sodass ich letztendlich erst mitten in der Nacht da war und somit im Endeffekt nur fünf Stunden geschlafen habe. ^^

Ich nutze die erste Stunde, um mich zu orientieren, und traf mich dann mit der lieben Liv Modes bei dem Romance Talk vom Knaur Verlag mit Tami Fischer, Lilly Lucas und Katharina Mittmann (und ja, ich weiß, was ihr denkt, ich les doch kaum Romance xD). Es war trotzdem ganz interessant, dass die Autorinnen besonders die innere Stärke ihrer Protagonistinnen hervorhoben, wenn man bedenkt, dass ein Fehlen derselben hin und wieder an dem Genre kritisiert wird.

Ansonsten traf ich am Freitag einige andere Leute und lernte auch viele liebe Buchmenschen kennen, schlenderte durch die Halle 3.0 und ließ mich von dem Buchmessenflair einfangen. Somit fiel es mir am Abend doch ein wenig schwer, mich zu verabschieden und ich hätte gerne mehr Zeit mit den tollen Menschen verbracht.

Die Rückfahrt war übrigens auch noch ganz unterhaltsam. Irgendjemand fand es anscheinend ganz witzig, genau auf den Messefreitag ein Fußballspiel von Eintracht Frankfurt zu legen. Unglücklicherweise musste ich genau dieselbe S-Bahn-Linie nehmen wie die hunderten Fußballfans, die zu dem Abendspiel wollten, was im Endeffekt dazu führte, dass ich eine Stunde lang am Hauptbahnhof stand und zusah, wie sich viel zu viele Menschen in viel zu wenige Bahnen quetschten ...

SAMSTAG

Am Samstag fuhr ich gemeinsam mit der lieben Freundin, bei der ich das Wochenende übernachtete, zur Messe. Nachdem mein Hals am Freitag schon gekratzt hatte, hatte ich Samstag dann endgültig Husten und Heiserkeit und ernährte mich von Hustenbonbons - und schleppte die obligatorische Messeerkältung nach Hause. xD

Samstagmorgen gingen wir als Erstes zu der Diskussionsrunde "Darf ich das so schreiben? - Diversität in Romanen" mit Victoria Linnea (Lektorin, sensitivity-reading.de), Alexandra Schwarting (Autorin) und Annika von Redwitz (Diversity Management Consultant), moderiert von Thorsten Simon, da ich das als Schreibende interessant fand.
Im Wesentlichen wurde dafür appelliert, Minderheiten sichtbarer zu machen und andere Perspektiven einzunehmen, und auf die Möglichkeit des Sensitivity Readings verweisen, d.h. dass man eine Person, die einer Minderheit angehört/Erfahrungen hat, über die man schreibt, ohne es selbst zu kennen, das eigene Projekt gegenliest. Dabei sollten solche Charaktere eben nicht nur drin sein um Diversity-Pluspunkte sammeln, sondern wirklich plotrelevant sein und die Geschichte mittragen. Auch wurde darauf hingewiesen, dass einen Unterschied macht, ob ein Charakter Rassist ist oder ob ein Buch unterschwellig rassistisch ist.
Als positives Beispiel wurde übrigens Rick Riordan genannt, und gerade nach dem Lesen der Magnus Chase-Trilogie kann ich mich dem nur anschließen - ich mochte es beim Lesen auch sehr, wie er  Repräsentation und Diversität in seine Geschichten einwebt.

Zwischendurch schlenderten wir ein wenig über das restliche Gelände, waren kurz beim Blauen Sofa und schauten uns unter anderem die Halle des diesjährigen Partnerlandes Norwegen an. Dort gab es unter anderem so ein freakiges Projekt von einem Künstler, der Gerüche in Dosen gesteckt hat, und meine Freundin hatte nichts besseres zu tun, als mir den angeblichen Gestank einer toten Großmutter unter die Nase zu halten - danke auch. xD

Außerdem waren wir bei der Lesung von Ava Reed zu "Ashes and Soules - Schwingen aus Rauch und Gold". Ich habe von ihr bisher ja nur "Mondprinzessin" gelesen und will eigentlich immer noch ein anderes Buch von ihr lesen, also wenn ihr da besondere Empfehlungen habt, gerne her damit. ^^

Zum Abschluss waren wir dann noch bei der Lesung von Jennifer Benkau zu "One True Queen", wobei die Autorin einfach unheimlich sympathisch ist.
Sehr emotional waren auch ihre Worte zu Anfang, als sie erzählte, dass sie vor dem Erscheinen von "One True Queen" an ihrem Erfolg als Autorin gezweifelt und überlegt hatte, aufzuhören - und ihren Zuhörer*innen dann das Plädoyer mitgab, dass es manchmal nach Tiefpunkten erst richtig gut laufe, was ich sehr inspierend fand.
Ich kaufte mir "One True Queen" dann auch auf der Messe (faszinierenderweise das einzige Buch, das ich gekauft habe) und ließ es signieren, aber weil ich's verpeilt habe, stand ich ganz hinten und muss eine Stunde warten - so kann man übrigens auch Freundschaften schließen. :D

Übrigens ist auch mein Zug zurück dann eine Stunde später als geplant gekommen, das zog sich so ein bisschen durch das Wochenende. xD

FAZIT

Samstag war unglaublich voll und dementsprechend anstrengend. Ich habe einige sehr liebe Menschen kennengelernt oder wiedergesehen und es waren auf jeden Fall sehr tolle zwei Tage - nächstes Jahr gerne wieder!

Allerdings möchte ich dabei auch ansprechen, dass nicht immer alles rund läuft. Dass es ein Problem mit rechten Verlagen gibt, ist vermutlich mittlerweile bekannt. Wenn ein Journalist zum Beispiel von einem Rechten angegriffen, bedroht und an seiner Arbeit gehindert wird, und ein Polizist erst gar nicht eingreift und dann gegen besagten Journalisten (hier), dann läuft etwas schief.

Wer von euch war denn auch da oder war in den letzten Jahren mal da? Geht ihr gerne auf Buchmessen? Und kommt jemand von euch zur BUCHBerlin?

Eure Dana

Sonntag, 3. November 2019

[Re-Read-Rezension] A Wicked Thing

"Fighting is not the only way you can be strong. [...]" (Seite 168)


Autorin: Rhiannon Thomas
dt.: Ewig - Wenn Liebe entflammt (2017)
Verlag: Harper Teen
Seiten: ca. 340
Erscheinungsdatum: 2015
ISBN: 978-0-06-230353-0
Gebunden mit Schutzumschlag


Dilogie:
  • A Wicked Thing
  • Kingdom of Ashes


Inhalt:

Wer kennt es nicht, das Märchen von Dornröschen? Für Prinzessin Aurora jedoch beschreibt diese Geschichte ihr Leben. Nach hundertjährigem Schlaf wird sie von einem Prinzen wachgeküsst, der - so heißt es - ihre große Liebe ist und den sie bald heiraten soll. Doch Aurora verspürt nichts davon. Stattdessen erwacht sie in einer Welt, die so anders ist, als sie sie kannte, regiert von einem grausamen König, während ihre eigene Familie lange tot ist. Und so muss Aurora sich entscheiden, ob sie die unschudige, naive Schönheit spielen soll, die alle in ihr sehen - oder ob sie endlich ihre eigene Stimme findet ...

Donnerstag, 31. Oktober 2019

[Top Ten Thursday] Halloween Special


Happy Halloween!

Passend dazu hat sich Aleshanee (von ihr auch das Bild) ein Special für den wöchentlich von ihr veranstalteten Top Ten Thursday einfallen lassen, an dem ich heute mal wieder teilnehme, um euch düstere Bücher vorzustellen. Zu ihrem Post kommt ihr hier.

Ich persönlich finde Halloween aus mythologischer Sicht (Samhain) super spannend, gleichzeitig werde ich magisch angezogen von Halloweenpartys. xD Darum soll es hier jetzt allerdings nicht gehen, stattdessen habe ich versucht, Bücher zu den Themen zu finden, die ich tendenziell als eher düster empfunden habe ... und es tut mir leid, ihr werdet vermutlich einige Bücher wiedererkennen von anderen TTT oder meinen Herbstempfehlungen. ^^


1.) Ein Buch mit einem gruseligen Cover: Anna Dressed in Blood (Kendare Blake)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

Ich hätte dieses Buch bei mehreren Kategorien wählen können, aber hab mich für diese entschieden. Das Cover mag vielleicht nicht direkt gruselig sein, spiegelt für mich aber perfekt die leicht unheimliche Atmosphäre dieser fantastischen Geistergeschichte wieder. Der Protagonist Cas kümmert sich nicht wie seine Altersgenoss*innen um High School und ähnliche Probleme, sondern jagt Geister. Diesmal trifft er jedoch auf den Geist der Anna, der anders ist als andere ...
Ich muss sagen, ich liebe dieses Buch, nicht zuletzt, weil es gruselige Elemente mit Sarkasmus verbindet, womit man mich eigentlich immer kriegen kann. ^^ Zudem sind die Charaktere vielschichtig und Cas einfach unglaublich sympathisch.


2.) Ein Buch, in dem ein Mord geschieht: A Study in Scarlet (Arthur Conan Doyle)

Hier geht es zu meiner Kurzrezension.

Jetzt mal ein Klassiker, um wenigstens ein bisschen Abwechslung in diesen doch sehr fantasylastigen Post zu bringen. Außerdem ist Mord doch typisch für einen Krimi (abgesehen davon, dass in fast jedem Fantasy-Roman irgendjemand stirbt und ich da eine sehr große Auswahl habe) und was böte sich da mehr an als Sherlock Holmes selbst? Zumal ich den Auftakt der Reihe um den berühmten Detektiv durchaus als unterhaltsam empfunden habe.


3.) Ein Buch mit einer unheimlichen Atmosphäre: Die Rabenkönigin (Michelle Natascha Weber)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

Lustigerweise habe ich auch an "Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater gedacht, letztendlich hat dieses Rabenbuch aber das Rennen gemacht. Es handelt von Maja, die Feenblut in ihren Adern hat, weswegen ihr Vater fürchtet, sie könnte genauso wie ihre Mutter von Feen entführt werden. Doch als ihr Kindheitsfreund in Schwierigkeiten steckt, stiehlt sich Maja davon und reist zu dem Schloss der Königin, die seit langer Zeit niemand mehr gesehen hat - ein Schloss, das voller düsterer Geheimnisse steckt ...
Düstere Atmosphäre, Feenmythen, unterhaltsame Dialoge, eine tolle Liebesgeschichte und eine sympathische Protagonistin - dieses Buch wurde unerwartet zu einem neuen Lieblingsbuch von mir, das ich nur weiterempfehlen kann. ^^

Quelle
4.) Ein Buch, das an Halloween spielt oder in dem Halloween vorkommt: Finding Sky (Joss Stirling)

Hier kommt ihr zu meiner Buchvorstellung.

Bei dieser Vorgabe ist mir spontan nur ein einziges Buch eingefallen, das hier ein wenig raussticht: "Finding Sky" war eines meiner absoluten Lieblingsbücher, als ich etwa 13/14 war, vor allem auch wegen des sarkastischen Schreibstils. Wie ich diese alles andere als klischeefreie Romantasy-Story um die junge Sky, die in ein kleines Städtchen zieht, und sich zu dem Bad Boy Zed hingezogen fühlt, aus heutiger Sicht bewerten würde, kann ich nicht sagen, aber auf jeden Fall gibt es eine Szene an Halloween. :D


5.) Ein Buch, das du vor Spannung nicht aus der Hand legen konntest: Red Rising (Pierce Brown)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

Auch dieses Buch ist schon mal bei einem TTT bei mir aufgetaucht, aber dennoch ist diese absolut fesselnde Science Fiction-Story als erstes in meinen Kopf gekommen. Darin sind Menschen in Farben eingeteilt und der Protagonist Darrow arbeitet auf dem Mars, in dem irrtümlichen Glauben, diesen für die Menschheit vorzubereiten.
Die Trilogie ist düster, manchmal vulgär, aber ich finde den komplexen Plot, die Verstrickungen, die tiefgründigen Charaktere und die Intrigen und Politik in dem Ganzen unglaublich cool und mochte sie sehr gerne.


6.) Ein Buch aus dem Horror Genre: Angelfall (Susan Ee)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

Okay, es ist auch Fantasy mit einer jugendlichen Protagonistin, aber eben auch mit Horrorelementen. Diese Trilogie spielt in einer postapokalyptischen Welt, auf die die Engel gekommen sind und alles zerstört haben. Die Protagonistin Penryn kümmert sich um ihre Familie, bis ihre siebenjährige Schwester von Engeln entführt wird und sie sich mit einem verwundeten Engel verbündet, um sie zu finden.
Auch hier wird eine düstere Atmosphäre mit Sarkasmus verbunden, auch hier war mir die Kick Ass-Protagonistin sehr sympathisch und auch hier hing ich gefesselt an den Seiten. ^^


7.) Ein Buch, das du grauenvoll fandest: Forever - Das ewige Mädchen (Rebecca Hamilton)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

Dieses Buch habe ich im Sommer gelesen und mochte es leider gar nicht. Ziemlich klischeebelastet, mit einer sehr zentralen Liebesgeschichte, die ich aber nicht im Geringsten nachvollziehbar fand, voller Konflikte, die ich einfach nicht verstanden habe, mit einem absolut blassen Love Interest. Die Protagonistin, die unter einem Fluch leidet und Stimmen hört, und dann herausfindet, dass ihre Vorfahrin als Hexe verbrannt wurde, handelt ab einem gewissen Punkt auch absolut nicht mehr nachvollziehbar und die Handlung plätschert entweder nur so dahin oder ergab für mich keinen Sinn. So zumindest mein Eindruck.


8.) Ein Buch mit Vampiren oder sonstigen Geschöpfen der Nacht: Die Feenjägerin (Elizabeth May)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

Ich finde, bis zu einem gewissen Grad kann man Feen als Geschöpfe der Nacht ansehen, zumindest, wenn sie so düster dargestellt werden, wie in dieser Steampunk-Fantasy-Story. Noch so ein Lieblingsbuch von mir (fairerweise muss man dazu sagen, dass ich einfach gerne düstere Geschichten mag). Und auch hier konnten mich eine düstere Atmosphäre, Sarkasmus, eine Hinterfragung der Trennung von Gut und Böse und eine tiefgründige Bad Ass-Protagonistin absolut überzeugen.
Handlungstechnisch geht es um Aileana. Tagsüber Tochter eines reichen Marquis jagt sie nachts Feen, die vor Jahren ihre Mutter getötet haben. Doch ihr Verbündeter ist ausgerechnet selbst eine Fee. Und sie wird in diese düstere Welt hineingezogen - die im Übrigen auf sehr gut recherchierten schottischen Feenmythen basiert.


9.) Ein Buch, das dir Gänsehaut beschert hat (kann auch romantisch gemeint sein): Dunkelgrün fast schwarz (Mareike Fallwickl)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

Möglicherweise liegt es daran, dass ich dieses Buch gerade erst gelesen und rezensiert habe. Zur Abwechslung mal kein Fantasy handelt das Buch von einer toxischen Freundschaft zwischen zwei Jungen, die sich nach sechzehn Jahren als Erwachsene wieder treffen. Und die absolut gelungene Art und Weise, wie diese Abhängigkeit beschrieben wird, hat bei mir tatsächlich ein Gänsehautgefühl, neben ganz vielen anderen Emotionen, ausgelöst. Und obgleich diese Geschichte alles andere als positiv oder freundlich ist, überzeugt sie doch auch mit einem poetischen Schreibstil.


10.) Ein Buch mit einem richtig fiesen/bösen Charakter: Blood of Eden - The Immortal Rules (Julie Kagawa)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

Die Trilogie trägt im Deutschen den Titel "Unsterblich" und Psycho-Vamp ist definitiv ein, nun ja, fieser Psychopath.
Auch das wieder eine Lieblingsreihe von mir, auch hier wird eine düstere Geschichte mit absolut coolem Sarkasmus verbunden (erkennt ihr ein Muster? ^^), und außerdem ist das die einzige Zombiegeschichte, die ich mochte. Vielleicht, weil es gar keine Zombie-, sondern eine Vampirgeschichte ist. Sie handelt von Allie, die in einer postapokalyptischen Welt lebt, in der eine Seuche ausgebrochen ist und die Menschen von Vampiren beherrscht werden, die Allie abgrundtief hasst. Doch dann steht sie vor der Entscheidung, zu sterben oder selbst zu einem Monster zu werden - was sie in tiefe moralische Konflikte stürzt.
Ich mochte dabei Allie total gerne, ich mochte den durchaus auch unüblichen Plot, die Dialoge, die Charaktere, das World Building ... kurz: auch das eine empfehlenswerte Reihe.


Welche Bücher kennt ihr? Welche habt ihr gelesen oder wollt vielleicht noch lesen? Welche Bücher wären euch eingefallen? Habt ihr Tipps für düstere Geschichten mit Sarkasmus?

Ich wünsche euch einen schönen Donnerstag!
Eure Dana