Montag, 29. Juli 2019

Rückblick erstes Quartal 2019

Huhu,

ich habe überlegt, ob ich erst wieder Rückblicke mache für die Zeit, in der ich auch wieder gebloggt habe, aber wo liegt da der Spaß? ^^ (Und der Sinn.) Um also ein wenig Abwechslung in meine doch sehr rezensionsgeprägten Posts zu bringen, dachte ich, könnte ich genauso gut auch einen Rückblick auf den Anfang des Jahres posten. (Und da ich traditionell mit meinen Rückblicken sowieso immer hinterherhinke, fällt das hier auf dem Blog auch kein bisschen auf.)

Gelebt:

Also, Januar, Februar, März. Die ersten Monate in Deutschland nach meinem Auslandssemester, in denen ich Deutschland noch relativ öde fand, also zumindest im Januar. Vor allem hatte ich in diesen drei Monaten Praktikum, was zu zwei wesentlichen Erkenntnissen führte:
1.) Es ist ein krasses Gefühl, nach Hause zu kommen und nichts mehr machen zu müssen. Feierabend. Lesen, Serie schauen ... alles steht einem offen. Keine Nacharbeitung, keine Texte, die noch gelesen werden müssen, nada. Ich war anfangs tendenziell überfordert.
2.) Trotzdem fühle ich mich noch nicht bereit für diesen Arbeitsalltag, bei dem jeder Tag denselben Rhythmus hat wie alle anderen - zur selben Zeit aufstehen, selbe Arbeitszeiten, ähnliche Abläufe (auch wenn ich sehr vielfältige Aufgaben hatte) ... Mir fehlte da wieder die Freiheit des Studiums, bei der jeder Tag einen anderen Ablauf hat, einfach schon, weil man zu unterschiedlichen Zeiten Kurse hat, bei der man sich auch mal passiv in die Vorlesung setzen kann und ... Na ja. Ich fühle mich jedenfalls noch sehr als Studentin. :D
Übrigens bin ich auch gleich mal krank ins neue Jahr gestartet. ^^ Ansonsten habe ich einige tolle Menschen wiedergesehen und war gerade an den Wochenenden viel unterwegs, langweilig wurde es jetzt auch nicht. Aber kommen wir zu der buchigen Seite.

Gelesen:

Im Januar habe ich neun Bücher gelesen, da machte sich die viele Freizeit und die lange Abstinenz in meinem Auslandssemester bemerkbar. ^^
Im Februar waren es dagegen nur zwei, was auch daran lag, dass relativ viel bei mir los war und ich mich auch ins Praktikum erst einfinden musste. Außerdem habe ich in der Zeit ein paar Unisportkurse - Musical Dance zum Beispiel - ausprobiert.
Auch im März bin ich nicht so viel zum Lesen gekommen, wie ich gedacht hätte, sodass ich nur drei Bücher gelesen habe - und "The Picture of Dorian Gray" angefangen habe, aber dazu dann im Rückblick auf den April mehr (vielleicht hab ich dann auch endlich eine Rezension dazu ^^).

Ich habe tatsächlich nur sehr gute Bücher gelesen, die entweder Lieblingsbücher sind oder von Lieblingsautorinnen stammen, ich kann mich da also nicht beklagen. :D Ich habe viel re-readet und überwiegend auf Englisch gelesen.
Hier jetzt also meine gelesenen Bücher, auf meine Rezensionen habe ich im Titel verlinkt: 



Um den finalen Band lesen zu können, habe ich alle bisherigen Bände der Throne of Glass-Reihe von Sarah J. Maas re-readet. Ich liebe diese Reihe, gerade auch wegen der Protagonistin, dem Humor, dem Plot und den anderen Charakteren, allerdings sehe ich auch die Entwicklung der Liebesgeschichten ab dem dritten Band kritisch und kann daher verstehen, was manche an ihr kritisieren. Trotzdem wird sie wohl weiterhin zu meinen absoluten Lieblingsreihen gehören, weil ich auch diesmal unheimlich viel Spaß beim Lesen hatte.
Ich mag es, wie Celaena ein ziemlich vielschichtiger Charakter ist, der sich immer weiter entwickelt, ich mag ihr erfrischend arrogantes Auftreten, hinter dem sich auch Verletzlichkeit verbirgt, ich mag die Geschichte und die komplexen Stränge, die zusammengewoben werden, ich mag die Interaktionen zwischen den Charakteren. Kurz: Ich liebe diese Reihe, trotz einiger problematischer Aspekte.



Ich fang jetzt mal unten an, damit es logisch bleibt. ^^
Direkt im Anschluss habe ich dann den Abschluss der ToG-Reihe, Kingdom of Ash, gelesen, auf den ich lange hingefiebert habe. Insgesamt ist es ein durchaus gelungener Abschluss, auch wenn ich teilweise das Gefühl hatte, Potenzial wäre verschenkt worden, und ein paar andere Kritikpunkte (Stichwort Liebesgeschichten) hatte.
Schon Wahnsinn, die Reihe hat mich über meine Bloggerzeit hin begleitet, da ich den ersten Band damals auf Deutsch geschenkt bekommen habe, kurz bevor ich angefangen habe zu bloggen, und die Rezension auch eine meiner ersten war. Dann folgte der zweite, dann hab ich ins Englische gewechselt und die ganze Zeit war die Reihe auf meinem Blog präsent. Und sechs Jahre später habe ich nun den letzten Teil gelesen ...

Dann habe ich Strange the Dreamer von Laini Taylor gelesen. Die High Fantasy-Geschichte überzeugt mit einem ungewöhnlichen Konzept und liebenswerten Charakteren, die wirklich alle sehr nachvollziehbare Gründe für ihr Handeln haben, was dazu führt, dass man oft beide Seiten verstehen kann. Der poetische, einzigartige Schreibstil der Autorin fesselte mich an die Seiten, gleichzeitig konnte mich Laini Taylor immer wieder überraschen und auch schockieren.



Zwischendurch habe ich ein weiteres Lieblingsbuch von mir re-readet: Solitaire von Alice Oseman. (Dazu fällt mir ein, dass ich dringend mehr Bücher von ihr lesen muss.) Was soll ich sagen, ich liebe dieses Buch. Wirklich. Ich liebe die Emotionen, so unheimlich viele Sätze (nicht umsonst ist meine Buchvorstellung reichlich geprägt von Zitaten), Charaktere wie ihren Bruder Charlie. Ich liebe die Melancholie, den Zynismus, aber auch die Message des Buches. Und ich schätze, vieles davon hängt damit zusammen, dass es meinen persönlichen Geschmack trifft.

Nach Laini Taylor habe ich dann mit Maggie Stiefvater eine weitere Lieblingsautorin hier vertreten. Von ihr habe Anfang des Jahres All the Crooked Saints gelesen, und ich bin einfach verliebt in ihren Stil. Jeder einzelne Satz ist so unglaublich schön. Und die Geschichte ist außergewöhnlich, die Charaktere lebensecht und tiefgründig und die Message dahinter echt schön.



Huch, hier haben wir ja schon wieder Laini Taylor. Ich habe nämlich auch beginnend mit Daughter of Smoke and Bone über Days of Blood and Starlight hin zu Dreams of Gods and Monsters die ganze Trilogie re-readet. Und dabei mal wieder festgestellt, dass ich sie liebe. Einmal weil die Idee und das World Building unglaublich cool und durchdacht sind. Weil die Motive der Charaktere alle nachvollziehbar sind. Wegen des fesselnden, unterhaltsamen Schreibstils und des stets präsenten Humors. Wegen der vielen unglaublich liebenswerten Charakteren - Karou selbst, als eigenständige, selbstsichere Protagonistin mit Ängsten, aber auch Mut, und eben auch ihre beste Freundin Zuzana, die man einfach ins Herz schließen muss, Akiva und all die anderen. Dazu eine spannende, unvorhersehbare und außergewöhnliche Handlung. Ich liebe sie. ^^

Gesehen:

Ich dachte mir, ich stelle auch mal meine Highlights an Filmen und Serien vor, auch wenn ich eindeutig mehr der Buchtyp bin. Aber während ich in der ersten Woche krank im Bett lag, habe ich die Serie Flesh and Bone für mich entdeckt, die ich hier in diesem Post rezensiert habe. Es handelt sich dabei um eine sehr düstere Miniserie, die eine Welt des Missbrauchs und der Abhängigkeiten im Ballett malt, was dazu führt, dass sie emotional sehr mitnehmend sein kann. Was ich besonders an ihr mochte, war, dass echte Tänzer*innen gecastet wurden, sodass die Tanzszenen unglaublich authentisch und wunderschön waren. Außerdem wird die Ambivalenz der Charaktere sehr gelungen rüber gebracht, sodass man selbst bei hasserweckenden Figuren ihre Handlungen an manchen Stellen nachvollziehen kann. Und die Handlung zeichnet sich durch ihre Unvorhersehbarkeit aus.

Ein weiteres filmisches Highlight war für mich Interstellar, wobei ich den Film schon zum zweiten Mal gesehen habe. Gerade die wissenschaftlichen Aspekte, die der Handlung zugrundeliegen, fand ich super interessant und zum Nachdenken anregend.


Soweit die ersten drei Monate, mit grandioser Verspätung. Der Rest folgt. Demnächst. ^^

Alles Liebe, eure Dana ♥

Freitag, 26. Juli 2019

[Buchvorstellung] In the Shadows



Autoren und Illustrator: Kiersten White & Jim Di Bartolo
Verlag: Scholastic Press
Seiten: ca. 380
Erscheinungsdatum: Mai 2014
ISBN: 978-0-545-56144-0
Gebunden mit Schutzumschlag


Inhalt:

Cora und Minnie sind Schwestern. Doch Cora trägt seit jenem Sommertag eine Last auf sich, die ihre Beziehung verändert hat.
Arthur brachte einen Koffer voller Dunkelheit und purem Bösen mit sich. Bis er sich entschied zu bleiben.
Thomas und Charles werden von ihrem Vater in ein kleines Städtchen geschickt, denn Charles ist unheilbar krank. Aber wer war die Frau, die ihrem sonst so dominanten Vater gedroht hat?
Wer ist der Fremde in dem Gasthaus, in dem sich alle treffen? Und was will er?

Dienstag, 23. Juli 2019

[Buchvorstellung] American Gods


Autor: Neil Gaiman
dt.: American Gods
Verlag: Headline
Seiten: ca. 750
Erscheinungsdatum: 2013 (ursprünglich: 2001)
ISBN (meiner Ausgabe): 978-0-7472-6374-6
Taschenbuch


Inhalt:

Drei Jahre Gefängnis neigen sich dem Ende zu für Shadow. Er plant, in sein altes Leben zurückzukehren und keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch wenige Tage vor seiner Entlassung stirbt seine Frau Laura bei einem Autounfall und Shadow steht vor dem Nichts. Doch noch während seiner Heimreise bietet ihm der mysteriöse Mr Wednesday einen Job an - und der ist alles andere als gewöhnlich ...


Samstag, 20. Juli 2019

[Serien-Review] Flesh and Bone

Heute kommt mal ein etwas ungewöhnlicherer Post von mir - bis dato habe ich noch nie Filme oder Serien rezensiert, aber ich wollte das mit dieser Serie mal ausprobieren, da einige Gedanken dazu in meinem Kopf herumwirbelten. Zugegeben, ich habe sie bereits Anfang des Jahres geschaut, aber ich dachte mir, ich rede trotzdem mal über sie.


CW: Missbrauch, Sexueller Missbrauch, Drogen, Selbstverletzung, Essstörungen, Suizid, Inzest ... 

© Starz

Idee & Produktion: Moira Walley-Beckett
Regie: Alik Sakharov, Adam Davidson, Joshua Marston, Nelson McCormick, David Michôd, Sam Miller, Stefan Schwartz
Sender: Starz 
FSK: 16
Serie; Staffel 1; 8 Folgen (Laufzeit je etwa 1h)
USA 2015


Inhalt: Im Zentrum der Handlung steht Claire Robbins (Sarah Hay), eine junge talentierte Ballerina, die aus ihrem ärmlichen Elternhaus in Pittsburgh nach New York flieht, um dort einen Platz in der American Ballet Company zu finden und ihren Traum wahrzumachen, Ballerina zu werden. Der Chef der ABC, Paul Grason (Ben Daniels), lehnt sie zunächst ab, als er sieht, dass sie ihre letzte Ausbildung aus nicht ganz klaren Gründen abgebrochen hat, doch als sie ihn davon überzeugt, wenigstens vortanzen zu dürfen, ändert er seine Meinung. Claire wird reingezogen in eine Welt des Missbrauchs und auch ihre Vergangenheit holt sie letztendlich wieder ein ...

Mittwoch, 17. Juli 2019

[Rezension] Coldworth City




Autorin: Mona Kasten
Verlag: Knaur
Seiten: 320
Erscheinunsdatum: 01.09.2017
ISBN: 978-3-426-52041-3
Taschenbuch; 12,99€


Auszug Klappentext:

Vor drei Jahren täuschte Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Seit ihrer Flucht lebt Raven unerkannt in Coldworth City – bis der verschlossene Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten.


Sonntag, 14. Juli 2019

[Rezension] Nashville oder Das Wolfsspiel

Aber es muss klargestellt werden, dass sie zu keinem Zeitpunkt verliebt in ihn war, weder bevor noch nachdem all die Dinge geschahen, die geschahen, weder bevor noch nachdem sie die Wahrheiten wusste, die sie irgendwann erfuhr.
Wen Svenja wirklich liebte, sollte sich erst später herausstellen. (Seite 101)


 
Autorin: Antonia Michaelis
Verlag: Oetinger
Seiten: 480
Erscheinungsdatum: 30.07.2013
ISBN: 978-3-7891-4275-8
Gebunden mit Schutzumschlag; 17,95€
(Taschenbuch; 14,00€)


Klappentext:

Die achtzehnjährige Svenja findet in einer Abseite ihrer neuen Tübinger Studentenwohnung einen verwahrlosten, stummen 11-jährigen Jungen und nimmt ihn bei sich auf. Nach seinem T-Shirt-Aufdruck nennt sie ihn Nashville. Als eine Serie von Morden an Obdachlosen die Stadt in Aufruhr versetzt, wird Svenja unruhig. Hat Nashville, der immer wieder heimlich verschwindet, etwas damit zu tun? Bald schon merkt sie, dass nicht nur Nashvilles, sondern auch ihr Leben bedroht ist.


Donnerstag, 11. Juli 2019

[Top Ten Thursday] Wasser und Meer


Heute gibt es eine kleine Premiere, denn ich habe mich entschlossen, beim Top Ten Thursday mitzumachen. Ich nehme mal an, einige von euch kennen diese Aktion, es geht im Wesentlichen darum, zehn Bücher zu einem bestimmten Thema rauszusuchen. Geführt wird die Aktion von Aleshanee, von ihr stammt auch das Logo. Hier kommt ihr zu ihrem heutigen Post.

Ich dachte mir, ich bring mal ein bisschen Abwechslung in meinem Blog, und da mich das Thema anspricht, bin ich heute das erste Mal dabei. Dabei hat es sich als gar nicht so einfach herausgestellt, zehn Bücher zu dem heutigen Thema - 10 Bücher, in denen das Wasser/das Meer eine besondere Rolle spielen - zu finden und ich hab ein bisschen in alten Rezensionen gekramt. ^^ Aber ich will euch gar nicht länger aufhalten - los geht's (ich habe meine Rezensionen im Titel verlinkt, aber wie gesagt, einige sind schon ein wenig älter, habt Nachsicht bei diesen):


Quelle
 1.)  Rot wie das Meer (Maggie Stiefvater)

Das ist tatsächlich das erste Buch, das mir dazu eingefallen ist, weil das Meer eine sehr wesentliche Rolle in diesem Buch spielt und die Atmophäre des unberechenbaren Ozeans, der sowohl ernährt und fasziniert als auch Verderben bringen kann, meiner Meinung nach sehr gut rübergebracht wurde.
Das Buch spielt auf einer kleinen Insel. Jedes Jahr steigen die Capaill Uisce, brutale Pferdewesen, aus dem Meer hervor, werden von den Bewohner*innen gefangen und auf ein Rennen vorbereitet. Trotz der Unberechenbarkeit dieser fleischfressenden Wesen werden die Bewohner*innen von ihnen angezogen. Im Zentrum der Geschichte stehen allerdings zwei Jugendliche mit ihren Sorgen, die ihren ganz eigenen Bezug zu dem Rennen haben. Und wie viele der Bücher dieser Autorin zeigt sich auch hier ihr sehr eigener Stil, den ich geliebt habe, den aber andere als zu ruhig empfunden haben.
In jedem Fall spiegeln die Capaill Uisce, angelehnt übrigens an entsprechende Mythen, quasi die ambivalente Beziehung zum Meer zwischen Fazsination und Hass wieder, sodass dieses Motiv eben auch sehr zentral ist.


2.) Wolkendämmerung (Julia Dibbern)

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Jugendthriller, der an der kalifornischen Küste spielt und sich um das Thema Klimawandel und Wasserknappheit dreht. Im ärmeren Teil der Stadt haben die Bewohner*innen kein Wasser mehr - hier wird zum einen die Wasserthematik ganz zentral.
Auf der anderen Seite zeigt sich das Motiv des Meeres in der Liebe des Protagonisten Nick zum Pazifik, die immer wieder zum Ausdruck gebracht wird. Nick wird Teil einer Klimaschutzmission, beginnt aber schnell, deren Motive zu hinterfragen. Die Themen sind dabei sehr gut recherchiert und die Emotionen werden sehr gut rübergebracht.


Quelle
3.) Herzmuschelsommer (Julie Leuze)

Jetzt mal eine Liebesgeschichte, die ich vor etwa drei Jahren gelesen habe und die sich um ein Mädchen dreht, das erfährt, dass es bei der Geburt im Krankenhau vertauscht wurde, und das nun in die Bretagne fährt, um seine leiblichen Eltern kennenzulernen. 
Gerade wegen dieser Kulisse ist es mir in Erinnerung geblieben, denn auch hier wurde meiner Meinung nach das unberechenbare Meer mitsamt der steilen Klippen und Strände sehr schön beschrieben.


4.) Percy Jackson (Rick Riordan)

(Ich stimme der dazu gehörenden Buchvorstellung immer noch zu, aber sie ist von 2014, also habt Erbarmen, was den Stil angeht. xD)
Hm, ja, wie machen wir das denn jetzt, ohne zu spoilern? Vielleicht lasse ich es einfach offen? Und gebe allen, die diese Reihe noch nicht gelesen haben, nochmal eine audrückliche Leseempfehlung mit, weil das eine wunderbare, spannende Reihe mit sarkastischem Schreibstil und tollen, liebenswerten Charakteren ist? 


5.) Grenzlandtage (Peer Martin & Antonia Michaelis)

Zu diesem Buch hab ich noch keine Rezension geschrieben, also wenn ihr gerade zum zehnten Mal vergeblich auf den Titel geklickt habt, dann liegt das daran. ^^
Dieses Buch widmet sich dem Meer auf eine deutlich ernstere und bedrückende Art, es geht nämlich um Geflüchtete und das Mittelmeer, und wir alle wissen, was für unbeschreibliche Dramen und Katastrophen dahinterstecken. 
Das Buch spielt auf einer kleinen griechischen Insel, auf der Jule, kurz vorm Abitur, zwei Wochen Urlaub macht. Und gleichzeitig geht es eben auch um geflüchtete Menschen, die im Mittelmeer kentern, um die europäische Migrationspolitik und die Aussichtslosigkeit - kurz: ein Buch, das bedrückt, wütend und verzweifelt stimmt, das Fassungslosigkeit und Ohnmächtigkeit hervorruft. Und das zeigt, wie das Meer sowohl Urlaubsparadies als auch grausamer Tod sein kann.


6.) Syrenka - Fluch der Tiefe (Elizabeth Fama)

Hier nun ein Buch, das ich vor vier Jahren gelesen habe und damals eher durchschnittlich fand, auch weil die Story größtenteils nicht von bekannten Mustern abweicht. Es geht allerdings um Sirenen (und Familiengeheimnisse und so) und damit wäre dann vermutlich auch der Meeresbezug klar. Mir ist tatsächlich kein anderes Buch eingefallen, das ich zu entsprechenden Wesen gelesen habe (falls ihr also Tipps zu coolen Büchern über Sirenen/Nixen/Meerjungfrauen habt, nehme ich die gerne an :D) und das ist jetzt hier auch nicht die singende Arielleversion, sondern durchaus ein wenig düsterer.


Quelle
7.) Der Sommer der silbernen Wellen (Amanda Howells)

Dieses Jugendbuch mochte ich nicht so wirklich, vor allem, weil ich weder zu der Handlung noch zu den Charakteren Zugang fand. Dennoch spielt das Meer definitiv eine wesentliche Rolle, deswegen taucht diees Buch jetzt hier auf. Die Geschichte spielt direkt am Ozean, auf Long Island, wo die Protagonistin bei ihren reichen Cousinen Sommerurlaub macht.


Quelle
8.) Wie ein Flügelschlag (Jutta Wilke)

Ebenfalls vor vier Jahren gelesen (ihr seht, ich habe wirklich ein bisschen gekramt xD) und ein weiterer Jugendthriller, dem man aber meiner Meinung nach die Zielgruppe deutlich stärker anmerkt als "Wolkendämmerung". Hier taucht zur Abwechslung mal kein Meer auf, stattdessen spielt es an einem Sportinternat und die Protagonistin ist Leistungsschwimmerin. Schwimmen bedeutet für sie Freiheit und da man das in der Regel im Wasser tut ... ^^ (Ich werde albern, es tut mir leid.)
Handlunsgtechnisch geht es darum, dass eine andere Schwimmerin tot aufgefunden wird, und ich mochte das Buch damals ganz gerne. (Und ich musste gerade kichern, als ich in meiner Rezension gelesen habe, dass ich mich als "geübten Leser" (in männlicher Form) bezeichnet habe. :'D)


9.) Teardrop (Lauren Kate)

Dieses Buch habe ich jetzt sogar schon vor fast fünf Jahren gelesen, fand es aber nur so mittelmäßig (unter anderem aufgrund bekanntem Schemas und eher blassen Charakteren) und habe die Dilogie auch nie weiter verfolgt (die Rezensionen zu dem zweiten Band waren auch tendenziell eher durchschnittlich bis enttäuscht). Es geht jedenfalls um ein Mädchen, die nicht weinen darf, und ich meine, Tränen sind bekanntlich unter anderem aus Wasser, und auch sonst spielt Wasser durchaus eine Rolle.


Quelle
10.)  Scherben der Dunkelheit (Gesa Schwartz)

Zum Abschluss dann jetzt aber noch mal ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe, unter anderem, weil die Autorin einen sehr individuellen Stil hat, der sehr bildreich und poetisch ist und die Grenzen zwischen Vorstellung und Wirklichkeit verwischt - was an den Stil von Antonia Michaelis erinnert, auch wenn die beiden wiederum definitiv unterschedlich sind. 
Ähnlich wie "Herzmuschelsommer" spielt auch dieses in der Bretagne, allerdings ist die Atmosphäre um Längen düsterer. Der Fokus der Handlung liegt auf einem ebenso geheimnisvollen wie dunklen Zirkus, dennoch spielen auch das Meer und Regen eine Rolle.


So, das waren meine zehn Bücher, irgendwie hätte ich gedacht, ich hätte mehr Bücher, die am Meer spielen.

Kleine Info übrigens noch am Rande: Da ich in den nächsten anderthalb Wochen im Urlaub bin und das Vorhandensein von WLAN noch nicht abschätzen kann, wird es eventuell etwas ruhiger werden. Ich werde Posts planen, aber je nachdem, ob ich Internet habe oder nicht habe, werde ich aktiver sein oder halt eben nicht. ^^

Ich wünsche euch allen noch eine schöne Restwoche!
Eure Dana

Montag, 8. Juli 2019

[Buchvorstellung] The Sleeper and the Spindle


Autor: Neil Gaiman
dt. Der Fluch der Spindel
Illustrationen: Chris Riddell
Verlag: Bloomsbury
Seiten: 72
Erscheinungsdatum: 23.10.2014
ISBN: 978-1-4088-5964-3
Gebunden mit Schutzumschlag


Heute möchte ich euch ein etwas ungewöhnlicheres Buch vorstellen: "The Sleeper and the Spindle", ein Märchen, das von Neil Gaiman verfasst wurde - und bei der sich auf nahezu jeder Seite und teilweise sogar auf ganzen Seiten dazwischen Illustrationen von Chris Riddell wiederfinden, die sich vor allem durch ihren einzigartigen Stil auszeichnen.

Es ist ein Märchen, eine kurze Geschichte, die sich schnell lesen lässt und die Elemente bekannter Märchen - Dornröschen und Schneewittchen - aufgreift. Und doch besticht die Geschichte vor allem durch Überraschungsmomente, unerwartete Wendungen, Abwandlungen von dem, was man eigentlich erwartet. Und doch besticht sie vor allem dadurch, dass dieses Märchen wie eine realerere, düstere Version der uns bekannten Märchen wirkt, wie es erzählt, zu wem die Protagonisten der Märchen wirklich werden. 
 
Es sind keine hilflosen Prinzessinnen, stattdessen handelt die Geschichte von einer Königin, die selbst aufbricht, um der Sage einer schlafenden Prinzessin zu folgen. Eine Königin, die stark ist, eigenständig, die weiß, was sie will. Und doch ist es ein Märchen, in dem die Personen doch eher Figuren als individuelle Charaktere bleiben, wie es typisch für Märchen ist, sodass der Charme erhalten bleibt.
Ganz selbstverständlich heißt es, dass auch Frauen aufbrachen, um die Prinzessin zu wecken, ganz selbstverständlich ist die Königin eine starke Frau, und das verleiht der Geschichte auch eine Spur Feminismus.

Am Ende überzeugt das Buch nicht nur durch die ungewöhnliche, aber äußerst gelungene Interpretation, die leicht düster anmutet, leicht unheimlich, ohne jedoch dieses typische Märchen-Feeling vermissen zu lassen. Es überzeugt auch durch die Atmosphäre, durch den Stil, vor allem verbunden mit den Illustrationen, die die Szenen noch mal einfangen, die zum Entdecken einladen.

Im Prinzip ist es also vielmehr ein Märchen für Erwachsene, ernster, düsterer, aber nicht direkt finster, ein außergewöhnliches Märchen, dessen Geschichte ich gerne gelesen habe, zumal sie von den liebevoll gezeichneten Bildern nochmal eingefangen wird, die das Ganze visualisieren und dadurch für ein ganz eigenes Leseerlebnis sorgen. 

Fazit: Kurzes, düsteres und ungewöhnliches Märchen mit unerwarteten Wendungen und starken Frauen, begleitet von tollen Illustrationen! 



Samstag, 6. Juli 2019

[Gequatsche] Prüfungsphase und Sommer und so

Hallo ihr Lieben,

yep, obwohl ich immer noch unzählige ausstehende Rezensionen habe, gehe ich euch mit dem seltsamen Format des Laberposts auf die Nerven. Wir wollen ja nicht, dass dieses ausstirbt.

Erst mal möchte ich euch aber danken: Einer der Gründe, warum ich lange darüber nachgedacht habe, ob ich wirklich wieder mit dem Bloggen einsteige, war die Frage, ob überhaupt noch irgendjemand mein Gefasel liest und seinen Senf dazu gibt. Ich hatte Angst, einsam und allein, verschollen in den Weiten des Internets, nur für mich zu bloggen. Das Gegenteil ist der Fall. Fast jeden Tag sitze ich mit einem glücklichen Lächeln vor dem Laptop, weil ich eure Kommentare - bei mir oder unter meinen Kommentaren bei euch - lese, und ich möchte deswegen einfach noch mal ausdrücken, wie viel mir das bedeutet!

Denn sein wir mal ehrlich, glückliches Lächeln ist jetzt momentan nicht gerade die Gefühlsregung, die mir am nächsten liegt. Zwar habe ich eigentlich kaum Prüfungen dieses Semester, aber irgendwie löst schon eine einzige Klausur genug Panik aus. Ich habe das Gefühl, Prüfungsphase ist so ein Phänomen, dessen Ausprägung man während des Rests des Semesters erfolgreich verdrängt, bis es wieder soweit ist. In dieser Woche kam es wiederholt zu Momenten, in denen mein innerlicher Zustand quasi nur noch aus "AAAAAAAAAAAAAAH" bestand. Ich studier noch nicht mal Naturwissenschaften. Wie macht ihr das? ^^
Ich sitze also auf dem Bett und prokrastiniere, am liebsten, indem ich das Dashboard zum wiederholten Male erfolglos aktualisiere, sehne mich danach endlich mal wieder Zeit zu haben und habe gelinde gesagt kein Bock mehr. Versteht mich nicht falsch, ich mag mein Studium. Ich hasse nur Prüfungen. Und erst recht Klausuren, bei denen 90 Minuten über deine ganze Note entscheiden. Yay.
Klausuenphase besteht für mich aus Stress, unregelmäßigen Essrhythmen (gut, dass meine Mutter das nicht sieht), zu wenig Schlaf und zu viel Prokrastination. Und dem Versuch, mir irgendwelche Fakten einzuhämmern, obwohl Anthropologie sonst ein Fach ist, das sich ja gerade gegen objektive Fakten ausspricht. Versuch das mal einer zu verstehen. (Ja, ich übertreibe, ich hör ja schon auf zu jammern. :D)

Ein Ausblick ist aber immerhin, dass dafür ein ganzer Monat voller Zeit vor mir liegt (hoffentlich), in dem ich (hoffentlich) ganz viel lesen kann. Ich habe endlich die "Angelfall"-Trilogie von Susan Ee auf Englisch, nachdem ich nach dem Formatwechsel vor, äh, Jahren entschieden habe, ins Original zu wechseln, und freue mich darauf, den ersten Band zu re-readen und dann weiterzulesen. Das erste Lesen des Auftakts ist immerhin schon auf die Anfangzeit meines Blogs zu datieren (ich rate euch, die dazugehörige Rezension nicht rauszusuchen :D).
Ansonsten hoffe ich, für diesen Sommer noch ein Praktikum zu finden, meine Lieblingsjahreszeit ein bisschen genießen zu können und eventuell auch endlich mal wieder ins Schreiben reinzukommen. Klausurenphase hat mich da extrem rausgeworfen. Vor allem, weil natürlich parallel auch noch alles mögliche andere los ist  - wie das denn immer so ist. ^^ Ich vermisse übrigens als vermutlich eine der wenigen das warme Wetter ein bisschen. :D
Und auch fürs Bloggen möchte ich diese Zeit nutzen. Auch wenn ich momentan immer noch wie eine blutjunge Bloggerin jeden Tag Blogger öffne und auch an den Entwürfen werkele, fehlt mir doch noch so ein bisschen Zeit, gerade für die Rezensionen der Bücher, bei denen mir meine Gedanken nicht mehr so klar im Kopf sind. Und auch sonst für ein, zwei Postideen, die mir durch den Kopf schwirren. Material ist auf jeden Fall genug da. xD

Und seitdem ich blogge explodiert meine Wunschliste förmlich wieder. So viele tolle Bücher, ich weiß gar nicht, wo ich Zeit und Geld hernehmen soll (das altbekannte Problem ^^). Zumal ich mir vorgenommen habe, mehr Bücher mit Diversity- und LGBT+-Themen lesen zu wollen und da das Angebot zumindest im angloamerikanischen Raum enorm gestiegen zu sein scheint im letzten Jahr, zumindest habe ich das Gefühl. Hinzu kommen die ganzen Bücher, die eh noch auf meiner Wunschliste stehen und die ich seit Ewigkeiten lesen will - "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardugo zum Beispiel. Hat jemand zufällig ne Million abgzugeben? ^^
Übrigens nähere ich mich den 500 Posts, was ein bisschen beeindruckend ist. Und ein bisschen unglaublich. :x

Wie sehen eure Pläne für den Sommer aus? Gibt es Bücher mit LGBT+/Diversity, die ihr besonders empfehlen könnt?

Alles Liebe,
Dana

Mittwoch, 3. Juli 2019

[Rezension] All the Crooked Saints

The desert, which was not given to sympathy or sentiment, was nonetheless moved, and for the first time in a long time, it loved someone back. (Seite 23)


Autorin: Maggie Stiefvater
dt. Wie Eulen in der Nacht
Verlag: Scholastic Press
Seiten: ca. 310
Erscheinungsdatum: Oktober 2017
ISBN: 978-0-545-93080-2
Gebunden mit Schutzumschlag
(Taschenbuch)


Inhalt:

Die mexikanischstämmige Familie Soria wohnt seit Generationen in einem kleinen Ort, Bicho Raro, mitten in der Wüste in Colorado, wo sie unzählige Pilger anzieht, die auf die Wunder hoffen, für die die Familie bekannt ist.
Beatriz, die keine Gefühle hat, aber dafür Logik,  Joaquin, der insgeheim DJ werden will, und Daniel, der Heilige, der die Wunder vollbringt, sind drei Jugendliche der Soria-Familie, die heimlich einen Radiosender betreiben. Tony und Pete dagegen kommen gerade erst in Bicho Raro an. Tony, weil er ein Wunder sucht, und Pete, weil er Arbeit sucht. Sie stoßen mitten hinein in ein Leben jenseits der Normalität, in dem Wunder alltäglich sind.

Montag, 1. Juli 2019

[Rezension] Muse of Nightmares

We might be at odds, hate each other, and desire each other's destruction, but in our despair, we are lost in the same darkness, breathing the same air as we choke on our grief. (S. 364)


Autor: Laini Taylor
Verlag: Little, Brown and Company
Seiten: ca. 520
Erscheinungsdatum: Oktober 2018
ISBN: 978-0-316-34171-4
Gebunden mit Schutzumschlag
(Taschenbuch)


Dilogie:
  • Strange the Dreamer  [Rezension]
  • Muse of Nightmares



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