Sonntag, 29. September 2019

Rückblick Juli 2019

Hallöchen,

wie immer verspätet heute mein Monatsrückblick für den Juli. Um noch einmal zum Sommer zurückzukehren, den ich jetzt schon schmerzlich vermisse.

Gelebt:

Das erste Drittel war sehr geprägt von der Klausurenphase an der Uni und mit dementsprechend viel Stress verbunden. Im Endeffekt bin ich aber sehr zufrieden mit meinem Ergebnis, das Lernen hat sich also gelohnt.^^

Anschließend ging es dann in den Urlaub. Ich hatte drei freie Wochen, war bei meinen Eltern und habe natürlich nichts geschafft. Mein Plan war es, zu lesen, schreiben, bloggen ... Zum Schreiben bin ich mal wieder gar nicht gekommen, auch weil ich seit einem Jahr gefühlt komplett blockiert bin, von kurzen Phasen mal abgesehen. Fragt mich nicht, wie die Zeit so schnell dahinfliegen konnte, aber immerhin konnte ich ein wenig entspannen, das war auch mal ganz schön. Und ich habe ein paar Menschen getroffen, die ich sonst eher selten sehe. ♥
Eins meiner Highlights war allerdings, dass ich Anna besucht habe. Wir haben uns das letzte Mal vor 2,5 Jahren gesehen und es war sehr cool, sich mal wieder zu treffen. Und Kekse zu backen.


Gebloggt:

Ich war super motiviert, auch trotz Klausurenphase, nachdem ich zu der Zeit ja gerade erst wieder mit dem Bloggen angefangen hatte. Ich habe die freie Zeit genutzt, um anzufangen, Rezensionen zu schreiben und hab das Bloggen so langsam wieder in meinen Alltag integriert.


Gelesen:

Nebenbei habe ich mit Anna und Marianne angefangen, Magnus Chase - The Sword of Summer (Rick Riordan) zu lesen, aber das habe ich erst in diesem Monat beendet, dementsprechend gibt es auch erst im Rückblick September mehr dazu. Wobei ich so viel verraten kann: Im Bus auf dem Weg zu Anna musste ich mich zusammenreißen, um nicht vor allen anderen Fahrgästen in einen Lachanfall auszubrechen.

Davon abgesehen habe ich vier Bücher beendet, davon eins auf Französisch. Auch wegen der Sprache habe ich für dieses Buch relativ lange gebraucht, eine Woche, trotz Urlaub, sodass ich, obwohl ich viel frei hatte, nicht so viel gelesen habe, wie ich erwartet hätte.
Die anderen drei Bücher sid zur Abwechslung alle auf Deutsch, zwei davon ausgeliehen, eins ein Re-Read. Seht selbst:


Une vie (Simone Veil) ~ [Buchvorstellung]

Hier das französische Buch. Es handelt sich um die Autobiographie von Simone Veil, die Auschwitz überlebt hat, als Frau in den 50ern Juristin wurde, sich als französische Gesundheitsministerin für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Frankreich einsetzte und später erste Präsidentin des Europäischen Parlamentes wurde.
Kurz: Eine durchweg sehr beeindruckende Lebensgeschichte einer starken Frau, die hier vor allem ihre politischen Ansichten und Erfolge reflektiert, was für mich als Politikstudentin und auch aus feministischer Perspektive sehr interessant war.

 
Forever - Das ewige Mädchen (Rebecca Hamilton) ~ [Rezension]

Dieses Buch war leider mein Flop des Monats. Ich habe lange mit dem Gedanken gespielt, es abzubrechen, und vermutlich nur aus Masochismus weitergelesen (oder aus einem makaberen Unterhaltungsdrang ähnlich wie bei Trashfilmen). 
Die Charaktere waren alle relativ blass, allen voran der Love Interest. Die Handlungen der grundsätzlich schutzbedürftigen Protagonistin habe ich ab einem gewissen Punkt ebenso wenig verstanden wie die Konflikte und das ständige, komplett sinnlose Hin und Her in der Liebesgeschichte. Die Handlung plätschert lange auch einfach nur so dahin, komisch gesetzte, viel zu lange Zeitsprünge zerstörten den Rest meines Bezugs zu ihr und die Geschehnisse wirkten auf mich absolut willkürlich. Nicht mein Fall.


Roter Mond (Benjamin Percy) ~ [Rezension]

Dieses Buch ist eine politische Werwolfstory und ich fand die Idee hinter dem Ganzen, die wichtige Themen wie Diskriminierung, Kolonialismus und Rassismus auf eine etwas fantastische Art anspricht, schon irgendwie cool. Dabei ist das Ganze gleichzeitig auch sehr düster, und ich war mir nie so ganz sicher, wer jetzt eigentlich die "Bösen" sind. Leider bin ich persönlich nicht ganz an die Charaktere herangekommen, aber davon abgesehen war es ein spannendes Leseerlebnis.


Quelle

Irgendwann für immer (Katja Millay) ~ [Rezension]

Ich hab euch jetzt mal meine alte Rezension verlinkt, dieses Buch war mein Re-Read. Es geht um ein Mädchen mit Posttraumatischer Belastungsstörung, das nicht spricht und sich selbst als kaputt sieht. Soweit ich das einschätzen kann, wird ein relativ authentisches Bid von PTBS gezeichnet, die eben auch nicht durch Liebe magisch geheilt werden kann.
Denn das Ganze IST eine Liebesgeschichte, allerdings eine, die sich sehr langsam und nachvollziehbar entwickelt, und die ich sehr gerne mochte. Die Charaktere habe ich auch dieses Mal als ziemlich tiefgründig empfunden. Sie sind nicht perfekt, machen Fehler, aber sind vielleicht deshalb so authentisch. Umgekehrt hat die Protagonistin auch ihren ganz eigenen Sarkasmus, der trotz der manchmal ernsten Themen dafür sorgt, dass das Buch in erster Linie unterhaltsam ist - aber auch zu Tränen führen kann.
Eine berührende Geschichte, die mich gleichzeitig extrem gefesselt hat, sodass ich mich nicht davon losreißen konnte, auch wenn ich es eigentlich wollte. Und damit mein Top des Monats.


Gesehen:

Anna hat mich dazu "gezwungen", endlich mal die erste Staffel von Avatar zu beenden. Ich hab die Serie Anfang des Jahres angefangen, durch eine andere Freundin, aber das ein bisschen, äh, hängen lassen. Klar, man merkt schon, dass es eine Kinderserie ist (und ich tue mich mit Kindergeschichten nicht immer so ganz leicht), aber ich versteh trotzdem, warum die Serie so gehypt wird. ^^


Soviel dazu, ich freue mich wie immer auf eure Kommentare und wünsche euch noch ein schönes Restwochenende!

Eure Dana ♥

Donnerstag, 26. September 2019

[Rezension] End of Days

"Dressed like this? In front of lawless men?" His eyes drift up to my midriff.
"If you're worried about pervs breaking into the house, it's not going to make a difference whether I'm in this outfit or in baggy jeans and a sweatshirt. Either they're decent human beings or they're not. Their actions are on them." (Seite 22 f.)

Autorin: Susan Ee
dt.: Angelfall - Am Ende der Welt (2018)
Verlag: Hodder & Stoughton
Seiten: ca. 440
Erscheinungdatum: 2015
ISBN: 978-1-444-77855-7
Taschenbuch

Penryn & The End of Days-Trilogie:


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !


Dienstag, 24. September 2019

[Rezension] World After


Autorin: Susan Ee
dt.: Angelfall - Tage der Dunkelheit (2017)
Verlag: Skyscape
Seiten: ca. 310
Erscheinungdatum: 2013
ISBN: 978-1-4778-1728-5
Taschenbuch


Penryn & The End of Days-Trilogie:
  • Angelfall  [Rezension]
  • World After
  • End of Days


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !


Samstag, 21. September 2019

[Re-Read-Rezension] Angelfall

Asleep, he looks like a bleeding Prince Charming chained in the dungeon. When I was little, I always thought I'd be Cinderella, but I guess this makes me the wicked witch.
But then again, Cinderella didn't live in a post-apocalyptic world invaded by avenging angels. (S.46)


Autorin: Susan Ee
dt.: Angelfall - Fürchte dich nicht (2013) / Angelfall - Nacht ohne Morgen (2016)
Verlag: Hodder & Stoughton
Seiten: ca. 330
Erscheinungsdatum: 2012
ISBN: 978-1-4736-3381-0
Taschenbuch


Penryn & The End of Days-Trilogie:
  • Angefall
  • World After
  • End of Days



Inhalt:

Vor sechs Wochen sind die Engel auf die Erde gekommen. Doch sie haben nicht Wunder und Erlösung mit sich gebracht, sondern Tod und Verwüstung. Inmitten der zerstörten Straßen vom Silicon Valley, die Banden an sich gerissen haben, kämpft die siebzehnjährige Penryn um das tägliche Leben ihrer Familie. Als Engel ihre siebenjährige Schwester Paige entführen, setzt Penryn alles darunter, sie zurückholen - auch wenn das bedeutet, sich mit einem Engel zusammenzutun ...

Donnerstag, 19. September 2019

[Top Ten Thursday] Bücher mit mehreren Autor*innen

 

 Einen wunderschönen guten Morgen!

Ich bin heute wieder beim Top Ten Thursday dabei, zu Aleshanees Ursprungsbeitrag kommt ihr hier, von ihr ist auch das Bild. Das heutige Thema lautet: 10 Bücher, die jeweils nicht nur von einer*m Autor*in geschrieben wurden (Autorenduos oder auch Anthologien). Ich habs gerade so auf zehn geschafft, aber seht selbst:


1.) In the Shadows (Kiersten White & Jim Di Bartolo)

Ich fange gleich mal mit einem Buch an, das vielleicht nicht so ganz in die Erwartungen passt, die man mit der Frage verbindet, das aber auch ein Buch ist, das ich sehr gerne mag.
Geschrieben hat es tatsächlich nur Kiersten White, aber das Einzigartige und Coole an dem Buch ist, dass neben ihrer geschriebenen Geschichte eine mit dieser verbundene Geschichte in Bildern erzählt wird, die von Jim Di Bartolo gezeichnet wurden. Dessen Stil ich übrigens liebe. Jim Di Bartolo hat die Story miteintwickelt und erzählt dann seinen Teil eben auf seine Weise. Und zusammen führt das zu einer absoluten genialen Gestaltung und relativ einzigartigen Erzählweise, weil die beiden Geschichten zunehmend verbunden werden.
Das Ganze ist zudem noch eine spannende Fantasygeschichte über ein düsteres Geheimnis, in das vier Jugendliche reingezogen werden, und hat etwas märchenhaftes mit einer einzigartigen Atmosphäre.

~ Hier kommt ihr zu meiner Buchvorstellung. ~


Quelle
2.) Illuminae (Amie Kaufman & Jay Kristoff)

Dieses Buch kennen vermutlich wieder mehr von euch, und auch dieses zeichnet sich durch eine einzigartige Gestaltung aus. Die fesselnde Science-Fiction-Geschichte des Autor*innenduos wird ausschließlich über Dokumente wie Protokolle, Mails, Transkriptionen der Überwachungskameras, Tagebucheinträge etc. erzählt (die verschiedenen Dokumentarten habe ich hier im Rahmen unserer Blogtour damals vorgestellt). Und das ist einfach unheimlich cool gemacht, ich könnte ewig davon schwärmen. :D
Nichtsdestotrotz hatte ich nicht das Gefühl, dass eine Distanz zu den Charakteren bestand, was vielleicht das Kunststück des Buches ist. Es geht um Kady und Ezra, frisch getrennt, die in einem Raumschiff auf der Flucht sind, nachdem ihr Planet angegriffen wurden. Und ich sollte die Trilogie dringend weiterverfolgen!

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~

Quelle
3.) Ich kam mit dem Wüstenwind (Michaela & Elaine DePrince)

Dieses Buch wiederum ist die beeindruckende Autobiografie von Michaela DePrince, die es gemeinsam mit ihrer Adoptivmutter geschrieben hat. Michaela DePrince wird im vom Krieg geprägten Sierra Leone geboren und lebt in einem Waisenhaus, ehe sie überraschend adoptiert wird und in die USA migriert. Mit vier hat sie das Bild einer Ballerina entdeckt und träumte seitdem davon, selbst Tänzerin zu werden, was sie in den USA schaffte.
Heute ist sie professionelle Balletttänzerin - allen Hürden, allem Rassismus, aller Dominanz weißer Ballerina zum Trotz. Und gerade deswegen fand ich diese Autobiografie so beeindruckend, weil Michaela DePrince für ihren Traum kämpft. Ganz abgesehen davon, dass ich selbst tanze. :D

~ Hier kommt ihr zu meiner Buchvorstellung. ~


Quelle
4.) Unser wildes Blut (Wolfgang Schnellbächer & Nur Öneren)

Dieses Buch ist quasi eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte: Eine Muslima, die einen Muslimen heiraten soll, verliebt sich in einen "Deutschen", was vor allem von ihrem Zwillingsbruder bekämpft wird. Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses Buch aus heutiger Perspektive sehen würde und ich würde meine Rezension anders formulieren, aber umgekehrt bringen die Autor*innen eben auch eigene Erfahrungen ein, was es definitiv zu einer interessanten Geschichte macht.

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~


Quelle
5.) Auge um Auge (Jenny Han & Siobhan Vivian)

Dieses Buch ist der Auftakt zu einer High School-Trilogie, deren drei Protagonistinnen sich zusammenschließen, um aus verschiedenen Gründen Rache zu nehmen. Dabei spielen auch Themen wie Mobbing eine Rolle. Besonders wegen des einen Plottwists ist mir die Reihe in Erinnerung geblieben. xD Insgesamt fand ich sie jetzt überragend, aber definitiv ganz unterhaltsam.

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~


Quelle
6.) Tage wie diese (John Green, Maureen Johnson & Lauren Myracle)

Jetzt wirds weihnachtlich. :D Dies ist auch die einzige wirkliche Anthologie auf meiner Liste, die in diesem Fall drei unterhaltsame, wenig komplexe weihnachtliche Liebesgeschichten umfasst.

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~


Quelle
7.) Dash & Lilys Winterwunder (Rachel Cohn & David Levithan)

Es bleibt weihnachtlich, auch bei diesem Buch von einem Autor*innenduo handelt es sich um eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit Weihnachtsbezug über zwei Protagonist*innen, die sich über ein Notizbuch durch Manhattan schicken und ein Treffen von Angesicht zu Angesicht immer weiter herauszögern.

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~


Quelle
8.)  Wir wollten nichts. Wir wollten alles. (Sanne Munk Jensen & Glen Ringtved)

Zur Abwechslung mal eine sehr düstere Geschichte über eine toxische Liebesgeschichte zweier Jugendlichen, die zusammen Selbstmord begehen. Dieses Buch eines dänischen Autor*innenduos wird aus der Sicht der toten Protagonistin erzählt, die die Beziehung reflektiert. Dabei erkennen weder sie noch mein sechzehnjährige Ich das Toxische und Problematische an dem Ganzen, was mich zu der Frage bringt, wie ich dieses Buch heute sehen würde, das oft sehr vulgär und gewaltvoll anmutet und für das man vermutlich mehr Reife mitbringen sollte, als ich es damals hatte.

~ Hier kommt ihr zu meiner Rezension. ~


9.) Grenzlandtage (Antonia Michaelis & Peer Martin)

Dieses Buch ist schon mal in einem TTT aufgetaucht, aber wie gesagt, meine Auswahl an Büchern mit mehreren Autor*innen ist sehr begrenzt. Von daher nur kurz zum Inhalt - in dem Buch geht es um eine deutsche Abiturientin, die Urlaub auf einer griechischen Insel macht und dort in Kontakt mit dem Thema Geflüchtete und Seenotrettung im Mittelmeer kommt. Ein wichtiges Thema, erzählt in dem typischen Stil beider Autor*innen - poetisch, leicht naiv und ein wenig hoffnungsvoll.

~ Hier kommt ihr zu meiner Kurzrezension. ~


Quelle
10.) Sannah & Ham (Tom Ellen & Lucy Ivison)

Last but not least ein Buch, das ich ziemlich am Anfang meiner Bloggerzeit gelesen habe und gar nicht mochte, weil es vorhersehbar und klischeehaft war und sich irgendwie alles nur um Entjungferung dreht. Es ist eine Liebesgeschichte zweier Jugendlicher mit Missverständnissen und einer unrealistischen Zahl an Zufällen, und, na ja, ich mochte es echt nicht. :D

~ Hier kommt ihr zu meiner (sehr alten) Rezension. ~



Das waren meine Bücher zu dem Thema, wie immer freue ich mich auf den Austausch und wünsche euch noch eine schöne Restwoche! ♥

Eure Dana

PS: Da ich das Wochenende über Besuch von Freundinnen habe, werde ich erst Anfang nächster Woche dazu kommen, bei euch zu stöbern. :)

Dienstag, 17. September 2019

[Rezension] Layers

 
Autorin: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Seiten: 448
Erscheinungsdatum: 2015
ISBN: 978-3-7855-8230-5
Taschenbuch mit Klappenbroschur; 14,95€


Klappentext:

Layers – die Wahrheit ist vielschichtig.

Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält.
Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.


Sonntag, 15. September 2019

[Rückblick] Juni 2019

Huhu,

heute blicke ich kurz auf meinen Juni zurück. Gewohnt verspätet. ;)

Im Juni habe ich wieder mit dem Bloggen angefangen, nachdem ich gemerkt habe, wie sehr ich das doch vermisst habe. Und plötzlich war ich wieder total motiviert, habe unheimlich viel Zeit auf meinem Blog verbracht und habe gemerkt, wie viel Spaß mir dieses Hobby doch bereitet!
Meine anfängliche Befürchtung, ich könnte das nicht lange durchziehen, hat sich offensichtlich auch nicht bewahrheitet - nach drei Monaten poste ich immer noch regelmäßig und bin gut dabei, was mich extrem freut. Danke auch an euch für die Unterstützung, das Folgen und die Kommentare, nachdem ich erst Angst gehabt hatte, kein Mensch würde mehr meine Beiträge lesen! ♥

Ansonsten gab es im Juni einige schöne Momente, unter anderem habe ich eine Freundin von mir besucht. Gleichzeitig ging gegen Ende auch langsam die Prüfungsphase los.

Dadurch, dass ich relativ viel um die Ohren hatte, habe ich auch "nur" vier Bücher gelesen, alle auf Englisch. Zwei davon waren Re-Reads, um danach wieder im Besitz aller Informationen den zweiten Teil lesen zu können. Und alle Bücher fand ich toll und kann ich definitiv empfehlen. ^^
Aber seht selbst - beim Klicken auf den Titel kommt ihr wie immer zu meiner Rezension:

Ich habe erst Strange the Dreamer noch mal gelesen, um dann mit Muse of Nightmares die Dilogie von Laini Taylor abzuschließen. Und ich mochte sie sehr gerne, auch, weil sich diese High Fantasy-Story durch eine außergewöhnliche Idee von anderen Büchern abhebt und mit einem wunderschönen, leicht poetischen Schreibstil und wirklich sehr tiefgründigen Charakteren besticht. Zudem gibt es in dieser Diloge keine wirkliche Gut-Böse-Trennung, weil man die Handlungen aller Charaktere verstehen kann, was den Konflikt nur umso unlösbarer erscheinen lässt.

Auch Scythe habe ich noch mal gelesen. Im Anschluss daran folgte mit Thunderhead dann der zweite Teil der Reihe von Neal Shusterman, die mich bis jetzt auch definitiv begeistern konnte. Ich mag es, wie die aufgeworfenen moralischen Fragen dazu anregen, selbst zum Beispiel über die Bedeutung von Sterblichkeit nachzudenken, und darüber, was es bedeutet, in einer unsterblichen Welt zu leben. Außerdem konnte mich der Schreibstil eindeutig an die Seiten fesseln und die manche Handlungsentwicklungen immer wieder überraschen, und ich mag auch die vielschichtigen Charaktere.


Einen wunderschönen Restsonntag und morgen einen schönen Start in die Woche wünsche ich euch! ♥
Eure Dana

Samstag, 14. September 2019

Mädelsabend #1

 

Hallo ihr Lieben,

ich mache heute erstmalig beim "Mädelsabend" mit, der von Tanja und Leni organisiert wird. Die Graphik stammt auch von den beiden. ^^
Da ich für eine Freundin noch einen Kuchen (veganer Vanille-Kirschkuchen) backen will und ein paar andere Dinge zu tun habe, werde ich vermutlich erst später aktiv dabei sein können, aber da ich eh mal wieder Lust auf einen entspannten Leseabend hatte, trifft sich das an sich gut. ^^

Ungewöhnlich für meine Verhältnisse lese ich momentan drei Bücher. Oder, was heißt ungewöhnlich. Eine Zeit lang war paralleles Lesen für mich undenkbar, aber mittlerweile ergibt sich das manchmal so - weil ich eins mit anderen zusammenlese, eins in öffentlichen Verkehrsmitteln und dann abends Lust auf Fantasy zum Abtauchen habe oder so.

Jedenfalls habe ich gemeinam mit Anna und Marianne den ersten Band der "Magnus Chase"-Trilogie von Rick Riordan gelesen und plane, jetzt mit dem zweiten zu beginnen, nachdem ich es endlich mal geschafft habe, mich an diese Reihe zu wagen. Und ich kann nur sagen: Ich liebe diesen Stil! *o* Der Humor bringt mich immer wieder zum Lachen, die Einfädelung der in diesem Fall nordischer Mythen ist absolut gelungen und die Charaktere sind toll. Und ich liebe es, wie divers sie mittlerweile auch einfach sind.
Gleichzeitig habe ich angefangen, die "Percy Jackson"-Trilogie zu re-readen, die eben einfach zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört. Da ich Percy ein wenig vermisse, ist das meine Wohlfühlliteratur, wenn ich abends nach dem Praktikum nach Hause komme. Mittlerweile habe ich jetzt auch die ersten beiden Teile durch und würde mit dem dritten weitermachen.
Nicht zuletzt lese ich noch "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" von Gavin Extence, dem ich momentan vor allem im Bus widme. Der Protagonist erzählt darin ein wenig seine Lebensgeschichte bis zu dem Punkt, in dem er mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Arsche bei einer Zollkontrolle gestoppt wird. Ich habe mittlerweile ein Drittel durch und mag den Schreibstil, den feinen Humor und vor allem auch Alex sehr gerne. Auf jeden Fall eine ungewöhnliche, aber auch unterhaltsame Geschichte!


Mittwoch, 11. September 2019

[Buchvorstellungen] If I Was Your Girl [UND] Simon vs. The Homo Sapiens Agenda

Heute noch mal zwei Kurzrezensionen zu zwei LGBT+-Büchern, die ich im Sommer 2018 gelesen und bisher noch nicht rezensiert habe, die ich aber beide definitiv empfehlen kann und die auch beide fünf Büchlein von mir bekommen.

Simon vs. The Homo Sapiens Agenda

 
Autorin: Becky Albertalli ~ dt.: Nur drei Worte (2016) ~ Verlag: Penguin Books ~ Seiten: ca. 330 ~ Erscheinungsdatum: 2015 ~ ISBN: 978-0-141-35609-9 ~ Taschenbuch

Bei dem Riesenhype um dieses Buch würde es mich wundern, wenn noch keine*r von euch davon gehört hätte. Kurz zum Inhalt: Simon ist homosexuell und der Einzige, der davon weiß, ist Blue. Nur hat Simon Blue in seinem ganzen Leben noch nie gesehen, denn Blue ist ein Pseudonym und die beiden schreiben E-Mails, wissen aber nicht, wer sie im wirklichen Leben sind - nur, dass sie auf dieselbe Schule gehen. Als Martin Addison versehentlich an die E-Mails kommt und ihn damit erpresst, verkompliziert das die Sache ...

Was kann ich zu diesem Buch sagen, außer, dass es eine unheimlich süße Liebesgeschichte ist? So eine Geschichte, die unglaublich herzerwärmend ist und die man unheimlich gerne liest? Die total unterhaltsam, gleichzeitig aber auch authentisch ist?
Eine Geschichte, die locker und leicht ist, und sich trotzdem wichtiger Themen annimmt - eine Geschichte über Coming-Out, über die damit verbundenen Schwierigkeiten, über sexuelle Orientierung, aber auch darüber, einfach verliebt zu sein als Teenager.

Denn diese zuckersüße Liebesgeschichte ist absolut nachvollziehbar und ich habe dieses Buch auch einfach unglaublich gerne gelesen. Was mit Sicherheit auch an dem humorvollen, lockeren Schreibstil liegt, aber auch an den Charakteren.
Simon ist ein unheimlich liebenswerter, niedlicher Protagonist, den man einfach gernhaben muss und den man am liebsten vor allen Problemen beschützen würde. Seine Gefühle werden absolut nachvollziehbar dargestellt, sodass man ein stückweit auch immer mit ihm mitfühlt.
Und auch sonst gibt es viele lebensechte, liebenswerte und tolle Charaktere. Es ist schön zu sehen, wie Simon Freund*innen und Familie hat, die ihn unterstützen, die zusammenhalten, denn auch Freundschaften spielen eine wichtige Rolle. Und diese Chemie zwischen denen - es macht einfach echt Spaß, das Buch zu lesen!

Blues Identität habe ich übrigens schon vorher erahnt, was aber nicht weiter schlimm ist. Ich habe mich mit Simon gefragt, ob das im echten Leben genauso funktionieren kann wie in den Mails.
Wie gesagt, es ist eine unheimlich tolle Geschichte, die ich jedem*r nur ans Herz legen kann - eine Geschichte über einen Teenager, der sich verliebt, über die Unsicherheiten, über sexuelle Orientierung, über Freundschaften, über Unterstützung und so viel mehr.




If I Was Your Girl

 
Autorin: Meredith Russo ~ dt.: Als ich Amanda wurde (2017) ~ Verlag: usborne ~ Seiten: ca. 300 ~ Erscheinungsdatum: 2016 ~ ISBN: 978-1-4749-2383-5 ~ Taschenbuch

Amanda zieht zu ihrem Vater in eine Kleinstadt und geht an eine neue Schule. Sie wünscht sich, endlich ein ganz normales Leben haben zu können - Freundinnen finden, sich verlieben ... Aber Amanda ist trans, und wenn das jemand herausfindet, könnte das alles zerstören.

Ich glaube, das ist das einzige Buch mit einer trans Protagonistin, das ich kenne, das zudem auch von einer trans Autorin geschrieben wurde. Man erhält also aus einer Own Voice-Sicht einen Einblick darein, was es im Alltag bedeutet, trans zu sein - inklusive Dysphorie, den stets präsenten Sorgen und Ängsten und allem, was damit verbunden ist.
Das meiste habe ich als cis Person nie erlebt, und so verdeutlichte mir das Buch auch meine Privilegien als cis Person und stimmte mich nachdenklich, aber auch wütend, weil Amanda einfach nicht immer als die Person akzeptiert wird, die sie ist. Ich habe gehofft, dass sie endlich glücklich werden kann, was natürlich irgendwie naiv ist, aber ... Es ist heftig, was trans Personen alles durchmachen müssen.

Am Ende des Buches gibt es übrigens noch zwei Nachworte der Autorin, eins, das an ihre cis Leser*innen gerichtet ist, und eins, das an ihre trans Leser*innen gerichtet ist. Dabei geht es auch um die Vereinfachungen, die sie gemacht hat (Amanda ist zum Beispiel heterosexuell und hatte es auch in einigen anderen Bereichen einfacher als andere trans Personen).

Das Buch springt zwischen zwei Zeitebenen hin und her - einmal der, bei der Amanda gerade zu ihrem Vater gezogen ist, auf die neue Schule geht und versucht, sich ein Leben aufzubauen. Und einmal der drei Jahre vorher, nachdem sie gerade versucht hat, sich umzubringen, und jetzt langsam anfängt, zu ihrer Geschlechtsidentität zu stehen.
Das Buch behandelt viele Themen wie Suizid (die Suizidrate bei trans Personen ist unheimlich hoch, eben aufgrund fehlender Akzeptanz), Selbstverletzung, Depressionen und ähnlichem. Themen, die tendenziell sehr bedrückend sind.

Umso erstaunlicher ist es, dass es der Autorin dennoch gelingt, in erster Linie ein Jugendbuch mit einem lockeren und jugendlichen Schreibstil zu schreiben, das sich zwar vieler sehr ernster Themen annimmt, aber auch Themen wie Schule und Liebe als Teenager, sodass sich das Buch insgesamt eher leicht und schnell lesen lässt und irgendwie auch unterhält. Sodass es im Endeffekt auch sehr jugendlich ist, nicht auf eine negative Weise, sondern vielmehr auf eine sehr authentische.
Es gibt eine bittersüße Liebesgeschichte, bei der ich mit Amanda mitgefühlt habe, auch weil ihre Gefühle nachvollziehbar dargestellt werden.
Generell sind die Charaktere sehr vielschichtig und lebensecht, und bedienen sich keiner Stereotypen. Nicht alle sind unbedingt sympathisch, zum Beispiel fiel es mir schwer, mit ihrem Vater klarzukommen. Aber alle haben irgendwie Gründe für ihr Handeln, wirken authentisch, auch gerade für den eher ländlichen Kontext.

Insgesamt also ein locker geschriebenes Buch, das sich aber auch ernster Themen annimmt und das ich definitiv empfehlen kann, gerade, um mal eine Geschichte von und über eine(r) trans Person zu lesen, die noch viel zu wenig repräsentiert werden!


Montag, 9. September 2019

[Rezension] Roter Mond


Autor: Benjamin Percy
Übersetzer: Michael Pfingstl
amerik. Originaltitel: Red Moon (2013)
Verlag: blanvalet
Seiten: ca. 640
Erscheinungsdatum: Mai 2016
(auf Deutsch erstmal erschienen 2014 im Penhaligon Verlag)
ISBN: 978-3-7341-0063-5
Taschenbuch; 9,99€


Inhalt:

Schon immer waren die Lykaner*innen Menschen zweiter Klasse in den USA, aber das Blatt wendet sich zum Negativen, als alle Passagiere dreier Flugzeuge bei einem Terroranschlag des lykanischen Widerstands umgebracht werden. Patrick ist der einzige Überlebende und wird von der Presse gefeiert, obwohl er selbst sich so gar nicht als Held sieht. Der Präsident kündigt sofort drastische Maßnahmen an.
Claire steckt mitten in ihren Collegeplänen, als Regierungsbeamte die Haustür eintreten und ihre Eltern erschießen. Sie flieht - doch wohin?


Samstag, 7. September 2019

[Rezension] Forever - Das ewige Mädchen


Autorin: Rebecca Hamilton
Übersetzer: Ralph Sander
amerik. Originaltitel: The Forever Girl (2012)
Verlag: Darkiss
Seiten: 415
Erscheinungsdatum: November 2013
ISBN: 978-3-86278-839-2
Taschenbuch mit Klappenumschlag; 12,99€


Reihe:
  • Forever - Das ewige Mädchen
  • amerik.: Come the Dark


Inhalt:

Die zweiundzwanzigjährige Sophia ist es leid, dass sie in der Gerüchteküche der Kleinstadt, in der sie lebt, das Thema Nummer Eins ist und alle sie für eine Hexe halten. Doch vor allem nerven sie die unverständlichen Stimmen in ihrem Kopf, die sie seit ihrem achtzehnten Geburtstag hört. Bei ihren Nachforschungen findet sie heraus, dass ihre Vorfahrin als Hexe verbrannt worden ist - hat sie es mit einem Fluch zu tun? Als Sophia eines Abends mit ihrer Freundin Ivory ausgeht, wird sie in eine Welt übernatürlicher Wesen hineingezogen ...

Donnerstag, 5. September 2019

[Top Ten Thursday] Übersetzungen mit englischem Titel


Hallo ihr Lieben,

diese Woche bin ich auch wieder bei Aleshanees Aktion dabei - zu ihrem Post kommt ihr hier. Das Bild stammt auch von ihr. Das Thema für heute lautet 10 deiner liebsten Bücher, die auch in der deutschen Übersetzung einen englischen Buchtitel haben, und ich muss zugeben, dass mir die Entscheidung nicht einfach gefallen ist. Eigennamen habe ich ignoriert, sonst wäre es mir noch schwerer gefallen. ^^ Und mit "Almost a Fairy Tale" (Mara Lang) ist mir auch ein deutsches Original mit englischem Titel eingefallen, aber es soll ja um Übersetzungen gehen.
Hier ist meine Auswahl:


 1.) Flames 'n' Roses (Kiersten White)

Ich habe zu dieser Trilogie leider bisher noch keine Rezension geschrieben (vielleicht re-reade ich die demnächst mal, ich habe momentan eh dauernd Lust, alte Reihen zu re-readen, deswegen lese ich gerade auch Percy Jackson noch mal), aber sie gehört definitiv zu meinen Lieblingsreihen und ist mir als erstes eingefallen.

Kurz gesagt: Es geht um Evie, die bei der Internationalen Behörde zur Kontrolle Paranormaler arbeitet und dafür regelmäßig alles verhaftet, was euch so an paranormalen Wesen einfällt (Vampire, Werwölfe, mit Feen hat sie auch zu tun, Gremlins tauchen auf ...), weil sie als Einzige durch deren Cover, also falsches Gesicht, sehen kann. Insgeheim träumt sie jedoch davon, ein ganz normaler Teenager zu sein. Dann taucht ein Junge auf, den keine*r einordnen kann, den Evie aber ziemlich süß findet, nebenbei versucht sie, sich ihren Exfreund von Fee vom Leib zu halten, und dann überschlagen sich die Ereignisse.
Evie liebt pink, und auch sonst ist dieses Buch sehr ... sagen wir, man muss diesen Stil mögen. Aber der Humor ist so unglaublich genial, weil Evie triefend sarkastisch ist - so ein bisschen erinnert er mich an den von Kerstin Gier. Ich habe das Buch das erste Mal mit 10 oder 11 gelesen und ich glaube, ich müsste noch heute dauernd lachen (ich probiers irgendwann mal wieder aus), was das Ganze zu einem Wohfühlbuch macht - auch wenn die Handlung nicht so harmlos ist, wie das ganze Pink vermuten lässt. Und die Idee ist auch irgendwie cool.


Quelle
2.) Red Rising (Pierce Brown)


Ich lese normalerweise eigentlich kaum Science Fiction, aber ich fand diese Trilogie einfach unheimlich gut. Es geht um Darrow, der als Arbeiter auf dem Mars lebt, und glaubt, diesen für die Menschheit vorzubereiten, ohne zu wissen, dass sein Leben eine Lüge ist. Es geht um Unterdrückung und Rebellion, um Macht und Politik, um Freiheit und Zugehörigkeit und viel mehr.
Und ja, es ist manchmal ein bisschen vulgär und brutal, aber ich mochte die Charaktere, die so unheimlich vielschichtig und authentisch sind, und die Handlung, die ich gar nicht spoilern will, aber gerade wie sich das in den Fortsetzungen auch entwickelt ... Die hohe Spannung fesselte mich damals an die Seiten, auch dank der ganzen sehr durchdachten Intrigen und Machtspielchen, bei denen man nie weiß, wem man eigentlich trauen kann.


3.) Angelfall (Susan Ee)

Ich habe die Trilogie letztens erst endlich beendet, aber die Rezensionen sind noch nicht online, deswegen verlinke ich euch hier mal meine alte Rezension zu dem deutschen Auftakt. (Auf dem Bild ist die englische Ausgabe, auf Deutsch wurde das "Angelfall" übernommen.)

Ich mochte diese Trilogie echt gerne. Sie spielt in einer Zukunft, in der Engel auf die Erde gekommen sind und sie zerstört haben. Inmitten dieses postapokalyptischen Settings, das für eine sehr düstere Atmosphäre sorgt, kümmert sich Penryn um ihre siebenjährige Schwester. Und als diese von Engeln entführt wird, ist Penryn zu allem bereit - sogar dazu, sich mit einem Engel zu verbünden.
Das Buch beinhaltet einige Horrorelemente und ist schon recht düster, trotzdem gelingt es der Autorin, auch Sarkasmus einfließen zu lassen - gerade die Schlagabtausche sind teilweise echt unterhaltsam. Penryn ist ziemlich Kick Ass, aber auch sonst eine starke Protagonistin, die eigentlich auch gar keine Heldin sein wollte. Plus Spannung und Plottwists, und das Ganze traf ganz meinen Geschmack.


Quelle
4.) Legend (Marie Lu)


Okay, diese dystopische Trilogie ist ein wenig bekannter - es geht um Day, den gesuchtesten Verbrecher der Republik, und June, das Wunderkind der Republik. June denkt, dass Day ihren Bruder umgebracht hat und macht sich auf, um ihn zu suchen.
Die Charaktere sind einfach unheimlich liebenswert, die Story mit einigen fiesen Plottwists durchsetzt und der Schreibstil extrem fesselnd. Ich habe die Trilogie jedenfalls sehr gerne gelesen.


5.) Cold Fury (T.M. Goeglein)

Hier kommt ihr zu meiner Rezension. (Die Version auf dem Bild ist auch hier die amerikanische, in der deutschen Übersetzung heißt das Buch aber genauso.)

Auch dies ist eine Trilogie, die ich sehr gerne mochte. Im Zentrum dieses fesselnden Mystery-Thrillers steht die Protagonistin Sara Jane, deren Familie plötzlich verschwindet. Sie bleibt zurück mit einem Aktenkoffer voller Geld, einem Notizbuch und einer Knarre, und beginnt zu ahnen, dass ihre italienischstämmige Familie nicht so unschuldig ist, wie sie glaubte. Entschlossen, ihre Familie zurückzubekommen, begibt sie sich auf die Verfolgungsjagd.
Die Charaktere sind auch hier vielschichtig, die Protagonistin stark und eigenständig und das Ganze hat so einen Nachhall von Prohibition und Gesetzeslosigkeit, aber auch einiges an Action.


Quelle
6.) Daughter of Smoke and Bone (Laini Taylor)


Okay, ich gebe es zu, ich habe gerade ewig zwischen "Daughter of Smoke and Bone" und "Strange the Dreamer" hin und her geschwankt, aber jetzt habe ich doch beide drin. :D Beides sind Reihen von Laini Taylor, deren leicht poetischen Schreibstil ich sehr gerne mag. Ihre Charaktere sind immer unheimlich vielschichtig, die Ideen ungewöhnlich und herausragend und sie schafft es, einen Konflikt zwischen zwei Seiten zu schaffen, die man beide verstehen kann. Von daher Leseempfehlung für beide.
In "Daughter of Smoke and Bone" geht es jedenfalls um Karou, die Kunst in Prag studiert und in ihrer Freizeit für ihre Chimärenadoptivfamilie Zähne über Portale auf der ganzen Welt sammelt. Nur glaubt ihr das nur leider niemand. Ebenso wenig wie, dass ihre Perlen Wünsche erfüllen.
Karou ist einfach so ein starker, sympathischer und außergewöhnlicher Charakter, die Idee so unglaublich cool und ich liebe diese Trilogie einfach. ^^


7.) Strange the Dreamer (Laini Taylor) 

Hier kommt ihr zu meiner Rezension. Die deutsche Übersetzung wird denselben Titel haben.

Es geht in dem High Fantasy-Buch um Lazlo, der, wie der Titel erahnen lässt, ein Träumer ist und in einer Bibliothek arbeitet. Er ist fast schon besessen von der Legende der Stadt Weep, die für Reichtum, Wissen und Magie steht, und träumt davon, eines Tages dorthin zu reisen. Unverhofft wird dieser Traum erreichbar.
Hach, es ist einfach eine so außergewöhnliche Idee, so unglaublich tiefgründige Charaktere, ein cooler Stil ... ich habe diese magische Geschichte einfach unheimlich gerne gelesen und der Folgeband war genauso gut - inklusive unerwarteter Plottwists.


8.) The Hate U Give (Angie Thomas)


Ich glaube, viele kennen dieses doch sehr gehypte Buch um Starr, die Schwarz ist und miterlebt, wie ihr Freund bei einer Polizeikontrolle grundlos erschossen wird. Es ist meiner Meinung nach ein unheimlich wichtiges Buch zu Rassismus und Polizeigewalt, vor allem in den USA, aber eben auch darüber hinaus, und dadurch, dass es Own Voice ist, ist es eben auch extrem authentisch. Es gibt so ein bisschen den vielen Opfern eine Stimme, die grundlos ermordet wurden, während dieses Verbrechen oft nie anerkannt wurde. Mit anderen Worte: Ein fiktiver Fall, der für unzählige reale steht.


Quelle
9.) Amy on the Summerroad (Morgan Matson)

Okay, ich verlinke euch meine Rezension. Es ist meine erste gewesen. Viel Spaß. ^^

Ich habe das Buch vor fast sechs Jahren gelesen, aber damals mochte ich es echt gerne. Es geht um Amy, deren Vater kürzlich gestorben ist und die jetzt gemeinsam mit Roger einen Roadtrip quer durch die USA macht, obwohl sie ihn nicht mal kannte.
Das Ganze ist echt irgendwie süß, in dem Buch gibt es zwischendurch Abbildungen von den Kassenzetteln und Playlists - die Gestaltung ist also auch echt cool - und auch sonst gibt es tolle Charaktere.


Quelle
10.) Finding Sky (Joss Stirling)

Hier kommt ihr zu meiner, äh, Buchvorstellung mit persönlichem Hintergrund und so.

Ich habe erst überlegt, ob ich "This is not a love story" von Holly Bourne nehme, mich dann aber doch für dieses entschieden, weil es eins meiner absoluten Lieblingsbücher als junger Teenager war. Dabei ist es als fast schon kitschige Romantasy jetzt nicht unbedingt ein Buch, das ich heute noch lesen würde, und die Handlung ist auch schon fast ein einziges Klischee - unscheinbare Protagonistin zieht in Kleinstadt, trifft Bad Boy, entdeckt ungeahnte Fähigkeiten, bla. Aber ich mochte damals die introvertierte, nerdige Protagonistin sehr gerne und habe vor allem auch den Sarkasmus geliebt.


So, das waren meine Bücher, heute ist das Ganze doch ein wenig fantasylastig. Kennt ihr Bücher davon, habt ihr sie gelesen, wollt ihr sie lesen und wie ist eure Meinung? Ich freue mich auf den Austausch!

Liebe Grüße
Dana

Dienstag, 3. September 2019

[Kurzvorstellung] The Sign of Four

There was, to my mind, something eerie and ghostlike in the endless procession of faces which flitted across these narrow bars of light - sad faces and glad, haggard and merry. Like all humankind, they flitted from the gloom into the light and so back into the gloom once more. (Seite 22)


Autor: Arthur Conan Doyle
dt.: Das Zeichen der Vier
Verlag: Penguin Books
Seiten: ca. 150
Erscheinungsdatum: 1890
ISBN: 978-0-241-95296-2
Taschenbuch


Sherlock Holmes-Reihe:
  • A Study in Scarlet  [Kurz-Rezension]
  • The Sign of Four
  • The Adventures of Sherlock Holmes
  • The Memoirs of Sherlock Holmes
  • The Hound of Baskerville
  • The Return of Sherlock Holmes
  • The Valley of Fear
  • His Last Bow
  • The Case-Book of Sherlock Holmes



Diese Buchvorstellung spoilert im Übrigen nicht den ersten Band, da es sich jeweils um zwei völlig unabhängige, abgeschlossene Fälle handelt. ^^

In diesem Buch tritt die junge Frau Mary Morstan an Sherlock Holmes heran, der sich gerade aus Langeweile wahlweise Kokain- oder Opiumspritzen in den Arm jagt. Nach dem  Verschwinden ihres Vaters und dem Tod dessen besten Freundes einige Jahre später erhält sie mysteriöse Post. Und schon macht sich Sherlock daran, dieses Geheimnis mit seiner ganz eigenen Genialität zu lösen.

Watson ist hier schon mal aktiver als noch im letzten Band, immerhin darf er Sherlock jetzt auch mal begleiten und trägt etwas zur Handlung bei. Generell - auch wenn das etwas altertümliche Englisch nicht immer einfach ist (nicht zu vergleichen allerdings mit den Goethe-Zitaten auf Deutsch, bei denen ich mir immer noch nicht ganz sicher bin, ob Google-Übersetzer nicht doch eine nicht irrelevante Rolle gespielt hat ^^), steht der Unterhaltungswert deutlich im Fokus. Und obwohl ich sonst keine Krimis lese, ist es ganz unterhaltsam zu verfolgen, wie Sherlock auf seine überhebliche, amüsante Art die Verbrechen löst, die unlösbar erscheinen - vorhersehbar war es für mich jedenfalls nicht. Dabei ist das Buch aufgrund seiner Kürze auch recht kurzweilig.
Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, wie eigentlich auch schon beim ersten Teil, ist, dass man das Handeln des Antagonisten nachvollziehen kann, ja, fast schon mit ihm fühlt. Arthur Conan Doyle gelingt es, eine Hintergrundstory zu schaffen, die das Handeln definitiv erklärt.

Was ich aber als ziemlich unerträglich empfand, war der stets präsente Rassismus in diesem Buch, das einen Bezug zum kolonialistischen Indien hat, wo der Vater von Mary Morstan gedient hat. Nicht-Europäer*innen werden abertend als "Wilde" betitelt, Angehörige einer indigenen Gemeinschaft wie eine Vogelrasse im Lexikon nachgeschlagen. Das alles begleitet von höchst abwertenden Zuschreibungen wie barbarisch, minderbemittelt, animalisch, unkontrolliert, kanibalisch. Selbstredend spiegelt sich darin der Geist der Zeit wieder, der der Autor entstammt, aber damit ist das Buch nicht weniger von rassistischen und kolonialistischen Ansichten geprägt, was es nicht einfach macht, manche Stellen zu lesen.
Irgendwann fing ich an, darüber nachzudenken, ob ich die Reihe deswegen noch weiterlesen will oder nicht. Nicht, dass ich den Autor noch damit unterstützen würde und das hat man halt irgendwie davon, wenn man ein Buch von 1890 eines weißen Engländers liest, aber ... Mich würde interessieren, was eure Meinung dazu wäre.

Sexistisch ist Sherlock übrigens auch noch - generell werden Frauen als zutiefst empfindliche Wesen dargestellt, denen man bloß die blutigen Details ersparen soll, sonst könnte das auf das zarte Gemüt schlagen. Und trauen sollte man Frauen auch bloß nicht! -,-

Fazit: Unterhaltsames Leseereignis mit einem nachvollziehbaren Motiv, das lediglich durch historisch bedingte kolonial-rassistische und sexistische Ansichten getrübt wird.