Montag, 11. November 2019

[Rezension] Kingdom of Ashes


Autorin: Rhiannon Thomas
dt.: Ewig - Wenn Liebe erwacht (2017)
Verlag: Harper Teen
Seiten: ca. 360
Erscheinungsdatum: 2016
ISBN: 978-0-06-230356-1
Gebunden mit Schutzumschlag


Dilogie:
  • A Wicked Thing  [Rezension]
  • Kingdom of Ashes


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !


Inhalt:

Prinzessin Aurora ist geflohen - vor einem Leben ohne eigene Stimme, vor ihrer Hochzeit und vor allem vor dem grausamen König John, unter dem ihr Volk noch immer leidet. Und so begibt sie sich auf die Suche nach Antworten, danach, wer sie ist, und vor allem nach Antworten auf ihre Magie, die sich ihrer Kontrolle entreißt und vor allem zerstörerisch ist. Doch wo kann sie hin? Und wie kann sie ihrem Volk helfen?

Äußere Erscheinung:

Ich finde das Cover beziehungsweise vor allem das Mädchen genauso wenig anziehend wie beim ersten Band. Der Titel ist aber ganz passend, denn genau das lässt Aurora zurück.

Meine Erwartung:

Ich fand den ersten Band ganz gut und das Ende hat große Erwartungen gesetzt.

Meine Meinung:

Ich mag die Charakterentwicklung von Aurora, weil sie irgendwie so authentisch ist. Ich mag es, wie sie Handlungsmacht übernimmt, wie sie versucht, mehr Kontrolle an sich zu ziehen, stärker zu werden, eigenständiger, aber wie ihr das auch nicht immer gelingt, weil ihr die Erfahrung, die Fähigkeiten oder schlichtweg die Handlungsposition fehlt.
Ich mag es, wie sie versucht, eigene Entscheidungen zu treffen und selbstbewusst aufzutreten, aber trotzdem unsicher ist, weil sie vieles nicht weiß oder kennt. Und wie viel sie sich trotzdem weiterentwickelt, ohne ihre Prinzipien aus den Augen zu verlieren.

Dadurch ist sie auch nicht perfekt und hat Ecken und Kanten. Sie trifft manchmal falsche oder zumindest fragwürdige Entscheidungen oder handelt unbesonnen, aber ich konnte ihre Entscheidungen jederzeit nachvollziehen. Und obwohl man merkt, dass sie sich in gewisser Weise ihrer Verantwortung als Prinzessin bewusst ist, handelt sie doch immer noch wie ein achtzehnjähriges Mädchen ohne viel Erfahrung, das gleichzeitig zunehmend eigenständiger wird.

Grundsätzlich mag ich auch die anderen Charaktere gerne, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, die eindeutig vorhandene Tiefe würde ein wenig mehr ausgebaut, denn sie haben sehr viel Potenzial, das nicht vollständig ausgeschöpft wird - leider. Auch hier haben viele Gründe für ihr Handeln, nur König John bleibt in seinen Motiven eher blass.
Es gibt glücklicherweise kein Liebesdreieck, weil Aurora zu ihren Entscheidungen steht und keinen verflossenen Lieben hinterhertrauert - erstaunend erfrischend, da fällt einem vielleicht auf, wie üblich das doch bei Protagonistinnen ist. Aber auch in Bezug auf Beziehungen trifft Aurora durchaus bewusste und nachvollziehbare Entscheidungen, was ich sehr mochte.

Der Fokus liegt auch eher auf Handlung und Charakteren als auf dem World Building, auch wenn es einige interessante Ansätze, auch in  Bezug auf Elektrizität gibt, die jedoch oft leider nur kurz angeschnitten werden. Somit gibt es hier ebenfalls nicht ganz genutztes Potenzial, umgekehrt lag hierauf wie gesagt auch gar nicht der Fokus und die relevanten Hintergründe werden ausreichend dargelegt.

Die Handlung wird ein wenig düster und magischer als der Vorgänger, auch wenn sie stark von der Suche nach Antworten geprägt ist und sich daher vom Spannungsbogen nicht wesentlich von dem Vorgänger unterscheidet - gelegentliche Action, aber erst gegen Ende nimmt die Handlung so wirklich an Geschwindigkeit auf. Den vermutlich größten Plottwist habe ich erahnt, allerdings habe ich das weniger als vorhersehbar empfunden, als vielmehr dieses Gefühl gehabt, richtig kombiniert zu haben, ^^
Dadurch ist das Ganze jetzt nicht immer atemberaubend spannend, trotzdem war ich letztendlich mit dem Ende selbst absolut zufrieden, auch weil nicht jeder Strang zu einem abgeschlossenen Ende mit perfekter Schleife geführt wird und ein paar Fragen offen bleiben, wodurch das Ganze realistischer wird (also, für eine High Fantasy-Welt mit Drachen und Dornröschen halt).

Fazit: Ein gelungener Abschluss mit einem zufriedenstellenden Ende. Der Spannungsbogen ähnelt dem des Vorgängers und das Potenzial der an sich tiefgründigen Charaktere, die ich mochte, und des World Buildings, das jedoch auch nicht im Fokus stand, wurde nicht ganz ausgeschöpft. Die Protagonistin entwickelt sich authentisch weiter, wird eigenständiger, hat aber auch Schwächen und handelt absolut nachvollziehbar.

2 Kommentare

  1. Hallo Dana :)

    Von dieser Reihe hatte ich tatsächlich Band 1 im Regal stehen - bis das Buch einer Aufräumaktion zum Opfer gefallen ist und ungelesen in der örtlichen Bücherei gelandet ist ... Dein Fazit klingt allerdings gar nicht so schlecht - vielleicht hätte ich das Buch also nicht so vorschnell abgeben dürfen? :D

    Liebe Grüße
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Instagram)

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    Antworten
    1. Hallo liebe Lisa!

      Hmmm, kommt darauf an, wie schwer du dich damit tust, wenn der Spannungsbogen zwischendurch etwas niedriger ist. :D Ich mochte die Idee und die Entwicklung der Protagonistin zumindest sehr gerne. ;)

      Liebe Grüße! ♥

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