Montag, 2. Dezember 2019

[Buchvorstellung & Eigenwerbung] Großstadtgefühle - Nächster Halt: Friedrichstraße


Herausgeberinnen: S.M. Gruber, Liv Modes, Jen Pauli & Katharina Stein
Verlag: selfpublished / Books on Demand
Seiten: ca. 140
Erscheinungsdatum: 23.11.2019
ISBN: 978-3-7494-6591-0
Taschenbuch; 9,90€
(E-Book)


Heute möchte ich euch eine Anthologie vorstellen, die mir deshalb am Herzen liegt, weil von mir selbst eine Kurzgeschichte - "Dreieinhalb Millionen" - darin erschienen ist. (Was ich immer noch nicht so ganz glauben kann und worüber ich mich immer noch extrem freue. ^^)

Ich lese sonst eigentlich kaum Anthologien, aber bei dieser habe ich mich mal wieder gefragt, warum eigentlich. Denn klar, das Format Kurzgeschichte ist so ganz anders als ein Roman, aber ich mag gerade die Möglichkeiten, die Kurzgeschichten bieten, das Künstlerische, die Art und Weise, wie hier viel mehr Raum für Spielereien und Sprache ist, sehr gerne. (Also wenn ihr gute Anthologien empfehlen könnt, gerne her damit.)

In dieser Anthologie gibt es jetzt 18 Kurzgeschichten von verschiedenen Autor*innen, die in Berlin spielen, einen Bezug zu der Friedrichstraße haben und sich um Emotionen drehen, herausgebracht von dem Berliner Autor*innen-Netzwerk #BerlinAuthors
Dabei finden sich Gefühle wieder, die man in der Großstadt erwartet, Einsamkeit zum Beispiel, aber auch Hoffnung, Wut, Trauer und ganz viel mehr. Die verschiedenen Kurzgeschichten zeigen unterschiedliche Facetten der Hauptstadt und doch haben sie auch ein gewisses Berlin-Flair gemeinsam.

Vielleicht würde es uns zerstören, uns jeden Tag für die Leben Millionen Anderer zu öffnen, für ihre Sorgen, Ängste, Träume und Wünsche. Vielleicht uns bereichern. Wer weiß das schon? ("Dreieinhalb Millionen", S. 51)

Natürlich bin ich da jetzt etwas eingenommen, zumal ich einige Autor*innen selbst kenne, aber insgesamt kann ich sagen, dass ich auch alle anderen Kurzgeschichten sehr gerne gelesen habe. Es geht um gefundene Briefe aus einem Erbnachlass, gelbe Kleider, darum, was geschieht, wenn unterschiedlichste Menschen in einem Fahrstuhl stecken bleiben. Um den Kampf gegen Depression, ein unerwartetes Wiedersehen und Stalking. Darum, einen Menschen zu verlieren, spazieren zu gehen, aus der Routine auszubrechen und um die machmal immer noch spürbare Trennung zwischen Ost- und West-Berlin. Darum, wie die Zeit stehenbleiben kann, über Märchen in der Gegenwart und darum, sich fremd in einer Stadt zu fühlen. Um Sushi, Einsamkeit und Erwachsenwerden. Um Trennung und Versprechen.

Alle Autor*innen haben dabei unterschiedliche Stile, spielen gelungen mit Sprache und Erwartungen und zeigen auf unterschiedlichste Weise die Gefühle in der Hauptstadt, mit unterschiedlich langen Geschichten und unterschiedlichen Themen, alles allerdings belletristisch und ohne Fantasy.
Dabei eignen sie sich aufgrund ihrer Kürze auch sehr gut dafür, zwischendurch mal eine zu lesen, und ich mochte alle sehr gerne. :) Das Ganze ist übrigens eine Charity-Anthologie, d.h. die Einnahmen gehen an den Verein Mehrwertvoll.

2 Kommentare

  1. Huhu Dana,

    ich bin ja schon sehr gespannt auf die Kurzgeschichten (und natürlich auf deine ;)). Mal sehen, ob ich die sogar im Dezember noch lese, so für Zwischendurch ja eigentlich wirklich praktisch. :D

    Liebe Grüße
    Alica

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    1. Hallo liebe Alica,

      ich bin auch schon sehr gespannt, ob sie dir gefallen, und wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen! ♥ Und ja, man kann sie echt super mal in zehn-fünfzehn Minuten zwischendurch mal lesen. ^^

      Liebe Grüße ♥

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