Donnerstag, 22. Oktober 2020

Rückblick August 2020

Huhu,
 
ich weiß, ich hinke ein bisschen hinterher, aber hier ist jetzt endlich auch mal mein Monatsrückblick August. ^^ (Dank Corona bin ich noch verwirrter, wie lange die Monate schon her sind und welchen Monat wir überhaupt gerade haben. :D)
 

Gelebt:

Auch der August stand ganz im Zeichen meiner Bachelorarbeit - oder eher der Prokrastination derselben. Gegen Ende habe ich mir mal zwei Wochen Pause gegönnt, in denen ich kaum daran gearbeitet habe, und ich muss sagen, das hat extrem geholfen, um ein bisschen Abstand zu gewinnen und danach mit neuem Schwung durchzustarten. Und sich einfach auch mal mit etwas anderem zu beschäftigen.
 
Außerdem wurde ich für meinen Master Politikwissenschaft zugelassen, in den ich jetzt starte. Ich war mir vorher nicht sicher, ob das klappen würde, umso mehr habe ich mich gefreut. ^^


Gebloggt:

Im August war ich eigentlich noch ganz gut dabei, unter anderem sind meine Gedanken zu dem Thema online gegangen, wie politisch wir eigentlich lesen - vielen Dank nochmal für eure Antworten, ich fand es toll, mich mit euch zu diesem Thema auszutauschen!
 

Gelesen:

Ich bin deutlich weniger zum Lesen gekommen als noch im Juni oder Juli, habe aber immerhin fünf Bücher geschafft, davon vier auf Englisch. Das auf Deutsch war tatsächlich auch meine einzige Enttäuschung. xD Und auch die Genres waren diesmal sehr durchmischt:
 

We Are Okay ~ Nina LaCour [Kurzvorstellung]
 
Das Buch hat mich insofern überrascht, als dass ich nicht erwartet hatte, dass es mich emotional so mitnehmen würde. Auch wenn die Geschichte eher ruhig erzählt wird, werden Themen wie Freundschaft, Verlust und Einsamkeit so eindrücklich erzählt, dass es mich mitten ins Herz traf.
 
Soul of the Sword ~ Julie Kagawa [Rezension]
 
Nachdem mich der erste Band "Sword of the Fox" schon überzeugen konnte, stand der Nachfolger diesem in nichts nach. Ich hab mich sehr gefreut über die unerwartete gay love story zweier Nebencharaktere, die ich sehr geshippt habe, mochte aber vor allem auch die humorvollen Dialoge und die liebenswerten Charaktere sehr gerne.


Swing Time ~ Zadie Smith [Rezension]

Dieses Buch zeichnet den Lebensweg einer jungen Schwarzen Frau nach, die in einem Arbeiterviertel in London aufgewachsen ist und dort ihre Leidenschaft fürs Tanzen gemeinsam mit einer Freundin entdeckt, die im Gegensatz zu ihr Talent hat. 
Das Buch behandelt unter anderem Sexismus, Klassismus und Rassismus. Themen wie white savourism, cultural appropriation und postkoloniale Machtstrukturen werden eindrücklich in die Erzählung eingewoben, sodass ich das Buch nur empfehlen kann.

Questions for Ada ~ Ijeoma Umebinyuo [Kurzvorstellung]

Der erste Gedichtband, den ich gelesen habe - was ich kein bisschen bereut habe. Die Gedichte der nigerianischen Autorin sind unglaublich wunderschön und gleichzeitig herzzerreißend geschrieben und setzen sich mit Rassismus, Kolonialismus, Feminismus, sexualisierter Gewalt und Mental Health auseinander.


Agnes ~ Peter Stamm [Kurzvorstellung]

Dieses Buch um einen Schriftsteller, der etwas mit einer deutlich jüngeren Frau anfängt, konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, auch weil ich weder zu den Charakteren noch zu der Handlung irgendeine Bindung aufbauen konnte. Und auch der Schreibstil war nicht mein Fall.


Gesehen:

Im August habe ich Portrait de la jeune fille en feu, immer noch einer meiner Lieblingsfilme, und Flesh and Bone re-watcht. Bei letzterem habe ich ein bisschen vergessen, wie abgefuckt und kaputt diese Serie ist, und wie gefühlt jede Folge immer krasser wird. :D

Dann habe ich mit einer Freundin Blau ist eine warme Farbe gesehen und ähm ja, mir war vorher nicht so ganz klar, dass der Film drei Stunden lang ist. Sagen wir mal so, ich musste zwischendurch neues Popcorn machen. Ich hatte ja den Eindruck, dass der Film problemlos auch eine Stunde kürzer hätte sein können, bei einigen Szenen habe ich den Sinn nicht so ganz verstanden. Nicht unbeteiligt an der Länge dürften auch die sehr langen Sexszenen sein, die außerdem Vorerfahrungen in Gymnastik vermuten lassen.
Insgesamt kann ich auch die Kritik an dem Film verstehen, er würde eine sapphische Beziehung bzw. lesbische Frauen im Allgemeinen fetischisieren. Warum zum Beispiel in so vielen Einstellungen der Blick auf den Hintern gezogen wird, ist mir schleierhaft, wenn nicht aus sexualisierenden Gründen.
Und schließlich fand ich die Beziehung dezent toxisch und mir fehlte da komplett die romantische Ebene.

Außerdem habe ich den Horrorfilm The Forest gesehen, den ich allerdings vor allem als langweilig, nicht wirklich gruselig und auch irgendwie nicht so ganz logisch empfunden habe. Zu den Charakteren konnte ich auch null Beziehung aufbauen, dabei war die Idee eigentlich ganz cool.

Ein weiterer Film, den ich gesehen habe, war My Days of Mercy, und diesen Film mochte ich eigentlich sehr gerne. Er handelt von zwei Frauen, die sich ineinander verlieben, nur dass die eine für Todesstrafe und die andere gegen Todesstrafe demonstriert. Ich mochte es, wie beide Positionen nachvollziehbar werden und wie die moralischen Fragen behandelt werden.

Und schließlich habe ich auch Kill Your Darlings gesehen, ein Film mit einnehmender Atmosphäre und genial gezeichneten Beziehungen zwischen den Charakteren. (Und einer süßen Katze.)


Welche Bücher und Filme kennt ihr? Habt ihr Horrorfilmempfehlungen? Und könnt ihr mir Gedichtbände empfehlen?


Habt noch eine wundervolle Restwoche! ♥
Eure Dana

6 Kommentare

  1. Hallo liebe Dana,

    erst einmal: Ich gratuliere dir ganz herzlich zur Zulassung zum Master :o)

    Du hast in diesem Monat sehr interessante Bücher gelesen. Keines kannte ich bis jetzt. Besonders neugierig bin ich anhand deiner Beschreibung auf Questions for Ada und We Are Okay geworden.

    Flesh & Bone wurde mir auch schon empfohlen. Die Serie steht auf meiner Wunschliste. Ich hoffe sehr, dass ich sie im nächsten Jahr ansehen kann.

    Du hast nach Horrorfilmtipps und Gedichtbänden gefragt. Mit beiden kenne ich mich nicht so gut aus. Kennst du denn die Serie American Horrorstory schon? Der Horror ist dort eher dezent vorhanden. Die Staffeln greifen aber auch gerne gesellschaftskritische Themen auf. Kann ich dir sehr empfehlen.

    Ansonsten habe ich gerade ganz frisch "Diese eine Lüge" von Dante Medema gelesen. (Rezension geht am Freitag online). Es ist eine Geschichte,in der die Leidenschaft zu Gedichten eine Rolle spielt. Die Autorin verwendet für ihre Geschichte einen künstlerischen Kniff: Die Geschichte wird optisch ähnlich wie ein Gedicht dargestellt. Vielleicht könnte das was für dich sein?

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hallo liebe Tanja,

      dankeschön!

      Ich kann dir die beiden Bücher auf jeden Fall empfehlen - "We are okay" wurde auch auf Deutsch übersetzt ("Alles okay"), aber "Questions for Ada" ist auch sehr lesenswert.

      Wenn du es "Flesh & Bone" gesehen hast, sag mir gerne Bescheid, wie du es fandest! :)

      Von "American Horrorstory" habe ich mal die erste Staffel gesehen und fand die auch ganz gut, ich weiß gerade gar nicht, wieso ich nie weitergeguckt habe. :D

      Oh, das klingt interessant, vielleicht schau ich mir das mal an. :)

      Liebe Grüße! :)

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  2. Hallo liebe Dana,

    haha, du bist nicht die Einzige :). Ich bin noch gar nicht im Oktober angekommen. Meinetwegen könnten wir noch August haben!
    Ich beglückwünsche dich zur Zulassung zum Master! Das ist ein ganz schön großer Schritt :).
    Ich glaube, ich habe deine Rezension zu Soul of Sword gelesen. Das Cover mag ich ja sehr.
    Also ich würde mich sehr über Horrorfilmempfehlungen von deiner Seite freuen ;). In dem Genre bin ich noch nicht Zuhause. Mit einer Freundin habe ich den Film zu „Es“ gesehen, aber gruseln konnte ich mich ehrlich gesagt nicht sonderlich :D. Bei den Gedichtbänden würde ich dir den Autor Atticus ans Herz legen.

    Liebe Grüße
    Emily

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    1. Hallo liebe Emily,

      gefühlt bin ich auch noch irgendwo im Mai hängengeblieben. xD
      Dankeschön! ♥
      Irgendwie gucke ich gar nicht so viele Horrorfilme wie ich denke, aber wenn ich mal wieder einen guten finde, melde ich mich auf jeden Fall. ^^ Und danke für den Tipp!

      Liebe Grüße ♥

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  3. Hallo Dana

    Hachja, mit der Prokrastination kenne ich mich zu gut aus, das Schreiben meiner Bachelor- und Masterarbeit war da sehr schlimm für mich. :D

    Über die Reihe von Kagawa hatten wir uns ja vor einiger Zeit schon mal unterhalten. Schön, dass dich auch der zweite Band begeistern konnte. Ich bin ja nach dem ersten Band ausgestiegen. :D

    Die restlichen Bücher kenne ich leider gar nicht. Um "Blau ist eine warme Farbe" bin ich letztens auch herumgeschlichen, aber gerade, dass der Film so lange dauert, hat mich abgeschreckt. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist bei Filmen meistens auf 90 Minuten beschränkt ;D

    Horrorfilmempfehlungen habe ich leider nicht, weil das nicht so mein Genre ist. :D

    Liebe Grüsse ♥
    Mel

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    1. Hallo liebe Mel,

      ich hab auch jetzt schon Angst vor meiner Masterarbeit. xD

      Haha, ich glaube, meine Aufmerksamkeitsspanne bei Filmen endet schon nach sechzig, auf jeden Fall aber auch nach neunzig Minuten ... drei Stunden war schon sehr heftig. :D

      Ganz liebe Grüße! ♥

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