Dienstag, 10. November 2020

[Rezension] Night of the Dragon


Autorin: Julie Kagawa
dt.: Im Schatten des Drachen (2020)
Verlag: Inkyard Press
Seiten: ca. 360
Erscheinungsdatum: 2020
ISBN: 978-1-335-14678-6
Gebunden mit Schutzumschlag


Trilogie:


! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZU DEN VORGÄNGERN !
 
 
Inhalt:
 
Nachdem Tatsumis Seele mit Hakaimonos verschmolzen ist, stellt sich die Frage, wer er nun ist und inwieweit man ihm noch trauen kann. Doch viel dringender ist ihre Aufgabe, Genno zu stoppen, der nun alles hat, um den Drachen zu beschwören. Und die Nacht rückt näher ...
 
Äußere Erscheinung:

Der Titel passt und mittlerweile finde ich tatsächlich doch auch die Hardcover-Ausgaben sehr schön. :D

Meine Erwartung:

Nachdem ich die ersten beiden Bände schon toll fand und der letzte Teil wieder mit so einem miesen Cliffhanger geendet hat, wollte ich unbedingt weiterlesen. Da Vivka das Buch auch lesen wollte, haben wir das spontan zusammen getan.

Meine Meinung:

Das Buch hat mich emotional als Aschehäufchen zurückgelassen. Von der ersten Seiten hat es sich zum Auftrag gemacht, mein Herz durch einen Schredder zu jagen. Macht euch bereit für mitnehmende Szenen, mitreißende Emotionen und unerwartete Wendungen.

Während die beiden Vorgänger zwischenzeitlich noch eher ruhig waren, lässt dieser Teil nicht wirklich Zeit zum Atemholen. Ich weiß von der Autorin schon seit ihrer "The Immortal Rules"-Trilogie (dt. "Unsterblich"), dass sie unerwartete Wendungen und Plottwists draufhat, und das hat sie auch hier wieder bewiesen. Somit haben Vivka und ich das Buch auch innerhalb ziemlich kurzer Zeit durchgesuchtet. 
Zwischendurch mutet das Buch auch etwas düsterer an, woran Genno durchaus seinen Anteil hat. Unsympathischer Typ, wirklich. Aber es gibt auch schöne Stellen, wie gesagt, es war ein bisschen eine Achterbahn der Gefühle.

Was ich an der Trilogie auch sehr gerne mag, sind die Charaktere und die Beziehungen zwischen ihnen. Die Handlung wird auch hier wieder abwechselnd aus der Sicht von Yumeko und Tatsumi, manchmal auch von Suki erzählt, und gerade bei Tatsumi fand ich da Verschmelzen seiner Seele mit Hakaimonos sehr gut umgesetzt. Die Erinnerungen und Gefühle vermischen sich, und auch wenn Tatsumi die Überhand zu haben scheint, fand ich die Darstellung der Symbiose gelungen.
Ich mag es auch, wie Yumeko immer zu sich selbst steht, zu ihrem Mitgefühl, ihrer Neugier und ihrer Aufgeschlossenheit, die sie ja letztendlich auch ausmachen. Und wie sie sich trotzdem weiterentwickelt, ohne sich selbst zu verlieren.

Ich mochte auch die Liebesgeschichte zwischen Tatsumi und Yumeko sehr gerne, aber auch zwischen Daisuke und Okame, weil beide Paare so unheimlich süß zusammen sind. Bei letzterem mochte ich, dass nur der Standesunterschied ein Problem darstellt und niemals thematisiert wird, dass es keine heterosexuelle Beziehung ist - I like.
Aber auch Reika mit ihrer bodenständigen Art, die die anderen immer wieder auf den Teppich der Vernunft zurückholt und manchmal nur mit den Augen verdreht, mochte ich sehr gerne.

Das Ende fand ich dann letztendlich perfekt. Nicht perfekt im Sinne von alle reiten auf regenbogenkotzenden Einhörnern in den Sonnenuntergang, sondern perfekt im dramaturgischen Sinne. Mit anderen Worten: Es passte. Und schließt damit eine Trilogie ab, die unerwartet zu einer meiner Jahreshighlights wurde.

Fazit: Emotional mitnehmender, spannender und actionreicher Abschluss mit unerwarteten Wendungen, tollen, sympathischen Charakteren und süßen Liebesgeschichten!


2 Kommentare

  1. Hallo Dana :)

    Was für eine schöne Rezension, in der ich mich absolut wiederfinde ♡ Ich hatte auch nicht unbedingt damit gerechnet, dass sich ausgerechnet der letzte Band der Reihe als ein solches Highlight entpuppt. Auch mir hat das Ende richtig gut gefallen, auch wenn es natürlich kein klassisches Happy End gewesen ist und ich die eine oder andere Träne verdrücken musste. Ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher der Autorin!

    Liebe Grüße
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Instagram)

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    1. Hallo liebe Lisa,

      ich muss gestehen, ich mochte das Ende gerade weil nicht alles rosarot war - ich fand es so deutlich realistischer. Was hast du denn bisher schon von der Autorin gelesen? :)

      Liebe Grüße!

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