Dienstag, 15. Dezember 2020

Rückblick September 2020

Huhu ihr Lieben,

ich lebe noch, keine Sorge, aber irgendwie war ich die letzten Wochen sehr von meinem Studium eingespannt und hatte ansonsten sehr wenig Energie zum Bloggen. Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass mein Rückblick September noch aussteht, weswegen ich das jetzt schleunigst nachholen werde.

Gelebt:


Im September befand ich mich in der Endphase meiner Bachelorarbeit, die direkt von einer letzten Hausarbeit abgelöst wurde. Mit anderen Worten: Ich hab mich quasi durchgehend gestresst, um die beiden Arbeiten fertig zu kriegen und bin vermutlich allen in meinem Umfeld auf den Keks gegangen. Umso erleichterter war ich, als ich dann endlich abgegeben hatte und eine Woche Urlaub auf mich wartete, die dafür umso toller war.

Gebloggt:


Ja, ähm, dazu bin ich dank Bachelor- und Hausarbeitsstress überhaupt nicht gekommen, auch wenn ich es zwischendurch echt vermisst habe.

Geschrieben:


Haha ... Ich hab zwar viel akademischen Kram geschrieben, aber davon abgesehen bin ich erst Ende des Monats wieder dazu gekommen, mich wieder an das kreative Schreiben anzunähern und habe ein paar kleinere Kurzgeschichten verfasst.

Gelesen:


Ich habe im September drei Bücher aus unterschiedlichen Genres gelesen, die mir aber alle gefallen haben.

Loveless ~ Alice Oseman [Rezension]
 
Dieses Buch über eine Studentin im ersten Semester an der Uni, die herausfindet, dass sie aromantisch und asexuell ist, ist eins meiner Jahreshighlights, nicht zuletzt aufgrund der absolut tollen Repräsentation nicht nur des Ace-Spektrums, sondern auch aufgrund der tollen, tiefgründigen Charaktere und der sehr realitäsnahen Beschreibung der Alltagswelt Jugendlicher.

Die Sommer ~ Ronya Othmann [Rezension]

Dieser Roman vermittelt einen Einblick in die Kultur und Lebensrealität eines kurdischen Dorfes in Syrien, aus dem der Vater der Protagonistin stimmt und wohin sie jeden Sommer fährt. In ihren Erinnerungen reflektiert sie diese Sommer und gab mir dabei die Möglichkeit, viel über êzîdische Geschichte und Kultur zu lernen.

Die letzten Tage des Patriachats ~ Margarete Stokowski

Nachdem ich im Sommer "Untenrum frei" gelesen habe, folgte nun diese Sammlung verschiedener Kolumnen von der Autorin, die sich überwiegend mit feministischen Themen auseinandersetzen, aber auch Rassismus, LGBTQIA+, Sexualität und vieles mehr aufgreifen, nicht selten anhand politischem Zeitgeschehen der letzten Jahre. Ich mochte dabei den humorvollen Schreibstil der Autorin sehr gerne, der diese gleichzeitig sehr lehrreichen kurzen Texte sehr unterhaltsam macht - die viele wichtige Aussagen enthalten. Durch die Kürze lassen sich die Kolumnen auch gut nebenbei mal lesen.


Gesehen:


Zum Einen habe ich The Breakfast Club gesehen, bei dem mich konstant irritiert hat, dass die Schauspieler, die die angeblichen Teenager gespielt haben, wie 30 aussahen. Ich fand ein paar Stellen nicht ganz unproblematisch und gerade das Ende wenig überzeugend.
 
Dann habe ich es endlich geschafft, Breakfast at Tiffany's zu gucken, und fand den Film unerwartet gut. Obwohl der Film von 1961 ist, könnte er vermutlich problemlos auch heute spielen, und davon abgesehen, dass ich Audrey Hepburn toll finde, waren die Dialoge auch witzig und das Ganze überraschend tiefgründig. Also manchmal. 

Außerdem habe ich die zweite Staffel von The Boys (die Review zu ersten Staffel findet ihr hier) gesehen, die sich zunehmend zu einer meiner Lieblingsserien entwickelt. Keine Empfehlung für diejenigen, die kein Blut sehen können, weil es schon sehr splatterhaft ist, aber der vollkommen absurde und nicht selten schwarze Humor ist genial. 
Ebenso wie die Vielschichtigkeit der Charaktere, denn obwohl manche absolute Arschlöcher sind, schafft es die Serie, dass man in manchen Augenblicke gegen den eigenen Willen mit den meisten irgendwie sympathisiert, ohne aufzuhören, sie zu hassen. Und nichtzuletzt war ich positiv überrascht davon, wie politisch die Serie wird, indem sie sich nämlich mit Themen wie rassistischer Polizeigewalt, Rassismus, Sexismus, Homo-/Biphobie, Queerbaiting und Repräsentation auseinandersetzt. Neben Fragen von Macht und Korruption.
Insgesamt also eine sehr gute Serie, die meinen Geschmack getroffen hat - ich bin gespannt auf die dritte Staffel!


Ich wünsche euch noch eine entspannte Woche, trotz der verschärften Maßnahmen, und dass ihr alle gesund bleibt! ♥

Eure Dana