Donnerstag, 28. Januar 2021

Rückblick Oktober 2020

Ich weiß, ich bin spät - Blogpause sei Dank. (Und natürlich weil ich sowieso immer Rückblicke viel zu spät poste.) Aber hier ist er nun: mein Rückblick auf den Oktober 2020.


Gelebt:


Im Oktober hatte ich das erste Mal seit Monaten frei, nachdem ich meine Bachelorarbeit und meine letzte Hausarbeit abgegeben hatte und das neue Semester noch nicht begonnen hatte. Meine Pläne, meine Eltern zu besuchen oder mir einen Job für diese Wochen zu suchen, wurden durch eine gewisse Pandemie vereitelt, und nachdem ich anfangs die freie Zeit noch genoss, begann ich gegen Ende das Studium wirklich zu vermissen und habe dementsprechend zunehmend den Beginn meines Masterstudiums entgegengesehnt ... wenn auch mit bitterem Beigeschmack, weil mir die Chance verwehrt blieb, meine Kommoliton:innen richtig kennenzulernen.


Geschrieben:


Ich habe die Zeit genutzt, um mich in die Überarbeitung meines alten YA-Fantasy-Projektes zu vertiefen und dabei Fortschritte zu machen - warum aber ist Überarbeiten immer so unfassbar anstrengend und zeitraubend? :'D

Gelesen:


Außerdem habe ich die neue Freizeit dafür genutzt, ganze sieben Bücher zu lesen, fünf davon auf Englisch. Auch die Genres waren relativ durchmischt. Dabei habe ich zwei Reihen angefangen und eine beendet.


Frankenstein ~ Mary Shelley [Rezension]

Ich glaube, ich habe einen neuen Lieblingsklassiker gefunden. "Frankenstein" überzeugt vor allem durch die Auseinandersetzung mit menschlichen Abgründen, die tiefgründigen Charaktere und der daraus resultierenden Frage, wer eigentlich der Antagonist dieser unfassbar faszinierenden Geschichte ist.

Vom Ende der Einsamkeit ~ Benedict Wells [Kurzvorstellung]

An dieses Buch bin ich ohne großes Inhaltsvorwissen nur auf Basis der vielen begeisterten Stimmen, die ich dazu gehört habe, herangegangen, und obwohl ich nicht so wirklich benennen kann, was ich an diesem Buch mochte, habe ich es in einem Rutsch durchgelesen.

Das perfekte Leben meiner Schwester ~ Sophie Edenberg [Rezension]

Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen, was vor allem an den eher blassen Charakteren lag und daran, dass sensible Themen für meine Erwartungen nicht ausreichend reflektiert wurden. Aber auch Fat Shaming und vor allem, aber nicht nur von den Antagonisten ausgehender Sexismus trübten meine Leseerfahrung.


A Darker Shade of Magic ~ V. E. Schwab [Rezension]

Schon auf den ersten Seiten habe ich mich in dieses unheimlich coole World Building mit den vier unterschiedlichen Londons verliebt. Aber auch die spannende Handlung und die sympathischen Charakteren konnten mich überzeugen - Kell ist als Protagonist nicht fehlerfrei und wirkt dadurch umso menschlicher. Und ich habe die enge emotionale Beziehung zu seinem Bruder geliebt - und dass diese statt einer Liebesgeschichte im Vordergrund stand.

Cinder ~ Marissa Meyer [Rezension]

Auch Cinder ist eine sympathische, deutlich analytisch vorgehende Protagonistin. Diese Science Fiction-Geschichte überzeugt durch eine faszinierende Adaption von Aschenputtel und ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.


My Sister, the Serial Killer ~ Oyinkan Braithwaite [Kurzvorstellung]

Diese kurzweilige Geschichte einer nicht untoxischen Schwesterbeziehungen hat nicht unbedingt die sympathischsten Charaktere, konnte mich aber trotzdem unterhalten.

Night of the Dragon ~ Julie Kagawa [Rezension]

Oh wow, was war das denn bitte für ein Abschluss?! Als ich die Trilogie begonnen habe, habe ich nur eine unterhaltsame, an japanische Mythologie angelehnte YA-Fantasy-Story erwartet, stattdessen empfing mich eine emotionale Achterfahrt mit mitreißenden Plottwists und tollen Charakterbeziehungen - ich war froh, dieses Buch gemeinsam mit Vivka gelesen zu haben und mich mit ihr darüber austauschen zu können.


Gesehen:


Ich habe mit meiner Mitbewohnerin die erste Staffel von The Marvelous Mrs. Maisel re-watcht, die ich bereits im März schon mal gesehen hatte, und mochte auch dieses Mal den Humor ganz gerne. Wir haben dann auch direkt mit der zweite Staffel weitergemacht, man hat viel Zeit im Social Distancing. xD
 
Dann habe ich mir zwischendurch Knives Out angeschaut und fand den auch ganz unterhaltsam. Ich mochte die Erzählweise.
Außerdem habe ich das erste Mal in meinem Leben Nightmare Before Christmas gesehen - Shame on me, ich weiß.


Habt ihr Empfehlungen für Bücher von afrikanischen Autor:innen? Welches Buch hat euch zuletzt emotional mitgenommen?

Eure Dana

Montag, 25. Januar 2021

[Kurzvorstellungen] Vom Ende der Einsamkeit & My Sister, the Serial Killer


Vom Ende der Einsamkeit



Benedict Wells ~ Diogenes Verlag ~ 368 Seiten ~ am 01.03.2016 erschienen ~ 978-3-257-06958-7 ~ Gebunden mit Schutzumschlag; 22,00€


Kennt ihr diese Bücher, bei denen ihr gar nicht so wirklich sagen könnt, warum ihr sie mögt, nur dass ihr es tut? "Vom Ende der Einsamkeit" war für mich genauso ein Fall.
Es war ein Buch, das gefühlt überall empfohlen wird, und ich habe es gelesen, ohne wirklich eine Ahnung zu haben, worum es geht. Ich finde es auch im Nachhinein schwierig, den Inhalt zusammenzufassen. Grob gesagt geht es um Jules, dessen Eltern bei einem Unfall sterben, als er und seine beiden Geschwister noch Kinder sind. Aber eigentlich geht es darum nicht wirklich.

Eigentlich besteht dieses Buch aus Erinnerungen. Jules rekonstruiert Stück für Stück seine Kindheit, es geht um die Beziehung zu seinen Geschwistern, um Freundschaft, um Liebe, darum, dazuzugehören, und darum, es nicht zu tun. Es geht um Zukunftspläne, um Trauer, um Selbstfindung, darum, einen Halt im Leben zu finden, und darum, es nicht zu tun. Und um Einsamkeit. Aber nicht so viel, wie der Titel vermuten lässt.
 
Es passiert also relativ viel, aber eigentlich passiert nicht wirklich etwas krass Spannendes, und trotzdem hatte das Buch so seinen eigenen Sog. Ich mochte es und habe es gerne gelesen. Ohne genau sagen zu können, was mir daran eigentlich so gefallen hat.
 
 


My Sister, the Serial Killer

 
Oyinkan Braithwaite ~ dt.: Meine Schwester, die Serienmörderin (2020) ~ Atlantic Fiction ~ ca. 230 Seiten ~ erstmals erschienen 2017 unter dem Titel Thicker Than Water ~ 978-1-78649-598-3 ~ Taschenbuch
 

Dieses Buch hat mich vor allem dank der skurrilen Idee angesprochen: Zum dritten Mal bereits muss Korede für ihre Schwester Ayoola den Tatort reinigen, nachdem diese ihren Liebhaber umgebracht hat. Während ihre Schwester den Ernst der Lage nicht zu verstehen scheint, versucht Korede, die Tat zu vertuschen. Doch ihre Loyalität gerät in Konflikt, als Ayoola Interesse an dem Doktor in dem Krankenhaus, in dem Korede arbeitet, zeigt, auf den auch Korede insgeheim steht ...

Ich hab manchmal das Gefühl, dass mehr von diesem Buch erwartet beziehungsweise versprochen wird, als es tatsächlich enthält. Es ist keine tiefschürfende Analyse der nigerianischen Gesellschaft, in der es spielt, oder eine vielschichtige moralische Auseinandersetzung. Es ist in allererster Linie eine absurde und vor allem unterhaltsame Story, die ernstere Themen wie Kindesmissbrauch zwar anspricht, jedoch eher am Rande.
Und aufgrund der geringen Seitenzahl ist es dadurch auch recht kurzweilig, sodass ich es flott durchgelesen habe und mich definitiv unterhalten gefühlt habe.

Ayoola ist ein Charater, der nicht unbedingt sympathisch ist. Sie ist egozentrisch, oberflächlich und egoistisch, und dennoch konnte ich Koredes Loyalität zu ihrer Schwester nachvollziehen, gerade im Verlaufe der Enthüllungen. Selbst wenn sie nicht unproblematisch war.
Korede ist die bodenständigere von den beiden, die vernünftigere und die, die Entscheidungen trifft und die Handlungen übernimmt. Gleichzeitig ist sie aber auch diejenige, die weniger Aufmerksamkeit erhält und im Schatten ihrer Schwester zurückbleibt. Sie war mir nichtsdestotrotz sympathisch.

Insgesamt fiel mir nach dem Lesen dieses Buches dieser nigerianischen Autorin auf, dass ich mehr Unterhaltungsliteratur von afrikanischen Autor*innen lesen möchte. Und dass das Buch allein deswegen Aufmerksamkeit verdient. Man sollte nur vor allem mit dem Anspruch an es herangehen, unterhalten zu werden. (Und  ich mochte das Ende irgendwie, auch wenn das nicht ganz logisch mit meinen vorherigen Empfindungen war.)

Donnerstag, 21. Januar 2021

[Rezension] Cinder


Autorin:
Marissa Meyer
dt.: Wie Monde so silbern (2013)
Verlag: Puffin Books
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 2012
ISBN: 978-0-241-34013-5
Taschenbuch
 
 
The Lunar Chronicles-Tetralogie:
  • Cinder
  • Scarlett
  • Cress
  • Winter
 
 
CW: (Anklicken zum Öffnen)

Ableismus, Tod, Gewalt, Blut, Krankheit, Krankenhaus (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)


 
 
Inhalt:
 
Cinder arbeitet als Mechanikerin in New Beijing. Als Cyborg wird sie von den Menschen verachtet, insbesondere von ihrer "Stiefmutter" Adri, die keine Sekunde auslässt, um ihr ihre Abneigung ins Gesicht zu reiben. Eines Tages kommt ausgerechnet Prinz Kai zu ihr, um seine Androide zu reparieren, ohne von ihrem Geheimnis zu wissen. Doch dann erkrankt Cinders Stiefschwester an der tödlichen Seuche und Cinder bekommt Adris Hass zu spüren ...

Montag, 18. Januar 2021

Irgendwo im Alltagssumpf verloren gegangen

Ich hab's versucht. Wirklich.
Ich hab mir echt Mühe gegeben, regelmäßig zu bloggen, aber irgendwie war das letzte Jahr geprägt von einem Hoch und Tief, was meine Motivation anging. Und irgendwann Ende November hat sie mich verlassen und na ja, ist dann nicht wiedergekommen.

Ich gebe zu, irgendwo hatte daran auch der neue Lockdown seine Mitschuld, weil der Alltag zunehmend zu einer monotonen Masse zerfloß ... Zuhause rumhocken, immer in denselben Wänden, ein bisschen Uni und sehr viel Bedeutungslosigkeit. Ich will mich nicht beschweren, ich weiß, dass ich mich aktuell in einer vergleichsweise privilegierten Position befinde, aber gleichzeitig hatte ich in den letzten Wochen schlichtweg keine Lust auf Bloggen und Social Media.
Und ich will mich hier auch nicht entschuldigen, immerhin ist das ein Hobby, aber ich will auch wieder mehr bloggen und regelmäßiger. Also falls ihr da Tipps habt, Energielosigkeit zu bekämpfen, gerne immer her damit. :D

In der Zwischenzeit war Weihnachten, wofür ich zu meinen Eltern gefahren bin, mit vorheriger Isolation und allem. Unterm Tannenbaum lagen übrigens auch ein paar Bücher, unter anderem die "All for the Game"-Reihe von Nora Sakavic als Print, die ich letztes Jahr als E-Book verschlungen habe, und die Illuminae-Trilogie von Jay Kristoff und Amie Kaufman, von der ich bisher nur den ersten Band auf Deutsch gelesen habe und jetzt zu Englisch wechsele, weil bekanntlich der dritte Band nicht übersetzt wurde. Aber ich freu mich schon darauf, die Reihe endlich weiterzulesen!

Dann habe ich meinen siebten Bloggergeburtstag im Dezember verpasst. Ich kann gar nicht glauben, dass mein Blog schon sieben Jahre alt geworden ist. Sieben Jahre sind verdammt lang, und ich freue mich so sehr über jede:n, der:die meine Beiträge liest, über jeden Kommentar, jeden Buddy Read, jeden Austausch und überhaupt vielen Dank an euch alle dafür! ♥
Ich hoffe, ihr bleibt mir weiterhin treu, trotz gelegentlicher Motivationsflauten, und freue mich auf die nächsten Jahre mit euch!

Um ein bisschen mehr Leben in die Bude zu bringen, planen Anna und ich schon die nächsten Lesemarathons für dieses Jahr, seid also gespannt! Falls ihr da irgendwelche Wünsche oder Ideen habt, meldet euch gerne. ^^
Außerde müssen Rückblicke geschrieben werden und ich hab auch noch ein paar Rezensionsentwürfe rumfliegen. Tatsächlich gehörte aber auch das Lesen zu den Dingen, für die mir in letzter Zeit die Motivation fehlte, und auch hier hoffe ich, dass sich das bald wieder ändert. Aber hey, dafür bin ich irritierend motiviert, was das Schreiben angeht, und hatte im Dezember die Ehre, dass eine Kurzgeschichte von mir veröffentlicht wurde.

So, habe ich irgendwelche Skandale verpasst? Wie geht es euch? Falls ihr Weihnachten gefeiert habt, wie war es? Lagen bei euch Bücher unter dem Baum und wenn ja, welche?

Bis bald! ♥
Eure Dana